Literarischer Salon

In der Leselounge der Universitätsbibliothek veranstalten wir regelmäßig Lesungen und literarische Gespräche. In offener Atmosphäre kommen wir mit Gästen wie den AutorInnen Kai Weyand, Torben Kuhlmann und Nora Bossong ins Gespräch. In der Reihe „Dichter dran!“ setzen wir uns regelmäßig mit Klassikern auseinander. Jedes Semester führen wir auch ein literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung. Wir laden alle Leser_innen ein, zu unserem Salon-Dialog beizutragen. Die Termine, Themen und Gäste geben wir im Veranstaltungskalender bekannt.

Das aktuelle Programm (Sommersemester 2017) können Sie HIER auch herunterladen.

Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek.

Der Eintritt ist frei.

Termine Wintersemester 2016/17

10.05.17
Georg Bydlinski Die Sprache bewohnen – wann Worte wichtig sind Lesung und Gespräch Weil „Lyrisch (…) eben die erste und schönste Fremdsprache auf der Welt“ ist, freuen wir uns auf das Gespräch mit dem österreichischen Lyriker Georg Bydlinski. Seine Kinder- und Erwachsenengedichte begegnen dem Alltäglichen mit den Mitteln der Sprache. Überraschende Wendungen verführen zu neuen Blicken auf die Welt, die mit Witz und Poesie unter die Lupe genommen wird. Dabei ist das Reimspiel in dieser Lyrik genauso zuhause wie die Entschleunigung der Sprache und die Anregung zum Selberschreiben. Dass er seine Gedichte häufig selber auf der Gitarre begleitet, macht besonders neugierig auf seinen Besuch im Salon.
31.05.17
Lena Gorelik Null bis unendlich Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung Ja, Zahlen spielen eine Rolle in dieser Geschichte rund um Sanela, Nils Liebe und Niels-Tito. Zum Beispiel die Zwei. Zwei Dinge nämlich hat Sanela, die mit 14 aus Jugoslawien geflohen ist und in der Schule auf Nils trifft, über sich sagen hören: Kriegskind und Waisenkind. Oder die Null, über die Sanelas Sohn Niels-Tito früh weiß, dass man sie nicht teilen kann; aber lieber ist ihm die Elf. Niels-Tito ist übrigens nicht der Sohn von Nils, aber Nils und Sanela werden zum zweiten Mal zusammenkommen, und die Erzählung rund um die Begegnung der beiden, zuerst und zuletzt, ist berührend und ein Gespräch wert, finden wir.
21.06.17
José F.A. Oliver HEIMATT/ Fremdenzimmer/ 21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe & 10 Fotow:orte. Lesung und Gespräch Der in Hausach im Schwarzwald lebende Dichter andalusischer Herkunft, José F.A. Oliver liest Gedichte aus dem frühen Band Heimatt. Mit feiner sprachlicher Sensibilität spürt der Schriftsteller darin den Zwischenräumen und Begegnungen der ihn prägenden Sprachen nach. Seine Essays in Fremdenzimmer (2015) umkreisen das Aufwachsen zwischen den Sprachen und Kulturen, zentrale Themen wie Herkunft und Fremdheit sowie das Aufbrechen von W:orten und Traditionen. In 21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe & 10 Fotow:orte (2016) spiegelt sich hellsichtig aktuelles Geschehen und Istanbul als ein „Menschenatlas voller Wirklichkeiten“.
28.06.17
Nikolai Gogol Der Mantel Dichter dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker Am Ende unserer Sommerreihe steht mit dieser russischen Novelle ein Stück Weltliteratur. Akaki Akakiewitsch ist alles andere als eine schillernde Figur: Klein, glatzköpfig, mittelalt und im mehligbraunen Rock verbringt er seine Tage auf einer Petersburger Behörde mit dem Abschreiben von Texten, er isst jeden Abend das gleiche, er hat keine Freunde und keine nennenswerten Interessen außer dem Kopieren und Verwalten – ein Langeweiler, dem der Kauf eines neuen Mantels zum spannenden Lebensereignis wird. Erst als ihm dieser neue Mantel gestohlen wird, verwandelt sich der unscheinbare Beamte in ein rächendes Phantom