Internationale Beziehungen pflegen

Montag, 04. Juni 2018  / Alter: 78 Tage

Die Universität Hildesheim arbeitet mit Partnerhochschulen weltweit zusammen. Um internationale Beziehungen zu pflegen, setzt das Team des International Office auf Begegnungen – und lädt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Partnerhochschulen regelmäßig zum Austausch nach Hildesheim ein.

Während der „International Week“ an der Universität Hildesheim: Charlotte Simunek, Chris Yin, David Marcias Barres und Emma Darcy auf dem Universitätscampus in Hildesheim. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim

„Der internationale Austausch ist in Zeiten der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung nicht nur politisch wichtig, sondern einfach auch persönlich bereichernd“, sagt Marit Breede. „Das merkt jeder, der mal im Ausland war oder sonst auch hier in Hildesheim mit internationalen Studierenden oder Wissenschaftlern in Kontakt kommt. Diese kulturelle Vielfalt – das ist einfach unheimlich belebend.“ Breede leitet an der Universität Hildesheim das International Office. Die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter knüpfen und pflegen die Hochschulbeziehungen zu derzeit über 180 Hochschulen weltweit. Das läuft nicht nur über Telefon und E-Mail ab, vielmehr sind auch die Begegnungen entscheidend.

Warum ist der internationale Austausch in Forschung, Lehre und Studium bedeutsam? Isa Lange traf Vertreterinnen und Vertreter von Partnerhochschulen, die im Mai anlässlich der „International Week“ die Universität Hildesheim besucht und sich inhaltlich in Workshops mit dem Thema „Global citizenship and intercultural communication in Higher Education Institutions“ beschäftigt haben.

Emma Darcy, Bath Spa University, United Kingdom

„I was invited to the international week in Hildesheim. That is very exciting. I have never been to Germany before. I took the opportunity to come here. We are already partners with Hildesheim University – it is useful to come here and visit the campus in Hildesheim to see where we are sending our students to. I can tell them more specifically, what Hildesheim looks like; I went to the Kulturcampus, where the cultural studies are based. We mostly work in the field of creative subjects at Bath Spa University – art drama, language. Here we see potential for expanding partnership. You need cultural enrichment for yourself, societies need art for their heart and for their mind.“

David Marcias Barres, Universite de Lyon III, Faculte de Langues, France

„I am working at University in Lyon in France, I come from Ecuador, I am a foreigner living in France. The French who have been abroad or lived in other countries are more opened and have more sensitivity. Now jumped to Hildesheim in Germany to participate in the International week. The main part of the exchange with international colleagues in Hildesheim is to discuss how to train global citizens and how important are intercultural issues in education. I think it is important to go abroad and study in another country. I am telling my students: The experience not knowing where you are, it opens your mind. When you never leave your country and you meet people from abroad, then you think, it is always his or her task to adopt – but you never realize that you have to adopt too. The importance of interculturallity is: It is a two-way-communication, not one way.”

Chris Yin, University of Coimbra, Portugal

„I choose to come to Hildesheim, because I am interested in the topic of the „International Week“. I am working in the field of giving support to Chinese students who study at University of Coimbra in Portugal. One of the things, that can really contribute to your life value is that you can collect experience that is different from your own. The world is big and we all come from different parts, with different countries and different cultures. With the globalization, we have the opportunity, which our parents perhaps never had. It is one of the most valuable experiences. When you go abroad, you learn to understand that there is more beyond your own little world.”

Laura Garcia Martinez, Exchange coordinator at Bath Spa University, United Kingdom

„I come from the UK. Especially in these times with the situation of the Brexit in Europe, it is important to cooperate and to strengthen the relation between people and institutions. That is the way to go: We want to cooperate, that is why I am meeting my colleagues in Hildesheim. We gonna be outside Europe – but Europe is still there. I think for the students, the opportunity living abroad will change your life. At the moment we live with uncertainty, what’s gonna happen with the exchange in UK? “

Charlotte Simunek, University of Cergy-Pontoise, France

„I manage the language center of University of Cergy-Pontoise, based close to Paris. The topic of intercultural communication is very important and I am interested in an exchange with my colleagues from other universities during the „International Week“ in Hildesheim.“

