Labor für digitale Textpraxis

Digitales Lektorieren, Redaktionsarbeit und Literaturvermittlung, digitale und multimediale Lehrmethoden

Ziele

Förderung aus Mitteln der

Zentralen Kommission für Studienqualitätsmittel

Das Projekt wurde vom Literaturinstitut der Universität Hildesheim in Kooperation mit dem Schreib- und Lesezentrum und der Universitätsbibliothek beantragt beginnt im Sommersemester 2020.

In Kooperation mit dem Schreib- und Lesezentrum und der Universitätsbibliothek.

Digitalität und Praxis

Wie verändert Digitalisierung Produktion und Rezeption von Texten?

Methoden und Kompetenzen

Welche Möglichkeiten kollaborativer Praxis bieten digitale Textumgebungen in universitärer Forschung und Lehre?

Vermittlung und Institutionen

Wie verändern sich traditionell textbasierte Berufsfelder durch die Digitalisierung?

Lehraufträge

Praktiker:innen der digitalen Verlagsarbeit, des Journalismus, aus Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, des Übersetzens, des Bibliothekwesens, sowie von Start-Ups oder Plattformen, die im Rahmen digitaler Textproduktion und Rezeption Geschäftsmodelle erschließen

Tutorien

Digitale Schreib-, Lese- und Lerntools, Online-Recherche, Self-Publishing oder Textproduktion im Web.
Fortbildungsangebot für Lehrende und Tutor*innen aller Fachbereiche.

Lehre im Labor

Offen für alle Studiengänge

print(literature) - Code Poetry

Lasse Kohlmeyer

Programmieren für Autor*innen

In diesem Seminar wollen wir uns mit der digitalen Praxis des Programmierens und der Frage auseinandersetzen, wie aus Code Literatur werden kann. Oder anders ausgedrückt: welche Tools wollen/können wir bauen, um unseren eigenen Schreibprozess zu unterstützen, zu manipulieren oder partiell zu substituieren?

Programmierkenntnisse sind nicht nötig und werden während des Seminars für die Programmiersprache Python vermittelt. Darüber hinaus sollen bereits bestehende digital-literarische Werke analysiert und mögliche Antworten auf theoretische Fragen diskutiert werden.

Mögliche vertiefende Fragestellungen sind:
Wie unterscheidet sich das Schreiben von Programmen vom Schreiben von literarischen Texten? Welche Schreibstrategien, Gesprächs- und Rezeptionsformen lassen sich auf Code und Codeliteratur übertragen und welche nicht? Welche programmiererischen Praktiken lassen sich auf das Erstellen natürlichsprachlicher Texte übertragen? Ist Code (immer) Poesie? Ist Code Poesie immer avantgardistisch oder kann sie auch anders? Wie kann ein sprachlicher Zugang zum Programmieren im Gegensatz zu einem mathematischen aussehen? Wie unterscheidet sich die Literaturproduktion von der Literaturprozession?

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Digitale Strategien gegen diskriminierende Spache in Onlinemedien

Elena Ziegler

Diskriminierende Sprache im Internet hat viele Gesichter: rassistische Anfeindungen, antisemitische Verschwörungserzählungen oder antifeministische „Männerrechtler“. In dieser Veranstaltung erforschen wir digitale Strategien, die helfen können, Texten dieser Art entgegenzutreten. Dafür beschäftigen wir uns zunächst mit ihrer sprachlichen Beschaffenheit und betrachten sie genauer. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir um eigene Ideen zu entwickeln. Dazu probieren wir uns praktisch aus, wählen Schwerpunkte und besprechen Fortschritte. Das Ziel ist es, gemeinsam und in Kleingruppen erste digitale Konzepte zu formulieren und zu präsentieren. Technische Vorkenntnisse sind für die Veranstaltung nicht notwendig.

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Care, Intimacy, Communities

Daniel Sigge

Auf Grindr, r/wallstreetbets, in Games, als Follower*in von Creator*innen, in Kommentarspalten unter Musikvideos: Online finden wir uns in Communities zusammen, um uns mit Gleichgesinnten auszutauschen. Als affirmative Spaces ersetzen lose Zugehörigkeiten zu Communities die Funktionen ehemaliger Subkulturen. Im Seminar agieren wir als beschreibende Dokumentarist*innen, wollen Online-Communities innerhalb ihrer Plattform-Architekturen verstehen und analysieren ihre kommunikativen Eigenheiten. Wie entstehen Online-Communities? Was wird da eigentlich geschrieben, zwischen Fandom und Gemeinschaft? Und (wann/wie) beeinflussen Online-Communities die Real World?

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