Juristische Texte in Leichter Sprache – die Forschungsstelle Leichte Sprache im Interview mit Nicola Pridik

Mittwoch, 07. Juni 2017 um 12:23 Uhr

Juristische Texte sind häufig nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich sehr komplex. Das Verständnis wird für Laien zu einer großen Herausforderung und Menschen, die eine eingeschränkte Lesekompetenz besitzen, bleibt der Zugang zu juristischen Texten meist gänzlich verwehrt. Diesem Kommunikationsproblem ist sich auch die Juristin und Sozialarbeiterin Nicola Pridik bewusst, die sich die klare Kommunikation von Recht deshalb zur beruflichen Aufgabe gemacht hat. Wir stellen Ihre Arbeit vor.

Um eine verständliche Rechtskommunikation zu ermöglichen, setzt Nicola Pridik auf Grafik- und Textdienstleistungen, die JuristInnen und Unternehmen dabei unterstützen, anderen Menschen Inhalte verständlich zu vermitteln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rechtsvisualisierung in Form von Schaubildern, Sketchnotes und PowerPoint-Präsentationen. Hinzu kommt das Lektorat juristischer Texte.

Seit einiger Zeit beschäftigt sich Nicola Pridik auch mit Leichter Sprache und der Frage, wie juristische Schaubilder für Leichte-Sprache-Texte aussehen könnten. Dies ist ihr erstes juristisches Schaubild in Leichter Sprache:

 

© Nicola Pridik

 Auch in ihrem Blog publiziert sie neuerdings Beiträge zum Thema. Ausdrücklich erwähnt sei der sehr gelungene Beitrag „7 Dinge, die Sie über Leichte Sprache wissen sollten“.

Hier geht’s zum Beitrag.

Im März 2017 hat Nicola Pridik an unserem Workshop „Leichte Sprache: Die Regeln und ihre Anwendung“ teilgenommen. Im Zuge des Workshops entstand ein enger Austausch zwischen ihr und der Forschungsstelle Leichte Sprache. Für einen Blogbeitrag zum Thema „Übersetzen juristischer Texte in Leichte Sprache“ führte sie ein Interview mit zwei unserer Mitarbeiterinnen. Isabel Rink, Geschäftsführerin der Forschungsstelle Leichte Sprache, und Marieke Einheuser, Leichte-Sprache-Übersetzerin, geben darin Antworten auf folgende Fragen: Für wen und warum ist Leichte Sprache gerade in der Rechtskommunikation wichtig? Welche Schwierigkeiten gibt es? Und wo liegen die Grenzen der Übersetzung?

Zum Interview geht’s hier.

Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement leistet Nicola Pridik einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung im Bereich der barrierefreien Rechtskommunikation. Wir finden das großartig und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg.