Antrittsvorlesung von Dr. Philipp Strobl: „Vertriebenes Wissen und Geflüchtete als Mittler*innen zwischen den Kulturen (...)“

Mittwoch, 14. Dezember 2022 um 13:25 Uhr

Am 21. Dezember ab 18.15 Uhr hält Dr. Philipp Strobl aus dem Institut für Geschichte seine Antrittsvorlesung „Vertriebenes Wissen und Geflüchtete als Mittler*innen zwischen den Kulturen - Einblicke in neue Forschungsperspektiven in der historischen Migrationsforschung“ im Musiksaal des K-Gebäudes auf dem Hauptcampus. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Im Rahmen seiner Antrittsvorlesung wird Philipp Strobl Einblicke in die wissensgeschichtlich geprägte Migrationsforschung geben. Es handelt sich dabei um ein rasch expandierendes Forschungsfeld aus dem Bereich der historischen Migrationsforschung. Zunächst wird er das Forschungsfeld und dessen Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Im Anschluss daran erörtert er Chancen und Möglichkeiten der Analyse von migrierendem Wissen und Wissensbeständen am Beispiel eines abgeschlossenen Habilitationsprojektes zu deutschsprachigen, jüdischen Flüchtlingen in Australien (1938/1939). Nach dem Vortrag wird zu einem kleinen Buffet eingeladen.

Stationen in Wissenschaft und Praxis

Während seines Studiums der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Innsbruck von 2007-2009 war Strobl als Forschungsassistent beim Projekt HiMAT (History of Mining Activities in Tyrol and adjacent areas – impact on environment and human societies) in Innsbruck tätig. Anschließend absolvierte er einen Master in Zeitgeschichte an der University of New Orleans, wo er ebenfalls als Forschungsassistent arbeitete. Von 2010 bis 2014 war er als Doktorand im Bereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Innsbruck beschäftigt. Daraufhin folgte ein vierjähriger Aufenthalt in der Slowakei als Lektor am Institut für Angewandte Sprachen an der Wirtschaftsuniversität Bratislava. Anschließend war er 2015 als Redakteur im Bereich Geschichte/ Politische Bildung im Österreichischen Bundesverlag in Wien tätig. Es folgten Stationen als Postdoc am Centre for Urban Transitions der Swinburne University of Technology in Melbourne und am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck. Zwischen 2019 und 2022 war Strobl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim. Seit 2022 arbeitet er am Zeitgeschichteinstitut der Universität Wien, wo ihm für das Wintersemester 2022/23 eine Professur für Zeitgeschichte verliehen wurde.

Mit seiner Antrittsvorlesung schließt er sein Habilitationsverfahren ab und wird anschließend als Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte in Hildesheim beschäftigt sein. Im Rahmen dieser Tätigkeit wird er auch die von ihm mitbegründete historische Fachzeitschrift „Historia Prima“ leiten.


Dr. Philipp Strobl aus dem Institut für Geschichte schließt mit seiner Antrittsvorlesung am 21. Dezember sein Habilitationsverfahren ab. Foto: Barbara Mair