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Sommersemester 2026

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BA
MA
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Montag
Montag
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Perspektivgestaltung im Roman
Perspektivgestaltung im Roman
10:00 - 12:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA/MA
Thomas Klupp
Seminar
Hs. 1, 0.07

Figuren treten auf und ab, Handlungsorte wechseln, Konflikte enden – die Perspektive aber ist allgegenwärtig. Sie formiert literarische Texte, ist spürbar in fast jedem Satz: Wer nimmt wahr und was wird wahrgenommen? Wie nah oder distanziert wird das Geschehen geschildert? Gehören die Worte der Erzählinstanz oder der Figur? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit zentralen Fragen literarischer Perspektivgestaltung. Zum einen, indem wir perspektivisch interessante Texte der Gegenwartsliteratur lesen, zum anderen, indem wir eigene Entwürfe in Hinblick auf ihre perspektivischen Entscheidungen befragen.

Anthologie "Landpartie": Ein Buch entsteht
Anthologie "Landpartie": Ein Buch entsteht
12:00 - 14:00
Achtung: Zweiwöchentlich!
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Jonas Galm
Seminar
Haus 46 / 0.06

Im Herbst 2026 erscheint im institutseigenen Verlag Edition Paechterhaus die neue "Landpartie", und in diesem Seminar entsteht sie: Wir sprechen über Methoden und Herausforderungen des Lektorierens und wenden sie an den eingereichten Texten der Studierenden praktisch an. Von der Konzeption über das Layout bis zum Druck begleiten wir ein Buch in der Entstehung, diskutieren Chancen und Hürden und sprechen mit Gästen über das Lektorieren als Beruf und Teil des Schreibprozesses. Am Ende steht eine Anthologie samt Release-Veranstaltung — und die Frage, welche Rolle das gedruckte Buch als Element des Alltags, als Träger eines Werks oder als Kulturprodukt künftig überhaupt noch einnehmen kann.

Literatur und Geschlecht
Literatur und Geschlecht
12:00 - 14:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA / MA
Toni Tholen
Seminar
Bühlercampus LN / 0.04

In der inter- und transdisziplinären Geschlechterforschung werden Care-Konzepte und -praktiken derzeit viel diskutiert. Auch die Literaturwissenschaft lenkt die Aufmerksamkeit zunehmend auf dieses Thema. Im Seminar werden grundlegende Theorieansätze vorgestellt und exemplarische literarische Texte gelesen, die das Verhältnis von Gender und Sorge, Fürsorge und Selbstsorge in besonderer Weise zur Darstellung bringen.

Literarische Aneignung - ein Fanfiction Seminar
Literarische Aneignung - ein Fanfiction Seminar
14:00 - 16:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA / MA
Ariane Siebel
Seminar
Haus 27 / 1.03

Die Literaturzeitschrift vom MÄRZ-Verlag ist Fanfiction gewidmet, das Deutsche Literaturarchiv Marbach will ausgewählte Fanfictions offline katalogisieren und umgearbeitete Fanfictions feiern als Romane und Filme populäre Erfolge. Dass Fanfiction als literarische Praxis zunehmend die Verlagswelt, insbesondere die Buchvermarktung prägen, ist inzwischen beinahe old news. Im Seminar diskutieren wir daher das Phänomen Fanfiction/ "transformative works" aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Hierbei liegt der Fokus auf Fanfiction als queer-feministischer Praxis, partizipativer Schreibkultur und Rückaneignung monopolisierter Geschichten. Um selbst in ebendiese Praxis zu gelangen, analysieren wir typische narrative Strategien und Schreibtechniken. Die nutzen wir, um uns selbst bestehende Geschichten anzueignen, umzuformen und zu Text-Wilderern zu werden: Praktisches Teilziel des Seminars ist die Arbeit an einer eigenen Fanfiction.

Genremix in der Gegenwartsliteratur
Genremix in der Gegenwartsliteratur
14:00 - 16:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA / MA
Jenifer Becker
Seminar
Haus 1 / 0.07

Zeitgenössische Literatur zeichnet sich zunehmend durch hybride Formen und die bewusste Kombination unterschiedlicher Gattungen und Erzählmuster aus: RomCom trifft auf akademische Schreibweisen, Abenteuerplots verschränken sich mit poetologischen Reflexionen. "Genre" erscheint in vielfältigen Ausprägungen und Mischformen. Im Seminar wird dieses Phänomen systematisch untersucht. Gemeinsam lesen und diskutieren wir ausgewählte Texte, die Genreschemata sowohl anwenden als auch unterlaufen, darunter Dorothee Elminger (Die Holländerinnen), Rebecca Kuang (Katabasis), Kim de L’Horizon (Blutbuch), Marius Goldhorn (Die Prozesse) sowie Ottessa Moshfegh (Lapvona), aber auch „Hyper-Genre“-Romane wie jene von Rebecca Yarros. Möglich wären auch Lektüren von Sally Rooney oder experimentellere Ansätze von Kathy Acker. Die Leseliste ist ein Vorschlag und wird beim ersten Termin gemeinsam diskutiert und fortlaufend weiterentwickelt. Als theoretische Grundlage diskutieren wir Begriffe wie Genre, Populäre Literatur, "E" und "U"-Literatur sowie Middlebrow Literature. Ebenso schauen wir uns erzähltheoretische Ebenen an, z.B. Erzählschemata. Hinweis: Bitte nur anmelden, wenn die Bereitschaft besteht, viel zu lesen und aktiv mitzuarbeiten.

