Masterstudium: Universität Hildesheim bildet Sprachexperten aus

Mittwoch, 02. Januar 2019 um 08:03 Uhr

Die Professorinnen Beatrix Kreß und Elke Montanari bilden Expertinnen und Experten aus, die die deutsche Sprache und Kultur unterrichten – etwa in Sprachkursen, an Schulen oder an Universitäten weltweit.

Die Universität Hildesheim sucht sprachbegeisterte Studentinnen und Studenten. Eine Bewerbung um einen Masterstudienplatz für den Studiengang „Deutsch als Zweitsprache / Deutsch als Fremdsprache“ ist bis zum 15. Januar 2019 möglich. Das Studium beginnt im Sommersemester 2019. 

„Wir nehmen pro Jahr nur 25 Studentinnen und Studenten im Studium 'Deutsch als Zweitsprache / Deutsch als Fremdsprache' auf, es ist eine Gruppe, die sich gut kennt. Wir sind interessiert an den vielfältigen Erfahrungen und Kenntnissen unserer internationalen Studentinnen und Studenten. Wir bemühen uns sehr, am Bühler-Campus ein Studium in persönlicher Atmosphäre zu ermöglichen“, sagt Professorin Elke Montanari.  

Im Studium gibt es zum Beispiel einen Alphabetisierungsschwerpunkt. „In diesem Studienschwerpunkt beschäftigen wir uns damit, wie Kinder und Erwachsene schnell lernen, in deutscher Sprache zu schreiben; von der ersten Alphabetisierung – wie lernen sie die Buchstaben? – bis zur Textebene. Wenn ein Kind in der Schule in der 8. Klasse ist, reicht es nicht, die Buchstaben zu können, das Kind muss die Aufgabe bewältigen, die Klassenarbeit oder den Aufsatz schreiben können. Wie kommt man da hin? Die Absolventinnen und Absolventen unseres Studiengangs erwerben auch die Qualifikation, in Sprachkursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu unterrichten, das heißt sie dürfen ohne weitere Zusatzqualifikation in Alphabetisierungskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge lehren“, so Montanari.

Lehramtsstudierende des „Master of Education“ können den Master „Deutsch als Zweitsprache“ (DAZ) auch im Parallelstudium studieren, es gibt umfangreiche Möglichkeiten der Anrechnung, das Schulpraktikum wird zum Beispiel angerechnet, erläutert Montanari. Die Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten fühlen sich damit besser vorbereitet auf ihre zukünftige Arbeit an Schulen, so die Sprachwissenschaftlerin. Es ist möglich, die beiden Masterstudiengänge Lehramt und DAZ zu kombinieren, wir haben einen Kombinationsplan mit umfangreichen Anrechnungsmöglichkeiten ausgearbeitet. 

„Wer sich ein internationales Leben vorstellen kann, für den ist dieser Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache eine Option. Absolventinnen und Absolventen arbeiten zum Beispiel als Deutschlehrer an Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen im Ausland. Sie organisieren aber auch Sprachangebote im Inland“, sagt Professorin Beatrix Kreß. 

In der Praxisphase absolvieren Studentinnen und Studenten mit dem Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ Auslandspraktika an Partnerhochschulen weltweit. „Wir haben enge Beziehungen zu Universitäten in Miskolc in Ungarn und Siauliai in Litauen, zur Universität Modena in Italien, zur Universität Zhejiang in Hangzhou in China und Toluca in México. Einige Studierende unterrichten die deutsche Sprache an Hochschulen, andere sind zum Beispiel an internationalen Schulen und bei Goethe-Instituten tätig. Sie sammeln und reflektieren Erfahrungen im Bereich der Sprachvermittlung, der Unterrichtsplanung und der Sprachstandsdiagnose und Förderung“, so Beatrix Kreß.

Studium „Deutsch als Zweitsprache / Deutsch als Fremdsprache“

Die Universität Hildesheim bildet Fachleute im Masterstudiengang „Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“ aus. Absolventinnen und Absolventen können an Schulen und Hochschulen im Ausland arbeiten oder in international vernetzten Betrieben die deutsche Sprache und Kultur vermitteln. Sie können sich für die Sprachförderung in Schulen spezialisieren, in der Bildungsplanung in Behörden oder in der Schulbuchherstellung arbeiten und Erwachsene in Integrationskursen unterrichten. Der Studiengang kann auch berufsbegleitend und in Teilzeit studiert werden, zum Beispiel begleitend zu einer Lehrtätigkeit.

Eine Bewerbung ist bis zum 15.01.2019 möglich, der Studienbeginn ist im Sommersemester 2019.
Wer sich für ein Studium interessiert, findet online Informationen über den Aufbau des Studiums, die Bewerbung und Erfahrungsberichte: Masterstudium DAZ/DAF.

Studium „Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“

Mit einem interdisziplinären Modul an der Schnittstelle zu „Deutsch als Zweit-/Deutsch als Fremdsprache“ wird an der Universität Hildesheim noch ein weiterer Masterstudiengang angeboten: Der Masterstudiengang „Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“ bildet Expertinnen und Experten für die interkulturelle Kommunikation aus, die mit gesprochener und geschriebener Sprache in unterschiedlichen Institutionen – zum Beispiel der öffentlichen Hand, in Nichtregierungsorganisationen oder in Institutionen der Wirtschaft – handeln. Auch dieser Studiengang lässt im Sommersemester 2019 Studierende zu.

Auch für diesen Masterstudiengang ist eine Bewerbung ist bis zum 15.01.2019 möglich, der Studienbeginn ist im Sommersemester 2019. Weitere Informationen über den Studiengang finden Sie online: Masterstudium „Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“

Kontakt bei Fragen:

Wer Fragen zum Studium im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ hat, kann Prof. Dr. Elke Montanari vom Institut für deutsche Sprache und Literatur kontaktieren (elke.montanari(at)uni-hildesheim.de). Bei Fragen rund um den Studienschwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ und zum Studium „Internationales Informationsmanagement: Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“ wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Beatrix Kreß (kressb(at)uni-hildesheim.de) und Prof. Dr. Stephan Schlickau (stephan.schlickau(at)uni-hildesheim.de) vom Institut für Interkulturelle Kommunikation. 
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Erstellt von Pressestelle, Isa Lange

Die Professorinnen Beatrix Kreß und Elke Montanari forschen und lehren auf dem Bühler-Campus der Universität Hildesheim. Foto: ISa Lange (1), privat (1)