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Projektsemestervorschau

Im kommenden Sommersemester 2026 findet das Projektsemester auf dem Kulturcampus unter dem Motto „Taking Care“ statt. Im Folgenden werden die kommenden Projekte und Kurse vorgestellt, die unter diesem Motto veranstaltet und besucht werden können.

Veranstaltungen im Projektsemester 2026

Mutter Schafft

Literaturinstitut
Projektleiter/in:
Malu von Marschall & Annette Pehnt

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 1/Blauer Salon (Neues Pächterhaus)

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In diesem Projekt setzen wir uns intensiv mit Mutterschaft als sozialer Konstruktion auseinander. Anhand eigener Erfahrungen und Lektüre wollen wir über familiäre Beziehungen und Care-Arbeit, über Druck, Stress, Abschied und Glück, über Körper, Projektionen und gesellschaftliche Erwartungshaltungen nachdenken. Wir lesen dazu ausgewählte Literatur und kommen bald selbst ins Schreiben. Ziel ist eine gemeinsame Publikation am Ende des Semesters, so dass Werkstattarbeit und Lektorat ebenfalls anstehen.

Egal ob du selber Mutter bist, eine hast, gerne eine wärst oder gerade nicht – du bist herzlich willkommen!

Arbeitsweise
Theorie-Praxis-Mix: Lektüre und eigenes Schreiben
ab zweiter Semesterhälfte: Textwerkstätten, Redaktionsarbeit & Erstellen eines Magazins

Zeitplan:
Mittwoch/Donnerstag
vormittags: gemeinsame Arbeitszeit am Vormittag mit Impulsen, Lektüre etc.
nachmittags: eigenes Schreiben/Lesen, individuell oder in Gruppen

Freitag
selbst gestalteter Arbeitstag

Präsentation
z.B. Gruppenlesung, Präsentation unseres Magazins

TN-Zahl: 15-18

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Das Archiv der Dinge

Literaturinstitut
Projektleiter/in: Christian Schärf

Projektvorstellung am 17.12.; ab 14:30
Raum: Haus 1/Bibliothek EG (Neues Pächterhaus) 

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Eine Folge der digitalen Transformation ist das Verschwinden der Dinge. Schleichend vollzieht sich ihre Auflösung in mathematische Simulationen, deren Ergebnisse wir als Nachfolgeform der Wirklichkeit einstufen. Im Sinne des Projektsemesterthemas „Taking care“ wollen wir uns der Modifikationsprozessen der Dinge annehmen, vom Fundstück über das Unikat zum Artefakt und bis hin zur Simulation. Die Frage, was heute ein Ding ist, führt zu der Frage, was die Dinge gewesen sind. Wenn die stummen Zeugen der „Furie des Verschwindens“ (Hegel) selbst verschwinden, wer oder was sind wir dann?

In diesem Sinne werden wir folgende Sphären durchwandern: Archäologie (Ägypten, Kreta, Mykene) – Kult – Gebrauch und Anwendung von Unikaten – industrielle Reproduktion – Konsumistische Generierung – digitale Simulation. Folgende Methoden werden dabei zum Einsatz kommen: Phänomenologie – Imagologie – Sozialtheorie – Dekonstruktion.

Unsere Aufgabe wird sein, in Schrift, Bild, Fotografie und Musik ein mehrteiliges Archiv der Dinge anzulegen, das uns Erkenntnisse über den Prozess liefert, der zu unserer Gegenwart und von dieser wieder in die Tiefen der Geschichte führt. Wie dieses Archiv konkret aussehen soll, wird Teil unserer gemeinsamen Arbeit sein.

Literatur:

Bruno Latour: Das Parlament der Dinge. Für eine politische Ökologie. Frankfurt/Main 2009.

Georges Perec: Die Dinge. Zürich 2016.

Wolfgang Schivelbusch. Das verzehrende Leben der Dinge. Versuch über Konsumtion. Frankfurt/Main 2016.

