Brückenschlag zwischen Uni und Stadt: Universitätsgesellschaft ehrt Lehrende und Studierende

Mittwoch, 12. September 2018  / Alter: 14 Tage

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim verleiht ihre Preise für besonderes Engagement und herausragende Leistung. Wolfgang Schneider, Professor für Kulturpolitik, sowie die Redaktion der Literaturzeitschrift „BELLA triste“ tragen zu einer „offenen Bildungslandschaft“ in der Stadt Hildesheim bei.

Die Literaturzeitschrift BELLA triste entsteht in Hildesheim und wird von Studentinnen und Studenten des Kreativen Schreibens herausgegeben. Das aktuelle Redaktionsteam (von links nach rechts): Romana von Mengershausen, Mariusz Hoffmann, Arpana Aischa Berndt, Hannah del Mestre, Jana Zimmermann und Luca Lienemann. Moritz Heuwinkel, der ab Mitte September zu der Redaktion dazu stoßen wird, ist nicht auf dem Foto. Wolfgang Schneider lehrt und forscht auf dem Kulturcampus und regt mit seiner Forschung kulturpolitische Diskussion im In- und Ausland an. Oberbürgermeister Ingo Meyer während der Preisverleihung in der Universität. Foto: Isa Lange, Cover: BELLA triste, Teambild: Mareike Köhler, Fotos Preisverleihung: Paul Olfermann

Mit den Preisen möchte die Universitätsgesellschaft Aufmerksamkeit schaffen für Personen aus der Universität, die mit ihren kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen die Stadt Hildesheim bereichern.

„Wir sehen herausragendes Engagement an der Stiftung Universität Hildesheim. Die Würdigung durch die Preisverleihung ist nicht nur Anerkennung für eine wissenschaftliche Leistung, sondern insbesondere auch Dank für den Brückenschlag zwischen Universität und der Bürgergesellschaft der Stadt Hildesheim“ sagt Heinz-Werner Ernst, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft.

Der Preis wird im Rhythmus von zwei Jahren verliehen und ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Anlässlich der Preisverleihung sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer: „In Hildesheim wird Kultur nicht nur gelehrt, hier wird im wahrsten Sinne des Wortes Kultur 'gemacht': Studierende oder junge Hochschulabsolventen leiten Festivals, kuratieren Ausstellungen oder entwickeln Theaterinszenierungen. Ohne sie wären Einrichtungen wie das Theaterhaus, das Theaterpädagogische Zentrum, der Kunstverein oder das Literaturhaus nicht das, was sie sind. Ein maßgeblicher Teil kulturellen Lebens und damit ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität dieser Stadt hat ihren Ursprung in studentischen beziehungsweise universitären Projekten, die in ihrer Ausführung und Strahlkraft oftmals hochprofessionell sind. Ihnen ist es zu verdanken, dass Hildesheim überregional nicht nur als historischer, sondern auch vor allem als produktiver Kulturort wahrgenommen wird. Auch wenn nicht überall Universität draufsteht, ist ganz schön oft Universität drin.“

Wolfgang Schneider – Stimme in der kulturpolitischen Diskussion im In- und Ausland

Wolfgang Schneider ist seit 1997 ordentlicher Universitätsprofessor für Kulturpolitik und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Er wird mit dem Preis ausgezeichnet, da seine Stimme in der kulturpolitischen Diskussion im In- und Ausland seit Jahrzehnten anerkannt und prägend ist. Als Mitglied in zahlreichen bedeutenden Institutionen des Kulturlebens sendet er aus Hildesheim wichtige Impulse, seine Absolventinnen und Absolventen genießen in der bundesdeutschen Kulturlandschaft einen hervorragenden Ruf, der „Hildesheimer Weg“ ist ein Begriff.

Schneider forscht und lehrt auf dem Hildesheimer Kulturcampus unter anderem in den Bereichen Kulturpolitik, Kulturförderung, Kulturelle Bildung, Kommunale Kulturpolitik, Auswärtige Kulturpolitik sowie Kulturpolitik für Kinder und Theaterpolitik.

Wolfgang Schneider ist einer der renommiertesten Kulturpolitiker in Deutschland und Europa, sagt Heinz-Werner Ernst. 

BELLA triste – Die Literatur der Gegenwart ist wild, verschlungen, spannend

Die Studentinnen und Studenten der „BELLA triste“, einer Zeitschrift für deutschsprachige Gegenwartsliteratur, werden ausgezeichnet, da sie aus Hildesheim heraus gezeigt haben, dass es nichts „Schöneres und Wilderes, Verschlungeneres und Spannenderes gibt, als die Literatur der Gegenwart – und ihre Zukunft“.

Die Zeitschrift ist mittlerweile bundesweit in Bahnhofsbuchhandlungen vertreten. Studentinnen und Studenten des Kreativen Schreibens haben sie 2001 gegründet. Mit dem Festival für junge Gegenwartsliteratur „prosanova" gestalten die Literaturstudierenden die kulturelle Entwicklung der Stadt mit. Zum Literaturfestival, das seit 2005 alle drei Jahre in Hildesheim stattfindet, reisen zahlreiche junge Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Niedersachsen an.

Hildesheim wird auch dank BELLA triste als produktiver Kulturort deutschlandweit wahrgenommen, sagt Oberbürgermeister Ingo Meyer.

Universitätsgesellschaft engagiert sich für Verbindungen zwischen Stadt und Gesellschaft

Die Universitätsgesellschaft ist seit 40 Jahren eine Brücke zwischen Universität und Stadt, sagt Oberbürgermeister Ingo Meyer. Die Universität sei ein entscheidender Faktor in der städtischen Entwicklung. Die Gesellschaft sollte erkennen, welchen Wert ihr die Universität bringt und welche Chancen sich mit der Universität Hildesheim ergeben.

Die Universitätsgesellschaft trägt dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Der Verein fördert Projekte und Leistungen von Studierenden und unterstützt Forschung und Lehre. Außerdem lädt die Universitätsgesellschaft zu öffentlichen Vorträgen ein. Die Universitätsgesellschaft feiert im Dezember 2018 ihr 40-jähriges Jubiläum.

Die öffentliche Preisverleihung fand Mitte September 2018 im Center for World Music der Universität Hildesheim statt (Programm als PDF).

Von: Pressestelle, Isa Lange [erstveröffentlicht 07.09.2018, aktualisiert 18.09.2018]

Die Literaturzeitschrift BELLA triste entsteht in Hildesheim und wird von Studentinnen und Studenten des Kreativen Schreibens herausgegeben. Das aktuelle Redaktionsteam (von links nach rechts): Romana von Mengershausen, Mariusz Hoffmann, Arpana Aischa Berndt, Hannah del Mestre, Jana Zimmermann und Luca Lienemann. Moritz Heuwinkel, der ab Mitte September zu der Redaktion dazu stoßen wird, ist nicht auf dem Foto. Wolfgang Schneider lehrt und forscht auf dem Kulturcampus und regt mit seiner Forschung kulturpolitische Diskussion im In- und Ausland an. Oberbürgermeister Ingo Meyer während der Preisverleihung in der Universität. Foto: Isa Lange, Cover: BELLA triste, Teambild: Mareike Köhler, Fotos Preisverleihung: Paul Olfermann