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State gestern und heute – ein Interview

  • 11. Oktober 2023
  • Luca Ruppert

Von der Künstlerin zur Festivalorganisation

Marie Kristin Lohmiller hat beim letzten State noch ihre erste Ausstellung „Vulva Küsse“ gezeigt. Doch heute hat sie alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen des State15 symposia. Ein Rückblick auf ihre Zeit beim State14, ein Einblick in ihre Arbeit im aktuellen Orga Team und ein Ausblick auf das Festival im Oktober.

Willst du dich vielleicht einfach am Anfang kurz vorstellen?

Mhm! Ich bin Marie Kristin Lohmiller. Ich studiere an der Domäne, also am Kulturcampus Kulturwissenschaften mit Kunst und Theater.

Was würdest du sagen: Wie verortest du dich an der Domäne oder in der Uni generell?

Ich finde es ziemlich schwierig, an der Domäne einen Platz zu finden. Nach dem Projektsemester hatte ich einen gefunden, glaube ich. Aber der ist nicht dauerhaft, sondern jedes Semester neu. Und jetzt so mit dem State zum Beispiel habe ich das Gefühl ich bin wieder voll präsent und mache viel an der Domäne und ich kenne auch viele Leute. Vielleicht kann man das so zusammenfassen, dass es extrovertierte und dann wieder introvertierte Semester gibt für mich.

Okay, lass uns über das State reden, wo du es auch gerade schon erwähnt hast. Es ist ja nicht das erste Mal, dass du was mit dem Festival zu tun hast dieses Jahr, sondern du hast ja auch letztes Jahr mitgemacht. Was war denn dein Impuls dich zu bewerben damals?

Ich glaube, mein Impuls war vor allem das Thema, weil es hieß ja „Zutrauen“. Also was zu zeigen, was man sonst noch nie jemandem gezeigt hat. Und das hat ziemlich gut gepasst, weil ich mich selten traue meine Bilder auszustellen, an mir zweifele und dann immer denke „die sind sowieso nicht so gut und wer will das denn sehen“ und so. Ja, dann wurde ich von Friends gepusht, das doch zu machen und Emilia, eine Freundin von mir, war im letzten State-Team, also bei der Orga und hatte dann auch gemeint ich solle mich mal bewerben, weil das voll cool ist, was ich mache und dann dachte ich mir „okay, dann mach ichs halt“.
Dazu kommt, dass es eine Möglichkeit ist, dass ich was ausstellen kann, ohne Druck zu haben. Einfach mal zum Ausprobieren und es muss gar nicht super cool werden, weil nicht dieser hohe Anspruch da ist.  Wenn ich mir überlege, ich will jetzt eine Ausstellung machen und ich muss den Kunstraum kontaktieren, dann wird das schnell richtig seriös und es ist nur der Blick auf mich gerichtet. Das wäre mir zu viel Aufwand und auch zu viel Aufmerksamkeit. Beim State letztes Jahr war ich dann einfach ein Teil vom Festival und das hat mir so ne Entspannung gegeben. Oder eher Sicherheit, dass das Augenmerk nicht nur auf den Sachen liegt, die ich ausstelle, sondern dass es eingebettet ist.

Was hast du denn letztendlich ausgestellt?

Ich habe Paintzeichnungen ausgestellt. Die habe ich während des Lockdowns ganz viel an meinem Laptop gezeichnet. Ich hatte den neu damals und der hat eine Touchfunktion. Ich hab nur kein Zeichenprogramm und dann habe ich angefangen auf Paint zu zeichnen und das hat mir richtig Spaß gemacht und war eigentlich eher einfach so aus dem Juks raus. Da sind dann so zehn Zeichnungen entstanden. Es sind feministische Plakate würde ich sagen, die den weiblichen Körper zeigen und wie stark weiblich gelesene Körper sein können und die Liebe zwischen zwei Frauen darstellen und einfach sehr empowernd sein sollen. Davon habe ich Sticker drucken lassen und die ebenfalls ausgelegt.
Im Laufe vom Prozess dieser Ausstellung ist die Idee entstanden eine große Vulva zu bauen, durch die man durchkrabbeln kann. Der Raum hat sich dann glücklicherweise so ergeben, dass das super gepasst hat, weil die Vulva dann in einer Nische stehen konnte, durch die man dann in so einen kleinen Raum gekommen ist. Und diesen Raum habe ich dann auch noch gestaltet, ihn versucht so cozy wie möglich zu machen und Fragen an die Wand gehängt, anhand derer man sich selbst mit dem Thema von Empowerment, Weiblichkeit und weiblich sein auseinandersetzen konnte. Da waren dann so Fragen wie, ob man es im Sommer spürt, wenn der Wind durch die Beinhaare weht und sich das schön anfühlt. Oder ob man selbst schonmal bemerkt hätte, dass die eine Vulva Lippe größer ist, als die andere. Ja, und das hat richtig Spaß gemacht. Auch diese Realisation zu haben, dass man eine ganze Ausstellung einfach so konzipieren und seine eigenen Sachen zeigen kann.

