Literarischer Salon

In der Leselounge der Universitätsbibliothek veranstalten wir regelmäßig Lesungen und literarische Gespräche. In offener Atmosphäre kommen wir mit Gästen wie den AutorInnen Kai Weyand, Torben Kuhlmann und Nora Bossong ins Gespräch. In der Reihe „Dichter dran!“ setzen wir uns regelmäßig mit Klassikern auseinander. Jedes Semester führen wir auch ein literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung. Wir laden alle Leser_innen ein, zu unserem Salon-Dialog beizutragen. Die Termine, Themen und Gäste geben wir im Veranstaltungskalender bekannt.

Das aktuelle Programm (Sommersemester 2019) können Sie HIER auch herunterladen.

Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek.

Der Eintritt ist frei.

Termine Sommersemester 2019

Dienstag, 07.05.2019
Arne Rautenberg Gedichte für Kinder und Erwachsene Träumende Eulen, tolle Walrosse mit super Perücken, Quallen und Wellen und ein Krokodil aus Kiel – sie alle und noch viele mehr erweckt der Lyriker Arne Rautenberg zum Leben. Einige dieser Wunderwesen werden wir an diesem Abend bei einer Lesung mit dem Autor kennenlernen. Rautenbergs Gedichte machen neugierig, sie wecken bei Kindern wie Erwachsenen Freude am Experimentieren mit der Form und dem Klang von Sprache und sind – so der Autor selbst – manchmal auch ein Stück lyrische Anarchie. Wir freuen uns auf die Lesung, die im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwoche stattfindet, und das anschließende Gespräch.
Mittwoch, 22.05.2019
Das Grundgesetz Dichter dran! Auch unser Grundgesetz ist ein Klassiker: Sein 70. Geburtstag ist uns Anlass, über diesen bedeutenden, in seiner Klarheit vielfach durchaus schönen Text nachzudenken. Wie die Literatur braucht das Recht die Auslegung, und wie jeder Kanon lebt auch dieser vom Wiederlesen: Wir meinen, es lohnt sehr, im Jahr 2019 über Sätze wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Artikel 1) , „Alle Menschen sind gleich“ (Artikel 3), „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ (Artikel 5) zu sprechen – und den Dialog zwischen Literatur und Recht zu führen. Dazu wird auch Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht, beitragen.
Mittwoch, 19.06.2019
Martina Clavadetscher Knochenlieder Der Roman erzählt oft stark rhythmisiert die Geschichte von vier Aussteigerfamilien, die sich akribisch von jeglicher Technik und allem in ihren Augen Unnatürlichem abschotten. Dass diese selbstgewählte Regulierung der staatlichen Überwachung gleichkommt, der die Familien entkommen wollen, tritt hervor, wenn individuelle Interessen und gemeinschaftliche Normen unvereinbar aufeinanderprallen und in einer märchenhaften Verfluchung gipfeln. „Analog ist immer noch am sichersten“, sagt sich Hackerin Pippa beim Versuch, das omnipräsente staatliche Überwachungssystem zu überlisten. Lassen Sie uns beim Gespräch über den Roman herausfinden, ob es ihr gelingt.
Mittwoch, 03.07.2019
Annette Pehnt Lexikon der Angst – Lexikon der Liebe Bei dem Begriff Lexikon denken wir zunächst an ein sachliches Nachschlagewerk. In ihren beiden Erzählbänden übernimmt Annette Pehnt lediglich die alphabetische Reihenfolge für die Anordnung ihrer emotional aufgeladenen Kurzgeschichten. Dahinter verbergen sich Momentaufnahmen von zutiefst menschlichen Lebenserfahrungen in Prosa, die so vielfältig wie nachhaltig sind. Gerade weil die verschiedenen Figuren dieser alltäglich wirkenden Miniaturen keine Namen tragen, bieten sie sowohl Identifikationsmöglichkeiten als auch Irritationsmomente und geben deshalb irgendwie doch eine enzyklopädische Orientierung.