Projekte

Diese Seite in Leichter Sprache

Leichte Sprache ermöglicht Barrierefreiheit im Hinblick auf das Informationsverhalten und stellt einen wichtigen Teilaspekt von Inklusion dar. Mitarbeiterinnen der Forschungsstelle Leichte Sprache sowie Studierende der Universität Hildesheim haben Texte aus unterschiedlichen Kontexten in Leichte Sprache übersetzt. Bei diesen Projekten haben wir jeweils mit einer Institution zusammengearbeitet, für deren Zielgruppe der barrierefreie Zugang zu Informationen von besonderer Bedeutung ist. Die Projekte wurden wissenschaftlich begleitet und dienten somit auch dem Aufbau eines Übersetzungskorpus Standarddeutsch-Leichte Sprache.

Mehr Informationen zu unseren Projekten finden Sie unter den einzelnen Kooperationspartnern:

klarigo

Seit dem Jahr 2015 kooperiert die Forschungsstelle Leichte Sprache mit klarigo, einem Verlag für Patientenkommunikation mit Sitz in Pfungstadt. klarigo entwickelt Broschüren zu verschiedenen Krankheitsbildern, die Patienten und Angehörige über Krankheiten informieren und bei der Alltagsbewältigung sensibel unterstützen sollen. Eine patientengerechte Sprache und eine sinnvolle didaktische Aufbereitung der Broschüren sind für klarigo selbstverständlich.

Im Rahmen der Bestrebung des Verlags, Informationen noch barrierefreier aufzubereiten und zu gestalten, wurde die Forschungsstelle Leichte Sprache mit der Übersetzung verschiedener Broschüren in Leichte Sprache beauftragt. Das Repertoire umfasst derzeit Informationen zu den Krankheiten Brustkrebs, Parkinson und Pulmonal-Arterielle Hypertonie (PAH). Eine Fortsetzung der Kooperation ist für die Zukunft geplant.

Für weitere Informationen zu den Angeboten des Patientenverlags klarigo empfehlen wir einen Blick auf die Website des Verlags (www.klarigo.eu). Für weitere Informationen zu unseren Projekten und Kooperationen im medizinischen Bereich können Sie sich gern an uns wenden.

Übersetzung des Internetangebots zur beruflichen Rehabilitation

Im Wintersemester 2012/13 übersetzten die Studierenden des Masterstudiengangs „Medientext und Medienübersetzung“ im Rahmen des Moduls „Barrierefreie Kommunikation“ einen Teil des Internetauftritts des des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte Hildesheim (LBZH). Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und in einem parallel laufenden theoretischen Seminar wurden Grundlagen der barrierefreien Internetkommunikation aus sprach- und informationswissenschaftlicher Perspektive erarbeitet. Das gesamte Modul wurde im Januar 2014 mit dem Preis für hervorragende Lehre der Universität Hildesheim ausgezeichnet.

Projektziel

Ziel des Projekts war es, den Bereich „Berufliche Rehabilitation“ in Leichte Sprache zu übersetzen. Die Texte in Leichter Sprache sind auf der Homepage des LBZH zugänglich. 

Übersetzungsprozess

Die Übersetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem LBZH: Es fanden mehrere Treffen und gegenseitige Besuche statt, die Studierenden lernten das LBZH und sein Ausbildungsangebot auf den unterschiedlichen Stufen kennen, auch durch Führungen auf dem Gelände, Werkstattsbesuche und direkten Austausch mit den Ausbilder_innen. Für die unterschiedlichen Texte hatten die Studierenden Ansprechpartner_innen, an die sie sich mit ihren Fragen wenden konnten. Die Arbeit an den Texten selbst erfolgte in Teams. Jedes Team übersetzte drei bis vier sehr unterschiedliche Texte.

Feedback

Rückmeldungen zu den Texten und den Inhalten spielten wie bei allen Leichte-Sprache-Projekten eine entscheidende Rolle. Zunächst kontrollierte jedes Team die Texte einer anderen Arbeitsgruppe. Die Textanalysen wurden im großen Kreis vorgestellt und besonders schwierige Übersetzungsprobleme gemeinsam in großer Runde gelöst. Zur Endkontrolle wurden die übersetzten Texte dem LBZH vorgelegt. Die Hörgeschädigten und Ausbilder_innen in den berufsbildenden Klassen kontrollierten inhaltliche Stimmigkeit und natürlich Verständlichkeit. Ihre Anmerkungen wurden in die Übersetzungen übernommen.

Einsatz von Fotos

Einige Sachverhalte lassen sich durch zusätzliche Visualisierung noch besser vermitteln. Auf der Internetseite des LBZH werden deshalb ergänzend Fotos eingesetzt. Die Übersetzungsteams erstellten Listen mit den Begriffen, die sie in Form von Bildern in die Homepage einbinden möchten. Herr Christian Thomas vom LBZH fertigte in den Ausbildungsstätten des Landesbildungszentrums die Fotos an, die nun in die Internetseiten in Leichter Sprache integriert sind.

