Christiane Maaß diskutiert in Berlin über die Notwendigkeit von verständlicher Sprache in der Justiz

Freitag, 10. Februar 2017 um 10:33 Uhr

Am 16. Januar luden die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz und Staatssekretär Michael Rüter zu einem Diskussionsabend mit dem Thema "Verständliche Sprache in der Justiz – Widerspruch oder Notwendigkeit?" ein. Unter den Experten_innen der Runde befand sich auch Prof. Dr. Christiane Maaß, Leiterin der Forschungsstelle Leichte Sprache.

Das Interesse am Thema war groß und so fanden sich in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin rund 160 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, aber auch Vertreter von Interessenverbänden wie dem Bundesverband der Dolmetscher_innen und Übersetzer_innen sowie von Behindertenverbänden zusammen. Neben Prof. Dr. Christiane Maaß waren auch Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Anikar Haseloff, Geschäftsführer H&H Communication Lab (Ulm), Stefan Hesse, Direktor des Amtsgerichts Hildesheim sowie Rainer Petzold, Präsident Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamt, als Experten geladen.

Das Besondere der Veranstaltung war das außergewöhnliche Diskussionsformat. Nach kurzen Einführungen der Gastgeber_innen ging es für die Mitwirkenden nämlich ab ins „Goldfischglas". Die Expert_innen nahmen auf Sesseln in der Mitte Platz, während sich das Publikum im Kreis um die Diskutanten versammelte. Der letzte Sessel blieb frei und wurde abwechselnd mit Freiwilligen aus dem Publikum besetzt, die sich so mit eigenen Fragen und Anregungen an der Diskussion beteiligen konnten. Das „Fish Bowl“- Prinzip stellt sicher, dass die Expert_innen wirklich auf die Fragen des Publikums eingehen und nicht vorrangig ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Inhaltlich drehte sich die Diskussion rund um die Umsetzbarkeit von juristischen Inhalten in Leichter Sprache und um die rechtlichen Fragen, die damit verbunden sind. Christiane Maaß berichtete über die Erfahrungen des Modellprojekts der Forschungsstelle Leichte Sprache "Leichte Sprache in der Niedersächsischen Justiz".

Auch die FAZ berichtete. Hier geht’s zum Artikel.

Weitere Informationen zum Projekt „Leichte Sprache in der Niedersächsischen Justiz“ finden Sie hier.


Foto: York Maecke