Unbenannte Paint Zeichnung
Marie Kristin Lohmiller

feminism
Marie Kristin Lohmiller
Besuchende der Ausstellung „Vulva Küsse“ beim State14

Das heißt, du hast letztes Jahr als Künstlerin mitgemacht und hast dich dann dieses Jahr dazu entschieden, die „Lager zu wechseln“, also in die Orga des Festivals zu gehen. Wie kam das denn zustande?

Letztes Jahr lief die Orga tatsächlich nicht so gut. Ich habe mich als Künstlerin ein bisschen alleingelassen gefühlt. Ich hatte das Glück, dass ich eine Person im Team kannte und ich deswegen auf sie zukommen konnte, wenn ich Fragen hatte. Aber das sollte an sich eigentlich nicht so laufen. Ich habe in dem ganzen Team die Überforderung einfach krass gespürt und als Künstlerin hat das dann dazu geführt, dass bis zum Schluss richtig viel unklar war für mich. Also zum Beispiel wusste ich als letzte, dass ich Geld bekomme. Das hatte mir niemand gesagt und ich habe das dann irgendwann über die anderen Künstler*innen erfahren. Das lag vielleicht auch daran, dass die Person, die für mich zuständig war, nicht so viel Zeit hatte oder einfach nicht so zuverlässig war, aber die Kommunikation lief nicht gut.

Das waren dann so Punkte, über die ich mich geärgert habe. Und dann dachte ich mir – das klingt jetzt voll blöd – dass ich das besser machen will. Ich wollte vor allem auch mal gucken, woran scheitere ich denn, wenn ich beim State mitmache, weil ich konnte mir schon vorstellen, wie schwierig es ist, so ein Festival zu leiten. Dadurch, dass ich diese Struggles gesehen hatte von den anderen, wollte ich ausprobieren, ob ich es denn überhaupt besser machen könnte.
Das State ist so ein Ausprobierfestival, würde ich behaupten, wo es möglich ist zu scheitern. Wo sich Leute ärgern und Dinge schiefgehen und das ist dann nicht cool, aber auch kein Weltuntergang. Es kann nicht so viel passieren, weil es ja immer noch in diesem studentischen Rahmen stattfindet. Dadurch, dass ich im Kunstraum aktiv bin, habe ich voll Lust bekommen auf Orga, was ich vorher nie hatte. Es macht richtig Spaß, wenn man Leuten ermöglichen kann, ihre Sachen zu zeigen. Durch die Künstlerin Perspektive habe ich gemerkt, wie gut es tut diese Chance zu bekommen und aus dieser Motivation heraus habe ich mich beworben.

„Vielleicht scheiter‘ ich ja auch.“

Wo genau ist denn dein Aufgabenbereich im State Team?

Ich bin in den Departments Programm und Öffentlichkeitsarbeit und mittlerweile in Programm auf jeden Fall aktiver als in ÖA. Aber das wandelt sich auch immer mal wieder.
Den Mix aus den beiden Departments finde ich gut, weil man sich in Öffentlichkeitsarbeit kreativ ausleben kann, indem man zum Beispiel die Plakate gestaltet. Bei Programm finde ich die Arbeit mit den Künstler*innen, das Begleiten vor und während des Festivals einfach richtig cool. Dann machen wir in Programm den Time Table, was auch eine ganz neue Sache für mich ist, aber deshalb eben auch so spannend. Ich würde sagen, dass meine Wahl auch verknüpft ist, mit meiner Erfahrung als Künstler*in beim letzten State und deshalb wollte ich gerne mit den jetzigen Künstler*innen arbeiten, sie unterstützen.
Auch wenn ich das Gefühl habe, wir würden alle gerne alles machen, weil jeder Bereich des States irgendwo interessant klingt, ist es einfach viel Arbeit. Also so in zwei Departments zu sein, das unterschätzt man leicht. Man muss immer sein Augenmerk auf eins legen, kann nicht in beiden gleich viel Prozent aktiv sein und ich glaube, das merken wir alle gerade so ein bisschen.

