Internationale KI-Spitzentalente nach Hildesheim: Förderung für Projekt Hi-Intelligent-Minds
Montag, 11. Mai 2026 - 08:07 Uhr
Mit dem Projekt Hi-Intelligent Minds wurde die Universität Hildesheim in das bundesweite Förderprogramm Academic Horizons – Attracting Global Minds aufgenommen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das Vorhaben aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 730.000 Euro bis Ende 2029. Bundesweit wurden nur 20 Hochschulen für das Förderprogramm ausgewählt – Hildesheim ist dabei die einzige Hochschule aus Niedersachsen.
Ziel des Projekts wird es sein, mehr internationale Spitzentalente im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gezielt nach Deutschland zu holen, in Hildesheim auszubilden und langfristig für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. „Hildesheim ist ein klassischer Hidden Champion: Wir sind klein, aber in der KI-Forschung weltweit sichtbar“, sagt Dr. Tom Hanika, Co-Direktor des Information Systems and Machine Learning Lab (ISMLL) an der Universität Hildesheim, der die Projektleitung übernimmt und das Konzept gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Schmid (Arbeitsgruppe Software Systems Engineering) und dem International Office entwickelt hat.
„Hi-Intelligent Minds baut auf unserer bereits sehr erfolgreichen Internationalisierung auf,“ erklärt Schmid. In den englischsprachigen Masterstudiengängen des Hildesheimer Instituts für Informatik, dem International Master in Data Analytics und dem International Master in Software Engineering studieren derzeit rund 290 Studierende, mehr als 70 Prozent davon kommen aus dem Ausland. „Absolvent*innen dieser Programme sind bei Unternehmen in ganz Deutschland gefragt,“ betont Schmid. Hanika ergänzt: „Mit Hi-Intelligent Minds erweitert die Universität ihr internationales Netzwerk gezielt um neue Talentregionen in Lateinamerika sowie in Mittelosteuropa und auf dem Balkan. Grundlage dafür sind langjährige Forschungsbeziehungen mit Partnerhochschulen in Brasilien, Chile, Serbien und Rumänien.“
Das Projekt umfasst drei Bausteine: Eine internationale Sommerschule wird jedes Jahr rund 20 besonders qualifizierte Bachelor-Absolvent*innen für drei Wochen in Hildesheim begrüßen. Ein digitaler Prep-Hub mit eigens entwickeltem KI-Sprachmodell unterstützt die Teilnehmenden bereits vor der Anreise bei der Vorbereitung auf das Studium. Über das Lower Saxony Data Network mit Industrievorträgen, Unternehmensbesuchen und einer jährlichen Messe soll der Weg der Teilnehmenden in den deutschen Arbeitsmarkt gezielt begleitet werden. „Damit steht die Universität Hildesheim in einer Reihe mit renommierten Informatik- und KI-Standorten in Deutschland, darunter die RWTH Aachen, die TU Darmstadt und die LMU München. Das unterstreicht die Sichtbarkeit unserer Informatik und gibt dem weiteren Ausbau des Standorts Hildesheim Rückenwind,“ sagt Hanika.
Hier geht es zur Pressemeldung des DAAD.