Leben und Lügen des Ulrich

1968-1970er

Frühling 1968 wird in einer kleinen Provinz ein Junge in einen nicht strengen, aber streng katholischen Haushalt geboren. Es ist Ulrich. Sein Vater ist Organist der örtlichen Kirche und seine Mutter Heilerziehungspflegerin.

Seine Kindheit verbringt er nach allen Maßstäben behütet. Er macht Klingelstreich, steckt Böller in Kuhfladen, hilft bei der Spargelernte, raucht Zigaretten auf dem Heuboden, verliebt sich in die Nachbarstochter, kurz das volle Dorfprogramm. Sein Lieblingsspielzeug ist seine Rakete.

Er liebt es, zum einschlafen Märchen vorgelesen zu bekommen. Die phantastischen Geschichten regen seine kindliche Vorstellungskraft zu wundersamen Träumen an. Am Folgetage spielt er häufig, was er zu Nacht träumte.

 Er interessiert sich für Rockmusik. Seine Lieblingsband sind The Rolling Stones. Auf einem Dorffest betrinkt er sich zum ersten Mal und schreibt anschließend mit einem Lippenstift die ersten zwei Strophen von Sympathy For The Devil an den Familienkühlschrank.

1980er

Gemäß dem revolutionärem Geist seines Geburtsjahres, entwickelt er jung einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und eine Affinität zu Protesten und Gegenkulturen. Nach einem Konzert der Abstürzenden Brieftauben färbt er sich die Haare blau und kauft sich eine Lederjacke.

Er ist nicht wirklich Punk – auch wenn er das zu diesem Zeitpunkt von sich glaubt -, mehr Hippie-Punk, raucht ständig Gras, ist von einem Willen zum Guten getrieben und steht mit provokativem, politischem Bewusstsein dem Regime und Rechtsextremismus strikt entgegen. Er möchte Laut sein! Möchte der Gesellschaft ins Gesicht schreien! Möchte gesehen werden!

Man sieht ihn: Wie er mit seinem besten Freund Rudi, einem Ghettoblaster und einer überspielten Kassette von Deutschland muss sterben eine lokale NPD-Kundgebung passiert. Eine Woche darauf bricht man ihm hierfür die Nase.

Er beendet die Realschule mit gutem Durchschnitt und dem Vermerk ‘Disziplin erforderlich!‘. Für eine anknüpfende Bewerbung an einer Erzieherschule muss er sein buntes Haar abschneiden. Sein in gewöhnlicher Jugendrebellion gewurzelter Groll gegen die Gesellschaft wird erstmals persönlich.

Als der Landkreis das gepachtete Familiengrundstück an einen Privateigentümer verkauft, der dieses zugunsten einer Wohnblockanlage einebnen lässt, kocht Ulrich über vor Wut. Jedoch ergreift er die Chance, um seine erste eigene Bleibe, ein versifftes Zimmer in einer anarchistischen Musiker-WG, zu beziehen.

Kurzhaarig beendet er seine Ausbildung und findet eine Anstellung in einem Wohnheim für schwererziehbare Kinder. Die Arbeit macht ihn glücklich. Er fühlt, Gutes zu tun!

Die Folgejahre ereignen sich der Mord an Olof Palme und die Barschel-Affäre und wieder und wieder trübt sich Ulrichs vertrauen in den Staat. Er sieht ein, dass jedes Wort eines Politikers als das potentielle Wort eines pathologischen Lügners (gar kriminellen) gilt; dass die Propaganda- und Vertuschungsmaschinerie unentwegt arbeitet und nur die, die kritisch denken, eine Chance auf geistige Immunität haben. Er ist neunzehn.

1989 stirbt der Hacker Karl Koch unter zwielichtigen Umständen. Ulrichs Mitbewohner Serhat befasst sich ausgiebig mit dem Fall und konfrontiert Ulrich erstmals mit der Theorie eines elitären, weltumspannenden Geheimbundes. Das Thema stößt auf reges Interesse. Er liest Illuminatus! und Lektüre über Symbolismus. Sein Weltbild hält stand.