Jetzt hast du schon ein bisschen erwähnt, dass es dich mehr interessiert, mit den Künstler*innen zusammenzuarbeiten. Gibt es denn noch andere Erfahrungen, die du aus deiner State-Zeit mitgenommen hast und die du jetzt versucht in der Orga umzusetzen?

Voll. Gerade das Vernetzungstreffen, was wir jetzt hatten, das ist aus dem Impuls heraus entstanden, dass ich mir beim letzten State gewünscht hätte, die anderen Künstler*innen mehr kennenzulernen. Die Möglichkeit zu haben sich connecten zu können und nicht so dieses von, man geht dort hin, baut auf und geht halt wieder. Da war es mir wichtig, dass es anders läuft in diesem Jahr.

Was kann man sich denn unter dem Vernetzungstreffen vorstellen?

Die eigentliche Intention hinter dem Vernetzungstreffen war, dass sich Vermittlungspersonen finden, die sich dann zusammentun mit den künstlerischen Produktionen und die dann gemeinsam Vermittlungsformate entwickeln. Das hat nicht so ganz funktioniert, weil sich bis jetzt kaum Leute für die Vermittlung beworben haben, aber das war im Endeffekt gar nicht schlimm. Die künstlerischen Produktionen, die da waren, ungefähr die Hälfte, hatten so nämlich einen Raum, um sich untereinander auszutauschen, aber auch uns vom Team kennenzulernen. Was ja auch super wichtig ist, dass man ne gute Connection zum Team findet, damit man weiß, wer arbeitet für mich oder mit mir. Wie gestaltet sich das Festival überhaupt. So Fragen. Und dann auch zu kommunizieren, dass die Produktionen dieses Festival natürlich mitgestalten dürfen und deshalb ja auch Teil des Teams sind. Dass wir nicht die Personen sind, die etwas vorgeben, sondern nur den Rahmen schaffen für ihre Ideen. Es hat auch ganz gut funktioniert, die Atmosphäre, die wir gerne während des Festivals kreieren wollen – also ein Gefühl von Gemeinschaft – zu wecken. Symposia eben.

Wie schön, dass du das gerade ansprichst. Das bringt mich doch elegant zur nächsten Frage. Wir haben uns mit symposia ja ein Thema gesetzt und mich würde interessieren, was es ist, was dich an symposia reizt?

Hm. Also wir haben ja sehr lange gebraucht bei der Themenfindung und ich glaube das, was ich an dem Begriff symposia oder vielmehr an der Idee dahinter so spannend finde, ist, dass wir uns eine kleine Insel oder so einen kleinen Festivalort erschaffen, der dann nicht mehr die Domäne ist, sondern alles sein kann. Es ist so eine Mischung aus Fantasiewelt, wo so Schmetterlinge sind – Ich hab vor kurzem einen Flyer gestaltet und symposia hat für mich aktuell ganz viel mit Schmetterlingen zu tun – und man tanzt und Spaß hat und die Anwesenheit von anderen Menschen genießen kann und jede*r trägt etwas dazu bei. Aber eben auch gemischt mit Diskussionen, Austausch und Vernetzung, um dieser Vereinzelung etwas entgegenzuwirken.
Genauso wie die intensive Beschäftigung mit den Themen, die in symposia verhandelt werden. Das es eben nicht nur ein Kunst- und Kulturfestival wird, sondern ein Diskursfestival, was das State ja ursprünglich auch mal war. Das ist für mich die Essenz von symposia.

Jetzt haben wir schon viel über deine aktuelle Rolle beim State gesprochen, aber mich würde mal noch interessieren, worauf du dich besonders freust?

