Literarischer Salon

Der Literarische Salon ...

... ist eine Veranstaltungsreihe des Lese- und Schreibzentrums und kennt zwei Formate:
In Lesungen stellen uns Autoren und Autorinnen ihre aktuellen Werke vor und stehen in offener Atmosphäre Rede und Antwort.
In Literarischen Gesprächen widmen wir uns gemeinsam je einer Neuerscheinung und – unter dem Motto „Dichter dran!“ – einem Klassiker. Alle Leser und Leserinnen sind herzlich eingeladen, an unserem Salon-Dialog teilzunehmen – Lieblingsstellen dürfen gern mitgebracht und vorgelesen werden.

Die Veranstaltungen sind eintrittsfrei und offen für jedermann. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen und Euch ins Gespräch zu kommen.


Einladung zum Literarischen Salon: Programm im Wintersemester 2021/2022

Plakat zum Literarischen Salon im WiSe 2021/2022

 

Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung:
Sharon Dodua Otoo: Adas Raum

24.11.2021, 18 Uhr, LN 014 (Bühler-Campus)

In „Adas Raum“ werden Lebensgeschichten von Frauen über zeitliche und räumliche Ebenen hinweg verbunden. Alle Adas im Roman stehen individuellen Herausforderungen gegenüber und teilen doch kollektives Leid, dem sie sich mit kollektivem Widerstand entgegensetzen. Erzählt werden ihre Geschichten, in denen selbst der Weltgeist vorkommt, auch von leblosen Objekten wie einem Besen – oder versteckt sich der Weltgeist gleich in diesem?

Der lang erwartete und viel beachtete Roman der britisch-deutschen Autorin mit ghanaischen Wurzeln und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin des Jahres 2016, Sharon Dodua Otoo, erschien Anfang 2021.

 

Lesung und Gespräch
Luc Degla: Die Zugvögel

08.12.2021, 18 Uhr ► verschoben ins Sommersemester 2022

In Luc Deglas autofiktionalen Texten spielen die Schauplätze seines Lebens, Benin, Moskau und Braunschweig, eine ebenso prominente Rolle wie po­etologische Reflexionen, der deutsch­sprachige Literaturbetrieb und inter­nationales studentisches Leben.

Der Titel des Erzählbands „Die Zugvö­gel“ symbolisiert die Unrast bei der Suche nach einem sicheren Rückzugs­ort. Die Erzählungen thematisieren, sehr häufig mit einem Augenzwin­kern, das Leben über Länder- und Sprachgrenzen hinweg, Freundschaft sowie die (Un)Möglichkeiten einander zu verstehen.

Wir freuen uns auf das Gespräch mit dem Autor.

 

Lesung und Gespräch
Dita Zipfel: Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte

12.01.2022, 18 Uhr ► online über BigBlueButton: https://bbb.uni-hildesheim.de/b/sim-tvy-3jk

Dita Zipfels Jugendroman „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ wurde 2020 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Mutige Heldin des Romans ist die 13-jährige Lucie Schmurrer, die so schnell wie möglich von Zuhause ausziehen möchte. Um Geld zu verdienen, meldet sie sich auf ein Angebot als Hundesitterin. Der Hundebesitzer Herr Klinge sucht in Wirklichkeit jedoch einen Ghostwriter für sein skurriles Kochbuch. Die beiden Figuren könnten gegensätzlicher nicht sein und finden doch auf merkwürdige Art zueinander.

Wir freuen uns auf das Gespräch mit der Autorin und Gründerin des Huckepack Verlags.

 

Dichter dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker
Anna Seghers: Das Ende

26.01.2022, 18 Uhr ► online über BigBlueButton: https://bbb.uni-hildesheim.de/b/jen-ook-p7e-deu

Der im Lager Piaski gefürchtete SA-Mann Zillich lebt nach dem Ende des Dritten Reichs zurückgezogen auf seinem Hof. Als der ehemalige Häftling Volpert ihn erkennt, wird Zillich zum Gejagten, zum Ausgestoßenen einer Welt, die nicht mehr seine ist.

Anna Seghers stellt sich bereits 1945 der Herausforderung, Täterschaft zu erzählen. Mehr als ein abstraktes System, steht dabei der Einzelne, das überzeugte Rädchen im Getriebe, der unreflektierte Befehlsausführer im Fokus. „Das Ende“ portraitiert nicht nur einen der vielen schuldig Gewordenen, sondern auch eine Zeit, in der sich eine ganze Gesellschaft neu ordnen muss.