Kultur in Konflikten

Mittwoch, 17. April 2013 um 08:18 Uhr

Leiter von Goethe-Instituten aus Afrika, Asien und Südamerika an Uni Hildesheim: Welchen gesellschaftlichen Auftrag haben die Goethe-Institute in Demokratisierungsprozessen? Was bewirken künstlerische Kooperationen für Frieden und Menschenrechte?

Das Institut für Kulturpolitik lädt ein zu öffentlichen Vorträgen in der Seminarreihe „Kultur in Transformation. Innenansichten zur Außenpolitik des Goethe-Instituts“. Zu Gast an der Universität Hildesheim sind ehemalige Direktoren von Goethe-Instituten in Konfliktregionen, Krisen- und Schwellenländern.

Auswärtige Kulturpolitik sei die dritte Säule der Außenpolitik, gerade auch weil Kultur „Teil eines dynamischen Prozesses der Veränderungen in unserer Gesellschaft“ ist, wie es seit 1970 in den Leitsätzen für die auswärtige Kulturpolitik des Auswärtigen Amtes steht. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die kulturelle Programmarbeit der größten deutschen Mittlerorganisation? Welchen gesellschaftlichen Auftrag haben die Goethe-Institute in Demokratisierungsprozessen, wie trägt ein bilateraler Kulturaustausch zur Transformation von Entwicklungs- und Schwellenländern bei? Und was bewirken künstlerische Kooperationen für Frieden, Freiheit und Menschenrechte?

„Wir befragen im Seminar die Macher, Leiter von Goethe-Instituten, die in den letzten Jahrzehnten in Südamerika, Asien und Afrika Verantwortung trugen“, kündigt Prof. Dr. Wolfgang Schneider an, der die Seminarreihe unter Mitwirkung der Doktorandin Anna Kaitinnis konzipiert hat. Schneider ist Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls „Cultural Policy for the Arts in Development“ (Kulturpolitik für die Künste in Entwicklungsprozessen) der Universität Hildesheim.

Die Vorträge finden in Raum J 307 am Hauptcampus (Marienburger Platz 22) statt. Interessierte sind zu den öffentlichen Vorträgen herzlich eingeladen.

Öffentliche Vorträge:

16. April / „Gütesiegel Goethe. Wie das Goethe-Institut mit Ideen, Fleiß und kleinen Tricks öffentliche Anerkennung errang" / Gastvortrag von Dr. Bernhard Wittek (ehem. Pressesprecher des Goethe-Instituts)

30. April / „Am deutschen Wesen soll die Welt nicht genesen" / Gastvortrag von Dr. Kathinka Dittrich van Weringh (u.a. Gründungsdirektorin des Goethe-Instituts in Moskau und Direktorin des Goethe-Instituts in New York)

14. Mai / „Ziele, Schwerpunkte, Themen: Wie viel Freiheit braucht die kulturelle Programmarbeit im Ausland? (Beispiele aus Südamerika, Südostasien und Europa)" / Gastvortrag von Dr. Michael de la Fontaine (u.a. Direktor des Goethe-Instituts in Santiago de Chile, Singapur und Prag)

04. Juni / „Die Arbeit des Goethe-Instituts in kolonial geprägten Ländern Afrikas" / Gastvortrag von Dr. Bernd Pirrung (u.a. Direktor des Goethe-Instituts in Accra, Johannesburg und Abidjan)

11. Juni / Gastvortrag von Dr. Horst Harnischfeger (ehemaliger Generalsekretär des Goethe-Instituts von 1976-1996)

25. Juni / „Im Fadenkreuz der Zeitgeschichte: Deutsche auswärtige Kulturpolitik und Kulturarbeit von 1950 bis zur Gegenwart" / Gastvortrag von Dr. Dieter Strauss (u.a. Direktor des Goethe-Instituts in Santiago de Chile, Sao Paulo und Rabat)

09. Juli / „Von der 'Einbahnstraße' über die 'Zweibahnstraße' zu einer vernetzten AKBP. Innen- und Außenansichten" / Gastvortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Knopp (ehemaliger Generalsekretär des Goethe-Instituts von 2005-2012 sowie u.a. Direktor des Goethe-Instituts in Bombay und Jakarta)


Bereits im Januar sprachen zum Autftakt des UNESCO-Lehrstuhls an der Universität Hildesheim Kulturschaffende aus Afrika und Europa über Kultur in Konfliktregionen. Darunter Basma El Husseiny aus Kairo. Foto: Julia Schendrikow

Bereits im Januar sprachen zum Autftakt des UNESCO-Lehrstuhls an der Universität Hildesheim Kulturschaffende aus Afrika und Europa über Kultur in Konfliktregionen. Darunter Basma El Husseiny aus Kairo. Foto: Julia Schendrikow

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