Die FLS in Helsinki

Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 14:59 Uhr

Im September machten sich sechs MitarbeiterInnen der Forschungsstelle Leichte Sprache auf die Reise nach Helsinki. Grund dafür war die Klaara Conference on Easy-to-read Language Research am 19. und 20. September.

Abb. 2: MitarbeiterInnen der FLS beim Sightseeing. Hier: vor dem Schriftzug „My Helsinki“

Die Klaara Conference wurde nach einer Begrüßung durch die beiden Veranstalterinnen Camilla Lindholm und Ulla Vanhatalo eröffnet durch Berichte über Erfahrungen mit vereinfachter Sprache im Alltag: Mehrere NutzerInnen berichteten, dass diese für sie eine wichtige Hilfe beim Lesen verschiedener Textsorten, wie beispielsweise tagesaktuellen Nachrichten oder Bedienungsanleitungen, ist und gleichzeitig auch das Erlernen einer Fremdsprache erleichtert.

Keynote Speaker war die Direktorin der Forschungsstelle Leichte Sprache, Christiane Maaß, die die Entwicklung und Forschung von Leichter Sprache in Deutschland vorstellte. Wie ein Paar Schuhe immer aus zwei einzelnen Schuhen besteht, gehören auch zur Leichten Sprache zwei Bestandteile: die text- und die rezipientenorientierte Perspektive. Ein Text muss also auffindbar, wahrnehmbar, verständlich, verknüpfungsfähig und handlungsorientierend sein, damit er von der Leserschaft aufgefunden, wahrgenommen, verstanden und behalten werden kann und so eine Handlung ermöglicht. Nach dem Mittagessen konnten die TeilnehmerInnen dann zwischen verschiedenen Vorträgen und Workshops wählen. Sergio Hernández Garrido und Loraine Keller, beide von der Forschungsstelle Leichte Sprache, stellten in einem Kurzvortrag die Forschungsstelle und deren Projekte vor.

Insgesamt war die Tagung eine tolle Möglichkeit, um sich über Leichte und Einfache Sprache auszutauschen und internationale Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen des Besuchs in Helsinki war die Forschungsstelle zudem im „Selkokeskus“ eingeladen, dem Finnischen Zentrum für Leichte Sprache (s. Abb. 1). Dort bekamen unsere MitarbeiterInnen Einblick in die verschiedenen Bereiche, in denen Leichte Sprache in Finnland Anwendung findet und sie wurden durch die Büroräume geführt, um die Arbeit vor Ort näher kennenzulernen. Natürlich durfte Sightseeing in Helsinki nicht fehlen. Nach einem Tag, an dem die FLS die Stadt auf eigene Faust erkunden konnte, zeigte ihnen Leealaura Leskelä, zu der durch die Zusammenarbeit ein enger Kontakt besteht, die schönsten Ecken Helsinkis. Highlights waren die Zentralbibliothek mit der Abteilung für finnische Literatur in Leichter Sprache sowie der Dom am Senatsplatz. Überdies war die Forschungsstelle Gast im Kunstmuseum Ateneum. Dort bekamen die MitarbeiterInnen einen Einblick in die Arbeit im Projekt Barrierefreiheit im Museum.

Von ihrer Reise nach Helsinki nehmen die MitarbeiterInnen viele tolle Eindrücke mit und sagen „nähdään“ – Bis bald!


Abb.1: MitarbeiterInnen der FLS zu Besuch im Selkokeskus, dem finnischen Zentrum für Leichte Sprache