Betriebssystem Literatur
Betriebssystem Literatur
16:00 - 18:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Jenifer Becker
Seminar
Haus 1 / 0.07

Das Seminar widmet sich dem Literaturbetrieb als einem komplexen Gefüge aus Institutionen, Akteur:innen und Praktiken. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich literarische Institutionen als selbstorganisierende Regelsysteme verstehen lassen, die das literarische Feld formen, stabilisieren und transformieren. Wer publiziert wann, wo und unter welchen Bedingungen? Wie viel Arbeit steckt in einem Text? Wo passiert Literatur? Auf BookTok oder immer noch auf blauen Sofas? Um diese Fragen zu diskutieren, untersuchen wir Gate-Keeping-Prozesse, Publikationsmechanismen sowie Formen des symbolischen und ökonomischen Kapitals. Ein besonderer Fokus liegt auf den Akteur:innen des literarischen Feldes, insbesondere den Autor:innen als zentrale Figuren im Literaturbetrieb und deren Verflechtungen mit anderen Instanzen wie Verlagen, Feuilletons, Jurys und Fördereinrichtungen.

Liebevolles Erzählen: Olga Tokarczuk
Liebevolles Erzählen: Olga Tokarczuk
18:00 - 20:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA / MA
Rick Lupert
Seminar
Haus 52 / 1.01

Olga Tokarczuk ist eine polnische Schriftstellerin, die zu den renommiertesten literarischen Stimmen der Gegenwart zählt. In ihrem Werk nimmt sie sich verschiedenster Themen an – beispielhaft seien die Kabbala, pathologische Sammlungen, Astrologie und Geschlechtervielfalt genannt. 2019 erhielt sie nachträglich für das Jahr 2018 den Nobelpreis für Literatur. In ihrer Nobelpreisrede schrieb sie: Eine Geschichte zu erzählen bedeutet, Leben zu verleihen und all die Bruchstücke der Welt – die menschlichen Erfahrungen, durchlebten Situationen, Erinnerungen – zur Existenz zu bringen. Eine liebevolle, zugeneigte Betrachtung personifiziert alles, auf das sie sich bezieht. Das Seminar "Olga Tokarczuks Liebevolles Erzählen: eine Möglichkeit, Wirklichkeit zu beschreiben?" versteht sich als Lektüreseminar und Diskussionsplattform zu ihrem Erzählkonzept des Liebevollen Erzählers / Erzählers der 4. Person, wie sie es in dieser Rede vorstellte und seitdem in weiteren poetologischen Texten ausformulierte. Wir wollen uns in den ersten Einheiten kritisch mit diesem Konzept auseinandersetzen und Begriffe wie Realismus, Mimesis, Wirklichkeit etc. klären. Die Diskussionsgrundlage wird die unten gelistete Pflichtlektüre sein, die bis zur ersten Einheit gelesen werden sollte – die in Klammern stehenden Texte können auch während des Semestern gelesen werden. Außerdem lesen die Studierenden gemeinsam und in Gruppen je einen Roman der großen Erzählerin und/oder je einen Roman eines/einer anderer/anderen beispielhaftem/beispielhafter Vertreter*in ähnlicher Poetologien und präsentieren sie im Laufe des Seminars einander. Der genaue Modus wird in der ersten Einheit besprochen. Fragen nach • realistischem Erzählen, • dem Schreiben über Gesellschaft jenseits von Individualismus und Identitätspolitik, • exzentrischen Perspektiven und • Beispielen für andere Formen des panoptischen oder auktorialen und auch multiperspektivischen Erzählens • sowie der Bedeutung des Fragments werden präsentiert und diskutiert, inwieweit dieses gesellschafts-/welt-/wirklichkeitshaltige Schreiben politisches Potential birgt und einen Ausweg aus der Sackgasse der gegenwärtig weit verbreiteten Innerlichkeitsfiktion bietet. Vielleicht gelingt es uns, den Liebevollen Erzähler für unser eigenes Schreiben oder für literaturwissenschaftliche Analysen fassbar zu machen? Jedenfalls soll das Seminar Lust auf erzähltheoretische Fragen und Diskussionen, Erzählformen jenseits des Autofiktionalen und das Werk Olga Tokarczuks machen.