1990er

Der Mauerfall ist ein Ereignis, das Ulrich wie alle anderen mit Hoffnung erfüllt. Auch sonst verläuft der Jahrzehntwechsel für ihn reibungslos. Bei der Arbeit schätzt man ihn als warmherzig und konsequent und vertraut ihm auch mal kurzweilig das gesamte Wohnheim an.

Privat hält er steten Kontakt zu Eltern und Freunden. Er liest viel Zeitung und Science Fiction, pflegt einen Schrebergarten, lernt Stairway To Heaven auf Gitarre, erkundet Deutschland per Anhalter, kriegt zwei Busgelder für Schwarzfahren; vor allem aber verliebt er sich.

Ulrich kündigt Wohnheim und WG und zieht mit Silke, einer angehenden Soziologiestudentin aus der DDR, in ein Zweizimmerapartment in Hamburg. Hier schlägt er sich mit einer Reihe unbefriedigender Nebenjobs durch. Silke interessiert sich für Naturheilkunde, Mythologie und Schamanismus. Zusammen werden sie Teil der aufkommenden Ravekultur und genießen ihre Jugend in vollen Zügen.

1993 gebärt Silke eine Tochter, die sie Damaris taufen. Trotz seines nonkonformistischen Gemüts ist Ulrich dem Familienglauben stets treu geblieben und sieht sich nun, nach einer längeren Phase religiöser Prokrastination, darin bestärkt, die biblischen Werte an seine Tochter weiterzureichen. Seine Vaterschaft schätzt ihn den Wert von Traditionen.

Silke ist zwar keine Christin, aber ebenso eine Person des Glaubens. Sie schließen sich einer unorthodoxen Freikirche an, wo sie im wöchentlichem Rhythmus an Diskussionen über Theologie, Spiritualismus, Gesellschaft und Menschlichkeit teilnehmen.

1996 geht der Fall Dutroux um die Welt. Ulrich ist angewidert, sowohl von den Verbrechen als auch den Ermittlungen. Mysteriöserweise sterben alle 27 Zeugen. Dutroux selbst behauptet, ein Lieferant einer Gruppe einflussreicher Pädophiler zu sein. Ulrich glaubt ihm. Wenn es einflusslose Pädophile gibt, ist es nur logisch, dass es auch einflussreiche gibt, mit dem einzigen Unterschied, dass letztere über Möglichkeiten der Protektion verfügen, die ganz offensichtlich bis zum Äußersten reichen. Der Vater wie der Christ in Ulrich sehen sich erstmals mit dem absolut Bösen konfrontiert.

Wenige Tage darauf erhält er eine Trauerkarte. Rudi ist tot. Ein betrunkener Zivilpolizist hat ihn überfahren. Auf der Beerdigung erfährt Ulrich, dass der Polizist freigesprochen wurde. „So viel zum Thema Recht-sprechung!“ brüllt er in taube Ohren. Wut, Trauer und Weltschmerz verflechten sich zu einer Depression. Er widmet sich dem Trinken und immer seltener seiner Familie.

Winter 1999 trennt sich Silke von Ulrich.

2000er

Das neue Jahrtausend hat Ulrich nicht viel zu bieten. Der Millenniumswechsel geht unter in einem ausschweifendem Drogenexzess, der einige Monate anhält. Er vernachlässigt seine Körperpflege ebenso wie seine Kontakte, sitzt zu Hause, guckt Horrorfilme, trinkt und grübelt über die Welt. Damaris sieht er jedes zweite Wochenende. Ein winziger Lichtblick.

Für einen Tapetenwechsel zieht er nach Lübeck. Dort beginnt er einen Nebenjob an einer Tankstelle. Die Arbeit ist undankbar und schlecht bezahlt.

Als am 11. September zwei Flugzeuge in die Haupttürme des World Trade Centers steuern, stinkt es Ulrich gewaltig. Er liest einen ausführlichen Artikel darüber, warum Bush suspekter ist als bin Laden und warum es unmöglich ist, dass die Türme aufgrund der Explosion der Flugkörper so zusammenstürzten, wie sie es sind. Er liest und liest und konkludiert, dass die amerikanische Regierung nun in New York fertigbringen wollte, was sie 1962 mit Operation Northwoods unvollendet gelassen hatte. Weltweite Sicherheitsmaßnahmen verstärken sich.

Ulrich liest 1984. Das ganze Buch über spürt er unbehagliche Reminiszenzen an die Gegenwart. Immer häufiger findet er sich unterwegs im Auge einer Überwachungskamera. Die ganze Öffentlichkeit scheint zugekleistert. Er fühlt sich zusehends unwohler, wenn er seine Wohnung verlässt.

Kontakt zu seinen alten Freundeskreisen hat er kaum. Man hat sich auseinandergelebt. Seine Eltern sieht er hin und wieder. Die Besuche von Damaris bleiben konstant.

Ulrich kauft sich einen Computer. Im Internet findet er eine Unmenge interessanter Fakten und Ideen. Er sieht Alex Jones Aufnahme aus dem Bohemian Grove und Fotos des surrealistischen Rothschild-Balls und findet, dass Kubrick in Eyes Wide Shut maßlos untertrieben hat. Die Menschheitselite besteht nicht nur aus steinalten, lüsternen Hugh Hefners, sondern waschechten Satanisten!

Er liest über die Bilderberger, Freimaurer, Atlantikbrücke, Skulls & Bones und irgendwann über David Ickes Theorie der Reptiloiden, die die Menschheit als Sklavenrasse schufen und nun als Mensch-Alien-Hybriden oberste gesellschaftliche Positionen beziehen und die neue Weltordnung anstreben. Beigefügt sind eine Reihe Foto- und Videomaterial, die Prominenz und Adel mit Reptilienaugen zeigen. Auch wenn Ulrich an die Existenz von Außerirdischen glaubt, ist ihm diese These vorerst zu gewagt – zu sehr Sie leben und Akte-X. Kategorisch abstreiten möchte er sie aber auch nicht. Da draußen geht schließlich eine Menge vor sich, an dessen Geheimhaltung eine noch größere Menge Tag und Nacht arbeitet.

2008 verlässt er Lübeck und zieht zurück aufs Land. Seine neue Arbeit liegt direkt im Dorf. Er verrichtet sämtliche Arbeiten am Hof eines alten Rentnerpaars. Nach einem Streit mit Silke trinkt er in einer Bar zwei Mischgetränke und fährt nach Hause. Auf halber Strecke hält ihn eine Streife an und er verliert seinen Führerschein. Da die fünfzehnjährige Damaris ihren Vater fortan mit dem Zug besuchen kommen muss, lassen ihre Besuche nach.

Über einige Querdenker-Plattformen baut Ulrich Kontakt zu Gleichgesinnten auf. Von ihnen erfährt er, dass die BRD überhaupt nicht existiert, es nie einen Friedensvertrag nach dem zweiten Weltkrieg gab und Deutschland noch immer Besatzungszone ist. ‘Deutschland war einfach zu mächtig!‘ schreibt ihm RealHistory53. ‘Die Alliierten waren sich einig, man müsse dem einen Riegel vorschieben. Die nach dem Krieg geforderten Reparationen und einige dokumentierte Aussagen Churchills belegen das!‘.

Ulrich schwört den Massenmedien ab und hört auf an die GEZ zu zahlen. Alles was er wissen will, findet er online. Als der Gerichtsvollstrecker an der Tür klingelt, zahlt er schließlich doch, inklusive Bearbeitungsgebühren.

2010er

Die Onlinegemeinschaft gibt Ulrich neuen Aufschwung. Die Tatsache, dass er nicht der einzige ist, der ein Auge auf die kranken Machenschaften hinter dem Tagesgeschehen hat, verschafft ihm Zugehörigkeit. Zusammen mit RealHistory53 und Truthspeaker1871 kauft er ein bescheidenes Gut in Kaiserslautern. Die Autarkie vor Augen bewirtschaften sie ihr eigenes Land.

Ulrich beantragt Arbeitslosengeld II und erklärt dem Jobcenter (auf wiederholte Aufforderungen zur Mitwirkung), dass er nicht länger durch Lohnarbeit klein gehalten und diesen Staat und seine Besatzer nicht länger durch seine Steuern finanzieren wird und fortan zivilen Ungehorsam übt. Das Jobcenter zahlt ihm weiterhin.

2011 bricht in Syrien Bürgerkrieg aus. Im selben Jahr geht Jimmy Savile als schlimmster Sexualverbrecher in die Geschichte Großbritanniens ein. Ulrich schüttelt bloß den Kopf. Johnny Rotten, der Sänger der Sex Pistols, hatte den BBC-Moderatoren bereits 1978 in einem Interview geoutet.

Ein Jahr darauf explodiert die Snowden-Bombe: Die NSA spioniert die internationale Bevölkerung aus! Ein kurzer, aber nachhaltiger Einblick in die längst orwelleske Gesellschaft gewährt sich Ulrich. Ab jetzt meidet er kabellose Übertragungsverfahren und benutzt ausschließlich Tor für seine Recherchen.

Der Krieg im nahen Osten spitzt sich zu und eine Flüchtlingswelle überschwemmt Europa. Speziell Deutschland scheint betroffen. Die AFD spricht von Islamisierung, Messermigration und Gefährdung der deutschen Kultur. Die Bewohner des Guts sind sich einig: Dies ist ein weiter Schritt zur Eliminierung der deutschen Rasse! Und ein weiterer Versuch der Elite, den dritten Weltkrieg und anschließend die NWO einzuleiten. Deutschland und Europa sind der Dreh- und Angelpunkt des perfiden Plans. Sie beginnen, Vorräte zu horten.

Auf YouTube sieht Ulrich eine ARTE-Doku mit dem Titel Die Pyramiden, reduziert auf ihre Fakten. Die finale These der Doku ist, dass die Größe und mathematische Präzision der Pyramiden in der dafür zugeschriebenen Zeit nur durch extraterrestrische Unterstützung möglich gewesen sein kann. Bereits aus frühesten Menschheitstagen finden sich Indizien für die Präsenz Außerirdischer: Zahlreiche Abbildungen auf Wänden und Krügen, um Jahrtausende zurückdatierte Protokolle von UFO-Sichtungen, die etwas zu perfekte Ausrichtung der Moai, usw.

Als schließlich der Pizzagate-Skandal aufkommt, die Podesta-Mails geleakt werden und Codewörter/-symbole auf einen Pädophilensumpf in höchsten Demokratenkreisen hinweisen, fügt Ulrich eins und eins zusammen wie einen IKEA-Schrank.

Ritueller Missbrauch in einer Pizzeria. Naheliegend … wer würde dort damit rechnen? Doch es beschränkt sich keinesfalls nur auf Podesta, Clinton, Alefantis und Co. Sie alle waren mit dabei, die Politiker, Unternehmer, Banker, Schauspieler, Popstars – ALLE! Reptiloiden brauchen nun einmal Menschenfleisch, um ihre menschliche Form aufrecht zu erhalten.

Ulrich kann hierüber nicht schweigen; er muss seine Mitmenschen dazu bringen, sich gemeinsam mit ihm zu erheben. Es ist der älteste Kampf der Menschheit, Himmel gegen Hölle, Gut gegen Böse, und seine Mitmenschen verschlafen alles! Mit missionarischem Eifer erstellt er sich einen YouTube Account.

