Hochschulfinanzierung: Wissenschaft stärken

Donnerstag, 07. März 2019 um 17:11 Uhr

14 Kanzler deutscher Universitäten tagten heute in Hildesheim. Seit Ende 2018 leitet Matthias Kreysing, hauptberuflicher Vizepräsident der Stiftung Universität Hildesheim, den Arbeitskreis Hochschulfinanzierung.

Während einer Arbeitstagung auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Stiftung Universität Hildesheim diskutierten die Kanzler über Hochschulfinanzierung in Deutschland. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Heute (7. März 2019) tagte der Arbeitskreis der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Deutschland im Bereich Hochschulfinanzierung an der Stiftung Universität Hildesheim. Dr. Matthias Kreysing, hauptberuflicher Vizepräsident in Hildesheim, ist seit Ende 2018 Vorsitzender des Arbeitskreises Hochschulfinanzierung und hat zu dem Arbeitstreffen in Hildesheim eingeladen.

„Ein wichtiges Thema unseres Arbeitstreffens ist die Umstellung bei der Umsatzbesteuerung für juristische Personen des öffentlichen Rechts, das betrifft gerade die Universitäten in ihren Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder anderen Hochschulen, das ist eine große Frage, die die Universitäten in den nächsten eineinhalb Jahren beschäftigen wird“, erläutert Matthias Kreysing.

Ein weiteres Thema, über das die Kanzler in Hildesheim diskutieren, ist die Fortschreibung des Hochschulpaktes. „Eine große Herausforderung für die Universitäten in Deutschland ist die Planungssicherheit bei den Finanzierungsmitteln. Wir tauschen uns dazu aus, wie dies in den verschiedenen Bundesländern gehandhabt wird“, so Kreysing. „Wir haben mit der Ankündigung der Verstetigung des Hochschulpaktes durch die Bundesregierung eine positive Aussicht, dass diese Mittel, die teilweise einen großen Umfang in den Haushaltsbudgets ausmachen – bis zu 20% bis 30% – dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Dies führt dazu, dass wir dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse vereinbaren können – das ist eine wichtige Perspektive für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ An der Stiftungsuniversität in Hildesheim liegen diese Mittel aus dem Hochschulpakt bei etwa 20% des Gesamtbudgets.

Mit dem Hochschulpakt sollen ausreichend Studienplätze bei gleichzeitig hoher Qualität sichergestellt werden, der wissenschaftliche Nachwuchs gesichert und die Innovationskraft in Deutschland erhöht werden. Mit der Verstetigung der Mittel würden die Hochschulen mehr finanzielle Planungssicherheit erhalten und könnten zum Beispiel unbefristetes Lehrpersonal einstellen und so den Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse reduzieren.