Gäste

Monika Treut

Film und Video in Theorie und Praxis / Queer Cinema / Künstlerischer Film

Monika Treut studierte in Marburg Germanistik und Politik und promovierte 1984 mit der Dissertation „Die grausame Frau. Zum Frauenbild bei de Sade und Sacher Masoch“. Im selben Jahr gründete sie mit Elfi Mikesch die Hyäne Filmproduktion in Hamburg und Berlin. Als zentrale Figur der freien deutschen Filmszene ging sie Ende der 1980er in die USA und gab mit ihrer progressiven Perspektive auf lesbisch-schwule Sexualität dem gerade entstehenden New Queer Cinema entscheidende Impulse. Zu ihrem Werk gehören das Liebesdrama „Verführung: Die grausame Frau“ (1985), das Melodram „Die Jungfrauenmaschine“ (1988), die in New York gedrehte Komödie „My Father Is Coming“ (1991), der in San Francisco entstandene und vielfach preisgekrönte trans*futuristische Dokumentarfilm „Gendernauts“ (1999) und das lesbische Coming-of-Age-Drama „Von Mädchen und Pferden“ (2014). Ihr neuster Film „Genderation“, ein Follow-Up von „Gendernauts“, hat im Forum der Berlinale 2021 seine Weltpremiere. Treuts Spiel- und Dokumentarfilme erhielten Preise in Deutschland, Italien, Brasilien, England, den USA und Griechenland. Retrospektiven fanden bisher u.a. in Ankara, Lyon, New York City, Seoul, Hamburg, Bogota, Buenos Aires, Tel Aviv, Cambridge, Bologna, Los Angeles, Toronto, Mexiko City, Lissabon, Rio de Janeiro uvm. statt. 2017 wurde Treut für ihr Lebenswerk mit dem Special Teddy der Berlinale ausgezeichnet. Zwischen ihren Filmprojekten unterrichtete sie an Universitäten in den USA und schreibt Beiträge für Bücher und Zeitschriften. www.hyenafilms.com

Back