Alle Lehrveranstaltungen

Übersicht für jedes Semester

Wintersemester 2021/22

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BA
MA
08:00
09:00
10:00
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15:00
16:00
17:00
18:00
19:00
20:00
Montag
Montag
Montag
"Grammar a title" (Gertrude Stein): Linguistische Dichtung
10:00 - 12:00
Dagmara Kraus
BA
Dagmara Kraus
Seminar
50/202

In ihrer linguistischen Spielart scheint experimentelle Poesie Grammatik nachgerade zu fetischisieren. Warnte Nietzsche noch vor dieser "Volks-Metaphysik", weil sie dem Denken fatale "Schlingen" lege, ist ohne eine eigentümliche (Schlingen-)Grammatik poetisches Denken vielleicht überhaupt gar nicht möglich. Autor*innen wie Miron Bialoszewski, Krystyna Milobedzka, Velimir Chlebnikow, Gerard Manley Hopkins oder Oskar Pastior machen es vor. Grammatikalische Begrifflichkeit kann im Gedicht textkonstitutiv sein, und zwar auf programmatische Weise dort, wo sie selbst in die Verse einzieht. In krassen Fällen wird Grammatik ohne Umschweife, nämlich als reine Struktur, als quasi-geometrische, diagrammatische Sprachlehre zu Dichtung, beispielhaft bei Álvaro Neto oder Léon Bollack und dessen wahnwitziger Spracherfindung. "I am a grammarian" bekennt Gertrude Stein und bringt mit diesem mehrfach in ihrem Werk wiederholten Satz eine allen grammatikaffinen Dichter*innen gemeinsame Grundhaltung auf den Punkt, der wir im Seminar anhand von Werken linguistischer Weltpoesie nachspüren werden.

Wissenschaftliches Arbeiten für Schreibende
10:00 - 12:00
Anna Eckert
BA
Anna Eckert
Seminar
50/402

Schreiben und Forschen - das Literaturinstitut steht für beides. In diesem einführenden Seminar betrachten wir den wissenschaftlichen Teil und die dort erforderlichen Arbeitstechniken für die Formen 'Hausarbeit' und 'Essay'. Folgende Themen werden wir besprechen: Konzentration, Themenfindung, Fragestellung, Literaturrecherche, Exzerpieren, Zitieren, Aufbau, Argumentation sowie Stil. Autobiografische und autofiktionale Texte dienen uns als Konkretisierung und Beispiel für literaturwissenschaftliche und produktionsästhetische Untersuchungen. Darüber hinaus wird Raum für eigene Fragen und Schwierigkeiten sein.

Kulturpraxis 2.0 - Der Fachbereich im Web
12:00 - 14:00
Werdet Teil der Redaktion für den offiziellen Blog des Fachbereichs 2
BA
Rosalie Schneegaß
Guido Graf
Seminar
online

Im Wintersemester 17/18 wurde „Kulturpraxis“ – der neue Blog des FB2 von Studierenden erdacht und seither stetig weiterentwickelt. Hier berichten die Redakteur*innen regelmäßig über ihr Leben auf und mit der Domäne, stellen Seminarinhalte oder die besten Partys der Region vor, reflektieren aktuelle Debatten oder präsentieren ihre künstlerischen Projekte. Ihr seid Schreiber*innen, Journalist*innen, Coder*innen, Fotograf*innen oder Designer*innen? Ihr wollt es lernen oder eure Medienskills schärfen? Oder habt ihr einfach gute Ideen wie wir „Kulturpraxis“ noch besser machen können? Dann werdet Teil unserer Online-Redaktion! Zusammen werden wir uns mit den Inhalten und Projekten des Fachbereichs beschäftigen: Berichtet, diskutiert, schreibt Texte, führt Interviews, portraitiert eure Dozent*innen, produziert Filme, macht Podcasts oder Fotostrecken... Alles ist denkbar, was das Netz und seine Möglichkeiten hergibt. Mixed Media at its best.
Kulturpraxis

Im gemeinsamen Seminar werden wir uns mit Erzählweisen und Strukturen von Blogs und multimedialen Erzählformen beschäftigen und euch einfache Tools an die Hand geben, mit denen ihr Geschichten und Beiträge im Web verwirklichen könnt, die am Ende des Seminars auf unserem Blog veröffentlicht werden.

Gerade im digitalen Semester brauchen wir neue Domäne-Geschichten! Im asynchron stattfindenden Seminar bekommt ihr einfache Tools an die Hand, mit denen ihr Beiträge im Web verwirklichen könnt. Dazu bekommt ihr wöchentlich Videos, Tutorials oder Materialien mit kleinen Aufgaben über unsere Arbeitsplattform Glip. Ziemlich bald werdet ihr anfangen, euch eigenen Beiträgen zu widmen. Meldet euch bis zum 17.10. im LSF an. In der ersten Semesterwoche bekommt ihr dann eine Einladungsmail zur Plattform mit weiteren Informationen.