Seine Videos sind emotionsgeladen. Einmal weint er sogar. Schließlich geht es um Themen, die alle betreffen; die großen Antworten darauf, warum die Gesellschaft so beschissen ist, wie sie ist. Die Vorstellung der Zukunft, die Damaris erwartet, kriecht ihm als eisiger Schauer das Rückgrat hinunter. Er spricht von Fakenews, der Geburtenstatistik von Muslimen, der anti-familiären deutschen Erziehungspolitik, dem Zukunftswert der Jugend und der moralischen Verkommenheit derer, die sich an ihr vergehen. Die ersten 1000 Klicks lassen nicht lange warten.

 Ulrichs Eltern sind schockiert von seinem Weltbild. Sie versuchen auf jede erdenkliche Art, es zu entkräften, doch scheitern jedes Mal an seiner fünfzigjährigen Verbissenheit. Ulrich, der natürliche Nonkonformist, sieht sich durch ihre Bemühungen in seiner Aufklärung bestärkt. Jedes Mal, wenn er sie besucht, monologisiert er auf sie ein, bis es ihnen zu viel wird und sie schlafen gehen. Ihre Besuche reduzieren sich.

 Damaris Besuche lassen ebenfalls nach. Silke, die eine positivistische Lebenseinstellung hat, gefällt nicht, was ihre Tochter wiederholt, wenn sie von Ulrich zurückkommt. Auch Damaris merkt, dass sie nichts anderes als Verlegenheit erwartet, wenn sie die Theorien ihres Vaters irgendwelchen Leuten unterbreitet, die diese meistens mit simpelsten Argumentationsketten dementierten.

Ulrich stürzt sich tiefer ins Internet. Seine Videos kommen inzwischen auf eine Gesamtzahl von über 100.000 Klicks. Die Menschen sehen und hören, was er zu sagen hat. Und viel wichtiger noch: Sie pflichten ihm bei!

Auch das Zeitgeschehen gibt ihm recht. Jeffrey Epstein wird als der Kopf eines minderjährigen Zwangsprostitutionsrings verhaftet und stirbt in Haft. Wiederholtes Kopfschütteln ulrichseits. Für ihn und die sogenannten ‘Verschwörungstheoretiker‘ ist diese Info seit Jahren Allgemeinwissen. Epstein war schließlich bis zu seinem Tod guter Freund von Prinz Andrew und Bill Clinton.

2020

Das Jahr des Virus. Ulrich und Mitbewohner weigern sich, die Pandemie anzuerkennen. Etwas weit Größeres ist hier am Werk. Etwas, das die Gesellschaft nachhaltig verändern wird!

Anfang und Ende August nehmen die Gutseigner an den Corona-Protesten in Berlin Teil. Irgendwelche Idioten machen Radau und schwenken die Kaiserreichsflagge. Vermutlich wieder Linksextremisten, die undercover für schlechtes Rampenlicht sorgen – genau wie in Chemnitz. Ihre eigene Flagge haben die drei natürlich zuhause gelassen.

Sie setzen sämtliche Hoffnungen auf Trump und Putin. Nur diese (und vielleicht China) haben Willen und Macht, das alte System von innen her aufzubrechen, dem satanisch-außerirdischen Treiben ein Ende zu setzen und die Menschheit zu retten.

Was Deutschland betrifft hat sich alles drastisch verschlimmert. Vergewaltigungen, Ehrenmorde, Kinderehen – und jedem, der sich kritisch Äußert, wird der alles-entkräftende Aluhut aufgezwungen. Keine Meinungsfreiheit und ein nicht-Staat, der gegen die eigene Bevölkerung arbeitet! Es ist so schlimm, wie lange nicht mehr.

Wussten du, dass die Erde flach ist?“ fragt Ulrich Damaris bei einem ihrer seltenen Treffen. “Es ergibt tatsächlich Sinn, wenn man sich näher damit befasst! Ein Satellitenbild zu fälschen, ist gar nicht mal so schwierig.“

Damaris möchte am liebsten heulen. Sie und ihr Vater sitzen auf dem Kunstledersofa direkt nebeneinander.

Und doch befinden sie sich auf verschiedenen Planeten…

Reptilienauge