Impulsvortrag bei der Hildesheimer Stadtverwaltung

Montag, 08. April 2019 um 19:30 Uhr

Am 27. Februar war die Forschungsstelle Leichte Sprache zu Gast bei der Hildesheimer Stadtverwaltung, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Thema Leichte Sprache einzuführen.

Die Stadt Hildesheim will Inklusion vorantreiben. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen und Inklusionsprozesse in Gang zu setzen, hat die Verwaltung ein Projekt an den Start gebracht, das unter anderem die interne Sensibilisierung für Inklusion und Barrierefreiheit in all ihren Facetten im Fokus hat. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Abschaffung kommunikativer Barrieren. Kommunale Verwaltungen stehen im ständigen Kontakt zu den Menschen in der Gemeinde. Die gelungene Kommunikation kann nicht nur im Sinne einer Dienstleistungsverwaltung als kundenfreundlicher Service angesehen werden. Sie ist vielmehr die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe auf kommunaler Ebene und gleichzeitig die Bedingung dafür, dass Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt und aufgeklärt Rechte wahrnehmen und Pflichten nachkommen können. 

Dabei kann Leichte Sprache helfen. Welche Potentiale sie speziell für den administrativen Bereich der kommunalen Verwaltung bietet, wollte die Stadt Hildesheim von der Forschungsstelle Leichte Sprache wissen. Am 27. Februar waren wir deshalb vor Ort, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zweier ausgewählter Fachbereiche mit starkem Kundenkontakt das Konzept der Leichten Sprache vorzustellen. Wo liegen die Tücken der Verwaltungssprache? Warum sind Formulare schwer verständlich? Und wie kann die kommunikative Kluft zwischen Experte(n) und Laie(n) durch konzeptionell vereinfachte Sprache aufgehoben werden? Diese und weitere Fragen haben wir in den beiden aufeinanderfolgenden Impulsveranstaltungen diskutiert und an konkreten Textbeispielen veranschaulicht. Aktiv werden durften die Teilnehmenden dann auch. Anhand der eigenen Texte, entnommen z. B. vom städtischen Internetauftritt, wurden grundlegende Verständnishürden herausgearbeitet und vereinfacht.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir der Stadt Hildesheim wiederholt in ihrem Bestreben, eine inklusionssensible Verwaltung zu etablieren, unterstützen konnten und sind sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Bereits im letzten Jahr haben wir in unseren Newsletter über das Inklusionsprojekt der Stadt Hildesheim berichtet. Hier gelangen Sie zum Artikel.