May-Britt Kallenrode zur Präsidentin der Universität Hildesheim gewählt

Freitag, 17. Juli 2020 um 19:15 Uhr

Frau Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, Präsidentin der Universität Koblenz-Landau und habilitierte Physikerin, ist zur Präsidentin der Universität Hildesheim gewählt worden. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Prof. Dr. May-Britt Kallenrode. Foto: Daniel Kunzfeld

Der Senat der Universität Hildesheim wählte Prof. Dr. May-Britt Kallenrode am heutigen Freitag mit großer Mehrheit (9 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen, 2 Nein-Stimmen). Der Stiftungsrat bestätigte anschließend die Wahl. Kallenrode soll die Nachfolge von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang-Uwe Friedrich antreten, der nach fast 20 Jahren als Präsident der Universität Hildesheim zum 31.12.2020 in den Ruhestand gehen wird.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Herr Dr. Uwe Thomas, gratulierte Kallenrode zur Wahl: „Frau Prof. Dr. Kallenrode hat mit ihrer Bewerbung sowie den anschließenden Gesprächen sowohl die Findungskommission als auch den Senat und den Stiftungsrat der Universität Hildesheim überzeugt. Sie bringt umfassende Erfahrungen in Forschung, Lehre und im Management einer Universität mit.“ Zeitnah werden nun Verhandlungen aufgenommen, damit der Amtsantritt wie geplant am 01.01.2021 erfolgen kann. Gleichzeitig sprach Thomas allen Beteiligten am Findungs- und Entscheidungsprozess seinen herzlichen Dank aus. „Die Zusammenarbeit, das Engagement und nicht zuletzt die gezeigte Flexibilität angesichts der ungewöhnlichen Rahmenbedingungen in den letzten Wochen waren von höchster Professionalität geprägt. Darauf darf die Universität Hildesheim stolz sein“, formulierte er in einem Schreiben an die Mitglieder der Universität.

Prof. Dr. May-Britt Kallenrode ist seit 2017 Präsidentin der Universität Koblenz-Landau. Die habilitierte Physikerin forschte und lehrte zuvor von 2000 bis 2017 als Professorin für Umweltphysik und Modellierung an der Universität Osnabrück und war sieben Jahre Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung mit dem Ressort Forschung, Nachwuchsförderung, Gleichstellung sowie Wissens- und Technologietransfer. Sie baute dort unter anderem das Zentrum für Promovierende und PostDocs auf. Zuvor war sie vier Jahre als Professorin für Physik an der Universität Lüneburg tätig. Ihr Studium der Physik, Mathematik, Chemie und Meteorologie absolvierte sie in den 1980er Jahren an der Christian-Albrechts Universität Kiel, wo sie anschließend als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Reine und Angewandte Kernphysik arbeitete, 1989 promovierte und sich 1994 in Physik mit einer Arbeit zum Thema „Stoßwellen und energiereiche Teilchen in der inneren Heliosphäre“ habilitierte. In ihrer Forschung befasst sich Kallenrode mit Solar-Terrestrischen Beziehungen, Modellierung und Extremereignissen.

Der Weg zum Wahltag

Für das Amt der Präsidentin oder des Präsidenten der Universität Hildesheim, das im Januar 2020 ausgeschrieben wurde, gab es eine Reihe von Bewerbungen. In Einklang mit dem Niedersächsischen Hochschulgesetz wurde eine Findungskommission zur Vorauswahl möglicher Kandidatinnen und Kandidaten eingerichtet. Nachdem die Kommission zwischen März und Mai aufgrund der Corona-Pandemie nicht hatte tagen können, fanden im Juni Vorstellungsgespräche unter Einhaltung zahlreicher Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Zwei Personen wurden im nächsten Schritt zu einer Anhörung vor einem erweiterten Teilnehmerkreis eingeladen. Diese fand am 17.07.2020 vor rund 100 Personen statt. Alle Gruppen der Universität, d.h. Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung waren vertreten. Nach einer Vorstellung der beiden Personen stellten sich diese den zahlreichen Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Im Anschluss daran tagten die relevanten Gremien zur Abgabe einer Empfehlung und letztlich zur Beschlussfassung.


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