„Ingeborg" erscheint erstmals

Freitag, 05. Juli 2013 um 08:36 Uhr

Sie schreiben die letzten Zeilen in der Nacht, um so aktuell wie möglich zu sein: Studierende der Universität Hildesheim begleiten die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt kulturjournalistisch mit einer Festivalzeitung. Denn die fehlte bisher.

Sie nehmen das Wettlesen ernst - mit einem Augenzwinkern. Studierende des Kreativen Schreibens sind vor Ort in Klagenfurt und hauen in die Tasten: Über Nacht produzieren sie druckfrisch „Ingeborg. Das sympathische Blatt für den Bewerb von heute". Das Journal ist am Donnerstag erstmals gedruckt erschienen, weitere Ausgaben folgen am Freitag und Samstag.

Das Schreibprojekt entsteht im Seminar „Klagenfurter Journal" an der Universität Hildesheim unter der Leitung von Thomas Klupp. 12 Studenten sind seit dieser Woche bei den Tagen der deutschen Literatur aka Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Sie begleiten eines der größten Events des deutschsprachigen Literaturbetriebs kulturjournalistisch. Die Universitätsgesellschaft Hildesheim fördert das Projekt.

„Wir konzipieren, schreiben, drucken und verteilen eine Festivalzeitschrift", sagt Artur Dziuk, der in Hildesheim „Literarisches Schreiben" studiert. Das Publikum hat die erste Ausgabe mit sichtlicher Freude gelesen, so Dziuk. „Im Seminar haben wir die Tage der deutschsprachigen Literatur untersucht und festgestellt, dass drumherum zwar viel berichtet und kommentiert wird, aber es keine Publikation gibt, die den Bachmann-Preis als Event begleitet. Wir haben uns für ein lockeres, leicht bekömmliches Format entschieden, eine Art Festivalzeitung, die das Wettlesen ernst nimmt, aber auch mit einem leichten Augenzwinkern gelesen werden kann."

Neben dem Wettlesen läuft eine Nachwuchsveranstaltung, der „Klagenfurter Literaturkurs". Von den acht Teilnehmenden sind zwei Hildesheimer Studierende eingeladen worden, Alina Herbing und Kolja Unger. 

Lesen Sie hier die Ausgaben online:

„Ingeborg. Das sympathische Blatt für den Bewerb von heute", Ausgabe 1 (pdf)

„Ingeborg. Das sympathische Blatt für den Bewerb von heute", Ausgabe 2 (pdf)

„Ingeborg. Das sympathische Blatt für den Bewerb von heute", Ausgabe 3 (pdf)

Literarisches Schreiben

Neben dem Deutschen Literaturinstitut in Leipzig ist das Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim die erste Adresse für Studenten, die professionelles Schreiben in Deutschland lernen wollen. Die Studenten arbeiten im Studium an eigenen erzählerischen, lyrischen, szenischen, essayistischen oder kulturjournalistischen Projekten. Hier wird auch von Studenten die Literaturzeitschrift „Bella triste" herausgegeben, die mehrfach ausgezeichnet wurde und jungen Nachwuchsautoren eine Plattform bietet.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2013 über Ingeborg

Die Welt, 05.07.2013, Rezension von Jan Küveler zu Ingeborg

Veranstaltungstipp

Während der Mittsommernacht auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg am 6. Juli stellen Studierende erste Sätze, Figurenbeschreibungen, Dialoge und Rollenprosa vor. Junge Autoren geben literarische Einblicke in ihr Verständnis von Freundschaft.


Kolja Unger, Student an der Uni Hildesheim, und zwei weitere Teilnehmer des Klagenfurter Literaturkurses lesen die druckfrische Ausgabe der „Ingeborg".

Kolja Unger, Student an der Uni Hildesheim, und Teilnehmer des Klagenfurter Literaturkurses lesen die druckfrische Ausgabe der „Ingeborg".

Kolja Unger, Student an der Uni Hildesheim, und Teilnehmer des Klagenfurter Literaturkurses lesen die druckfrische Ausgabe der „Ingeborg".

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