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Technoclub in Hildesheim- Eine Utopie?

  • 5. August 2023
  • Marie Amft

Hildesheim hat eine Technoszene.

Davon sind 55% von 38 Studierenden überzeugt, besagt die Umfrage, die ich in einer Telegramm-Gruppe mit KuWi Erstsemestern durchgeführt habe.

Anscheinend ist es eine kleine, ziemlich versteckte Szene, aber es gibt sie.
So habe ich es auch wahrgenommen.

Ich wohne seit fast zwei Jahren hier und am Anfang blieb mir das Hildesheimer Nachtleben immer ein Rätsel, bis ich herausgefunden habe, dass das A und O persönliche Kontakte sind. 

„Wenn du wen kennst, der irgendwen kennt, dessen Freund*in auflegt und zufällig Lust hat einen Rave zu veranstalten, bist du drin.„

-Anonym

Ich habe nur Hannover als direkten Vergleich. Ich weiß, dass jeden Donnerstag um 20:30 Uhr ein Plan in alle 16 WhatsApp Gruppen geschickt wird, mit detaillierten Infos wo und wann man am Wochenende Techno tanzen gehen kann. Es gibt Clubs, die Technoszene ist etabliert und immer und überall gibt es die Möglichkeit tanzen zu gehen. 

Hannover ist natürlich größer, vernetzter und wahrscheinlich auch auf’s Ganze betrachtet vielfältiger. Trotzdem bleibt es für mich ein Rätsel, warum es so schwer ist, in Hildesheim regelmäßig tanzen zu gehen. Damit meine ich auch, keine Angst zu haben, dass nach 22:00 die Polizei kommt und den (meist illegalen) Rave beendet. 

Ich frage mich das auch, weil ich in Hildesheim viel Potenzial sehe. 
Voll mit kreativen, motivierten und vor allem technobegeisterten Menschen, die ich in den letzten zwei Jahren kennenlernen durfte. Immer wieder ploppen neue Kollektive auf und bereichern das Hildesheimer Nachtleben.

Die Kulturfabrik Löseke (KuFa) ist wohl die erste Anlaufstelle. Dort habe ich auch die ein oder andere sehr gute Techno- und Tanzparty miterlebt.
Dann gibt es noch im Sommer ein paar Raves oder Univeranstaltungen, bei denen aufgelegt wird, ein paar Bars, wie zum Beispiel die Wunderbar oder das Wohnzimmer, aber im Grunde war’s das dann auch schon und eine Sache fehlt:

Die Regelmäßigkeit. 

Im Winter ist es dementsprechend eher mau und ich bin oft nach Hannover ausgewichen.

„Die KuFa hat als einziger echter Nachtclub in Hildesheim eine besondere Position. Sie muss viele Angebote für viele Menschen mit verschiedenen Interessen schaffen und ist gleichzeitig sehr begrenzt.“

– Disk.o

Warum ist es so schwierig?

Klärchen Berlin

Ich habe mit aktiven Hildesheimer Kollektiven über Wünsche, Erfahrungen und die Technoszene geschrieben und durfte einen kleinen Einblick erhalten.

Das erste Kollektiv ist Disk.o. Die Veranstaltungen gibt es seit mittlerweile 14 Jahren und findet jeden dritten Donnerstag im Monate in der Kufa statt. 

Ein Problem in Hildesheim sei der Leerstand, schreiben mir die Mitglieder*innen von Disk.o.
Es gibt unfassbar viel Leerstand. Das bedeutet eigentlich viele Möglichkeiten etwas daraus zu machen.
Eine Location zum Tanzen zum Beispiel? 

Aber das geht ja nicht einfach so.  Nicht nur finanzielle Risiken seien ein Problem, sondern auch die Festlegung der Zielgruppe und der Musikrichtung und vor allem die Nachfrage.
Das alles ist noch nicht analysiert, ausreichend recherchiert und durchdacht. Außerdem hapert es an den Konditionen und Fördermöglichkeiten für neue Betreiber*innen.
Die Situation müsste sich ändern, damit neue Clubs überhaupt entstehen können.
Es bedeutet also viel Mühe und Auseinandersetzung und das Entgegenkommen der Stadt, um ein so komplexes Projekt umzusetzen.

Eine Kommilitonin erklärt mir einen anderen möglichen Grund: „Hildesheim ist auch oft nur ein Übergangsort. Junge, motivierte Menschen kommen zum Studieren für ein paar Jahre her und sind genau so schnell weg, wie sie gekommen sind. Es bleibt kaum Zeit, sich mit so einem riesigen Projekt auseinander zu setzten„

Das zweite Kollektiv, dem ich einige Fragen gestellt habe, heißt Grooveyard.
Das Kollektiv setzt sich aus Feta Felice, Alterra und ExCee zusammen.
Drei sehr erfahrene DJs, die überall in Hildesheim auflegen.

