„Sei nicht kleinlich mit der Wahrheit, sonst kommt sie Dir großzügig. Wir hassen die Wahrheit, weil sie einer der dreckigsten Vögel auf der Welt Ist.“ (Martin Kippenberger). Wahrheit gibt es nur als Widerspruch zum Falschen. Also bejahen wir die Welt als Irrtum und suchen aus den Erfahrungen politischer Zeitgenossenschaft nach neuen, potentiell wahren Ausdrucksmöglichkeiten, mit manchen unschönen und zugleich schönen Texten. Bissig können diese Texte sein, humorvoll, persiflierend, verbunden auch mit grotesken Verschiebungen von Sprache und Bedeutung. Doch nicht als Selbstzweck. Was sich möglicherweise verletzend, provozierend, banal, absurd, naiv und geschmacklos gibt, muss auch empfindsam, scharfsinnig, wissend, mitleidig, ernst und die Wirklichkeit reflektierend sein können, um das Falsche, das Affirmative und das Täuschende unserer Gegenwart in Frage stellen zu können. Wir schreiben Texte, diskutieren sie in einer Werkstatt und publizieren die Texte in einer einmaligen gedruckten Sonderausgabe von Pfeil und Bogen. Literarische Revue.