Kunst und Musik in der Lehrerbildung / Bis zum 15. Mai für Eignungsprüfung bewerben

Mittwoch, 02. Mai 2012 um 12:09 Uhr

„Wir sind umgeben von Visuellem. Das Lehramtsstudium des Faches Kunst fokussiert an der Universität Hildesheim die Welt der Bilder. Kein anderes Schulfach bietet Möglichkeiten, sich intensiv mit den visuellen Erscheinungsformen der Lebenswelt zu beschäftigen, sie zu erfahren und zu verstehen“, erklärt Prof. Dr. Bettina Uhlig. Dabei reiche die Bildervielfalt von den Bildern der Kunst bis hin zu Bildern der Alltagskultur. Bis zum 15. Mai können sich Studieninteressierte für die Eignungsprüfung in den Fächern Kunst und Musik im Lehramtsstudium an der Universität Hildesheim bewerben.

Prof. Dr. Bettina Uhlig, Direktorin des Instituts für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft, möchte mehr junge Menschen für ein Lehramtsstudium in den künstlerischen Fächern begeistern. „Eine zeitgemäße Kunstpädagogik arbeitet im Spannungsfeld von Kunst und visueller Kultur. Wir benötigen hervorragend ausgebildete Lehrkräfte, die sich dieser Herausforderung stellen und innovative Konzepte von Kunstunterricht entwickeln und verwirklichen möchten.“

Der Umgang mit kultureller Vielfalt und Heterogenität im Klassenzimmer werde in der Kunstpädagogik ein wichtiger Forschungsschwerpunkt. „Wenn Kulturen und junge Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern im Klassenzimmer aufeinandertreffen, kann das Fach Kunst einen Beitrag zur Begegnung leisten, indem die vielfältige visuelle Kultur gemeinsam entdeckt und hinterfragt wird“, so die Professorin für Kunstpädagogik an der Universität Hildesheim. In Hildesheim durchzieht das Thema kulturelle Vielfalt alle Lehrveranstaltungen.

Prof. Dr. Matthias Kruse, Institut für Musik und Musikwissenschaft, weist auf vergleichbare Bestrebungen im Fach Musik hin. „Ausdrücklich sind wir an der Universität Hildesheim im Bereich Musikpädagogik um Berücksichtigung der Inter- und auch Transkulturalität bemüht. So bieten wir vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels eine in der Bundesrepublik einzigartige Studiengangsvariante („Interkulturelle Musikerziehung“) an. Hier werden die Studierenden in theoretischer wie auch praktischer Hinsicht in die musikkulturelle Vielfalt eingeführt. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die intensive Zusammenarbeit des Instituts für Musik und Musikwissenschaft mit dem Center for world music der Universität Hildesheim.“

Lehramtsstudierende (Grund-, Haupt- Realschule) profitieren an der Universität Hildesheim von den engen Kontakten zu 250 Partnerschulen in der Region, die eine frühe Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglichen. Ab dem ersten Semester verbringen sie einmal wöchentlich den Vormittag in einer Schule, hospitieren, machen erste Unterrichtsversuche, die vor- und nachbereitet werden. Zudem profitieren sie vom vielfältigen Lehrangebot im Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation, so Uhlig.

Ein Highlight hebt Prof. Uhlig hervor: „Im Sommersemester wird das Bilddidaktische Forschungsstudio eröffnet, ein Atelier für Kinder. Wissenschaftler und Studierende können in dem Studio forschen, untersuchen, wie Kinder und Jugendliche ihre Bildsprache entwickeln, Bilder betrachten und verstehen. Wir arbeiten eng zusammen mit Schulen, die sehr offen sind für unsere Forschung und Lehre.“

Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. Mai 2012 für die Eignungsprüfung in den Fächern Kunst und Musik anmelden. Die Prüfung besteht aus drei Teilen: eine Klausur, die Einreichung einer Mappe (mit künstlerischen Arbeiten, die außerhalb der Schule entstanden sind) bzw. einem Vorspiel sowie ein Gespräch.

Eignungsprüfungen, die an anderen Hochschulen in den Fächern Kunst und Musik erfolgreich bestanden wurden, werden anerkannt.

Studieninteressierte können sich mit ihren Fragen zum Studium der Fächer Kunst und Musik gerne an Prof. Dr. Bettina Uhlig (Fach Kunst) und Prof. Dr. Matthias Kruse (Fach Musik) wenden. Fragen zur Bewerbung und Zulassung können gerne an die Zentrale Studienberatung gerichtet werden: studieninfo[at]uni-hildesheim.de oder telefonisch unter 05121.883-385.

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