Ein Rückblick auf drei erfolgreiche Workshoptage

Donnerstag, 12. Juli 2018 um 17:45 Uhr

Auch in diesem Jahr hat das Team der Forschungsstelle Leichte Sprache wieder zu einem Grundlagen-Workshop eingeladen, der erstmalig durch einen Praxis-Workshop zum angeleiteten Übersetzen eigener Texte ergänzt wurde. Wir blicken zurück auf einen produktiven Austausch rund um das Thema Leichte Sprache.

Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2018 fanden sich wieder viele Interessierte aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern an der Universität Hildesheim ein, um an den diesjährigen Workshops zum Thema Leichte Sprache teilzunehmen. Angeboten wurden zum einen der bereits etablierte Grundlagenworkshop „Leichte Sprache: Die Regeln und ihre Anwendung“ sowie ein eintägiger Praxisworkshop für Fortgeschrittene.

Da es in diesem Jahr besonders viele Anmeldungen zum Hauptworkshop gab, wurden den Teilnehmern zwei Parallelgruppen angeboten, in denen die Direktorin der Forschungsstelle Leichte Sprache, Prof. Dr. Christiane Maaß, Geschäftsführerin Isabel Rink sowie die Mitarbeiterinnen Marieke Einheuser und Loraine Keller in Theorie und Praxis der Leichten Sprache einführten. Im Rahmen des Workshops lernten die Teilnehmenden die wissenschaftlich fundierten Regeln der Forschungsstelle Leichte Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene kennen, um im Anschluss die praktische Umsetzung dieser zu üben. Zusätzlich wurde allen Interessierten ein kurzer Einblick in die Verständlichkeitssoftware „TextLab“ geboten. In diesem Jahr konnten für die Workshops zum ersten Mal die Räumlichkeiten des neugebauten Forums am Hauptcampus der Universität Hildesheim genutzt werden.

Die Mehrheit der Teilnehmenden des Grundlagenworkshops hatte sich ebenfalls zum anschließenden Praxisworkshop angemeldet, der am 1. Juni stattfand. Die Gruppe wurde durch einige bereits bekannte Gesichter ergänzt, die bereits in den vergangenen Jahren am Grundlagenworkshop teilgenommen hatten. Für diesen Workshop konnten die Teilnehmenden im Voraus Texte einreichen, die sie unter Anleitung übersetzen wollten. Diese wurden von den Mitarbeiterinnen der Forschungsstelle geprüft und vorbereitet. Das Ergebnis war eine bunte Mischung unterschiedlicher Textsorten mit verschiedensten Thematiken. Zu Beginn des Workshoptags klärte Isabel Rink über den unterschiedlichen Umgang mit Informations- und Interaktionstexten im rechtlich-administrativen Bereich auf und legte den Fokus auf die Textebene und speziell die Funktionalität der Textsorten in der konkreten Zielsituation. Auch der Medialität der Texte wurde ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Daraufhin konnten sich die Teilnehmenden in kleinen Gruppen selbst an das Übersetzen der mitgebrachten Texte machen. Während draußen das Wetter zwischen strahlendem Sonnenschein und dunklen Gewitterwolken wechselte, standen Isabel Rink, Marieke Einheuser und Finja Rathjens den Teilnehmern unterstützend zur Seite. Nach regen Diskussionen in den Übersetzungsgruppen konnten am Ende des Tages umfassende Ergebnisse vorgestellt werden, aus denen die Teilnehmenden wertvolle Anregungen für ihre eigene Übersetzungsarbeit mitnehmen konnten.

Das Team der Forschungsstelle Leichte Sprache blickt auf drei produktive Tage zurück, die sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Durchführenden sehr lehrreich waren.

Auch im kommenden Jahr wird die Forschungsstelle wieder verschiedene Workshops anbieten. Über Termin, Programm und Formalitäten der Anmeldung werden wir Sie rechtzeitig informieren.