Sevda Evcil

Sevda Evcil ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "MOM" Macht und Ohnmacht der Mutterschaft – Die geschlechterdifferente Regulierung von Elternschaft im Recht, ihre Legitimation und Kritik aus gendertheoretischer Sicht. Sie ist verantwortlich für die wissenschaftliche Durchführung des dritten Teilprojektes „Gemeinschaftliche oder Alleinausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge? Ein internationaler Vergleich der Rechtsregeln und ihr Einfluss auf Verhandlungsmacht“ unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Kirsten Scheiwe und promoviert zu diesen Themen.

Evcil studierte Rechtswissenschaften und Geschlechterforschung in Hannover und Göttingen. Anschließend beendete sie im Juni 2018 ihr Masterstudium der Geschlechterforschung mit dem Modulpaket Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie beschäftigte sich während ihres Studiums unter anderem mit Familien- und Medizinrecht sowie Gender-Fragen in Bezug auf Elternschaft, Sexualität, weibliche Körperlichkeit, Autonomie, Biopolitik und Reproduktionstechnologien. In ihrer Masterarbeit untersuchte Evcil die rechtlichen und gendertheoretischen Debatten um die Gametenspende und Leihmutterschaft. Eine Diskursanalyse der aktuellen deutschen Diskussion mit besonderem Fokus auf die Konzepte von reproduktiver Autonomie und Körperlichkeit. Neben dem Studium arbeitete Evcil seit 2009 im Frauenhaus der AWO Hannover als Nachtbereitschaft und seit 2010 als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Nordstemmen.

Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im „MOM-Projekt“ sind das nationale und das ausländische Familien- und Medizinrecht. Der Fokus liegt dabei auf den Sorge- und Umgangsrecht getrennt lebender Elternteile; sowie auf Reproduktionstechnologien und ihrer Bedeutung für die weibliche Körperlichkeit auf dem transnationalen Markt.

Außerdem interessiert sich Evcil für die Rolle kurdischer Frau in der kurdischen Gesellschaft und für die allgemeine Rechtsstellung der Frau in der Türkei.

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