Terminologiedatenbank

Denselben Sachverhalt immer gleich zu benennen und gelungene Übersetzungslösungen verfügbar zu machen ist bei der Erstellung verständlicher Texte besonders wichtig. Deshalb legten die Gruppen eine gemeinsame Terminologiedatenbank an, in der die verwendete Begrifflichkeit festgeschrieben wurde. Die entsprechenden Wörter und Formulierungen wurden damit für das aktuelle Projekt für verbindlich erklärt. Die Terminologiedatenbank steht den Gruppen in kommenden Semestern als Grundlage für ihre Arbeit zur Verfügung. Sie stellt sicher, dass die Terminologie in Leichter Sprache auf der Internetseite des LBZH einheitlich bleibt, wenn künftig andere Übersetzungsteams an dem Projekt arbeiten. 

Übersetzung von Teilen eines Internetauftritts

Im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Projekts übersetzten die Masterstudentinnen Margarita Heiser und Angela Tonn Teile der Homepage des Landessozialamts in Leichte Sprache. Hier geht es zu den Artikeln in Leichter Sprache.

Projektziel

Ziel der Zusammenarbeit war es, die Internetseite des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie („Landessozialamt“) für Kund_innen mit eingeschränkter Lesefähigkeit zugänglich zu machen. Die Verwaltungssprache ist in diesem Bereich schon für Personen mit normalen Deutschkenntnissen schwer verständlich und die Ausgangstexte wiesen bei einer parametergeleiteten Prüfung deutlich unterdurchschnittliche Verständlichkeitswerte auf: 0,76 – 3,5 von 20 Punkten im Hohenheimer Verständlichkeitsindex. Die Zieltexte nähern sich nun dem Maximalwert von 20 Punkten an.

Der Präsident des Landessozialamts, Malte Spitzer, wurde über unseren Leichte-Sprache-Tag im Januar 2013 auf uns aufmerksam. Eine Fortführung des Projekts ist geplant.

Übersetzung von Justiztexten in Leichte Sprache

Im Rahmen eines Pilotprojekts haben Studierende der Universität Hildesheim Leichte-Sprache-Versionen von Texten der Justiz erarbeitet. Diese reichen von Formularen und den zugehörigen Erläuterungen (dem „Kleingedruckten“) bis zu ausführlichen Online-Informationen über das Justizsystem.

Projektziel

Rechtstexte gelten im Allgemeinen als besonders schwer verständlich. Gerade gegenüber der Justiz ist es jedoch enorm wichtig, dass ein Mensch versteht, worum es geht, um die eigenen Rechte wahrnehmen zu können. In dem Projekt wurden an der Universität Hildesheim Texte in Leichte Sprache übersetzt. Die Texte in Leichter Sprache bilden dabei jeweils ein ergänzendes Angebot zu den vorhandenen Texten in Standard-Deutsch.

Übersetzungsprozess

Die hohe Komplexität der rechtlichen Sachverhalte und die große Bandbreite an Textsorten – vom Internetauftritt bis zum Formular – erfordern ein breites Repertoire an Übersetzungsstrategien. Da ein Formular an sich beispielsweise nicht verändert werden soll, hat das Übersetzungsteam Erläuterungen in Leichter Sprache erstellt, die jeweils mit dem Formular ausgegeben werden. Diese können zum Beispiel auch in Beratungsgesprächen verwendet werden, um die Kommunikation zwischen Repräsentanten der Justiz und Bürgern zu unterstützen.

Für eine solche Herangehensweise mussten der zu vermittelnde Sachverhalt und der Einsatzzweck des Textes gründlich analysiert werden. Anschließend erfolgten die Übersetzungen. Die Texte für die Internetseite wurden durch die Studierenden des Moduls „Barriefreie Kommunikation“ übersetzt. Ein Team von erfahrenen Übersetzer_innen begleitete diesen Prozess. Dasselbe Team war auch für die Übersetzung bzw. Erstellung der weiteren Projekt-Texte verantwortlich.

Feedback

Während des gesamten Übersetzungsprozesses arbeiteten die Projektbeteiligten der Universität Hildesheim eng mit unterschiedlichen Ansprechpartnern in der Justiz zusammen. Und schon nach der ersten Textanalyse vereinbarten die Projektleitungen beider Seiten die Übersetzungsstrategie. Mitarbeitende des Justizministeriums beantworteten im Rahmen eines gemeinsamen Termins inhaltliche Fragen. Darüber hinaus bestand kontinuierlich Kontakt zwischen dem Übersetzungsteam und Ansprechpartnern im Justizministerium bzw. im Amtsgericht Hildesheim. Die so entstandenen Texte wurden auch Mitgliedern der Zielgruppe vorgelegt, um die Verständlichkeit sicherzustellen und der Maxime umfassender Beteiligung gerecht zu werden.

