Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Peter Cloos zum Mitglied der Sachverständigenkommission zur Erstellung des 17. Kinder- und Jugendberichts berufen

Donnerstag, 16. Juni 2022 um 09:59 Uhr

Prof. Dr. Peter Cloos, Professor für die Pädagogik der frühen Kindheit am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim, ist in die Sachverständigenkommission für den 17. Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen worden.

Im Namen der Bundesregierung beauftragte Bundesjugendministerin Lisa Paus Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, den Bericht bis zum Frühjahr 2024 zu erstellen. Dieser soll einen Überblick über die Gesamtsituation der Kinder- und Jugendhilfe und die Lage der jungen Generation geben. Die Erstellung der Berichte ist gesetzlich alle vier Jahre vorgeschrieben.

„Politik und Fachpraxis müssen die Lebenslagen und Belange von jungen Menschen auch aus erster Hand kennen, um wirkungsvolle Entscheidungen treffen zu können“, heißt es in der Presseinformation des Ministeriums. Entsprechend wichtig sei es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Analyse ihrer Lebenssituationen und der Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe eine Stimme zu geben. Im 17. Kinder- und Jugendbericht sollen sich die unterschiedlichen Gruppen und Perspektiven junger Menschen wiederfinden. Außerdem sollen die jungen Menschen auch selbst an der Erstellung des Berichts beteiligt werden.

Jugendberichte gibt es bereits seit den 1960er Jahren, damals im Jugendwohlfahrtsgesetz verankert. Später wurde geregelt, dass jeder dritte Kinder- und Jugendbericht einen Überblick über die Gesamtsituation der Kinder- und Jugendhilfe vermittelt. Der anstehende 17. Kinder- und Jugendbericht ist ein solcher Gesamtbericht.

Die Universität Hildesheim ist bereits zum zweiten Mal in der Expertenkommission vertreten: Beim vorletzten Bericht hatte Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Professor für Sozialpädagogik am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, mitgewirkt.


Bundesministerin Lisa Paus mit den Mitgliedern der Sachverständigenkommission für den 17. Kinder- und Jugendbericht (Peter Cloos 3.v.r. ). Foto: Jens Ahner

 

Zur Person: Prof. Dr. Peter Cloos

Prof. Dr. Peter Cloos forscht und lehrt seit 2007 am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim. Cloos ist Professor für Pädagogik der frühen Kindheit und leitet das Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen. Das Forschungszentrum der Universität Hildesheim leistet seit 2007 Grundlagenforschung zur Pädagogik der frühen Kindheit und den Transfer wissenschaftlichen Know-hows in die pädagogische Praxis.
Zu den Forschungsschwerpunkten des Erziehungswissenschaftlers gehören unter anderem qualitative Forschungsmethoden, Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen sowie Übergänge im Lebenslauf und Alltag von Kindern.


Bundesjugendministerin Lisa Paus überreicht die Ernennungsurkunde an Prof. Dr. Peter Cloos. Foto: Jens Ahner