Ich freue mich richtig doll irgendwann auf dem Campus zu stehen und mir alles anzugucken und zu wissen, das haben wir gemacht.
Die Reaktionen von den Menschen zu sehen, mit den Künstler*innen über ihre Produktionen zu sprechen, weil ich habe ja auch noch nicht alle gesehen. Oder ehrlich gesagt habe ich glaube ich noch keine gesehen. Also klar, ich habe mich mit den Inhalten auseinandergesetzt, weil ich die mit ausgesucht habe, aber die dann wirklich vor Ort zu entdecken, das wird ja nochmal eine ganz andere Art, das alles zu rezipieren. Oh, und ich freue mich auch auf die Woche davor. Sachen zu bauen und dass es so richtig serious wird, so zu wissen „Okay, in einer Woche muss hier alles stehen.“
Also am meisten freue ich mich auf die Eröffnung und auf die Party natürlich.

Ich sehe mich auch schon sehr, mit so einem Akkuschrauber eine Woche vorher symposia aufbauen und dann Timo nach so Dingen fragen. Das ist letztendlich das, worauf wir die ganze Zeit hinarbeiten. Ich meine, es wird immer realer, dadurch, dass wir jetzt schon Menschen eingeladen haben, aber dann die wirkliche Umsetzung zu machen, das wird so aufregend.
Aber mal noch im Gegensatz zu unseren Schwärmereien gerade, was sind denn Dinge, vor denen du dich fürchtest?

Gerade habe ich noch keine Angst, aber die Realität kickt schon so ein bisschen, also dass ich merke, dass Dinge nicht funktionieren. Wir sind einfach eine sehr flexible Gruppe und können uns gut auf Dinge einstellen, aber trotzdem fürchte ich mich ein bisschen davor, dass Dinge nicht passieren, wie man sie möchte und es dann doch keine Alternative mehr gibt.
Dann habe ich auf jeden Fall Respekt davor, dass es in unserer Gruppe Passivaggressivität gibt, weil das in so großen Gruppen einfach schnell passiert. Da hoffe ich einfach, dass wir immer gut kommunizieren können, dass Konflikte angesprochen werden, um sie zu klären und dass nichts unausgesprochen im Raum steht, weil wir solche Situationen auch schon hatten und das keine angenehme Gruppendynamik ist.
Aber ansonsten bin ich super zuversichtlich, dass das Festival einfach geil wird.

Wie ist denn die Arbeit im State Team für dich? Du hattest vorhin angedeutet, dass es bereits Situationen mit Konfliktpotenzial gab.

An sich mag ich die Arbeit im State Team richtig gerne, wir haben uns auf jeden Fall aneinander gewöhnt. Ich habe ein richtiges Teamgefühl, was in den einzelnen Departments nochmal größer ist als in der Gesamtgruppe. Das liegt daran, dass ich im Programm und Öffentlichkeitsarbeit natürlich viel intensiver mit den Leuten vernetzt bin als im ganz großen Team, weil wir 20 Leute sind. Die Anonymität, die am Anfang da war, ist jetzt weg und das finde ich richtig schön. Wir hatten so ein paar Konflikte, weil es viele Entscheidungen zu treffen galt und wir nicht viel Zeit hatten. Und ich glaube, das war das Hauptproblem. Wir wollen demokratische Entscheidungen treffen, mit denen sich alle wohlfühlen, was aber bei so vielen Menschen schwierig und anstrengend ist und einfach eine Menge Zeit braucht. Und genau die hatten wir dann nicht. Dann merkt man, dass die Awareness ein bisschen hinten runterfällt ab und zu. Das haben wir dann aber angesprochen und war wieder in Ordnung.
Aber kurz vorm State kann das schneller eskalieren, dass man mal was sagt, was man vielleicht nicht so meint und sich dadurch dann irgendwer verletzt fühlt. Aber bis jetzt habe ich mich immer wohl damit gefühlt, Dinge anzusprechen. Was richtig wichtig ist. Also, dass man in der Arbeit zusammen nicht das Gefühl bekommt, dass man nichts mehr ansprechen kann. Wir machen ständig Fehler und dann rutscht einem mal was raus. Umso wichtiger ist es dann zu sagen „Hey, das hat mich gerade irgendwie voll verletzt.“ Wie gesagt am schwierigsten ist in dem ganzen Team ist die wenige Zeit. Wir hätten als Gruppe noch ein bisschen mehr Bock auf so Teambuilding mäßige Sachen. Einfach mal was unternehmen zusammen. So Bowling spielen gehen oder was trinken, aber die Organisation für sowas gerade während den Semesterferien ist gefühlt unmöglich bei so vielen Menschen.

