Die Forschungsstelle Leichte Sprache wird international

Dienstag, 04. Dezember 2018 um 16:40 Uhr

Die Forschungstätigkeiten der Forschungsstelle Leichte Sprache im Bereich Barrierefreie Kommunikation internationalisieren sich. Im Rahmen eines europaweiten Projekts wird ein Curriculum entwickelt, das Texter(innen) und Übersetzer(innen) in Europa akademisch im Verfassen von leicht verständlichen Inhalten schulen soll.

Seit die Forschungsstelle Leichte Sprache im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde, hat diese unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Christiane Maaß die Forschung in der Barrierefreien Kommunikation – insbesondere im Feld der Leichten Sprache – bedeutsam vorangetrieben. Zu diesen Themen hat die Forschungsstelle in den vergangenen Jahren zahlreiche Publikationen vorgelegt, wie etwa die im Duden-Verlag veröffentlichten Bände zur Leichten Sprache (Bredel/Maaß) sowie den Sammelband Barrierefreie Kommunikation (Maaß/Rink), der im Oktober dieses Jahres publiziert wurde. Darüber hinaus beschäftigt sie sich seit ihrer Gründung intensiv mit der Weiterbildung von Leichte-Sprache-Übersetzer(innen). Nun wird die Forschungsstelle Leichte Sprache international: Seit dem 1. September 2018 wirkt sie an einem europaweiten Projekt mit, das EASIT heißt. Dank ihrer Erfahrung ist die Forschungsstelle mit der Entwicklung eines Curriculums betraut worden, das Texter(innen) und Übersetzer(innen) in Leichte Sprache europaweit trainieren soll.

Das Projekt EASIT (Easy Access for Social Inclusion Training) zielt auf die Definition und gesellschaftliche Anerkennung des Berufsprofils von Experten für leicht verständliche Inhalte. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Projekt ein umfassendes Curriculum für die Ausbildung von Expertinnen und Experten für leicht verständliche Inhalte in Europa entwickeln. In diesem Kontext wird Leichte Sprache auch in audiovisuellen Angeboten berücksichtigt, was für die Barrierefreie Kommunikation eine Innovation darstellt, denn bisher wurde in der Forschung und im Training hauptsächlich Leichte Sprache in Printtexten thematisiert. Für dieses innovative Curriculum ist die Forschungsstelle zuständig.

Die Laufzeit des Projekts, das von der Universitat Autònoma de Barcelona (Spanien) geleitet wird, ist auf drei Jahre bis 2021 festgelegt. Weitere Kooperationspartner neben der Stiftung Universität Hildesheim sind die Università degli Studi di Trieste (Italien), die Universidade de Vigo (Spain), das Rundfunknetz RTV Slovenija (Slowenien), das SDI München an der Hochschule für Angewandte Sprachen (Deutschland) und die Nutzerverbände Zavod RISA (Slowenien) und Dyslexiförbundet (Schweden).

Mehr Informationen zum Projekt können Sie auf der Internetseite von EASIT finden. Gerne können Sie auch den Projektmanager für Hildesheim, Sergio Hernández Garrido, kontaktieren: hernande(at)uni-hildesheim.de.