Seminarleistung: Erfüllung der Übungsaufgaben Erarbeitung von mindestens zwei Blogbeiträgen

Modulabschluss: Umfangreiche journalistisch-praktische Arbeit inkl. Reflexion

Anthologie "Landpartie": Ein Buch entsteht
12:00 - 14:00
Jan Strümpel
BA
Jan Strümpel
Seminar
online

Im Herbst 2021 erscheint die neue "Landpartie", und in diesem Seminar entsteht sie: Wir sprechen über Kriterien und Techniken des Lektorierens und wenden sie an den eingereichten Texten praktisch an. Wir befassen uns mit allen Stationen des Büchermachens von der Konzeption über das Layout bis zum Druck. Am Ende stehen konkrete Einblicke in die Arbeit von Lektor*innen und den vielen anderen am Büchermachen beteiligten Menschen.

Einführung in das Elementare Schreiben
14:00 - 16:00
Thomas Klupp
BA
Thomas Klupp
Seminar
50/202

Zu den elementarsten Formen des Schreibens gehören die Notiz, die Skizze, das Protokoll, der Entwurf, das Fragment. In diesem Seminar wollen wir uns mit ihnen vertraut machen - vor allem durch die Entwicklung und Reflexion einer eigenen Praxis des Notierens, Skizzierens, Protokollierens und Entwerfens als Einstieg in das literarische und kulturjournalistische Schreiben.

Orte für Worte: Kreatives Schreiben in Theorie und Praxis
18:00 - 20:00
Annette Pehnt, Ulrike Bohle-Jurok
BA
Annette Pehnt, Ulrike Bohle-Jurok
Seminar
50/202, LN 014

In diesem Seminar, das in einer gemischten Gruppe (Lehramt Deutsch und Master LSL) unterrichtet wird (vgl. auch Veranstaltung 4919 Anmeldung LA), erarbeiten wir Konzepte und Methoden des Creative Writing. Dabei nutzen wir die erweiterte Perspektive des Team Teaching: Wir diskutieren den Ansatz sowohl im schulischen Kontext und als Methodenarsenal im DU als auch in Bezug auf die eigene akademische/wissenschaftliche wie literarische Schreibpraxis. Dabei nehmen wir vielfältige Praxisfelder zwischen Schule, Hochschule und Schreibwerkstatt in den Blick. Auch in unserer Gruppe wollen wir selbst Schreibimpulse, Werkstattformate und Feedbackformen ausprobieren und kritisch reflektieren.

Mehrere Einzeltermine, siehe LSF.

Dienstag
Dienstag
Dienstag
Literarische Morgengymnastik - online
BA
Annette Pehnt
Besprechung
A 102

Einmal pro Woche treffen wir uns, bevor der reguläre Unitag beginnt, zum gemeinsamen Schreiben. Mit einem Einstieg schreiben wir uns warm und verfassen kurze Texte - zweckfrei, spielerisch, wach.

Prosawerkstatt
10:00 - 12:00
Max Kowatsch
BA
Max Kowatsch
Seminar
27/103

Warum stockt das Tempo? Wie bekomme ich die Erzählinstanz aus den Gedanken der Hauptfigur? Was bedeuten Stoff und Sound füreinander? In moderierten Werkstattgesprächen arbeiten wir an Euren Texten, egal, ob es sich um längere oder kürzere Formen, um Fragmente oder autofiktionale Versuche handelt. Neben dem konstruktiv-kritischen Blick auf die eigenen Texte wollen wir dabei allgemeine Kriterien für den Umgang mit literarischen Texten entwickeln.

Schreib-Forschung: Eine Einführung
10:00 - 14:00
Annette Pehnt
MA
Annette Pehnt
Projektseminar
online

Schreiben geht seit jeher Hand in Hand mit der Selbstreflexion der Schreibenden. Was tun wir, wenn wir schreiben? Wie können wir eigene und andere Schreibweisen beschreiben und erforschen? Ausgehend von der antiken Poetik und Rhetorik erarbeiten wir produktionsästhetische Schlüsselbegriffe. Die Sitzungen vollziehen im Laufe des Semesters idealtypische Phasen eines Schreibprozesses von den ersten Notizen bis hin zur Überarbeitung und Präsentation des fertigen Textes nach und stellen jeweils thematisch passende Fachbegriffe vor.

Die Veranstaltung wird allen Erstsemestern empfohlen, kann aber etwa auch in Vorbereitung der Masterthesis als poetologische Selbstreflexion belegt werden.

Die Toten. Ein Podcast
12:00 - 14:00
Guido Graf
BA
Guido Graf
Seminar
27/103

Eine Stadt wie Hildesheim wird bald durch die Pandemie gestorben sein. Wer sind diese Toten? Wer werden sie gewesen sein? Wie funktioniert Erinnerung in der Pandemie? Was, wenn wir die Toten nicht nur als unsere Toten betrachten, sondern als unsere Zukunft, unser zukünftiges Selbst; und symmetrisch dazu die Gegenwart aus der Sicht der Toten. "Leben ist eine Übung im Sterben-Lernen" (A.F.Th. van der Heijden) Wie weit ragt der Ort der Toten in der Welt der Lebenden? Wir entwickeln gemeinsam einen kulturjournalistischen Podcast, der Gespräche mit Hinterbliebenen, Geräusche und anderes Soundmaterial versammelt und regelmäßig auf litradio.net veröffentlicht wird.

Literatur und Männlichkeiten
12:00 - 14:00
Toni Tholen
BA
Toni Tholen
Seminar
online

Die Erforschung von Männlichkeiten in der Literatur nimmt seit Jahren immer mehr an Fahrt auf. Das Seminar widmet sich der Einführung in theoretische Konzepte der literarischen Männlichkeitenforschung und gibt einen Überblick über das Themenspektrum. Zudem werden an ausgewählten Texten interpretatorische Zugänge erprobt.

Selbstfindungsreisen & Reisetagebücher
14:00 - 16:00
Jenifer Becker
BA
Jenifer Becker
Seminar
online

Im Seminar befassen wir uns mit Reisetagebüchern und Reiseliteratur im Spiegel medienhistorischer Veränderungen sowie soziologischer und postkolonialer Theorien. Gelesen wird stets mit (selbst-)kritischem Blick und unter der Berücksichtigung der (Re-)Produktion hegemonialer Narrative als auch Erzählperspektiven: Angefangen bei A. Humboldts Forschungsreisen durch die Tropen lesen wir uns mit kritischer Perspektive quer durch die westliche Kulturgeschichte hin zu Blogs, in denen Selbstfindungstrips nach Alaska zum Schlüssel zeitgenössischer Identitätsbildung werden. Integriert werden auch Video-Tagebücher & Vlogs.

Graphic Novels
16:00 - 18:00
Jenifer Becker
BA
Jenifer Becker
Übung
L 046

Im Zentrum des theoretisch als auch praktisch konzipierten Seminars stehen Graphic Novels. Betrachtet werden diese anhand genretheoretischer Aspekte sowie ihrer kulturgeschichtlichen Rezeption. Dabei gehen wir unter anderem der Frage auf den Grund, wie sich Graphic Novels überhaupt "schreiben" lassen. Integriert werden in die erzähltheoretisch ausgerichteten Analysen sowohl Graphic Novels, Comics als auch Mangas. Daran anknüpfend entwickeln wir im Praxisteil eigene Story-Ideen. Wir konzipieren Dialogpassagen und erproben uns an Storyboards. Ziel ist die eigenständige Ausarbeitung eines Graphic Novel-Konzepts.

Brechts Lyrik und die Folgen
16:00 - 18:00
Christian Schärf
BA
Christian Schärf
Seminar

Dass Bertolt Brecht einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts war, ist bekannt. Was er für die Transformation des europäischen Begriffs von Lyrik geleistet hat, wird seit langem diskutiert. Wie sich sein Bild als Lyriker und die Folgen, die aus seinem Dichten sich ergeben haben, von heute her ausnehmen, ist allerdings eine Frage, die neu gestellt werden muss und der wir in diesem Seminar nachgehen wollen. Wir wollen vor allem die Redegesten betrachten und beschreiben, die Brecht als Lyriker eingenommen hat, und damit seine Gedichte als performative Gebilde untersuchen, deren wesentlicher Vektor ein poetisch vermittelter Begriff des Politischen ist.

Kolloquium für Master-Studierende im Studiengang Kulturvermittlung mit dem Schwerpunkt Literaturvermittlung
16:00 - 18:00
Milena Röthig
BA
Milena Röthig
Seminar
online

Master-Studierende im Studiengang Kulturvermittlung mit dem Schwerpunkt Literaturvermittlung positionieren und diskutieren ihre MA-Projekte zum Thema "Neue Formen der Literaturvermittlung".

Das Kolloquium findet digital statt. Weitere Informationen folgen nach der persönlichen Anmeldung per E-Mail.

Moderne Lyrik
18:00 - 20:00
Christian Schärf
BA
Christian Schärf
Seminar
online

Wir wollen die Grundzüge der modernen Lyrik studieren, und zwar soweit wie möglich mit einem Blick auf die internationale Entwicklung. Herauszuarbeiten sind die innovativen Vorstöße auf der Ebene der Form und der Inhalte sowie die stil- und traditionsprägende Kraft der Modernität im Gedicht. Ein Fokus bleibt immer auch auf die Gegenwart gerichtet und auf die Frage, inwieweit Lyrik jetzt an die Moderne anschließt oder sich von ihr distanziert.

Mittwoch
Mittwoch
Mittwoch
Ränder. Theorien der Literatur II
10:00 - 12:00
Guido Graf
MA
BA
Guido Graf
Vorlesung
online

"In deinen Sätzen bist du an ihrem Rand" (Oskar Pastior). Schreiben ohne Zentrum und fern vom Eigenen, sondern immer als das Andere. Identitätsbegriffe, die nur von den Rändern her gelesen werden können. Sätze am Rand der Sätze und die Konturen literarischer Praxis als soziale Poetik. Ungehörte Stimmen, von jetzt, von morgen, von vorgestern, Stimmen, ohne die uns Hören und Sehen vergeht, erzählen von den Rändern her. Für eine andere Literatur, für andere Literaturen und andere Theorien von Literatur, für ein anderes Lesen und Schreiben.

1. (asynchron) Die Vorlesung wird wöchentlich als Podcast veröffentlicht. Dazu gibt es weiterführende Materialien im Learnweb.
2. (synchron) Es gibt ein begleitendes Lektüre-Seminar.

Phänomenologisches Schreiben
10:00 - 12:00
Christian Schärf
MA
Christian Schärf
Seminar
online

Im Anschluss an das Seminar aus dem Sommersemester 2021 "Phänomenologie für Schreibende" wollen wir in diesem Seminar Schreibweisen untersuchen, die sich dem Gedankenkosmos der Phänomenologie verpflichtet sehen bzw. aus ihm hervorgehen. Dabei geht es um drei Typen des Schreibens: 1. Wissenschaftlich deskriptiv, 2. Philosophisch, 3. Poetisch. Es wird darum gehen, Fremdtexte zu lesen und kritisch zu besprechen und eigene Texte einzubringen.

Artistic Research - künstlerische Forschung
10:00 - 12:00
Annette Pehnt
BA
Annette Pehnt
Vorlesung
A 102

Was tun wir eigentlich, wenn wir schreiben? Was wissen wir schon, was finden wir erst heraus, was bringen wir hervor? Kunst kann nicht nur (in den Kunstwissenschaften und Philologien) erforscht werden, sondern selbst ein forschendes Medium sein. In der bildenden Kunst und an den Kunstakademien hat sich künstlerische Forschung inzwischen als eigene wissensgenerierende Praxis etabliert. Was können wir als Schreibende mit artistic research anfangen? Welche Erkenntnisformen bringt Literatur hervor, was wollen wir mit welchen Mitteln erforschen? Wir beschäftigen uns mit dem theoretischen Ansatz, mit Begriffen wie 'Praxis', 'Poetik' und 'ästhetischem Denken' und entwickeln dann eigene literarische Forschungsszenarien. Vielleicht könnten sich daraus auch Ideen für BA.-Arbeiten ergeben.

Lektüren an den Rändern. (Theorien der Literatur II)
12:00 - 14:00
Guido Graf
BA
Guido Graf
Seminar
online

Begleitende Lektüren und Gespräche zur Vorlesung "Ränder. Theorien der Literatur II" (2202).

Der realistisch erzählte Kinder- und Jugendroman in Kooperation mit dem Mixtvision Verlag
14:00 - 18:00
Milena Röthig
BA
Milena Röthig
Seminar
50/402

Im Seminar wollen wir den realistischen Kinder- und Jugendroman in den Blick nehmen und uns insbesondere mit der Zielgruppe Early Teens (ab 11-12 Jahren) befassen. Was zeichnet Romane für diese Zielgruppe aus? Wir lesen gegenwärtige Texte und sprechen über Perspektive, Themen, Trends, Figuren und Sprache. Anschließend werden auch wir eine erste Skizze und Textprobe eines realistischen Jugendromans für Early Teens entwickeln oder an bereits bestehenden Projekten weiterarbeiten. Mit Lena Frenzel, Programmleiterin beim Mixtvision Verlag, kommen wir ins Gespräch: Wie entstehen Kinder- und Jugendbuchprojekte im Mixtvision Verlag? Warum ist die klare Zielgruppenorientierung so wichtig und was kennzeichnet erfolgreiche Literatur für Early Teens aus Verlagssicht?