Dienstag
Dienstag
Dienstag
Translinguale Lyrik
Translinguale Lyrik
12:00 - 14:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Uljana Wolf
Seminar
Haus 46 / 0.06

Das Seminar widmet sich mehrsprachiger Lyrik im deutschsprachigen Raum und im internationalen Kontext. Mit welchen ästhetischen Praktiken überschreiten Gedichte festgesetzte Sprachgrenzen, welche Fragen stellen sie an uns mit Blick auf unsere Vorstellungen von Muttersprache, Verstehen, Sprachpolitik, Nationalliteratur? Und wie sind solche Texte lesbar, sprechbar, übersetzbar? Anhand der Lektüre verschiedener Gedichte (u.a. Caroline Bergvall, Ozan Zakariya Keslinkilic, M. NourbeSe Philip, Yoko Tawada, Peter Waterhouse) und theoretischer Essays (u.a. Sarah Dowling, Yasmin Yildiz, Gilles Deleuze) wollen wir den historischen, sprachgeschichtlichen, sozialen, politischen Hintergrund solcher Fragen ausleuchten.

Explosion. Schreiben mit Hubert Fichte
Explosion. Schreiben mit Hubert Fichte
12:00 - 14:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Guido Graf
Seminar
Haus 2 / 0.06

„Der wichtigste Körperteil im Leben eines bisexuellen Ethnologen und Schriftstellers bei der Erforschung einer bikontinentalen Kultur sind die Füße.“ Poesie, sagt Hubert Fichte, „ergibt sich aus der Welt, die angeschaut wird.“ Lakonisch im Stil, ein Programm der Sprachverknappung, Dinge, Namen und Orte kurz belichtet, eine Weltwahrnehmung der Empfindlichkeit. Wir lesen Texte von Hubert Fichte, versuchen von seinen Methoden zu lernen und selbst zu beobachten und zu schreiben. Dazu werden wir auch einen Ausflug nach Hamburg auf Fichtes Spuren unternehmen.

Prosa-Werkstatt
Prosa-Werkstatt
12:00 - 14:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Thomas Klupp
Übung
Haus 50 / 4.02

Im Mittelpunkt dieser Übung stehen die eigenen Texte (Prosa) der Studierenden. Dabei werden die eingereichten Arbeiten genau untersucht und Vorschläge für die Überarbeitung und Fortführung der jeweiligen Projekte gegeben; zugleich dient die Übung dem produktionsorientierten Sprechen über literarische Texte.

Do you want the new wave or do you want the truth? Das Neue in der Literatur
Do you want the new wave or do you want the truth? Das Neue in der Literatur
14:00 - 16:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Guido Graf
Seminar
Haus 1 / 0.07

"I stand for language I speak for truth I shout for history I am a cesspool For all the shit To run down in" (Mike Watt, Do You Want New Wave Or Do You Want The Truth?) "A word war will set off the keg" - Müssen wir erst etwas zerstören, um es neu machen zu können? Neue Medien, neue Werkzeuge, neue Methoden, Rhythmen, Töne, Farben und Wörter: alles neu um des Neuen willen? - "My words are war" - Andererseits gibt es eine Menge Unbehagen, an der Sprache, an Themen und Positionen, an Tatsachen und an der Wahrheit. - "Should a word have two meanings?" - Die Antwort der Literatur ist in jedem Fall: mindestens, eher mehr. - "What the fuck for? Should words serve the truth?" - Manchmal sicherlich, aber das Neue finden wir in Kontexten, in der Praxis, irgendwo zwischen Improvisation und Invention. Das Neue in der Literatur ist immer eine Konstruktion. Wir werden solche Konstruktionen als Transformationsprozesse untersuchen, indem wir gemeinsam Texte lesen, diskutieren und Unsicherheit als Kompetenz begreifen.

Verlernen, Verspielen, Verschreiben. Wir machen alles neu
Verlernen, Verspielen, Verschreiben. Wir machen alles neu
16:00 - 18:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Guido Graf
Übung
Haus 50 / 4.02

Wir stottern, verschlucken Wörter, vergessen Texte. Wir wissen nicht mehr, wie das geht: das Schreiben, das Erzählen, das Sprechen, das Gedicht, die Erzählung, der Roman. Wir machen alles selbst und nichts richtig. Wir scheitern immer besser. Wir kennen nur noch die schlechten Wörter. Wir suchen nach Vielfalt, nach Kleinheit statt Einheit. Wir schaffen miese Töne und Texte für die akute Realität. Wir umgehen das, was gut funktioniert, weichen aus, interessieren uns für Zwischenräume und Unterscheidungen, machen alles falsch. Sätze befinden sich in Schräglage, die Rhythmen bringen uns ins Stolpern. Es quietscht und krächzt und knistert, es klappert und die losen Enden eines jeden Textes flattern im Wind: Wir machen alles neu.

