Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann

Donnerstag, 11. Oktober 2018  / Alter: 10 Tage

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält Aleida Assmann. Die Kulturwissenschaftlerin bearbeitet in ihren Studien Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur. Assmann war Mitglied des Stiftungsrates der Universität Hildesheim. Zudem wurde in den Hildesheimer Universitätsreden ein Beitrag von ihr veröffentlicht, den Sie hier online nachlesen können.

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Trägern des Friedenspreises gewählt. Foto: Corinna Assmann (Website des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels)

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann zur diesjährigen Trägerin des Friedenspreises gewählt. Die Universität Hildesheim gratuliert der Preisträgerin ganz herzlich.

Aleida Assmann war von 2002 bis 2006 Mitglied des Stiftungsrates der Universität Hildesheim; zudem wurde in den Hildesheimer Universitätsreden ein Beitrag von ihr veröffentlicht:

„Die Unverzichtbarkeit der Kulturwissenschaften mit einem nachfolgenden Briefwechsel“
Aleida Assmann, Universitätsverlag, Hildesheim 2004
Rede vom 24. November 2003 aus Anlass des Festaktes „25 Jahre Universität Hildesheim“

Hildesheimer Rede von Aleida Assmann [online lesen]

Wenn wir uns über die Zukunft der Kulturwissenschaften verständigen wollen, müssen wir ihre Vergangenheit kennen, so Aleida Assmann während ihrer Hildesheimer Rede. Assmann forderte eine klarere Darstellung des gesellschaftlichen Auftrags der Geistes- und Kulturwissenschaften. Die zukunftsträchtige Bedeutung der Kulturwissenschaften fasst die Wissenschaftlerin in ihrer Hildesheimer Rede in vier Punkten zusammen: „Verantwortung für ästhetische Erfahrung, für einen sprachlichen Weltzugang, für historisches Gedächtnis, für kulturelle Besonderheit.“

Die Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf, so die Jury des Friedenspreises. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist, heißt es in der Begründung des Stiftungsrats des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Seit 1950 verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Berufsorganisation der Verlage und Buchhandlungen in der Bundesrepublik Deutschland, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse statt.

Von: Pressestelle, Isa Lange

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Trägern des Friedenspreises gewählt. Foto: Corinna Assmann (Website des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels)