Beziehungen zwischen Europa und Ostasien

Mittwoch, 22. November 2017 um 11:39 Uhr

Am Institut für Geschichte lehrt die Wissenschaftlerin Nana Miyata über die Beziehungen zwischen Europa und Ostasien seit dem 16. Jahrhundert. „Deutschlands Geschichtsforschung hat einen dringenden Europäisierungs- und Internationalisierungsbedarf“, sagt der Hildesheimer Historiker Professor Michael Gehler. Daher lädt das Geschichts-Institut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland nach Hildesheim ein.

Die Wissenschaftlerin Dr. Nana Miyata lehrt am Institut für Geschichte.

Am Institut für Geschichte ist im November die Dozentin Nana Miyata zu Gast. Sie unterrichtet im Seminar „Europa und Ostasien (China, Korea, Japan) vom 16. bis ins 20. Jahrhundert“. In der Forschung und Lehre befasst sich Nana Miyata mit der Entwicklung in den Beziehungen zwischen Europa und China sowie Japan seit dem 16. Jahrhundert und insbesondere mit der imperialen Ausdehnung des Westens im 19. Jahrhundert und den Bestrebungen der beiden Länder China und Japan, sich zu modernisieren.

Die Wissenschaftlerin hat in Tokyo, Japan, studiert und in Bonn promoviert und forscht zu Japans auswärtigen Beziehungen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Ostasiens und die diplomatischen, kulturellen und historischen Aspekte in der Beziehung zu Europa, besonders zu Deutschland und Österreich. Derzeit forscht Miyata zur Frage der Grenzregelungen nach dem 1. Weltkrieg und zur Arbeit der Grenzziehungskommissionen, denen auch japanische Diplomaten und Militärs angehörten. „Deutschlands Geschichtsforschung hat einen dringenden Europäisierungs- und Internationalisierungsbedarf. Das ist ein Grund, warum wir Frau Miyata eingeladen haben“, sagt Professor Michael Gehler vom Institut für Geschichte der Universität Hildesheim.

Im November hat Miyata über ihre Forschung mit Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim diskutiert. „Ein historischer Dialog mit anderen Ländern und Zivilisationen vertieft unser Verständnis über die heutige Welt. Das Interesse der Studenten an diesem Seminar hat mich auf dem weiteren Weg der Forschung sehr ermutigt“, sagt Nana Miyata.


Die Wissenschaftlerin Dr. Nana Miyata lehrt am Institut für Geschichte.