Hier informiert das International Office über Auslandsaufenthalte

Kurz erklärt

International Office pflegt Netzwerk zu Partnerhochschulen weltweit

Die Universität Hildesheim veranstaltet in zweijährigem Rhythmus eine „International Week“, an der Vertreterinnen und Vertreter von Partnerhochschulen sowie weiterer Hochschulen weltweit teilnehmen. Im Mai 2018 diskutierten die internationalen Gäste über das Thema „Global citizenship and intercultural communication in Higher Education Institutions“. Begrüßt wurden sie dabei vom Academic Director Professor Friedrich Lenz. An der internationalen Woche nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung sowie Dozentinnen und Dozenten unterschiedlicher Fachdisziplinen aus Partnerhochschulen in Mexiko, Finnland, der Türkei, Spanien, Portugal und Frankreich sowie Nigeria, Italien, Brasilien, United Kingdom, Polen, Ghana und Österreich teil. Sie lernten die Universität Hildesheim und die Campusstandorte kennen, befassten sich in Workshops mit interkultureller Kommunikation und tauschten sich über Kooperationen und Möglichkeiten der Lehre in Hildesheim aus.

Beratung für Studierende: Wie man einen Auslandsaufenthalt plant

Studieren weltweit – Interesse geweckt? Wer ein Semester im Ausland studieren, ein Praktikum oder einen Sprachkurs im Ausland absolvieren möchte, erhält beim International Office der Universität einen Überblick. Welche Universitäten passen zu meinem Studium? Das Uni-Team berät Studierende, wo es hingehen kann und wie man den Aufenthalt plant und finanziert. Regelmäßig bietet das International Office „Info-Talks" an. Außerdem gibt es während der Vorlesungszeit einmal im Monat Beratungssprechstunden auf dem Bühler-Campus und Kulturcampus. Studierende können zum Beispiel in der Studienvariante „Kulturpolitik im internationalen Vergleich" nach Marseille, Istanbul, Pretoria oder Casablanca aufbrechen oder im Bereich Lehramt nach Brüssel, Riga, Kutztown (USA) und viele Ziele mehr. Zur Vor- und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten finden interkulturelle Trainings statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des International Office.

Über 170 Erasmus-Partnerhochschulen gehören zum Netzwerk, weltweit arbeitet die Universität mit über 250 Partnerhochschulen zusammen. Finnland, Spanien, Mexiko, China oder Belgien: Online kann man sich durch Partneruniversitäten, Förderprogramme und Erfahrungsberichte klicken.

Sprachbarriere? Sprachkurse und Sprachtandem nutzen

Hildesheimer Studierende betreuen als „Buddy“ ausländische Studierende unter anderem aus Indien, Frankreich, Spanien, Griechenland und Argentinien, um ihnen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern.

Die Universität, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst und die Volkshochschule in Hildesheim bieten gemeinsam ein Sprachenforum an: In Sprachkursen können sich Studentinnen und Studenten auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten. Und über das Programm „Promos“ lassen sich sogar Sprachkurse im Ausland fördern. Für Studierende, die mit Erasmus+ ins Ausland geben, gibt es zusätzlich kostenlose Online-Sprachkurse der EU, die auf das Auslandssemester vorbereiten.

Neben den Sprachkursen kann man an einem Sprachtandem teilnehmen, das geht so: Das Sprachtandem besteht aus zwei Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen, die sich gegenseitig beim Erlernen der anderen Sprache helfen. Dabei sollen beide Personen von der gemeinsamen Arbeit profitieren. Das Team bestimmt selbst, was und wie es lernen möchte. Die Tandempartner können zum Beispiel über Zeitungsartikel diskutieren, um den mündlichen Ausdruck zu verbessern, sich auf Prüfungen vorbereiten oder zusammen einen Film in der Fremdsprache oder mit Untertiteln gucken.  Interessierte können das Team des International Office kontaktieren. Außerdem kann man an Schreibtandems teilnehmen, Lehramtsstudierende begleiten dabei die Lernenden.

Von: Pressestelle, Isa Lange

Während der „International Week“ an der Universität Hildesheim: Charlotte Simunek, Chris Yin, David Marcias Barres und Emma Darcy auf dem Universitätscampus in Hildesheim. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim