Der überverwendete Ausruf „Kultur für alle“ aus den frühen 1980er-Jahren führt aktuell zu neuen Teilhabestrategien in öffentlich getragenen Kulturinstitutionen. Es lassen sich Phänomene beobachten wie: Das Selbstverständnis als sogenannte Dritte Orte, die Kollaboration mit lokal umliegenden Kulturinitiativen und Vereinen oder auch die Entwicklung von Theatern und Museen hin zum Aushandlungsort von gesellschaftspolitischen Debatten. Im Seminar sollen diese neuartigen Partizipationsstrategien aus kulturwissenschaftlicher Perspektive im Kontext von postkolonialen, intersektionalen und queeren Theorien eingeordnet werden. Ebenso weisen diese Orte bestimmte Merkmale in Bezug auf Offenheit, Flexibilität oder auch Adaptivität auf. Inwiefern lassen sich die Raumkonzepte mit Kulturver- bzw. Kulturermittlungskonzepten verbinden?