Begleitforschung

Folgende Fragestellungen wurden sowohl praktisch gelöst als auch wissenschaftlich analysiert:

  • Wie lassen sich die abstrakten Sachverhalte der Justiz in Leichter Sprache umsetzen?
  • Welche Textsorten erfordern besondere Übersetzungsstrategien?
  • Inwiefern lässt sich der besondere Übersetzungsprozess durch spezialisierte Software unterstützen?

Im Rahmen einer Veranstaltung beim Bundesjustizministerium in Berlin am 8. Oktober 2014 wurden die Broschüren erstmals an den Mann bzw. die Frau gebracht. Die Leichte-Sprache-Broschüren stießen hier auf so viel positive Resonanz, dass die zur Verfügung stehenden Exemplare bereits gegen Ende der Veranstaltung vergriffen waren.

Beteiligte

Folgende Studierende übersetzten Teile der Internetseite im Rahmen des Moduls „Barrierefreie Kommunikation“:

Julius Beineke, Lija Engelbrecht, Philipp Hammer, Niklas Heinemann, Maria Heybutzki, Meike Knoop, Josephine Kölzow, Katrin Lang, Sonja Mair, Katja Münch, Steffen Nölte, Shirley Peglow, Yvonne Peter, Danja Prahl, Tanja Schwarze, Martha Stajer, Heiko Vreden, Wiebke Waldner, Hanna Wilkes, Maria Wünsche

Folgende professionelle Übersetzerinnen erstellten die weiteren Texte und gestalteten die endgültige Fassung der Texte für die Internetseite:

Anna-Katharina Berg, Margarita Heiser, Isabel Rink, Astrid Stenzel, Alea Stephan, Angela Tonn

Der Norddeutsche Rundfunk

Seit Oktober 2015 arbeiten die Forschungsstelle Leichte Sprache und der Norddeutsche Rundfunk zusammen an der Erstellung und Verbreitung von Texten in Leichter Sprache. Aus der Kooperation sind bereits mehrere kurz- und langfristige Projekte entstanden:

Medizinische Hochschule Hannover

Seit 2015 kooperiert die Forschungsstelle Leichte Sprache mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die MHH hat vor einigen Jahren als erste Universität in Deutschland eine sogenannte Patientenuniversität gegründet (www.patienten-universitaet.de). Diese Patientenuniversität hat zum Ziel, universitäres Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse aus dem medizinischen Bereich der gesamten Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden strukturierte Bildungsangebote entwickelt, die Expertenvorträge, Informationsveranstaltungen sowie verschiedene Kursprogramme umfassen. Hinter allen Angeboten der Patientenuniversität steckt der Gedanke, dass Bürgerinnen und Bürger durch einen Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen dazu bemächtigt werden, den eigenen Körper besser zu verstehen und so besser für die eigene Gesundheit sorgen zu können. Durch Verständlichkeit und eine patientengerechte Aufbereitung von Informationen soll das übergreifende Ziel der Gesundheitsbildung und des Empowerments erreicht werden.

Gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs „Medientext und Medienübersetzung“ hat die Forschungsstelle Leichte Sprache im November 2015 eine Veranstaltung der Patientenuniversität besucht. Für die Zukunft sind weitere Aktivitäten geplant. Im Rahmen studentischer Praktika in der MHH werden zudem Übersetzungsprojekte im Bereich „Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement“ durchgeführt.

Für weitere Informationen zu den Angeboten und Veranstaltungen der Patientenuniversität empfehlen wir einen Blick auf die Website des Projekts (www.patienten-universitaet.de). Für weitere Informationen zu unseren Projekten und Kooperationen im medizinischen Bereich können Sie sich gern an uns wenden.

MUSEUM DER SINNE - Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!

„MUSEUM DER SINNE – Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben" heißt die aktuelle Dauerausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, deren Macher Museum als inklusive Plattform verstehen und damit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung auf eine gemeinsame Entdeckungstour durch die Welt der Sinne schicken. Im Museum der Sinne lernen die Besucher die frühen Menschen und die Erdgeschichte in einem interaktiv gestalteten Konzept mit allen Sinnen kennen.

Im Rahmen des Projekts haben die Studentinnen Maria Heybutzki, Anna-Mareike Muus, Shirley Peglow und Danja Philine Prahl kurze Informationstexte zum Thema Alt-Ägypten, Alt-Peru, China, der frühen Menschheits- und Erdgeschichte sowie dem Museum der Sinne selbst in Leichte Sprache übersetzt. So ermöglichen sie auch Gehörlosen, Touristen und anderen Menschen mit geringen Deutschkenntnissen den Zugang zu den ausgestellten Informationen.