Becoming Nietzsche. Das experimentelle Schreiben
Becoming Nietzsche. Das experimentelle Schreiben
16:00 - 18:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Christian Schärf
Seminar
Haus 2 / 0.06

In diesem Seminar verfolgen wir Nietzsches Schreibprozess seit „Menschliches, Allzumenschliches“ (1876). Hier setzt Nietzsches eigenwillige Art des Denkens und Schreibens ein, die sich perspektivisch zunächst als „Schule des Verdachts“ auf psychologische Verhaltensweisen und moralische Wertsetzungen, auf Fragen der Metaphysik und der Kunsttheorie beziehen, jedoch in einer gegenüber der traditionellen Philosophie völlig neuen Operationsweise. Philosophisches Denken wird in dieser Phase erstmals als experimentelles Schreiben betrieben. Wir werden die Strukturen, Gesten, Diktionen und Ergebnisse dieses Verfahrens unter Gesichtspunkten der Schreibprozessforschung unter die Lupe nehmen. Weitere Werke, denen wir uns in diesem Rahmen widmen, werden „Morgenröte“ (1879) und „Die Fröhliche Wissenschaft“ (1882) sein. Als grundsätzliche Fragestellung erscheint der problematische Zusammenhang zwischen Denken und Schreiben, der nicht allein für Philosophen von Bedeutung ist. Das Seminar kann auch ohne den Besuch der Vorlesung aus dem Wintersemester 25/26 besucht werden.

Mittwoch
Mittwoch
Mittwoch
ProSe 26: Das Archiv der Dinge
ProSe 26: Das Archiv der Dinge
10:00 - 18:00
Anmeldung nicht mehr möglich!
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Christian Schärf
Projekt
Haus 2 / 0.06

Eine Folge der digitalen Transformation ist das Verschwinden der Dinge. Schleichend vollzieht sich ihre Auflösung in mathematische Simulationen, deren Ergebnisse wir als Nachfolgeform der Wirklichkeit einstufen. Im Sinne des Projektsemesterthemas „Taking care“ wollen wir uns den Modifikationsprozessen der Dinge annehmen, vom Fundstück über das Unikat zum Artefakt und bis hin zur Simulation. Die Frage, was heute ein Ding ist, führt zu der Frage, was die Dinge gewesen sind. Wenn die stummen Zeugen der „Furie des Verschwindens“ (Hegel) selbst verschwinden, wer oder was sind wir dann? In diesem Sinne werden wir folgende Sphären durchwandern: Archäologie (Ägypten, Kreta, Mykene) – Kult – Gebrauch und Anwendung von Unikaten – industrielle Reproduktion – Konsumistische Generierung - digitale Simulation. Folgende Methoden werden dabei zum Einsatz kommen: Phänomenologie – Imagologie – Sozialtheorie – Dekonstruktion. Unsere Aufgabe wird sein, in Schrift, Bild, Fotografie und Musik ein mehrteiliges Archiv der Dinge anzulegen, das uns Erkenntnisse über den Prozess liefert, der zu unserer Gegenwart und von dieser wieder in die Tiefen der Geschichte führt. Wie dieses Archiv konkret aussehen soll, wird Teil unserer gemeinsamen Arbeit sein. Mi-Fr

Donnerstag
Donnerstag
Donnerstag
Literarische Morgengymnastik
Literarische Morgengymnastik
Alle Lehrveranstaltungen 1

Einmal pro Woche treffen wir uns, bevor der reguläre Unitag beginnt, zum gemeinsamen Schreiben. Mit einem Einstieg schreiben wir uns warm und verfassen kurze Texte - zweckfrei, spielerisch, wach.

ProSe26: Mutter Schafft
ProSe26: Mutter Schafft
10:00 - 14:00
Keine Anmeldung mehr möglich!
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Annette Pehnt, Malu von Marschall
Projekt
Haus 1 / 007

In diesem Projekt setzen wir uns intensiv mit Mutterschaft als sozialer Konstruktion auseinander. Anhand eigener Erfahrungen und Lektüre wollen wir über familiäre Beziehungen und Care-Arbeit, über Druck, Stress, Abschied und Glück, über Körper, Projektionen und gesellschaftliche Erwartungshaltungen nachdenken. Wir lesen dazu ausgewählte Literatur und kommen bald selbst ins Schreiben. Ziel ist eine gemeinsame Publikation am Ende des Semesters, so dass Werkstattarbeit und Lektorat ebenfalls anstehen. Egal ob du selber Mutter bist, eine hast, gerne eine wärst oder gerade nicht – du bist herzlich willkommen! Arbeitsweise: Theorie-Praxis-Mix: Lektüre und eigenes Schreiben ab zweiter Semesterhälfte: Textwerkstätten, Redaktionsarbeit & Erstellen eines Magazins Mi-Fr Mittwoch/Donnerstag vormittags: gemeinsame Arbeitszeit am Vormittag mit Impulsen, Lektüre etc. nachmittags: eigenes Schreiben/Lesen, individuell oder in Gruppen Freitag selbst gestalteter Arbeitstag Präsentation z.B. Gruppenlesung, Präsentation unseres Magazins