Hybrid-Veranstaltung

Donnerstag
Donnerstag
Donnerstag
Die Idee des Romans
10:00 - 12:00
Christian Schärf
BA
Christian Schärf
Vorlesung
online

Die Vorlesung stellt die Frage nach der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Romans als Idee und Projekt seit dem 17. Jahrhundert. Die Antwort erfolgt genealogisch, über unterschiedliche ideengeschichtliche Zeitmarken bis in die Gegenwart. Interessant wird nicht nur sein, was die Autoren und Autorinnen im Roman gesehen oder was die jeweiligen Zeitgenossen vom Roman erwartet haben. Vielmehr geht es um das kulturelle Phänomen der Reproduktion einer produktiven Idee und einer medialen Strategie über die Epochen. Insbesondere Schreibweisen der Jetztzeit sollen im letzten Teil der Vorlesung in den Vordergrund gerückt und die Frage gestellt werden, inwieweit sie dieser Geschichte noch angehören oder sich bereits davon entfernt haben.

Anthologie "Blauer Salon": Ein Buch entsteht
10:00 - 12:00
Jan Strümpel
MA
Jan Strümpel
Seminar
51/02

Im Frühjahr 2022 erscheint wie schon seit einigen Jahren der "Blaue Salon", die Drittsemester-Anthologie der Master-Studierenden. In diesem Seminar entsteht sie: Wir sprechen über Kriterien und Techniken des Lektorierens und wenden sie an den eingereichten Texten - Projektauszug, Exposé und Kurzbiografie - praktisch an. Wir befassen uns zudem mit allen Stationen des Büchermachens von der Konzeption über das Layout bis zum Druck. Das geht prinzipiell auch dezentral, aber hoffen wir darauf, endlich wieder im Seminarraum beisammensitzen zu dürfen.

Kolloquium für Master-Studierende im Studiengang Kulturvermittlung mit dem Schwerpunkt Literaturvermittlung
10:00 - 16:00
Milena Röthig
MA
Milena Röthig
Seminar
N 436

Master-Studierende im Studiengang Kulturvermittlung mit dem Schwerpunkt Literaturvermittlung positionieren und diskutieren ihre MA-Projekte zum Thema "Neue Formen der Literaturvermittlung".

Zwei Einzeltermin. Nähreres im LSF.

Praktische Einführung in Webredaktion und Social-Media
13:00 - 16:00
Gabriel Dörner
BA
Gabriel Dörner
Seminar
50/202

Ob Museum, Theater oder Bibliothek – viele klassische Kultureinrichtungen haben inzwischen erkannt, dass hauseigene mediale Berichterstattung und Kommunikation über soziale Netzwerke heutzutage ein Muss sind. Zahlreiche Berufsbilder im kulturellen Bereich erfordern daher einen versierten Umgang und Vorerfahrungen im Bereich der öffentlichen Kommunikation über digitale Medien. Dieser Kurs bietet dir Handwerkszeug und eine Spielwiese, um notwendige Skills der Webredaktion und Social-Media-Nutzung zu entwickeln, zu schärfen und zu erweitern.

Anhand von Inhalten und Projekten des Fachbereichs 2 erarbeiten wir gemeinsam spannende Formate und stellen sie der Öffentlichkeit vor: Wir berichten, diskutieren, schreiben Texte, führen Interviews, portraitieren unsere Dozent*innen, produzieren Filme, machen Podcasts oder Fotostrecken... Alles ist denkbar, was das Netz hergibt. Mixed Media at it’s best. Dazu stehen uns zwei mediale Plattformen zur Verfügung, die wir gemeinsam (weiter) entwickeln wollen:

Schon länger etabliert ist der Blog »Kulturpraxis«, der im Wintersemester 2017/18 von Studierenden erdacht und seither stetig gewachsen ist. Hier wird seither regelmäßig über unser Leben auf dem Kulturcampus, Seminarinhalte oder die besten Partys der Stadt berichtet, über aktuelle Debatten reflektiert oder künstlerische Projekte besprochen. Dazu gesellt sich seit dem Frühjahr ein Instagram-Account. Er soll vor allem dem jungen Publikum vom Leben auf unserem Kulturcampus erzählen – und weil der Kanal noch so jung ist, stehen uns alle Türen offen, ihn nach Herzenslust zu bespielen!

Hast du Lust,
• journalistisches Schreiben für die Öffentlichkeit zu trainieren?
• deine Medien- und Redaktionsskills schärfen?
• zu lernen, ansprechenden Content für Webseiten und Social Media zu entwerfen?
• medienwirksam über ein Thema berichten, das dir besonders am Herzen liegt?


Dann bist du hier genau richtig.

14täglich

Kolloquium zum Schreibprojekt (MA 2.+3. Semester)
14:00 - 18:00
Annette Pehnt, Dagmara Kraus, Stephan Krass, Jan Strümpel, Jacob Teich
MA
Annette Pehnt, Dagmara Kraus, Stephan Krass, Jan Strümpel, Jacob Teich
Kolloquium
2/006

In dieser Veranstaltung werden Schreibforschungsprojekte in Einzelgesprächen zwischen den Studierenden und ihren Mentor_innen betreut. Ergänzt werden die Mentorate durch regelmäßig stattfindende Kolloquien, in denen Textauszüge, poetologische Reflexionen, Methoden der Recherche sowie Arbeitstechniken in kleinen Gruppen diskutiert werden.

