Hildes­heim als Studienstadt

Eine Bucket-Liste

„Wo soll das denn sein?“

haben dich sicher­lich schon einige Leute gefragt, als du ihnen erzählt hast, dass du Hildes­heim als deine neue Studi­en­stadt auser­koren hast.
Du weißt es selbst nicht genau. Irgendwo in Nieder­sachsen, Hannover nicht weit entfernt.
Du fragst dich selbst, was dich in Hildes­heim erwartet. Das Studium, für das du dich beworben hast, klingt auf jeden Fall schon vielversprechend.

Nun surfst du im Internet auf der Suche nach Antworten auf deine Fragen. Wie sieht die Stadt aus? Wo gehen die Studis abends hin? Wo kann man Leute kennen lernen? Was kann ich am Wochen­ende machen? Was macht den Charme von dieser Stadt aus?
Dabei stößt du leider auch auf viele Schreckensbilder.

Und wir geben es ja alle zu: Es gibt häss­liche Orte in Hildes­heim. Und davon nicht zu wenige. Auf den ersten Blick scheinen sich die Bürger­steige hier nachts selbst nach oben zuklappen, die Altstadt ist werk­tags­abends leer­ge­fegt, Tumb­le­weeds rollen von einem Stra­ße­n­ende zum anderen. Irgendwo in der Ferne heulen die Wölfe in den Ausläu­fern des Harzes …

Okay, ganz so schlimm ist es nicht. Ehrlich!
Ich möchte dich gerne an die Hand nehmen und dir zeigen, wie wir Studis es uns hier gemüt­lich und schön machen. Denn eine Stadt ist nicht nur das Äußere sondern auch, was seine Bewohner*innen daraus machen.
Hier ist eine kleine Bucket-Liste zusam­men­ge­stellt mit Ausflügen, die du in deiner Zeit in Hildes­heim planen kannst, wo du Studis treffen kannst bzw. wenn du außer­halb der Bib lernen möch­test und was unsere Geheim­tipps in Hildes­heim sind.

Viel Spaß dabei!

Punkt 1: WO ABENDS HIN?

Das wich­tigste zuerst! Wohin sollst du abends hin?

 

  • Die Kultur­fa­brik Löseke (KuFa) habe ich ja schon erwähnt. Tatsäch­lich ist das Angebot aber sehr breit gefä­chert! Hier kannst du nicht nur abends das Tanz­bein schwingen, sondern es gibt auch viele Ange­bote tags­über, wie Work­shops, Lesungen oder Veran­stal­tungen wie das offene Faser­werk (wo du Second-Hand stöbern kannst!).
    Tipp: Die Über­nahme des DJ Kollek­tivs DISK.O (bestehend aus Hildes­heimer Studierenden)
  • Das Wohn­zimmer ist DIE Studi-Kneipe in Hildes­heim. Leider ist sie momentan noch in Reno­vie­rungs­ar­beiten und wegen Corona auch geschlossen. Aber wer weiß, viel­leicht öffnet sie ja diesen Sommer. Dann wirst du hier auf jeden Fall einige Kommiliton*innen und andere Studis begegnen. Derweil kannst du ja die anderen Kneipen und Bars auschecken.
  • Der Spanier geht immer! Hier kannst du gemüt­lich mit deinen Freund*innen bei einem Bier und einigen Lecke­reien verweilen.
  • Das Wild Geese liegt sehr prak­tisch in der Stadt. Hier gibt’s alles, was ein guter Irish-Pub zu bieten hat.
    Tipp: Die Quiz Night, bei der es was zu gewinnen gibt!
  • Eine Alter­na­tive zum Wohn­zimmer bietet seit Neuestem die Wunder-Bar. Hier findest du auch häufig Studis vom Kulturcampus!
      PUNKT 2: WO KAFFEE TRINKEN UND KUCHEN ESSEN?

      Egal, ob im Café sitzen und an deiner Haus­ar­beit schreiben, lernen oder mit Freund*innen einen gemüt­li­chen Kaffee schlürfen. Hier sind meine Tipps für dich:

       

