Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Donnerstag, 27. April 2017  / Alter: 207 Tage

Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim lädt im Juni 2017 zum „Kulturhauptstadtforum“ nach Norddeutschland ein. Etwa 100 Experten aus Deutschland, Österreich, Dänemark und Polen werden erwartet, alle Bewerberstädte wurden zum Austausch eingeladen. Die Idee, sich als Kulturhauptstadt zu bewerben, löst in einigen Städten Aufbruchstimmung und Ideenreichtum, in anderen Skepsis und Selbstzweifel aus.

Von Philosophie über Musik und Medien bis Literatur: Auf dem Kulturcampus in Hildesheim studieren etwa 1000 Studentinnen und Studenten. Auf dem mittelalterlichen Burggelände werden etwa 100 Experten auf Einladung des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim im Juni 2017 über das Programm „Europäische Kulturhauptstadt“ debattieren. Fotos: Andreas Hartmann (2), Isa Lange (2)

Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim richtet am 22. und 23. Juni 2017 auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg ein „Kulturhauptstadtforum“ aus. Das Ziel der Veranstaltung ist, alle deutschen Bewerber zusammenzubringen, denn noch ist nicht entschieden, welche Stadt als „Europäische Kulturhauptstadt 2025" ausgewählt wird. Auch österreichische Bewerberstädte sind eingeladen, denn dort wird das Programm „Europäische Kulturhauptstadt“ im Jahr 2024, also ein Jahr zuvor, ausgerichtet.

Von Aufbruchstimmung und Ideenreichtum bis Skepsis und Selbstzweifel

Die Idee, sich als Kulturhauptstadt zu bewerben, löst in einigen Städten Aufbruchstimmung und Ideenreichtum, in anderen Skepsis und Selbstzweifel aus. Das Uni-Institut möchte mit dem Forum einen Raum schaffen, um über kulturelle Stadtentwicklungsprozesse ins Gespräch zu kommen. Erwartet werden etwa 100 Experten und Kulturschaffende aus der Bundesrepublik Deutschland und dem europäischen Ausland.

In Deutschland haben sich bereits mehrere Städte auf den Weg gemacht, eine Bewerbung vorzubereiten, um den Titel zu erlangen; darunter Chemnitz, Dresden, Kassel, Magdeburg und Nürnberg. Im Bundesland Niedersachsen werden sich voraussichtlich Hannover und Hildesheim als „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ bewerben. „Schon mit ihren vielfältigen Bewerbungen setzt ein Entwicklungsprozess ein, der im Fokus aller kulturpolitischen Akteure bundesweit steht und Auswirkungen auf die kommunale und regionale Kulturpolitik haben kann“, sagt Professor Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik.

Mit welchen kulturpolitischen Ansätzen reagieren Bewerberstädte auf EU-Anforderungen?

Die Hildesheimer Tagung bietet eine Plattform für den gemeinsamen Austausch: Mit welchen kulturpolitischen Ansätzen reagieren die Bewerber auf die EU-Anforderungen? Inwiefern spielen die Voraussetzungen ihres Standorts dabei eine Rolle? Wie halten es die Städte mit Partizipation und Nachhaltigkeit?

Zum „Kulturhauptstadtforum“ lädt das Team des Instituts für Kulturpolitik bundesweit Interessierte und Experten der kommunalen Kulturpolitik und Kulturentwicklungsplanung ein. Die Veranstaltung richtet sich an Städte, die sich mit dem Konzept der „Europäischen Kulturhauptstadt“ auseinandersetzen und ist offen für solche, die sich mit Kulturentwicklungsplanungen beschäftigen. Konferenzsprache ist Deutsch.

Die EU-Initiative „Europäische Kulturhauptstadt“ wurde 1985 gegründet. Zuletzt fand die „Europäische Kulturhauptstadt“ in Deutschland im Jahr 2010 in Essen statt. Etwa 10 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland kamen zu „RUHR.2010“ ins Ruhrgebiet. „Bis heute gilt RUHR.2010 in Bezug auf die regionale Vernetzung und die Teilhabe der Bevölkerung als besonders gelungenes und nachhaltiges Beispiel", sagt Kristina Jacobsen, Wissenschaftlerin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim.

Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim begleitet seit mehreren Jahren kulturpolitische Entwicklungen wissenschaftlich und hat bisher mehrfach das Programm „Europäische Kulturhauptstadt“ untersucht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beobachten unter anderem, wie sich eine Zivilgesellschaft formieren kann, wie das Nachdenken über kommunale kulturpolitische Konzepte begleitet werden kann und auf welche Weise mehr Partizipation in der Kulturlandschaft verankert werden kann.

Das Kulturhauptstadtforum findet in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. statt.

Anmeldung und organisatorische Details

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121.883-90100, presse@uni-hildesheim.de)

Von: Pressestelle, Isa Lange

Von Philosophie über Musik und Medien bis Literatur: Auf dem Kulturcampus in Hildesheim studieren etwa 1000 Studentinnen und Studenten. Auf dem mittelalterlichen Burggelände werden etwa 100 Experten auf Einladung des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim im Juni 2017 über das Programm „Europäische Kulturhauptstadt“ debattieren. Fotos: Andreas Hartmann (2), Isa Lange (2)