Lesemotivation und Lesekompetenz: Warum lesen Jugendliche?

Mittwoch, 21. Juni 2017  / Alter: 152 Tage

Welchen Platz hat Literatur im Leben von Jugendlichen in Niedersachsen? Wie reagieren Lehrerinnen und Lehrer auf die Leseinteressen der Jugendlichen? Professorin Irene Pieper untersucht, welche Rolle Literatur im Deutschunterricht und in der Freizeit einnimmt.

Professorin Irene Pieper untersucht in dem Forschungsprojekt den Stellenwert des Literaturunterrichts, die Interessen und Motivationen der Schülerinnen und Schüler, die Einstellungen und Ziele der Lehrerinnen und Lehrer. Wie erfolgt der Umgang mit Texten und Literatur im Unterricht? In der Forschung kommen quantitative und qualitative Verfahren zur Anwendung. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim, Grafik: Tamoli

Professorin Irene Pieper untersucht, welche Rolle Literatur im Deutschunterricht und in der Freizeit von Jugendlichen einnimmt, auch im Vergleich zu anderen Medien wie Filme, blogs und Social Media. „Unterrichtsnahe Forschung zu diesem Bereich fehlt im deutschsprachigen Raum weitgehend, obwohl er für die Entwicklung von Lesemotivation und Lesekompetenz eine zentrale Rolle spielt", sagt Pieper. In dem Forschungsprojekt „TAMoLi Niedersachsen: Texte, Aktivitäten und Motivationen im Literaturunterricht in der Sekundarstufe I“, das vom Land Niedersachsen gefördert wird, kombiniert die Wissenschaftlerin qualitative und quantitative Zugänge. Das Hildesheimer Forschungsteam arbeitet mit dem Partnerprojekt „TAMoLi Schweiz“ zusammen. Die beiden Teams arbeiten eng zusammen und diskutieren die Ergebnisse der Länder auch im Vergleich. Die Akademie für Leseförderung Niedersachsen ist Praxispartner in dem Projekt.

In Niedersachsen werden Lehrerinnen und Lehrer von etwa 60 achten Klassen aus den Schulformen Gymnasium, Real-, Haupt- und Gesamtschule sowie deren etwa 1200 Schülerinnen und Schüler befragt. Fragen an die Jugendlichen sind zum Beispiel: Warum liest du? Welche Texte sprechen dich an? Was würdest du gerne in der Schule lesen? Bisher ist wenig untersucht, welche Erfahrungen die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Literatur machen und inwiefern Jugendliche mit ihren persönlichen Leseinteressen das Unterrichtshandeln der Lehrkräfte beeinflussen.

Mit der Studie möchte Irene Pieper gemeinsam mit beiden Teams einen Beitrag zur Leseförderung leisten. Pieper forscht und lehrt seit zehn Jahren als Professorin für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Universität Hildesheim. Für ihre hervorragenden Leistungen in der Forschung wurde die Professorin 2017 mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet.

„TAMoLi Niedersachsen“ ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, Prof. Dr. Irene Pieper kooperiert mit Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann/PH FH Nordwestschweiz, Dr. Katrin Böhme/IQB HU Berlin, Prof. Dr. Renate Soellner/Universität Hildesheim.

Forschungsprojekt: Texte, Aktivitäten und Motivationen im Literaturunterricht

Von: Pressestelle, Isa Lange

Professorin Irene Pieper untersucht in dem Forschungsprojekt den Stellenwert des Literaturunterrichts, die Interessen und Motivationen der Schülerinnen und Schüler, die Einstellungen und Ziele der Lehrerinnen und Lehrer. Wie erfolgt der Umgang mit Texten und Literatur im Unterricht? In der Forschung kommen quantitative und qualitative Verfahren zur Anwendung. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim, Grafik: Tamoli