Gibt es denn Dinge, wo du jetzt schon einen Lernprozess für dich festmachen kannst? Auch Entwicklungen, bei denen du dir denkst, würde ich das State nochmal organisieren, das würde ich anders machen?

Boah. Ich wüsste nicht, wie ich es anders umsetzen sollte. Aber das wären dann so Vorsätze wie, dass man nicht so in Stress gerät. Das Zeitmanagement besser zu machen. Dabei haben wir uns schon Methoden überlegt, wie das besser funktionieren kann. Vielleicht haben wir uns auch einfach ein bisschen zu viel vorgenommen, um das stressfreier hinzubekommen. Was ich mir wünschen würde, wäre das man nach der Übergabe vom State mehr Zeit hat sich als Gruppe zu finden und nicht direkt in den richtigen Festival Stuff einzusteigen muss. Denn da sind dann auch schon relativ schnell die ersten Deadlines und man muss sich mit Förderung auseinandersetzen. Da wäre es hilfreich, früher ein neues Team zusammenzustellen. Das fände ich cool.

Das ist ja voll was, was wir mit in unseren Übergabeprozess mitnehmen können, den dann früher einzuleiten. Da habe ich aber generell den Eindruck, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, was nachhaltige Strukturen entwickeln angeht, um es den nachfolgenden States zu erleichtern und die noch besser an die Hand zu nehmen.
Aber das mit dem Stress fühle ich auf jeden Fall. Da entstehen dann so ein bisschen absurde Situationen, bei denen man dann Ende März in einer fünf Stunden Finanzdepartment-Sitzung ist, weil Förderanträge fertig gemacht werden müssen, für ein Festival, das erst ein halbes Jahr später stattfinden wird. So lernt man aber auch so unfassbar viel dazu.

Ja voll, alleine so Sachen, wie mit einem Drive arbeiten. Das hatte ich vorher noch nie gemacht und das ist so hilfreich. Generell, dass man sich so Systeme überlegt, wie man gut organisieren und alles managen kann. Da hab ich richtig viel gelernt und auch realisiert, dass ich das richtig gerne mache. In meinem Alltag bin ich nämlich überhaupt kein strukturierter Mensch, aber in der Festivalarbeit geht das plötzlich ultra gut.

Okay Marie, dann hätte ich noch eine abschließende Frage: Was sind drei Dinge, die bei symposia nicht fehlen dürfen?

Also es muss auf jeden Fall einen richtig geilen Festival Drink geben, nen symposia Drink. Wir hatten schon mal darüber nachgedacht, ob der irgendwas mit Trauben zu tun hat, aber wir wollen den griechischen Bezug auch nicht zu doll ausreizen.

Eine schöne Deko muss es auch geben, die den Vibe einfängt und die symposia Atmosphären widerspiegelt. Man soll so ein Ort-Gefühl bekommen.

Und Aufenthaltsräume, in denen man sich einfach niederlassen kann. Ich würde mir wünschen, dass es ein bisschen das gibt, was ich damals bei meiner Ausstellung mit der Vulva gemacht habe. Orte, wo man sich kurz hinsetzen kann und sich über Fragen und Eindrücke Gedanken machen kann oder einfach nichts denken kann. Wo sich Menschen finden können, wo Diskussionen und Unterhaltungen entstehen ohne Anleitung von uns.

Vulva aus Stoff Außenansicht aus „Vulva Küsse“
Marie Kristin Lohmiller

Vulva aus Stoff Innenraum aus „Vulva Küsse“
Marie Kristin Lohmiller

Okay, Dankeschön Marie! Gibt es sonst was, was du gerne loswerden möchtest?

Ne, eigentlich nichts. Außer, dass ich mich einfach sehr dolle auf dieses Festival freue und dass wir das wuppen gemeinsam.

Das interdisziplinäre Kunst- und Diskursfestival State15 findet unter dem Motto symposia vom 26. – 28.10.2023 am Kulturcampus Domäne Marienburg statt. Tickets demnächst verfügbar.

Ein Beitrag von: Luca Ruppert, veröffentlicht am 11.10.2023

Luca Ruppert

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