Kurze Prosa
14:00 - 16:00
Christian Schärf
BA
Christian Schärf
Übung
online

Die Veranstaltung findet als Projektseminar statt. Sie besteht aus einem Seminar und einer Übung und wird als vierstündiges Projektseminar gewertet. Wir werden kurze Prosatexte verfassen und diese in inhaltlicher und formaler Hinsicht diskutieren. Dabei handelt es sich nicht um Aufzeichnungen oder Notizen, sondern um Versuche, kleine Formen zu entwickeln, die bereits den Charakter von Erzählungen haben oder die Dimension kurzer Essays annehmen. Begleitende Lektüren werden in das Feld der kurzen Prosa hineinführen.

Digital Humanities
14:00 - 16:00
Fritz Kliche
BA
Fritz Kliche
Seminar
online

Eine Veranstaltung des "Labors für Digitale Textpraxis"

Freitag
Freitag
Freitag
Verschwörungsideologien. Sprache, Funktion und digitale Gegenstrategien
10:00 - 18:00
Elena Ziegler
BA
Elena Ziegler
Seminar
online

In diesem Seminar setzen wir uns intensiv mit der Sprache von Verschwörungsideolog*innen im Internet auseinander. Wir stürzen uns ins Rabbit Hole, knacken Sprachcodes, finden Ursprünge und decken Verbindungen innerhalb der Szene auf. Vor allem versuchen wir aber Gedanken zu digitalen Gegenstrategien zu entwickeln, zu formulieren und zu diskutieren. Dazu probieren wir uns in Kleingruppen praktisch aus und reflektieren die eigenen Arbeitsfortschritte in der Gruppe. Das Ziel ist es hierbei, nach eingehender Beschäftigung mit der Beschaffenheit der Sprache, erste eigene Konzepte zu entwickeln. Technische Vorkenntnisse sind für die Veranstaltung nicht notwendig.

Eine Veranstaltung des "Labors für digitale Textpraxis"

Erstsemesteranthologie
10:00 - 12:00
Anthonie Partheil, Natalia Wiedmann
BA
Anthonie Partheil, Natalia Wiedmann
Übung
2A/004

Die Übung für alle Erstsemester des Studiengangs 'Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus' bietet ein Testgelände für den Einstieg in die Schreibpraxis am Literaturinstitut und fokussiert zum einen die Förderung der individuellen Schreibprozesse der Teilnehmer_innen, zum anderen die (Weiter-)Entwicklung eines kritischen Blickes auf literarische Texte allgemein. Nach einer Einführung in die Theorien des Kreativen Schreibens arbeiten die Teilnehmer_innen im Rahmen von Textwerkstatt-Situationen an ihren eigenen Textbeiträgen, eignen sich dramaturgische und schreibhandwerkliche Grundkenntnisse an und üben sich im konstruktiven Sprechen über Eigen- und Fremdtexte. Am Ende des Semesters steht die Veröffentlichung der Texte in der namensgebenden Anthologie. Einen ergänzenden, spezifischen Einblick in das Feld der Herausgeber_innenschaft bietet darüber hinaus das studentische Herausgeber_innen-Team der Anthologie."

Werkstatt Szenisches Schreiben
12:00 - 16:00
Saskia Nitsche
BA
Saskia Nitsche
Übung
G 209

Im Mittelpunkt der Werkstatt stehen die dramatischen Texte der Studierenden. Erste Stückentwürfe werden unter dem Blickwinkel dramenspezifischer Anforderungen untersucht. Dabei stellen Performativität, Dramaturgie, Form und Sprache sowie inhaltliche Relevanz für die Bühne nur einige der Aspekte dar, die wir betrachten werden. Zudem wird es darum gehen, die dramaturgische Analysefähigkeit zu schulen und Werkzeuge kennenzulernen, mithilfe derer sich produktiv auf szenische Texte zugreifen lässt.

Schreiben und Veranstalten für Kinder und Jugendliche
12:00 - 18:00
Dita Zipfel
BA
Dita Zipfel
Seminar
N 009

Wie schreibt man für Kinder und Jugendliche? Welche Veranstaltungsformate eignen sich für diese Zielgruppe? Wie veranstaltet man im Literaturhaus, wie in der Schule? Gegenstand des Seminars ist zunächst die ausführliche Analyse ausgewählter Kinder und Jugendliteratur. Im Weiteren wird es um die Entwicklung spezieller Veranstaltungsformate für Kinder und Jugendliche gehen. Dabei sollen die speziellen Anforderungen der Veranstaltungsorte Literaturhaus und Schule herausgearbeitet werden.
Ziel des Seminars ist es, eine Literaturveranstaltung zu konzipieren und ggf. auch umzusetzen.