„unsere Motivation bestand darin endlich wieder einen melodischen und gleichzeitig nach vorne treibenden Sound in die Stadt zu bringen, gute Partys zu schmeißen und unsere Erfahrungen in die Hildesheimer Klubkultur miteinzubringen.„

– Grooveyard

.Aber auch sie wünschen sich eine Alternative zur KuFa und eine stabile Nachfrage.

Die Zurückhaltung meiner Gesprächspartner*innen veranlasst mich leider pessimistisch auf die Umsetzung eines Clubs zu blicken. Es ist spannend zu sehen, dass anscheinend eine Nachfrage besteht, aber diese sehr wage und unregelmäßig ist.

Insgesamt kann man sagen, dass es vor allem an der eindeutigen Forderung und den entsprechenden Bedingungen hapert. Es fehlt eine klare Motivation und Menschen, die sich mit einem Projekt dieser Größe und hoher Risikobereitschaft auseinandersetzen wollen.

Aber jetzt mal utopisch gedacht:



Wie könnte ein Club in Hildesheim aussehen ?  

„Was genau macht einen „Technoclub“ aus?

– Disk.o

Lights out gibt es seit mittlerweile 7 Jahren und auch sie sind aktiv in der Kufa und auf Open Airs in Hannover und Hildesheim unterwegs.
Sie wollen einen Raum schaffen, der Menschen, die Techno lieben, zusammenbringt.
Außerdem wünschen auch sie sich eine weitere Tanzlocation neben KuFa und bekanntere Gigs, diese seien aber bereits in Arbeit.

Instagram: _lights_out_music_

Lights Out hat verschiedene Vorstellungen, wie eine neue Location aussehen könnte.
Das wäre zum einen, einen Ort im Freien zu schaffen, der für den Sommer genutzt werden könnte.

„Und Möglichkeit zwei natürlich ein neuer Club mit allem, was dazu gehört: 2-3 Floors oder ein großer; dunkel, wenig Licht, am Wochenende immer voll, gerne auch von Freitag bis Sonntagmittag“

– Lights Out

Disk.o beschreibt es als Freiraum, „Orte, die alternative und inklusive Räume eröffnen, Subkulturen fördern, die sich mit einer (im weitesten Sinne) linken politischen Haltung positionieren, bei denen es mehr um Musik und ein respektvolles Miteinander geht, statt um „Party & Entertainment“„

Und das sagt ihr:

„Richtig gut Techno feiern zu gehen, geht bei mir mit einem Freiheitsgefühl Hand in Hand. Das würde ich mir auch für einen Hildesheimer Nachtclub wünschen“

– Marie B. Studentin aus Hildesheim

„Natürlich gute Musik, viel los, schöner vibe“  

– Anonym

„Ein Ort, an dem man zusammenkommt“

– Tammo J. Student aus Hildesheim

„Einfach einen Ort mit tollen Menschen, einem guten Konzept und allem, was man aus einem gängigen Club kennt: Awareness, Bar, Außenbereich etc.“

– Lilli A., Studentin aus Hildesheim

Auch die Umfrage in der oben erwähnten Studierendengruppe und einzelne Gespräche mit Komiliton*innen, Menschen aus Hildesheim und Freud*innen zeigen eine deutliche Nachfrage neuer Möglichkeiten und Unzufriedenheit im Nachleben.
Dabei sind ganze 79% nicht gerne im Hildesheimer Nachleben unterwegs und das finde ich schon sehr schockierend für eine Studierendenstadt.

Stimmungsbild

Also warum schreibe ich den Artikel überhaupt, wenn es anscheinend allen klar ist, dass das Hildesheimer Nachtleben nicht das begehrteste ist ? 

Bisher hatte ich nur meine eigene Wahrnehmung und war sehr gespannt, noch andere Stimmen zu hören.
Es interessiert mich, ob es eine Nachfrage gibt und ob man eine Erklärung für das Fehlen eines Nachtclubs finden kann. 

Es wird auf jeden Fall deutlich, dass es Menschen gibt, die einen Club besuchen und supporten würden.
Kollektive, die dort eine Möglichkeit hätten, vor einem großen Publikum aufzulegen und dadurch noch mehr Reichweite in Hildesheim generieren . Außerdem gibt es große Motivation und bereits laufende Veranstaltungen, die weiter ausgebaut und organisiert werden könnten.
Hildesheim würde an Attraktivität als Studierendenstadt gewinnen. Doch es fehlt zu viel, das Projekt ist zu groß und es gibt wenig bis keine Voraussetzungen, die eine Umsetzung in nächster Zeit möglich machen würden.

Bis dahin bleibt es dann doch nur eine Utopie, die vielleicht irgendwann Realität wird.

Wo geht Ihr tanzen? Was denkt Ihr über die aktuelle Situation und was wünscht Ihr euch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Danke an Grooveyard, Disk.o und Lights Out für die Beantwortung meiner Fragen!

Ein Beitrag von: Marie Amft, veröffentlicht am 05.08.2023

Marie Amft

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