Am 10. April 2024 fand eine kleine Werk­schau der Abtei­lung Medien statt. Dort konnten wir aus dem Seminar "Supercut" kurze Filme von Studie­renden sehen genauso wie durch den Kurs "Karto­grafie des Reality-TV", in die Welt des Reality-TVs eintau­chen mithilfe der VR-Brille. Welche Filme wurden vorge­stellt und in welchen Reali­ty­shows konnten wir der Star sein?

An der Werk­schau sind die Kurse "Supercut" und "Karto­grafie des Reality TV" von Viktoria Magnucki betei­ligt gewesen. Es wurden Arbeiten präsen­tiert, an denen die betei­ligten Studie­renden im Winter­se­mester 23/24 fleißig gear­beitet haben. Die gezeigten Produkten sollen dabei einen Einblick in das Tun der Medi­en­ab­tei­lung geben.

Supercut

Supercut — die meisten von euch fragen sich sicher­lich, was ist das? Nun kurz gesagt nennt man so einen Zusam­men­schnitt von kurzen Video­clips die ein zentrales Thema, eine wieder­holte Phrase oder eine bestimmte Hand­lung vereint, um eine neue, zusam­men­ge­setzte Sequenz zu bilden. Oft werden sie benutzt, um (auf humor­volle Weise) Muster oder Klischees in Filmen, Fern­seh­sen­dungen oder anderen Medien aufzu­zeigen. Super­cuts verdeut­li­chen, wie bestimmte Elemente in der Popkultur omni­prä­sent sind und bieten eine span­nende Möglich­keit, Medi­en­kritik visuell zu kommu­ni­zieren. In dem Seminar analy­sierten die Studie­renden ihr Medi­en­kon­sum­ver­halten, indem sie ihre Sehge­wohn­heiten doku­men­tierten und wieder­keh­rende Muster iden­ti­fi­zierten. Woraufhin sie diese in ihrem eigenen Supercut deut­lich machen sollten.

Bei der Werk­schau wurde der*die Besucher*in zunächst geschmack­voll mit einem Sekt empfangen. Es kamen ca. 25 Menschen, darunter Studie­rende als auch Dozie­rende. Nach der kleinen Erfri­schung konnten die Anwe­senden sich die Super­cut­filme anschauen, welche nach­ein­ander im Loop abge­spielt wurden. Es war somit kein wirk­li­ches Scree­ning, sondern eine Vorstel­lung, in die man egal zu welchem Zeit­punkt kommen sowie gehen konnte. Ein paar Themen aus Super­cuts waren z.B.:

  • Bad Guys: Zusam­men­schnitt von Böse­wichten aus Filmen, unter­malt mit dem Song “Bad Guy” von Billie Eilish.
  • Walking: Zusam­men­schnitt aus Film-/Seri­en­szenen, wo das Fort­be­wegen einer weib­lich gele­senen Person aus männ­li­cher Perspek­tive betrachtet wird.
  • Product adver­ti­se­ment for men/women: Zusam­men­schnitt aus Werbungen die “männ­liche”- und “weib­liche” Werbung gegenüberstellen.
        Dabei wurden nicht nur die Super­cuts ausge­strahlt, welche die Studenten*innen in diesem Winter­se­mester erstellt haben, sondern auch die aus dem vorhe­rigen Jahr.
    • Before the Jump Scare: Schreck­mo­mente in Horror­filmen: Zusam­men­schnitt von Suspense Szenen, kurz bevor jemand erschreckt wird. 

    • „no lost cause?“: Zusam­men­schnitt aus Szenen mit Wasser aus dem Anime “Ponyo”, unter­malt mit dem Song “Lost Cause” Von Bilie Eilish

    • Super­männer: Zusam­men­schnitt aus Szenen in denen Super­helden ihr Shirt ausziehen und/oder ihr Sixpack zu sehen ist. 

    • There's a good girl: BDSM in Kinder­se­rien, unter­malt mit dem Song “S&M” von Rihanna

     

    Karto­grafie des Reality TV

    Im Rahmen von „Karto­grafie des Reality-TV“ sind VR-Umge­bungen entstanden, in denen die Studie­renden die Räum­lich­keiten verschie­dener Reality-TV-Formate explo­rieren. Die Besucher*innen konnten sich in den virtu­ellen Einzel­räumen umsehen oder eine inter­ak­tive Land­karte erkunden, die Aufschluss über rele­vante Formate wie „Queer Eye“, „Too Hot To Handle“, „Das Dschun­gel­camp” und „Tempt­a­tion Island“ gibt

    Durch die VR-Brille konnte man die grafisch nach­ge­stellten Sets der unter­schied­li­chen Reality-TV Formate besu­chen und sich dort frei bewegen. Außerdem waren in den unter­schied­li­chen Welten auch Videos zu sehen, ebenso wie Beschrei­bungen die darüber Auskunft geben worum es in der jewei­ligen Show geht. So konnte sich jede*r dort auspro­bieren, ob er*sie gerne zukünftig an der Reali­ty­show teil­nehmen wollen würde. Ferner kann man es auch als eine digital-inter­ak­tive Demo­ver­sion der vier TV-Formate bezeichnen.

    Werk­schau verpasst?

    Um keine Werk­schau zu verpassen empfehlen wir öfter auf die Pinn­wand des Kultur­praxis-Blogs zu schauen. Dort werden (fast) immer alle ankom­menden Veran­stal­tungen am Kultur­campus ange­pinnt. Also vergesst nicht diesen regel­mäßig abzu­che­cken! ☺️

    Ein Beitrag von Jana Zimmer­mann und Ýr Estrid Langhorst.