Einzeltermine

"Ich schreibe, weil ich von den Wörtern, die ich vorfinde, keine will." Roland Barthes und Literatur als Reflexion.
14:00 - 18:00
Senthuran Varatharajah
MA
Senthuran Varatharajah
Seminar
I 010, 50/402, N 007, 50/202

In Die Lust am Text schreibt Roland Barthes: "Die Sprache, die ich in mir selbst spreche, ist nicht von meiner Zeit; sie ist ihrer Natur nach dem Ideologieverdacht ausgesetzt; gegen ihn muß ich also kämpfen." Auch unsere Vorstellung von Literatur ist dem Ideologieverdacht ausgesetzt. Das Seminar Ich schreibe, weil ich von den Wörtern, die ich vorfinde, keine will möchte gegenwärtige Formen literarischer Ideologien mit Hilfe eines genauen Studiums von Roland Barthes Die Lust am Text und Am Nullpunkt der Literatur untersuchen. Wie könnte eine Idee von Literatur und literarischem Schreiben als sensibler Reflexion künstlerischer und gesellschaftlicher Konstellationen und Imaginationen durch poetische Mittel aussehen? Wie können wir anders schreiben, ohne uns auf etablierte Formen des Erzählens und ihre Gewalt verlassen zu müssen? Die Texte Barthes sollen Grundlage und Anlass zu einem Gespräch über eine andere Literatur sein - im Bewusstsein von Tradition und Konvention.

Alle Einzeltermine und zugeordneten Räume bitte im LSF in Erfahrung bringen!

In einem literarischen Verlag arbeiten
14:00 - 19:00
Klaus Siblewski
MA
Klaus Siblewski
Seminar
46/006

Jede/r Lektor_in kennt das Zögern, dass sie bzw. ihn befällt, kurz bevor sie/er ein Manuskript von ihrem/seinem Schreibtisch nimmt, mit diesem Manuskript zur Herstellungsabteilung des Verlags geht und aus dem Manuskript ein Buch wird. Die/Der Lektor_in überlegt zurück, ob die Arbeit am Manuskript zu einem guten Resultat geführt hat, und denkt voraus: Wie soll das Buch beschaffen sein? Soll daraus ein Taschenbuch, ein Paperback oder besser ein gebundenes Buch werden? Welche Schrift, welches Format passt zum Manuskript; mit welchen Umschlag- und Klappentexten kann das Buch in der literarischen Öffentlichkeit bestehen und für Aufmerksamkeit sorgen? Diese und andere wichtige Fragen, die bei der Produktion eines Buchs eine wichtige Rolle spielen, werden an ausgewählten Manuskripten und Buchbeispielen im Detail erörtert und fachgerecht durchgespielt.

Postkolonialismus und Übersetzen: Das Dazwischen
16:00 - 19:00
Claudia Hamm
MA
Claudia Hamm
Seminar
50/202, 2a/004

Der Kulturwissenschaftler Homi Bhabha spricht vom Raum des Dazwischen, den Übersetzungen schafften, von der Macht der Sprache, die imstande sei, "neue, hybride Formen einer Präsenz des Anderen im Eigenen" zu schaffen. Wie aber zeigt sich das konkret in der übersetzerischen Praxis? Was heißt das für Texte, Sprachen und Kulturtatsachen, die in einem postkolonialen Kontext stehen? Sprachliche Mittel können Machtsysteme reproduzieren oder unterlaufen. Übersetzende haben hier Entscheidungen zu treffen, die ethischer und politischer Natur sind. Nach einem kurzen Einblick in prominente postkoloniale Übersetzungstheorien (z.B. Homi Bhabha, Gayatri Spivak, Édouard Glissant, Achille Mbembe) wollen wir anhand von verschiedenen jüngeren Übersetzungen (z.B. von Miriam Mandelkow, Patricia Klobusicky, Beate Thill, Pieke Biermann, Claudia Hamm) Formen einer praktischen und kreativen "Kreolisierung" des Deutschen untersuchen und in einem nächsten Schritt mit ausgewählten Texten selbst praktizieren. Was für Sprachformen entstehen dabei? Welche übersetzerischen Strategien bieten sich an? Was bedeutet das für den Status von übersetzter Literatur als Text mit mindestens zwei Autor_innen?