      • Das Café Viva. Da treibt es einige in Verbin­dung eines Spazier­gangs im Ehrli­cher Park hin. Entweder vorher, für einen Kaffee und einem Crois­sant auf die Hand während des Spazier­gangs oder für eine Verschnauf­pause in einem Strand­korb-sitzend danach.
      • Im CODOS gibt’s das beste vegane Kuchen Angebot und es gibt auch immer was glutenfreies!
      • Röste­reien bietet Hildes­heim einige: Da wären die Rösterei DREIELF in Moritz­berg, das Kleine Röst­werk im Umge­kehrten Zuckerhut (mitten in der Innen­stadt) oder die Kaffee­rös­terei Schuler.
        Tipp für deinen nächsten Heimat­be­such: Kaffee­bohnen mitbringen und durchtesten!
      • Das Hofcafé ist auf dem Domäne-Gelände und bietet nicht nur Kaffee für nach dem Seminar sondern immer auch ein Mittag­essen-Angebot für Studis, falls du den Mensa-Wagen verpasst hast!
      Punkt 3: GEHEIMTIPPS IN HILDESHEIM
      • Mitt­wochs und Samstag ist Markttag! Es gibt einen Markt auf dem Rathaus­platz und einen auf dem Neustädter Markt. Welcher Markt besser ist, entschei­dest du!
        Tipp: Nimm Brett­chen und Messer mit und mach mit deinen Freund*innen einen Brunch direkt vor Ort mit den frisch gekauften Lebens­mit­teln. Mehr Markt-Gefühl gibt’s nicht!
      • Der Magda­lenen-Garten. Im Früh­jahr und Sommer beson­ders schön, wenn die Rosen blühen!
      • Für blutige Neulinge oder für deine Verwandt­schaft und sons­tigen Besuch: Der Rosenweg, der durch Hildes­heim führt und fast alle Sehens­wür­dig­keiten abklap­pert. Ganz einfach: Den Rosen-Kacheln auf dem Boden folgen. Alle Wege führen zum Tausend­jäh­rigen Rosenstock!
      • Nicht genug Abwechs­lung im Brett­spiel-Regal deiner WG? Jeden Dienstag und Donnerstag bietet „Das Spiel­brett“ einen offenen Spie­le­abend an.
      • Spazier­gänge sind seit Corona voll doof und lang­weilig? Nicht in Hildes­heim. Wenn es ein Pro gibt, dann die Nähe zur Natur! Du kannst an der Innersten lang spazieren, auf den Galgen­berg, den Panora­maweg laufen oder du verbin­dest deinen Spazier­gang mit dem Wild­gatter und knud­delst noch ein paar süße Ziegen!
      Punkt 4: AUSFLÜGE IN DER UMGEBUNG
      • Der Harz bietet zu jeder Jahres­zeit einen Ort zur Erho­lung und zur sport­li­chen Betä­ti­gung jenseits deiner Wohnung ­– und das Beste: Er ist nicht weit entfernt! Mit dem Studi-Ticket kommst du super schnell und umsonst nach Bad Harz­burg oder Goslar. Von dort kommst du am einfachsten zu deiner gewählten Wanderroute.
      • Wenn ich schon mal das Studi-Ticket anspreche: Wuss­test du, dass man ganz kostenlos von Hildes­heim ans Meer kommt? Zum Beispiel nach Cuxhaven oder Nord­deich Mole. Einziger Haken: du darfst nur mit dem RE fahren. Klingt doch nach einem Abenteuer!
      • Nicht weit entfernt ist auch das wunder­schöne Schloss Mari­en­burg. Perfekt für einen Tages­aus­flug und gut mit den Öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln zu erreichen.
      • Mit dem Fahrrad (das du in Hildes­heim so oder so besitzen soll­test!) kannst du eine schöne Fahr­rad­tour zum Kloster Mari­en­rode machen.
      • Und wenn du gar keine Lust mehr auf Klein­stadt hast, denk dran: Hannover ist nur eine halbe Stunde entfernt. Das macht manchen lethar­gi­schen-Klein­stadt-Tag auch erträglicher 😉
      Punkt 5: TIPPS FÜR DAS LEBEN AUF DEM KULTURCAMPUS
      • Tipp Nr. 1: Die studen­tisch-orga­ni­sierten Festi­vals! Prosa Nova, das State of the Art, das Thea­ter­fes­tival Schredder*, das Trans­eu­ropa! Beson­ders wenn du neu bist sind das die ersten Anlauf­punkte, wo du mit der „Hildes­heimer künst­le­ri­schen Praxis“, von der immer alle spre­chen, in Berüh­rung kommen kannst.
      • Der News­letter »Arbeits­feld Kultur« sammelt alle wich­tigen Infos und Stel­len­aus­schrei­bungen für dein späteres Berufs­leben oder für dein Pflicht-Prak­tikum. So bleibst du immer auf dem Neusten Stand!
      • Im Lite­ra­tur­garten hinterm Lite­ra­tur­ge­bäude kannst du von deinem stres­sigen Uni-Alltag erholen oder deine Sorgen davon schaukeln.
      • Studen­ti­sche Maga­zine und Zeit­schriften! Es gibt einige die über das Studi-Leben schreiben und einige, die ganz kreativ und lite­ra­risch aktu­elle Themen bear­beiten. Um nur ein paar zu nennen: Die BELLA triste, Honoris Causa, das KULTUR PUR Magazin vom Studen­ten­werk Ostnie­der­sachsen, Das Magazin kultur!

      Wenn du unten auf das Insta­gram-Icon drückst, gelangst du zum Reel: Was ich meine, wenn ich sage ich studiere in Hildesheim. 

      Beitrag und Bilder: Aleen Hartmann