Maren Wehrle: Phänomenologie: Eine Einführung. Stuttgart 2022.

Philippe Descola: Die Formen des Sichtbaren. Eine Anthopologie der Bilder. Berlin 2023.

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Hildesheim – Dresden:
AufSuchen, DurchSchauen, ÜberBlicken

Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft
Projektleiter/in:
Christoph Rodde & Jan Schönfelder

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 50/Atelier (Hohes Haus)

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„Christa Wolf : ‚Immer hatte ich geahnt, dass diese Straße in die Tiefe führt.‘ “
Städte tragen Geschichte und Strukturen, werden geplant und überbaut, verändert und gestaltet durch ihre Bewohnerinnen und die Phänomene der Natur.
Ziel dieses Projekts ist die künstlerische Annäherung, Erfassung und Gestaltung dieser Prozesse in Objekten, Texten und Installationen.

„Beginnen wir mit der Suche, dem aufmerksamen Gucken und Wahrnehmen da, wo wir aufwachen, wo wir leben, von wo aus wir uns in den Tag und ins Leben aufmachen.“

Erster Schritt: wir nähern uns Hildesheim zeichnerisch, mit seinen Steinen und Gebäuden, Details und Sichtachsen, Wegen und Pfaden, seiner Geschichte und Veränderungen. Recherchen zu einzelnen Objekten und Phänomenen im Stadtarchiv, der Bibliothek und im Internet schaffen Bezüge und Hintergrundwissen.

„Taking care! Bildlich entstehen sternförmige Gebilde auf einer fiktiven Karte. Wir alle starten peripher und kommen in einem verabredeten Zentrum zusammen.“

Zweiter Schritt. Wir untersuchen Dresden in einer einwöchigen Exkursion unter den oben gefundenen Aspekten. Zeichnen, recherchieren, planen und diskutieren, rekonstruieren und konzipieren runden die Materialbeschaffung in Dresden ab.

„Alles hat Geschichte, seien es die Grundstücke und Gebäude, sei es der öffentliche Raum. Vieles wissen wir – aber so vieles auch nicht.“

Dritter Schritt: wir abstrahieren und konstruieren künstlerische Arbeiten, die die Essenz der subjektiv gefunden Ergebnisse „auf den Punkt bringen“.
Zum Abschluss präsentieren wir die Gesamtheit unserer Erkenntnisse in einer Ausstellung.

Stichworte:

HildesheimDresden
– Rosenstock – Dammstraßen-Brücke – Domäne – Krieger-Denkmal – Kaiser-Wilhelm-Denkmal – Hotel Rose – Synagoge – Huckup – Roemer + Pelizäus – Steinersetzungen Michaelis-Kirche – Frauenkirche – Kunstraub – Goldener Reiter – Siegermonment der Roten Armee – Steinersetzungen Zwinger – Carola-Brücke 

Andere Stichworte:

– Archäologie / Architektur / – Zerschneidung / Zusammenhalt / – Überbauung / Ausdehnung / – Einsturz / Grabung / – Rekonstruktion / Anpassung

Die Teilnahme an einer Exkursion in der Exkursionswoche ist Teil des Projekts.
Es geht nach Dresden.
Neben den Kosten der Verpflegung muss möglicherweise zur Durchführung der Exkursion mit einem Beitrag zu den Exkursionskosten durch die TN gerechnet werden.

Arbeitsweise:
– einzeln und/oder in Kleingruppen. Künstlerisch-praktische Erkundung und Produktion. Texte. Recherche. Diskussion. Analyse. Exkursion.
– im Plenum und selbstständig.
– Erwartet wird regelmäßige Teilnahme am Projekt an allen drei Projekttagen (Mi/Do/Fr) in Präsenz zur selbstständigen oder Plenums-Arbeit
– Die Plenumszeit ist nach Absprache mindestens einmal wöchentlich (Vorschlag: Mi, 12 Uhr)
– Die Teilnahme an der Exkursion und der Präsentation sind verpflichtend.
Der Arbeitsraum wird das Atelier im Hohen Haus und das Studio für Digitale Medien sein. Dort gibt es genügend Möglichkeiten zur künstlerisch-praktischen Arbeit.

