Leichte Sprache in der Schule – Forschungsstelle schult niedersächsische Lehrkräfte beim Landesforum Medienberatung

Montag, 14. März 2016 um 10:28 Uhr

Im Februar lud das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) Hildesheim zum Landesforum Medienberatung nach Braunschweig. Unter dem Motto „Digital Deutsch lernen“ führte die Forschungsstelle Leichte Sprache verschiedene Workshops zum Einsatz Leichter Sprache im Unterricht durch.

In ihrer Eigenschaft als Medienberater(innen) für niedersächsische Schulen trafen sich kürzlich drei Tage lang Lehrer(innen) zur Fortbildung und Qualitätsoptimierung in Sachen digitale Medien. Im Schwerpunkt „Digital Deutsch Lernen“ wurde am zweiten Tag der Veranstaltung der Einsatz digitaler Medien in der Sprachbildung thematisiert. Gerade angesichts der enormen Aufgabe von Inklusion und der Integration von Schüler(inne)n ohne Deutschkenntnisse kann der Einsatz Leichter Sprache für Lehrer(innen) und Schüler(innen) ein wichtiges Hilfsmittel auf dem Weg zu Chancengleichheit oder dem Erlernen des Deutschen als Zweitsprache sein. Nach dem Einstiegsvortrag von Professorin Christiane Maaß „Leichte Sprache als Weg zur Teilhabe“ konnten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops neben dem hauseigenen NLQ-Projekt „Digital Deutsch lernen“ auch die Möglichkeiten des Einsatzes Leichter Sprache im Unterricht kennenlernen.

Fast das gesamte Team der Forschungsstelle Leichte Sprache war vertreten und bearbeitete in vier thematisch abgegrenzten Workshops mit den Teilnehmenden die Fragen: Wie kann man im Kontakt mit Schüler(innen) ohne Deutschkenntnisse Translator-Apps so nutzen, dass sie brauchbare Übersetzungen erzielen? Wie kann man sprachliche Hürden in Mathematikaufgaben abbauen, ohne dabei fachliche Vereinfachungen vorzunehmen? Wo können in Schulbuchtexten Verstehensprobleme auftauchen und wie kann man das besser machen? Wo findet man bereits Texte in Leichter Sprache online und woran erkennt man, ob sie von guter Qualität sind? 
Im Austausch mit den Lehrkräften konnte außerdem auch das Team der Forschungsstelle wertvolle Einblicke in den schulischen Alltag und die praktischen Herausforderungen im Umgang mit nichtmuttersprachlichen oder wenig texterfahrenen Schüler(innen) gewinnen.