Literarischer Salon

In der Leselounge der Universitätsbibliothek veranstalten wir regelmäßig Lesungen und literarische Gespräche. In offener Atmosphäre kommen wir mit Gästen wie den AutorInnen Kai Weyand, Torben Kuhlmann und Nora Bossong ins Gespräch. In der Reihe „Dichter dran!“ setzen wir uns regelmäßig mit Klassikern auseinander. Jedes Semester führen wir auch ein literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung. Wir laden alle Leser_innen ein, zu unserem Salon-Dialog beizutragen. Die Termine, Themen und Gäste geben wir im Veranstaltungskalender bekannt.

Das aktuelle Programm (Sommersemester 2018) können Sie HIER auch herunterladen.

Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek.

Der Eintritt ist frei.

Termine Sommersemester 2018

03.05.18
Daniela Danz Lange Fluchten Lesung Cons ist auf der Flucht. Niemand, am wenigsten er selbst, weiß aber, wovor. Wo und warum kam ihn sein Leben, seine Familie abhanden? Warum lebt er weiterhin im unteren der beiden als Provisorium gedachten Container mit Blick auf die Bauruine, die einmal ihr Familienheim hatte werden sollen? Als sein ältester, krebskranker Freund sich umbringt, scheinen sich die Mauern, die Cons vom Leben trennen, für einen Augenblick zu öffnen. Ein Familienausflug ans Meer soll einen Neuanfang ermöglichen. Danz eröffnet Einsichten in das Innenleben eines scheiternden, kämpfenden Mannes. Wir freuen uns auf das Gespräch mit der Autorin. Beginn: 18:30 Uhr.
30.05.18
Heinrich von Kleist Die Verlobung von St. Domingo Dichter dran! Haiti 1803: Angesteckt von den Ideen der Französischen Revolution wehren sich die aus Afrika verschleppten Sklaven gegen ihre weißen Beherrscher. Der Aufstand setzt die Inseln in Brand und verkehrt die Verhältnisse. Zutrauen – Misstrauen – Vertrauen sind die zentralen Begriffe von Kleists Erzählung, deren Höhepunkt ein Verrat bildet, der eigentlich keiner ist und gleichzeitig aber doch – in jedem Fall ist es ein Verrat aus Liebe, ein Akt der puren Verzweiflung um der Rettung des Geliebten willen. Lesen Sie mit uns eine Erzählung, die zum Nachdenken über die Liebe, über Geschlechterbeziehungen und Rassismus anregt.
13.06.2018
Angela Krauß Eine Wiege Lesung „Wohin versinkt unaufhörlich, was wir erleben?“ fragt Angela Krauß in ihrem vielbeachteten Gedichtband von 2015. Sie spürt dem Gedächtnis nach, umfängt die Leser/innen mit ihren dichten Versen und holt uns hinein in die kleine Welt. Fotos der Leipziger Kindheit ergänzen die kurzen Stücke, die mitunter fragen, feststellen, erzählen, aber keinem großen Bogen verpflichtet sind. Leise und poetisch zeichnet Krauß Bilder der Nachkriegszeit, solche der 2010er Jahre, auch solche, die eher in eine Traumwelt führen. Eine Wiege ist sicherlich ein vielversprechender Gesprächsanlass für den Besuch der Autorin in unserem Salon.
27.06.2018
Isabel Fargo Cole Die grüne Grenze Gespäch zu einer Neuerscheinung Ein junges Künstlerpaar zieht von Berlin in das kleine Dorf Sorge am Fuße des Harzer Brockens. Es ist Sommer 1973, Sorge liegt in der Sperrzone, einem streng überwachten Grenzgebiet der DDR. In dieser bedrückenden, aber doch vom Zauber der umgebenden Natur geprägten Atmosphäre versuchen die beiden einen Neuanfang, bringen ein Kind zur Welt und gehen ihrer künstlerischen Arbeit nach. Thomas plant einen historischen Roman über das Mönchstum im mittelalterlichen Harz. Vergangenheit und Gegenwart, Imagination und Wirklichkeit überlagern einander mehr und mehr, bis das Paar von seiner eigenen Geschichte eingeholt wird.