Projektziel

Das Projektziel bestand in einer barrierefreien Dauerausstellung, die auch Menschen mit einer Beeinträchtigung die Teilhabe am kulturellen Angebot ermöglicht. Das RPM leistet mit diesem Projekt Pionierarbeit: Es ist weltweit das einzige Museum, welches Museumskunde barrierefrei anbietet.

Übersetzung von Teilen der Homepage

Seit Oktober 2016 besteht eine Zusammenarbeit zwischen dem WDR und der Forschungsstelle Leichte Sprache. In diesem Rahmen wurden u. a. die Internetseiten des WDR in Teilen in Leichte Sprache übersetzt und Informationsseiten zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen realisiert. Weitere Projekte, wie zum Beispiel ein Abschlussbericht zur Landtagswahl, sollen folgen.

Hintergrund

Die Zusammenarbeit besteht in der wissenschaftlichen Überprüfung der vom WDR geschriebenen Leichte Sprache-Texte durch die Forschungsstelle Leichte Sprache. Ein Teil der bisher geprüften Texte widmete sich der Landtagswahl im Mai 2017: Die Leichte Sprache-Fassungen behandelten Fragen rund um das Thema Landtagswahl in NRW und gaben so zum Beispiel Erklärungen zur Wahlbenachrichtigung oder zum Briefwahlverfahren. Sie können sich die Seiten hier ansehen.

Zusätzlich zu den Informationsseiten hat der WDR auch Seiten erstellt, auf denen die Regeln der Leichten Sprache und die Navigation sowie die Art der Informationen auf den Seiten des WDR erklärt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Texte mit einer Vorlese-Funktion unterlegt sind und auch in Gebärdensprache vorliegen.

Projektziel

Ziel des Projekts ist und war es, den Zugang zu Informationen zu erleichtern sowie Barrieren abzubauen. Ein besonderes Anliegen sind hierbei die Informationsseiten zu den Landtagswahlen, die zu einer selbstständigen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen und somit die politische Teilhabe fördern. Denn nur, wenn Informationen barrierefrei zugänglich sind, können sich wirklich alle Menschen über die Wahl informieren und schließlich auch wählen gehen.  

Übersetzung von Teilen der Internetseite butenunbinnen.de

Im Juni 2017 haben das Radio Bremen und die Forschungsstelle Leichte Sprache ein gemeinsames Projekt realisiert. Im Rahmen dieses Projekts wurde die zum Fernsehmagazin buten un binnen gehörende Homepage butenunbinnen.de in Teilen in Leichte Sprache übersetzt. 

Hintergrund

Die Forschungsstelle Leichte Sprache hat Texte in Leichter Sprache zu verschiedenen Inhalten auf den Internetseiten von buten un binnen erstellt. Neben einer Erklärung des Konzepts und einem groben Überblick über die Regeln, sind auch Erläuterungen zur Navigation und Art der Informationen auf den Seiten von buten un binnen jetzt in Leichter Sprache verfügbar. 

Projektziel

Ziel des Projekts war es, die Internetseiten von buten un binnen barrierefreier zu gestalten und so den Zugang zu diesen Seiten zu erleichtern. Außerdem reagiert Radio Bremen mit der Erläuterung der Navigation und des Inhalts auf die im Rundfunkstaatsvertrag festgelegte Empfehlung, barrierefreie Angebote auszubauen.  

Masterstudiengang mit Schwerpunkt "Barrierefreie Kommunikation"

Seit dem Wintersemester 2011 gibt es an der Universität Hildesheim den Masterstudiengang „Medientext und Medienübersetzung“. Die Studierenden erlernen hier den Umgang mit und die Bearbeitung von Medientexten in sehr unterschiedlichen Kontexten. Sie lernen Filme zu untertiteln, mediengestützte Unternehmenskommunikation zu organisieren und Medienprodukte für Menschen mit Sinnesbehinderungen aufzubereiten. Dabei geht es einerseits um Filme: Die Studierenden erstellen Hörfilme („Audiodeskription“ von Filmen) für blinde Menschen und Untertitel für Hörgeschädigte. Andererseits beschäftigen sie sich mit barrierefreier Internetkommunikation: Wie müssen Websites aufbereitet werden, damit sie für Menschen mit Sinnesbehinderungen keine Barrieren darstellen?

Leichte Sprache trägt in besonderem Maße zum Abbau von Kommunikationsbarrieren bei – im Internet, aber zum Beispiel auch bei Broschüren und Formularen. Das Erstellen von Texten für unterschiedliche Nutzungssituationen ist dabei eine Übersetzungsaufgabe. Entsprechend gehören Textanalyse und Terminologielehre ebenso zu den Studieninhalten wie Internetkommunikation und die Prinzipien sprachlicher Verständlichkeit.