Erzähltheorie für Schriftsteller:inne
Erzähltheorie für Schriftsteller:inne
14:00 - 16:00
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Alexander Schuchmann
Seminar
Bühlercampus L / 0.46

In diesem Seminar setzen wir uns mit der Erzähltheorie im Anschluss an Gérard Genette auseinander. Ziel soll es dabei sein, die besprochene Theorie für das eigene Schreiben fruchtbar zu machen. Hierfür werden wir uns einerseits ausgewählte Konzepte gemeinsam erschließen. Andererseits werden wir die Anwendung der Konzepte anhand literarischer Texte diskutieren. Auf diese Art erarbeiten wir uns im Laufe des Seminars ein Repertoire literarischer Ausgestaltungsmöglichkeiten, das in der eigenen schriftstellerischen Praxis angewendet werden kann.

Freitag
Freitag
Freitag
ProSe 26: Prosanova produzieren
ProSe 26: Prosanova produzieren
10:00 - 18:00
Keine Anmeldung mehr möglich!
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Tilman Busch, Guido Graf, Fia Junge, Felix Krage, Emilia Klein
Projekt

PROSANOVA 2026 ist das Festival für junge Gegenwartsliteratur, das im Sommer 2026 in Hildesheim stattfindet und etablierte Autor*innen mit bisher unveröffentlichten Schreibenden, Übersetzer*innen sowie Künstler*innen aus Film, Tanz und Musik präsentiert. Ein Leitungsteam plant, lädt Autor:innen ein, denkt sich Veranstaltungsformate aus und kümmert sich um die Finanzierung. Aber das reicht bei weitem nicht aus. Denn PROSANOVA ist nicht irgendein Festival, sondern lebt von den Ideen vieler Studierender zur Inszenierung, zur Raumgestaltung, zur Vermittlung; von den vielen helfenden Händen, die bauen, malen und verkabeln; von ihren zahlreichen kleinen künstlerischen Projekten, die zusammenfügen, was sonst bloße Abfolge wäre. Nur mit Euch wird PROSANOVA zu der einzigartigen Erfahrung, die dieses Festival so besonders macht. Mi-Fr Wir arbeiten in mehreren, unterschiedlich großen Teams, in denen alle Möglichkeiten haben, sich auch ganz individuell auszutoben. Die Projekttage von Mittwoch bis Freitag werden mit verschiedenen Meetings ausgefüllt sein, mit Tutorials, Lektüren, Recherchen, praktischen Entwicklungen und großen Freiräumen. Live, unfertig, widerspenstig, vielstimmig. Gemeinsam lassen wir den Drucker heiß laufen und falten Zines, schreiben eine Festivalzeitung, verlegen Kabel, bauen Scheinwerfer und Mikrofone auf und dann: Festival! In experimentellen Zwischenräumen werden Bühnen, Korridore und Garderoben mit Podcasts und Interviews bespielt. Dazwischen experimentieren wir mit Formaten, mischen uns unter die Leute, schreiben und sprechen mit. Es geht um Produktion und Care, um Chaos und Haltung. Zusammen dazwischen. PROSANOVA.

Kolloquium zum Schreibprojekt
Kolloquium zum Schreibprojekt
14:00 - 18:00
Anmeldung bis 23.03. - Infos im LSF!
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Malte Abraham, Thomas Klupp, Annette Pehnt, Uljana Wolf, Christian Schärf
Kolloquium

In dieser Veranstaltung werden Schreibforschungsprojekte in Einzelgesprächen zwischen den Studierenden und ihren Mentor_innen betreut. Ergänzt werden die Mentorate durch regelmäßig stattfindende Kolloquien, in denen Textauszüge, poetologische Reflexionen, Methoden der Recherche sowie Arbeitstechniken in kleinen Gruppen diskutiert werden.

Blockveranstaltungen 1
Blockveranstaltungen 1
Blockveranstaltungen 1
Schreibwerkstatt: Zukunft schreiben
Schreibwerkstatt: Zukunft schreiben
10:00 - 12:00
8.5./9.5. & 26.6./27.6.
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Henrik Pohl
Blockseminar
wechselnde Räume (siehe LSF)

Ob Klimawandel, Krieg oder rechtsautoritärer Backlash – von unserem Heute aus betrachtet scheint es gewagt, einen positiven Blick in die Zukunft zu richten. Dabei kann das Zu-Papier-Bringen der eigenen Zukunfts(t)räume ein besonders bestärkendes Moment sein, da wir Hoffnungen und Ängste, Best- und Worst-Case-Szenarien mittels eigener Worte und Bilder nicht nur besser zu fassen bekommen, sondern auch mit Anderen teilen können. Dafür werden wir in der Werkstatt sowohl die Stellschrauben von Raum und Zeit vordrehen als auch unsere Erfahrungen und Biografien nutzen. Mittels kreativer Einstiege können Texte geschrieben, das Geschriebene besprochen und der Blick fürs Schreiben geschärft werden. Ziel ist dabei nicht nur, Standpunkte zur Zukunft auszuloten, sondern auch den eigenen Schreibprozess besser kennenzulernen.

