Ehrung für Abschlussarbeiten: Förderpreise der Universitätsgesellschaft
Mittwoch, 1. Juli 2026 - 12:06 Uhr
Sommer, Sonne, Preise: Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. ehrt wieder herausragende Abschlussarbeiten Bachelor-, Master- und Promotionsstudierender. Die drei Preisträger*innen in diesem Jahr befassen sich mit den Themen: Herausforderungen beim Sprachenlernen, Zielverfolgung und Maschinelles Lernen.
Für ihre Bachelorarbeit zum Thema Sprachbarrieren überwinden erhält Hoang Khanh Linh Vu den Förderpreis. Aus einer persönlichen Perspektive möchte sie einen Beitrag zu neuen Blickwinkeln auf das Thema und die Herausforderungen aufzeigen. Die Preisträgerin nimmt in ihrer Arbeit die Sprachbarrieren vietnamesischer Immigrant*innen in den Blick, da sie selbst im Alter von sechs Jahren nach Deutschland gekommen ist und mit der Schwierigkeit des Sprachenlernens konfrontiert war. „Heute kann ich sagen, dass ich meinen eigenen Weg zwischen beiden Kulturen gefunden habe,“ sagt die Absolventin des Studiengangs Internationale Kommunikation und Übersetzen.
Über die Auszeichnung für die beste Masterarbeit darf sich Hiba Albarazi freuen. Die Psychologieabsolventin beschäftigt sich mit den Prozessen, die hinter dem Loslassen von unerreichbaren Zielen stehen und fragt, wie dies in Zusammenhang mit Wohlbefinden und Lebensqualität steht. Ihrem Forschungsinteresse und der Universität Hildesheim bleibt Albarazi treu und schließt eine Promotion an: „Dies ich für mich ein Beispiel für eine funktionale Zielverfolgung.“
Der Förderpreis für die beste Dissertation geht an Dr. Vijaya Krishna Yalavarthi. Die Arbeit betrachtet irreguläre, unvollständig beobachtete Zeitreihendaten – ein Bereich, der in der Forschung bislang unterrepräsentiert war. „In vielen kritischen Anwendungsbereichen wie der Medizin, in denen Patientendaten selten in regelmäßigen Abständen erhoben werden, fehlt es an effizienten Lösungen zur Analyse und Vorhersage dieser Daten,“ erklärt Yalavarthi. Der Preisträger ging das Thema neu an und entwickelte Modelle für die Praxis.
Bei der feierlichen Preisverleihung im Hildesheimer Rathaus im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Uni-Präsidentin Prof. Dr. May-Britt Kallenrode stand neben der Ehrung der Preisträger*innen vor allem die Qualität ihrer Forschungsthemen im Zentrum. „Die jungen Menschen, die hier für ihre Arbeiten ausgezeichnet werden, zeigen das hohe Niveau universitärer Forschung in Hildesheim “ betont die Vorsitzende der Auswahlkommission Prof. Dr. Bettina Kluge. Dr. Iris Klaßen-Lippmann, Geschäftsführerin der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. freut die gesellschaftliche Relevanz der Arbeiten. Alle Preisträger*innen bringen eigenes Erleben und damit eine persönliche Komponente in die Forschung ein.“ Damit unterstreicht sie den Grundgedanken der Förderpreise und die Motivation des Vorstandes der Unigesellschaft, diese Preise auszuschreiben.
Hintergrund
Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. vergibt jährlich drei Preise zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität Hildesheim. Dabei werden jeweils eine Bachelor- und Masterarbeit sowie eine Dissertation prämiert. Die Vorschläge für die Preisträger*innen stammen von den Lehrenden der Universität und werden von der Senatskommission für Förderangelegenheiten ausgewählt. Den Vorsitz hat Prof. Dr. Bettina Kluge.