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Ute Adamczewski

"Was wir vom Dokumentarfilm erwarten wollen - Dokumentarfilmformate mit Zukunft“ ist der Titel des Seminars im Sommersemester 2021, in dem ich Studierende aus den Studiengängen Medien, Kulturwissenschaften und Szenische Künste bei der Herstellung eines dokumentarischen Kurzfilms begleite. Filmemachen ist ein interdisziplinäres Verfahren und ich freue mich, dass die fächerübergreifende Zusammensetzung des Seminars den Studierenden diese Möglichkeit ganz selbstverständlich bietet. Meine ersten Filme sind während des Architekturstudiums mit einer Super-8 Kamera entstanden. Nach dem Studium habe ich als Künstlerin Videofilme und Installationen realisiert, die auf diversen Festivals, in Museen und Galerien gezeigt wurden. In meinen filmischen Arbeiten ist eine starke Wahrnehmung des Gebauten offensichtlich. Mich interessiert, wie sich die Gesellschaft im Materiellen spiegelt. In meinem 2019 fertiggestellter Dokumentarfilm „Zustand und Gelände“ treffen Bilder von Straßen, Wohnhäusern, Schlössern und Burgen auf im Off verlesene Briefwechsel, Tagebucheinträge, literarische Fragmente. Strukturen der Ausgrenzung und Gewalt werden in einer geschichtlich aufgeladenen Landschaft sichtbar. Generell finde ich die Bandbreite des Dokumentarischen überwältigend und alle seine Facetten sehenswert. Mein spezifisches Interesse gilt Werken, in denen filmische Methode und filmischer Gegenstand in einer besonderen dokumentarischen Form zusammenkommen.

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