Textlabor Konzept: Experimentelles Schreiben zwischen Theorie und Praxis
Textlabor Konzept: Experimentelles Schreiben zwischen Theorie und Praxis
12:00 - 14:00
24./25.04 & 19./20.06
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Elena Ziegler
Blockseminar
HC N / 0.10

Konzept vor Output? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit konzeptionellen Literaturansätzen. Anhand von Beispielen von Oulipo bis zu digitaler Konzeptliteratur werden historische Entwicklungen, zentrale Theoriedebatten und aktuelle Positionen vorgestellt. In einem praktischen Teil entwickeln wir eigene konzeptionelle Schreibprojekte – von Regel- und Constraint-Texten über datenbasierte Arbeiten bis hin zu performativen Formaten – und setzen diese gemeinsam um.

Postmodernes Erzählen
Postmodernes Erzählen
14:00 - 16:00
12./13.06. & 10./11.07.
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Elena Ziegler
Blockseminar
wechselnd (siehe LSF)

Wir setzen uns in diesem Seminar mit den unterschiedlichen Formen postmoderner Erzählweisen auseinander. Dabei schauen wir uns an, wie Fragmentierung, multiple Perspektiven und Intertextualität literarische Geschichten prägen und experimentieren selbst mit diesen Techniken. Anhand ausgewählter Texte von beispielsweise Thomas Pynchon und Italo Calvino erforschen wir die Chancen und Grenzen postmodernen Erzählens und diskutieren eigene Textentwürfe.

Prosa-Werkstatt
Prosa-Werkstatt
16:00 - 18:00
8.5.; 12./13.06. & 10./11.07.
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA
Lukas Gutsfeld
Blockseminar
HC G / 3.09

In diesem Kurs werden wir uns konstruktiv mit den Prosa-Texten der Teilnehmer:innen auseinandersetzen. Indem wir besprechen, wie die Erzähltexte gearbeitet sind und welche handwerklichen Entscheidungen sie treffen, werden wir 1) den Blick und das Verständnis für unterschiedliche Macharten von Prosa üben und 2) Grundlagen für eine Überarbeitung im Sinne der jeweiligen Texte schaffen. Beim ersten Termin im Mai finden die Terminvergabe und eine Klärung des Ablaufs der Werkstatt-Sitzungen statt, die beiden Wochenenden sind dann gänzlich den Texten gewidmet. Insgesamt wird es Platz für (etwa) 20 Texte geben, eine Teilnahme ist aber auch möglich, ohne einen eigenen Text besprechen zu lassen.

Blockveranstaltungen 2
Blockveranstaltungen 2
Blockveranstaltungen 2
Reiseliteratur: Von Herodot bis Travel-Vlog
Reiseliteratur: Von Herodot bis Travel-Vlog
10:00 - 12:00
05./06.06. & 19./20.06.
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Marco Lehmbeck
Blockseminar
HC N / 0.07

Aus den antiken Entdeckungs- und Pilgerreisen ist ein multimedialer Backpacking-Spektakel geworden. Notizblock und Feder wurden durch Smartphone und Selfiestick ersetzt. Jeder Winkel der Welt scheint erkundet, und doch bleibt das Unterwegssein die ultimative Heldenreise. In diesem Blockseminar werfen wir einen Blick auf die Ursprünge der Reiseliteratur und erkunden zeitgenössische Formen des Reisens und Erzählens. Uns interessieren klassische Reiseberichte ebenso wie journalistische Reportagen, digitales Sightseeing, autofiktionale Grenzgänge und theoretische Impulse. Im Zentrum steht das eigenen Schreiben als Methode, die Welt (und sich selbst) zu erkunden.

Büchermachen. Von der Idee zum gedruckten Buch
Büchermachen. Von der Idee zum gedruckten Buch
12:00 - 14:00
08./09.05. & 15./16.05,
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA & BA
Frank Kühne
Blockseminar
Haus 52 / 1.01

Wie wird aus einer Idee ein fertiges Buch? Wie entwickelt man einen Stoff? Was geschieht beim Lesen? Wie kann ein Text "gelingen"? Welche Rolle spielen dabei Zielgruppen, Genres und Altersstufen (Kinder, new adult, young adult, Erwachsene)? Wie pitcht man ein Projekt bei einem Verlag? Worum geht es im Urheberrecht? Was steht in einem Vertrag? Was bedeutet KI für den kreativen Prozess und für das Urheberrecht? Was macht ein Lektorat? Was leistet ein Verlag? Auf viele Fragen rund um das Büchermachen bietet dieses Seminar Antworten und Handwerk aus Theorie und Praxis eines Programmleiters.

