Das sind die Träger*innen der akademischen Preise 2026
Donnerstag, 18. Juni 2026 - 08:12 Uhr
Im Rahmen des dies academicus 2026 hat die Universität Hildesheim drei akademische Preise, den Preis für hervorragende Lehre, den Hurwitz-Preis für hervorragende Forschung in der ersten Karrierephase sowie den Nachhaltigkeitspreis für studentische Abschlussarbeiten feierlich verliehen.
Universitätspräsidentin Prof. Dr. May-Britt Kallenrode begrüßte die Anwesenden herzlich und betonte die Relevanz des dies academicus: „Gerade heute, wo das Wissenschaftssystem unter Druck gerät, Geld knapper wird und Studierendenzahlen zurückgehen, ist es wichtig, auch die positiven Seiten von Forschung und Wissenschaft hervorzuheben.“
Anschließend wurden die drei akademischen Preise von den Laudator*innen Prof. Dr. Christina Bermeitinger, Vizepräsidentin für Forschung und Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase, Prof. Dr. Jürgen Sander, Hauptberuflicher Vizepräsident für Studium und Lehre sowie Prof. Dr. Sarah Gaubitz vom Institut für Grundschuldidaktik, an die Preisträger*innen verliehen.
Hurwitz-Preis für hervorragende Forschung von Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase
„Aus Hildesheim in die Welt wirken, das ist das Motto des Hurwitz-Preises, der an eine Person vergeben wird, die exzellente und international sichtbare Forschung betreibt und die das Potenzial hat, langfristig einen wichtigen Beitrag in der Wissenschaft zu leisten“, mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Christina Bermeitinger ihre Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin Prof. Dr. Selina Weiss vom Institut für Psychologie. Der Hurwitz-Preis wurde zum dritten Mal vergeben und zeichnet die hervorragende Forschung von Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase aus. In ihrer Laudatio sprach Bermeitinger über Weiss‘ außergewöhnlichen wissenschaftlichen Einsatz in Form von hochrangigen Publikationen und ihrem ersten eigenen DFG-Projekt mit dem Titel Within-person variance and between-person difference in creativity.
Bermeitinger betonte: „Die gesellschaftliche Relevanz der Forschung von Selina Weiss ist offensichtlich: Kreativität ist eine Schlüsselressource für Individuen und Gesellschaften. Theoretisch relevant ist Kreativität ein Kernaspekt adaptiver kognitiver Prozesse. In der Anwendung etwa im Bildungsbereich oder in der Arbeitswelt ist Kreativität insbesondere in Zeiten beschleunigter technologischer Entwicklungen zentral.“ Weiss habe es bereits vier Jahre nach der Promotion geschafft, die international führenden Kreativitätsforscher*innen zu einer Tagung zusammenzubringen und damit angestoßen, das Feld der Kreativitätsmessung und -forschung zu strukturieren und die in diesem Feld relevanten Fragen der nächsten Jahre zu identifizieren.
Preise für hervorragende Lehre 2025/2026
Bereits zum 17. Mal hat die Universität Hildesheim den Preis für hervorragende Lehre vergeben. Die Jury, bestehend aus Studierenden und Studiendekan*innen der vier Fachbereiche, traf aus ursprünglich 126 studentischen Vorschlägen für 72 Lehrpersonen eine Auswahl. Das Ergebnis: Prof. Dr. Claudia Mähler vom Institut für Psychologie erhielt für ihre beiden Lehrveranstaltungen Systemische Paar- und Familienberatung und Fallarbeit pädagogisch-psychologische Gutachten den Preis für hervorragende Lehre. „Studierende heben immer wieder die außerordentlich ausgewogene und fruchtbare Verzahnung von Theorie und Praxis in den Kursen von Claudia Mähler hervor“, betonte Prof. Dr. Jürgen Sander, Hauptberuflicher Vizepräsident für Studium, Lehre und studentische Belange in seiner Laudatio.
Sander nannte außerdem die ebenfalls für den Preis vorgeschlagene fachbereichsübergreifende Herbstakademie #kinderbuch: Zusammenleben als besonders innovatives, vielfältiges Lehrprojekt.
Nachhaltigkeitspreis
Mit dem Nachhaltigkeitspreis honoriert das Green Office den individuellen Beitrag von Studierenden zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die Auszeichnung soll Studierende motivieren, sich wissenschaftlich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Dies betonte auch Prof. Dr. Sarah Gaubitz vom Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht in ihrer Laudatio zu Preisträgerin Johanna Block. Deren Bachelorarbeit zur Wiedervernässung von Mooren und Paludikultur zur Fasergewinnung wurde aus sieben eingereichten Arbeiten ausgewählt und ausgezeichnet. Gaubitz betonte die Relevanz der Bachelorarbeit als Grundstein für weitere Forschungsprojekte im Bereich der Nachhaltigkeit im Moor. Block selber konnte nicht teilnehmen, da sie zeitgleich als Mitglied des Veranstaltungsteams auf der größten Papiermesse Deutschlands war. Sie bedankte sich in einer vorbereiteten Videobotschaft und sagte: „Mein Verständnis von Nachhaltigkeit basiert dabei insbesondere auf der integrativen Betrachtung der ökologischen und der ökonomischen Dimensionen, denn Paludikultur als nachhaltige Lösung muss langfristig tragfähig sein, gesellschaftlich sinnvoll und sowohl Umwelt- als auch Wirtschaftsinteressen miteinander verbinden.“ Unter Paludikultur versteht man die Bewirtschaftung von Moorböden. Der Nachhaltigkeitspreis wird von der Klimaschutzagentur gestiftet. Mehr zum Preis gibt es hier.
Die Preisverleihungen fanden im Rahmen des dies academicus statt.
Mehr zum dies academicus hier.