Von Konsum­kritik bis zum Ende des Patri­ar­chats: Studie­rende des Fachs Szeni­sche Künste stellen Abschluss­pro­jekte vor

von Sarah Ben Bornia und Gabriel Dörner, 29. April 2022

Zum Abschluss ihres Studiums am Kultur­campus entwi­ckeln Studie­rende des Studi­en­gangs Szeni­sche Künste ein künst­le­risch-prak­ti­sches Projekt. Hier stellen wir die Ergeb­nisse aus dem dies­jäh­rigen Abschluss­jahr­gang vor.

Im Sommer­se­mester 2022 wurden fünf Insze­nie­rungen zur Thematik “Ein Ende setzen” entwi­ckelt. Das Motto ist Samuel Becketts dysto­pi­schem Thea­ter­stück “Endgame” inspi­riert.
“Hier treffen sich ganz aktu­elle – auch poli­ti­sche – Frage­stel­lungen mit konkreten thea­ter­prak­ti­schen Problemen.«, sagt Dozentin Anne­marie Matzke, die die Studie­renden in diesem Jahr betreut. »Drama­tur­gien des Abtre­tens, des Schluss­aktes und die Endszene im Theater werden zum Einen anhand einschlä­giger Theo­rie­bei­spiele disku­tiert und vermit­telt. Außerdem werden solche Phäno­mene auch prak­tisch erprobt und entspre­chende Konzepte in Recher­chen und Übungs­blö­cken erar­beitet.”, so Matzke. 

Viel­schich­tige Thematik erfor­dert unter­schied­liche Präsentationsformate

Wie viel­fältig diese Thematik inter­pre­tiert werden kann, wird anhand der Schwer­punkte erkennbar, die von den Studie­renden gesetzt wurden. Die 16 Teil­neh­menden entwi­ckelten in Klein­gruppen fünf Insze­nie­rungen. Von Ressour­cen­mangel über verges­sene Gegen­stände bis hin zum Ende des Patri­ar­chats findet sich ein inhalt­lich span­nendes Programm. Aber auch die Präsen­ta­ti­ons­for­mate könnten nicht unter­schied­li­cher sein: So entwi­ckelt die Gruppe »Konsu­mend« einen perfor­ma­tiven Rund­gang durch die Hildes­heimer Nord­stadt, während die Gruppe »Rebel Baby« eine Instal­la­tion in der Garde­robe des Burg­thea­ters am Kultur­campus aufbauen wird.

Wer erfahren möchte, wie in den Insze­nie­rungen künst­le­ri­sche Praxis und Theorie zusam­men­ge­bracht werden, ist herz­lich einge­laden, sich die Projekt­prä­sen­ta­tionen im Juli anzu­schauen.
Die Projekte werden vom 13. bis 15. Juli an verschie­denen Spiel­orten präsen­tiert und sind kostenlos zugänglich.

Studi­en­gang Szeni­sche Künste

Zum Ende des Studiums widmen sich alle Studie­renden des Studi­en­gangs Szeni­sche Künste einem prak­ti­schen Projekt. Studie­renden mit Haupt­fach Medien wird im Rahmen dieses Moduls ein breites Praxis­an­gebot in Form von Lehr­ver­an­stal­tungen ange­boten. Im Haupt­fach Theater wird ein kleines Insze­nie­rungs-Projekt konzi­piert, durch­ge­führt und doku­men­tiert. Die Studie­renden lernen eigene thea­ter­prak­ti­sche Versuchs­an­ord­nungen zu entwi­ckeln, in denen theo­re­ti­sche oder histo­ri­sche Frage­stel­lungen und auch aktu­elle Thea­ter­formen unter­sucht werden.

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