Samstag
Samstag
Samstag
Lyrik vermitteln
10:00 - 16:00
Arne Rautenberg
MA
Arne Rautenberg
Seminar
N 009

Die Vermittlung von Lyrik erfordert eigene Kompetenzen, Konzepte und Formate, insbesondere, wenn Kinder und Jugendliche angesprochen werden sollen. Wir wollen gemeinsam Wege finden, mit innovativen Lyrikveranstaltungsformaten Kinder und Jugendliche anzusprechen. Im Seminar konzentrieren sich die Studierenden zunächst auf die umfassende Recherche und Analyse des Lyrik-Veranstaltungsbetriebes, bevor sie dann eigene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche am Literarischen Zentrum Göttingen planen und umsetzen (z.B. kleines Kinderlyrikfestival). Ein weiterer Bestandteil des Seminars wird sein, das Moderieren von Lyrikveranstaltungen zu erlernen und zu erproben - denn eine gekonnte Vermittlung des Bühnengeschehens an das Publikum ist der erste Schritt hin zu einer umfassenderen Kompetenz in der Literaturvermittlung an Kinder und Jugendliche. Das Seminar wird von einem Tandem aus Lyriker*in und Veranstalter*in (Mitarbeiterin des Literarischen Zentrums Göttingen) unterrichtet.

Vorlesen lernen
10:00 - 16:00
Onno Grohmann
MA
Onno Grohmann
Übung
N 007, N 010

Texte schreiben ist eine Kunst. Sie dann selbst vorzulesen eine andere, neue Herausforderung. Ob im kleineren Rahmen oder gar für den Wettbewerb - immer häufiger findet der erste Kontakt mit den eigenen Leser_innen über das "Vorlesen" statt. Die künftigen Leser_innen werden erst einmal zu "Publikum". Der Kurs möchte auf diesen Umstand vorbereiten und die Autor_innen zu stimmigen Entscheidungen in der Vortragsgestaltung führen. Grundlagen in der Atem-, Stimm- und Sprechschulung, Kriterien der Textführung und der Umgang mit Publikum in Ansprache und Kontaktverhalten sind die Bausteine dazu. Es ist daher wünschenswert, dass die Teilnehmer_innen selbst schreiben und anhand eigener Texte arbeiten.

Das weniger coole Thema ist Klasse: Can the Subaltern tweet?
10:00 - 18:00
Daniel Sigge
BA
MA
Daniel Sigge
Seminar

Das Internet, der Ort an dem marginalisierte Akteur*innen eine Stimme bekommen. Wer in traditionellen Medien keine Wahrnehmung erhält, kann auf Algorithmen surfen, posten, uploaden, kommentieren, teilen und sich eine Community aufbauen. Resonanz erfahren. But wait a second. Bieten digitale Spaces wirklich die heterotope Performance, in der alle sprechen dürfen?

"Das weniger coole Thema ist Klasse" sagte Literaturwissenschaftlerin bell hooks im Bezug auf die intersektionalen Gebiete der Identitätspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Dabei ging es ihr nicht um ein Ranking (alles ist verwoben), sondern um Klarstellung: Im Gegensatz zu etwa Gender oder Race geht es bei der Klassenfrage nicht um das Stärken der eigenen Festung, sondern um Auswege aus dieser. Niemand möchte ohne ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital bleiben.
br> Im Seminar kreuzen wir Gegenwartsliteratur mit Netzkultur. Wir diskutieren Texte und Postings über soziale Herkunft und recherchieren, was es bedeutet, über Klassismus berichten zu dürfen. Bietet die Digitalität Lösungsvorschläge, in denen sich das Prekariat äußern und Arbeiter*innen ästhetisieren können? In Kollaborationen soziale Mobilität erkämpfen? Wie funktioniert Social Activism im Netz? Wie klassen:un:sensible Sprache? Welche Räume der Macht herrschen - unter dem Glas des Smartphone-Displays? - im Social Space? - in (das war ja jetzt wohl allen klar) Deutschland?

Blockveranstaltung

Eine Veranstaltung des "Labors für digitale Textpraxis"

Blockveranstaltungen
Blockveranstaltungen
Blockveranstaltungen
Drehbuchschreiben - Filmideen und ihre Umsetzung
12:00 - 19:00
Jan Berning
BA
Jan Berning
Seminar
51/02

Zu Beginn der Arbeit an einem Drehbuch stehen die Fragen: Welches Genre will ich erzählen? Was ist meine Prämisse? Wie komme ich von einer thematischen Idee oder einer Figur zu einer funktionierenden Logline und dem Handlungsbogen meiner Geschichte? Im Seminar beschäftigen wir uns mit Grundlagen der Spielfilmdramaturgie und der Arbeit an Filmfiguren. Wir entwickeln jeweils eigene Ideen, überprüfen behutsam ihr Potential in verschiedenen Genres und entwerfen erste Plotskizzen. Vertiefend widmen wir uns den Themen Figurenpsychologie (Drama), komische Perspektive (Komödie) und Suspense (Krimi-/Thriller).

Wintersemester 2021/22
X
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