"No One Mourns the Musical Theatre" - Operette und Musical in den deutschsprachigen Medien
"No One Mourns the Musical Theatre" - Operette und Musical in den deutschsprachigen Medien
14:00 - 16:00
10.04.; 25./26.04. & 10..05.
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Nick Sternitzke
Blockseminar

„Kitschiger Kommerz oder großes Gefühl?“, fragte sich die Süddeutsche Zeitung in einem Für und Wider des Musicals und vereinte dabei den Konflikt der Medien im Umgang mit dem populären Musiktheater in der Überschrift. Während internationalen Klassik-Festivals ein breites Echo in Medien und Kritik sicher ist, bleiben Operette und Musical im deutschsprachigen Raum, im West-End und am Broadway ein Randphänomen in der Berichterstattung hierzulande. Aus Skepsis gegenüber dem Unterhaltenden, Gewinnorientierten oder aus Unkenntnis des ästhetischen Gegenstands? In dieser Lehrveranstaltung untersuchen wir historische Genre-Entwicklungen von Operette und Musical und ihre Spiegelung in journalistischen Formaten. Wie verhält sich das Feuilleton zum populären Musiktheater? Welche Debatten werden geführt und welche nicht – und unter welchen Kriterien?

Lektorat - zwischen Textarbeit und Projektmanagment
Lektorat - zwischen Textarbeit und Projektmanagment
16:00 - 18:00
15./16.05. & 05./06.06.
Alle Lehrveranstaltungen 1
MA
Laura Weber
Blockseminar
HC N / 0.10

Das Autor:innen-Lektor:innen-Gespann ist sagenumwoben: T.S. Eliot soll Ezra Pound als "Hebamme" seiner Lyrik bezeichnet haben, Max Frisch hätte es ohne Peter Suhrkamps Lektorat wohl so nie gegeben, Gordon Lish lektorierte die Texte von Raymond Carver so radikal, dass der Autor sein eigenes Werk zum Teil nicht wiedererkannte. In diesem Seminar wollen wir uns angucken und an zahlreichen praktischen Übungen erproben, was die Ansprüche an ein professionelles Lektorat sind, was für Formen des Lektorierens existieren und wie künstlerische Grenzen gezogen werden können. Außerdem soll Einblick in den aktuellen Arbeitsalltag der Verlagslektorin gegeben werden, deren Aufgabengebiet sich im Zuge der letzten Jahre radikal verändert hat, wovon selbstverständlich auch die Zusammenarbeit mit den Autor:innen stark betroffen ist.

Blockveranstaltungen 3
Blockveranstaltungen 3
Blockveranstaltungen 3
Erinnerungen als Text | Summerschool Vol, 3
Erinnerungen als Text | Summerschool Vol, 3
10:00 - 12:00
26. bis 29. Mai
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Helene Bukowski
Blockseminar
Haus Kreienhoop

Vom 26. bis 29. Mai 2026 findet zum dritten Mal die Summerschool im Haus Kreienhoop statt, diesmal zum Thema „Tagebuch und Erinnerung“. Im ehemaligen Wohn- und Arbeitshaus des Schriftstellers Walter Kempowski widmen wir uns Tagebüchern, Erinnerungen und Materialsammlungen – Schreibformen, die zwischen privatem Festhalten, dokumentarischer Praxis und literarischer Gestaltung liegen und die Kempowskis Arbeitsweise war in besonderer Weise prägten. Oft als ungeordnet oder vorläufig wahrgenommen, eröffnen Tagebücher und festgehaltene Erinnerungen eigenständige Zugänge zu Zeit und Selbstwahrnehmung. Wir wollen ihnen durch textanalytische Lektüren, theoretischen Überlegungen zu Autor:innenschaft und zur Materialität des Schreibens näher kommen. Die Summerschool versteht sich als Raum für kreativen Austausch, literarische Praxis und theoretische Reflexion. Es wird Textwerkstätten geben, gemeinsames Lesen, Schreibaufgaben, Zeit zum Schreiben. Wir laden dazu ein, Tagebuch und Erinnerungen als eigenständige und produktive literarische Formen neu zu entdecken sowie für den Schreibprozess produktiv zu machen. Ergänzt wird das Programm die Summerschool durch Beiträge zweier eingeladener Gegenwartsschriftsteller:innen (hier: Wolfram Lotz), die in Vorträgen Einblicke in ihre Arbeitsweisen geben und jeweils eine öffentliche Lesung gestalten. Die Summerschool wird gemeinsam geleitet durch Helene Bukowski und Marina Schwabe. Unterbringung, Anreise und Verpflegung während der Summerschool werden übernommen. Bei kurzfristiger Absage müssen die Stornierungskosten für das Hotel selbst getragen werden. Um teilnehmen zu können, ist eine kurze Bewerbung für das Seminar (drei Sätze zur Motivation für die Teilnahme bis 10.04.26 an marinaschwabe@posteo.de) erforderlich.

