Literarischer Salon

Der Literarische Salon ...

... ist eine Veranstaltungsreihe des Lese- und Schreibzentrums und kennt zwei Formate:
In Lesungen stellen uns Autoren und Autorinnen ihre aktuellen Werke vor.
In Literarischen Gesprächen widmen wir uns gemeinsam je einer Neuerscheinung und einem Klassiker. Alle Leser und Leserinnen sind herzlich eingeladen, an unserem Salon-Dialog teilzunehmen – Lieblingsstellen dürfen gern mitgebracht und vorgelesen werden.

Aufgrund aktueller Kontaktbeschränkungen können die Veranstaltungen nicht wie gewohnt in der Leselounge der Bibliothek stattfinden. Dennoch wollen wir den Salon nicht ausfallen lassen und an vier Terminen virtuell mit Euch und Ihnen ins Gespräch kommen. Die Lesungen und Gespräche finden digital über eine Videokonferenz-Plattform statt. Alle Interessierten werden gebeten, sich per Mail bei Friederike Thorns anzumelden (thorns(at)uni-hildesheim.de).
Die Daten für die Video-Konferenz werden wir Ihnen dann am Veranstaltungstag an die hinterlegte E-Mail-Adresse senden. Eine Teilnehmerbegrenzung besteht nicht.


Einladung zum Literarischen Salon: Digitales Programm SoSe 2021

Digitales Salongespräch mit Selim Özdogan (19. Mai, 18 Uhr)
Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
Yoga, Drogen, Musik oder das Zapfen von Träumen – Özdogans Texte sind vielschichtig­. Nur manche haben einen Türkei-Bezug. In Wieso Heimat, ich wohne zur Miete (2016) zieht der Student Krishna Mustafa, von seiner Freundin Laura mit der Begründung verlassen, seine Identität noch nicht gefunden zu haben, aus Freiburg nach Istanbul, um eben diese zu suchen. Aus ironischer Distanz wird vorgeführt, wie Stereotype funktionieren und Identitäten zugeschrieben werden. Angesichts identitätspolitischer Debatten ein höchst aktueller Text, der spielerisch zur Diskussion einlädt. Wir freuen uns auf das Gespräch mit dem Autor.

Anmeldung per Mail bis zum 14. Mai

 

Dichter dran!
Literarisches Gespräch zu einem Klassiker
(16. Juni, 18 Uhr)
Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen
„Nein, von viel weiter her. Aus Europa.“, antwortet die aus Deutschland geflüchtete Ich-Erzählerin dem Wirt einer mexikanischen Pulqueria zu Beginn von Seghers‘ berühmter Erzählung. Mitten in der mexikanischen Wüste findet sich die Exilantin am Rhein in einem Schulausflug ihrer eigenen Mädchenklasse wieder. Surrealistisch und scharfsichtig durchforscht die Erzählerin die Frage nach Heimat und Menschlichkeit im Angesicht von Krieg und Holocaust. Mit der Erinnerung an den Auftrag einen Aufsatz über den Schulausflug zu schreiben, begründet Seghers’ ihre Autorschaft nach 1945 neu. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.

Anmeldung per Mail bis zum 11. Juni

 

Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung (30. Juni, 18 Uhr)
Anna Grudova: Das Alphabet der Puppen
In dreizehn Texten verwebt Anna Grudova in ihrem Debüt Seltsames und Groteskes zu einer stimmungsvollen Weird Fiction. Beim Lesen öffnen sich dystopische Miniaturen wie Konservendosen, in denen man die Schicksale sonderbarer Figuren und Objekte aufbewahrt findet. Dem Bizarren haftet dabei stets auch das Aroma des Altbekannten an, das hier stilistisch – subtil bis drastisch – auf seine Schattenseiten abgeklopft wird. Oft stiften toxische Geschlechterverhältnisse die thematische Basis für eine ironisch-scharfsinnige Bearbeitung. Triggerwarnung: Hieraus folgt, dass stellenweise Sex und Gewalt zur Darstellung kommen.

Anmeldung per Mail bis zum 25. Juni

 

Ausgezeichnet!
Digitales Salongespräch mit Christine Knödler
(14. Juli, 18 Uhr)
Jährlich erscheinen zahlreiche neue Titel der Kinderliteratur auf dem Buchmarkt. Den Überblick zu behalten ist schwer. Eine Orientierung bieten Literaturpreise, die einige wenige Titel auszeichnen. Aber welche Titel werden warum ausgezeichnet und wie haben sich die Ansprüche an ‚ausgezeichnete‘ Literatur verändert? Darüber soll mit Christine Knödler (freie Journalistin und Kritikerin) anhand ausgezeichneter Kinderomane diskutiert werden: u.a. Der kleine Wassermann (Preußler, 1956), Rico, Oskar und die Tieferschatten (Steinhöfel, 2004), Anton taucht ab (Baisch, 2011). Wir freuen uns auf das Gespräch mit der Kritikerin!

Anmeldung per Mail bis zum 9. Juli.