Ehrenbürger Hans-Georg Koitz

Mittwoch, 03. Februar 2016 um 09:17 Uhr

Die Stiftung Universität Hildesheim hat dem emeritierten Weihbischof des Bistums Hildesheim Hans-Georg Koitz in dieser Woche die Würde eines Ehrenbürgers verliehen.

Hans-Georg Koitz studierte Philosophie und Katholische Theologie in Frankfurt am Main und München. Nach Stationen am Gymnasium Josephinum in Hildesheim und am Bischöflichen Priesterseminar wurde Koitz 1992 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Hildesheim ernannt. Über seinen Ruhestand als Weihbischof hinaus war er Domdechant in Hildesheim und Präses der Hildesheimer Dommusik.

Mit der Ehrung als Ehrenbürger würdigt die Universität das herausragende kulturelle Engagement des früheren Weihbischofs und die vielfältigen Kooperationen zwischen Universität und Bistum. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, insbesondere Lehrerbildung, Kultur und Soziales. Die Universität kooperiert mit Schulen des Bistums, dem Dommuseum und der Caritas. Auch wissenschaftliche Tagungen beider theologischen Institute der Universität werden von Hans-Georg Koitz stets unterstützt. Ein wichtiger Bereich ist das Studium der katholischen Religionspädagogik. „Der emeritierte Weihbischof Koitz steht für 24 Jahre fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Universität und Bistum“, erklärte Universitätspräsident Wolfgang-Uwe Friedrich anlässlich der akademischen Feierstunde.

„Hans-Georg Koitz setzt sich wie kein anderer für die kulturelle Verantwortung des Bistums ein“, sagt Professor Guido Bausenhart vom Institut für Katholische Theologie. Koitz habe im vergangenen Jahrzehnt die Regie über die Renovierung des Doms, die Neugestaltung des Domhofs sowie den Neubau des Dommuseums geführt. Der frühere Weihbischof verstehe es, „die kulturellen Schätze des Bistums kompetent zu erschließen“, so Bausenhart, ganz im Sinne des Mottos der Domsanierung „Zukunft für das Erbe“.

Die Beziehung zum Bistum nimmt für die Universität eine besondere Bedeutung ein, wie der Abschluss eines Kooperationsvertrags mit dem Dommuseum im Dezember 2015 zeigt. Kunstpädagoginnen und Lehramtsstudierende der Universität Hildesheim gehen gemeinsam mit Schulklassen und Kindergärten in das Museum, um über die Objekte zu sprechen. In den vergangenen 30 Jahren ging es häufig um die Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Nun beschäftigen sich die Kinder und Studierenden mit historischem Material: Sie nähern sich im Dommuseum der „Goldenen Madonna“ zeichnerisch an oder bauen nach dem Vorbild des Reliquiars des „Heiligen Oswald“ eine Schatzkiste aus Karton mit persönlichen Erinnerungsstücken.