Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist eine vereinfachte Form des Deutschen. Dies bedeutet, dass Grammatik und Wortschatz gegenüber dem Standard-Deutschen reduziert sind. So werden beispielsweise Nebensätze vermieden und wichtige Fachbegriffe erklärt. Auch die Zeichensetzung folgt eigenen Regeln, teilweise werden besondere Formatierungen genutzt, um z.B. Verneinungen zu verdeutlichen.

Leichte Sprache ermöglicht einer besonders großen Gruppe von Menschen den Zugang zu Informationen: Lernbehinderten, Hörgeschädigten, aber auch funktionalen Analphabet_innen, Migrant_innen oder anderen Personengruppen, die eine geringe Lesefähigkeit besitzen.

Die Gesetze zur Barrierefreiheit im Internet (siehe „Weshalb Leichte Sprache?“) empfehlen, Internetangebote zusätzlich in Leichter Sprache verfügbar zu machen. In der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) findet sich eine Reihe an Regeln zur Leichten Sprache. Die Regeln geben einen Überblick, wie sprachliche Kommunikation leichter gestaltet werden kann. Am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation entwickeln wir diese Regeln laufend weiter, indem wir unsere Übersetzungsprojekte wissenschaftlich begleiten und ausweiten. Erste Forschungsarbeiten zur Leichten Sprache können sie unter Forschung > Publikationen finden.