Lehramtsstudentin Nicola Braun nimmt an neuem Förderprogramm teil

Donnerstag, 13. Dezember 2007 um 13:51 Uhr

Erstes Studienkolleg Begabtenförderung für Lehramtsstudierende fördert bundesweit 60 Studierende

Erstmals gibt es ein Stipendienprogramm nur für Lehramtsstudierende. Bundesweit werden 60 Studierende gefördert. Darunter Nicola Braun von der Universität Hildesheim.

Es gibt eine ganze Reihe von Stipendienprogrammen für Studierende. Zumeist sind diese nicht auf bestimmte Fächer oder Studiengänge ausgerichtet, sondern wenden sich an Studierende, die besonders befähigt sind und die sich im Rahmen des von ihnen gewählten Studiums mit den weltanschaulichen, politischen oder religiösen Zielen der Stiftungen befassen möchten. In diesem Jahr ist ein Stipendienprogramm aufgelegt worden, das sich direkt an die Studierenden der zumeist größten Studiengänge an deutschen Universitäten richtet - ein Stipendienprogramm ausschließlich für Lehramtsstudierende.

Es gibt eine ganze Reihe von Stipendienprogrammen für Studierende. Zumeist sind diese nicht auf bestimmte Fächer oder Studiengänge ausgerichtet, sondern wenden sich an Studierende, die besonders befähigt sind und die sich im Rahmen des von ihnen gewählten Studiums mit den weltanschaulichen, politischen oder religiösen Zielen der Stiftungen befassen möchten. In diesem Jahr ist ein Stipendienprogramm aufgelegt worden, das sich direkt an die Studierenden der zumeist größten Studiengänge an deutschen Universitäten richtet - ein Stipendienprogramm ausschließlich für Lehramtsstudierende.

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft hat in Kooperation mit der Robert-Bosch-Stiftung das "Studienkolleg Begabtenförderung für Lehramtsstudierende" eingerichtet und bundesweit die ersten sechzig Kollegiaten ausgewählt. Die Universität Hildesheim ist auch dabei vertreten: die Studierende Nicola Braun hat den Auswahlprozess erfolgreich durchlaufen. Das Stipendium enthält für BAFöG-Berechtigte neben dem BAföG-Fördersatz ein monatliches Büchergeld von 80 Euro. Diese Mittel stammen aus dem Förde-rungsetat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft übernimmt die Organisation und Finanzierung des Förderprogramms des Studienkollegs, das Seminare, Trainings und Akademien zu Themen wie Projektmanagement, Qualitätsentwicklung, Personalführung, Teambildung, Moderation und Leitung von Gruppen sowie Krisen- und Konfliktmanagement umfasst. Gesucht werden Lehramtstudierende, die gesellschaftliches Engagement, Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Zielstrebigkeit, Kreativität und unternehmerisches Denken, Team- und Kommunikationsfähigkeit zeigen und die über eine breite Allgemeinbildung verfügen. Zugleich wird erwartet, dass die Bewerber mindestens drei Leistungsnachweise der Hochschule mit mehr als durchschnittlichen Noten vorweisen können. Man muss also bereits im Studium sein, um sich bewerben zu können. Besonders günstig ist die Bewerbung im zweiten Semester, wenn schon bewertete Studienleistungen vorliegen.

Nicola Braun ist eine Studierende wie viele andere auch an der Universität Hildesheim. Sie hat sich für das Lehramtstudium an unserer Universität entschieden, weil sie das "Hildesheimer Modell" der Lehrerbildung besonders attraktiv findet: intensive Theorie-Praxis-Verknüpfung bereits vom ersten Semester an im Rahmen der Schulpraktischen Studien (SPS), die es nur in Hildesheim gibt, und auf denen das Allgemeine Schulpraktikum sowie die fachdidaktische Ausbildung aufbauen.

Für das Studienkolleg hat sich Nicola Braun - so wie eine Reihe anderer Studierender unserer Universität - Ende Juni 2007 beworben. Die Bewerbungsunterlagen hatte sie zuvor von der Webseite der Stiftung (http://www.sdw.org/) heruntergeladen und ausgefüllt. Ansprechpartner an der Universität für dieses Stipendienprogramm ist Prof. Dr. Karl-Heinz Arnold vom Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Angewandte Erziehungswissenschaft; er führte mit jedem Bewerber ein Vorgespräch über die Vorausset-zungen der Bewerbung und den weiteren Gang des Auswahlverfahrens.

Nicola Braun und einige weitere Studierende wurden dann vom Vertrauensdozenten der Region Hannover zu einem Vorauswahlgespräch eingeladen. Danach wurde entschieden, wer an der Hauptauswahl, die in Berlin stattfand und eineinhalb Tage mit unterschiedlichen Aufgaben (Gruppenarbeit, Präsentation, Einzelaufgaben) umfasste, teilnimmt. Nicola Braun war erfolgreich: sie gehört jetzt zu den ersten Kollegiaten des Studienkollegs. "Sicherlich, es war nicht ganz leicht, das Auswahlverfahren zu bestehen. Aber mir half das, was mir auch im Studium bisher sehr wichtig war: das Voraus- und Mitdenken in den Lehrveranstaltungen, mein großes Interesse an gesellschaftlichen Themen, aber auch eine ziemliche Portion Anstrengung", sagt Nicola Braun.

Im kommenden Jahr soll das Stipendienprogramm wiederum ausgeschrieben werden. "Wir freuen uns über viele Bewerber aus unserer Lehramtsausbildung, die sich nicht nur sehr bewährt hat, sondern auch eine gute Vorbereitung auf die Aufgaben der ‚Schule der Zukunft‘ bietet", meint Prof. Arnold und rät: "Achten Sie auf das Ankündigungsplakat an unserem Institutsbrett im Mai 2008!"