Tagebuch als Text | Summerschool Vol. 3
Tagebuch als Text | Summerschool Vol. 3
12:00 - 14:00
26. bis 29. Mai
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Marina Schwabe
Blockseminar
Haus Kreienhoop

Vom 26. bis 29. Mai 2026 findet zum dritten Mal die Summerschool im Haus Kreienhoop statt, diesmal zum Thema „Tagebuch und Erinnerung“. Im ehemaligen Wohn- und Arbeitshaus des Schriftstellers Walter Kempowski widmen wir uns Tagebüchern, Erinnerungen und Materialsammlungen – Schreibformen, die zwischen privatem Festhalten, dokumentarischer Praxis und literarischer Gestaltung liegen und die Kempowskis Arbeitsweise war in besonderer Weise prägten. Oft als ungeordnet oder vorläufig wahrgenommen, eröffnen Tagebücher und festgehaltene Erinnerungen eigenständige Zugänge zu Zeit und Selbstwahrnehmung. Wir wollen ihnen durch textanalytische Lektüren, theoretischen Überlegungen zu Autor:innenschaft und zur Materialität des Schreibens näher kommen. Die Summerschool versteht sich als Raum für kreativen Austausch, literarische Praxis und theoretische Reflexion. Es wird Textwerkstätten geben, gemeinsames Lesen, Schreibaufgaben, Zeit zum Schreiben. Wir laden dazu ein, Tagebuch und Erinnerungen als eigenständige und produktive literarische Formen neu zu entdecken sowie für den Schreibprozess produktiv zu machen. Ergänzt wird das Programm die Summerschool durch Beiträge zweier eingeladener Gegenwartsschriftsteller:innen (hier: Wolfram Lotz), die in Vorträgen Einblicke in ihre Arbeitsweisen geben und jeweils eine öffentliche Lesung gestalten. Die Summerschool wird gemeinsam geleitet durch Helene Bukowski und Marina Schwabe. Unterbringung, Anreise und Verpflegung während der Summerschool werden übernommen. Bei kurzfristiger Absage müssen die Stornierungskosten für das Hotel selbst getragen werden. Um teilnehmen zu können, ist eine kurze Bewerbung für das Seminar (drei Sätze zur Motivation für die Teilnahme bis 10.04.26 an marinaschwabe@posteo.de) erforderlich.

Musikjournalismus - Schreiben und Sprechen über Musik
Musikjournalismus - Schreiben und Sprechen über Musik
14:00 - 16:00
November & Dezember 2025
Alle Lehrveranstaltungen 1
BA & MA
Nick Sternitzke
Blockseminar
Hs 27 / 003

„Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nicht bis zum Henker geschafft haben“, witzelt George Bernard Shaw. Bis vor ein paar Jahrzehnten war das sicher noch so: Kritiker:innen heben in den Himmel – oder sie vernichten. Heute steht die Musikkritik vor neuen Herausforderungen: Sie muss Übersichtlichkeit herstellen im Dschungel der Neuveröffentlichungen, sie vermittelt zwischen Komponist:innen, Interpret:innen und ihrem Publikum. Im Seminar werden wir uns in verschiedenen journalistischen Formaten ausprobieren: von der Opernkritik im Feuilleton, dem Kolleg:innengespräch im Radio über neue CDs bis hin zur multimedialen Auswertung musikjournalistischer Inhalte.

Didaktiken des Ungehorsams
Didaktiken des Ungehorsams
16:00 - 18:00
30./31.05. & 27./28.06.
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MA
Jelena Kern
Blockseminar
Haus 1 / 0.07

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Schreibweisen, die sich „nicht zähmen“ lassen. Die Post- und Gegenwartsdramatik hat das lineare Erzählen zerlegt, Stimmen vervielfacht und hybride, performative Formen hervorgebracht. An Positionen u.a. von Susanne Kennedy, Sivan Ben Yishai, Felicia Zeller, Elfriede Jelinek und Enis Maci verfolgen wir, wie Dramatiker*innen mit Sprachcodes, Alltagsfragmenten, formalen Brüchen oder Sampling arbeiten – und dabei auch literarische Konventionen systematisch aus dem Tritt bringen. Das Seminar verbindet Analyse, eigenes Schreiben und Vermittlung: Wir erproben verschiedene textgenerative Verfahren, entwickeln szenische Miniaturen und loten die Grenzbereiche zwischen Text, Figur und Sprachgestik aus. Zudem reflektieren wir, welche Schreibfertigkeiten sich aus den jeweiligen ästhetischen Ansätzen ableiten und wie sich entsprechende Übungen sinnvoll in die praktische Schreibvermittlung integrieren lassen.

Sommersemester 2026