Fragen?
Bitte an:
Jan Schönfelder
jan.schoenfelder@uni-hildesheim.de
Mobil: 0172-4111260

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Marat/ Sade/ Corday – Ein Theaterprojekt

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in:
Martina Groß & Jens Roselt

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 52/101

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Am 13. Juli 1793 wird der französische Revolutionär Jean Paul Marat in seiner Badewanne ermordet. Seine Mörderin ist Charlotte Corday. Die junge Aristokratin hatte sich im Untergrund radikalisiert und sich als Besucherin Zugang zu Marats Wohnung verschafft. Ein politischer Mord einer Idealistin oder die Wahnsinnstat einer Extremistin? Steht die strategische Heimtücke, das politische Motiv oder der naiv-provinzielle Versuch die Aufklärung „auf eigene Faust“ zu retten im Mittelpunkt?

1964, als es auf den Straßen nicht nur von Paris wieder zu brodeln begann, hat Peter Weiss ein Theaterstück über diesen Mord geschrieben. Es spielt fünfzehn Jahre nach der Tat in einer psychiatrischen Anstalt bei Paris. Ein Patient dieser Pflegeeinrichtung ist der berüchtigte Marquis de Sade. Als Regisseur inszeniert er das mörderische Geschehen mit anderen Insassen auf der Bühne des Pflegeheims. Das Theater ist eine Irrenanstalt.

Das Material von Weiss‘ Stück bietet vielfältige Bezüge zum Thema „taking care“. Marat ist krank. Er leidet an einer schweren Hautkrankheit. Der Pflegebedürftige sucht Linderung im Bade. Hier ist er seiner Mörderin wehrlos ausgeliefert, die sich als besorgte Besucherin des Patienten einschleicht. Inszeniert wird das Stück im Stück in einer Pflegeeinrichtung für psychisch Kranke. Theater dient der Therapie.

Was denn nun? Ist das Theater eine Irrenanstalt oder ein therapeutischer Ort? Sorgt sich das Theater um die Menschen oder müssen wir uns Sorgen um das Theater machen?

Mit den Mitteln des Theaters im Theater untersucht Peter Weiss die Frage, welche Möglichkeiten das Politische im Theater in einer gesellschaftlichen Situation spielen kann, die durch Radikalisierung, Ideologisierung und Extremismus gekennzeichnet ist.

Während Weiss im Titel mit Marat und de Sade zwei historische Männer prominent macht, lassen wir mit Charlotte Corday die Täterin ins Zentrum der Auseinandersetzung aufrücken.

Marat/Sade/Corday ist ein Theaterprojekt. Wir untersuchen die Handlung, die Figuren und die Sprache des Textes. Wir recherchieren eigenes Material zu den historischen Umständen und Personen und ermitteln Bezüge, die bis in unsere Gegenwart reichen. Wir entdecken die Uni als Irrenanstalt und inszenieren die Domäne als Hospiz. Wir suchen das Theater im Theater und machen unsere Recherche zur Performance. Wir proben so oft und so lange wie möglich, bis wir durchdrehen. Wir arbeiten an Dramaturgie und Szene, Darstellung und Performance. Gesucht werden Personen, die gerne auftreten und selbst entscheiden wollen, was sie auf der Bühne zu suchen und zu sagen haben.

Wir arbeiten kollektiv und in Präsenz auf der Domäne. Projekttage (auch in Kleingruppen) sind Mittwoch bis Freitag (später auch Wochenendproben). Feste wöchentliche Präsenztermine für alle: jeden Mittwoch (18.00 Uhr – 21.00 Uhr) und jeden Donnerstag (10.00 Uhr – 16.00 Uhr).

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Caring about: Kunst und Landwirtschaft

Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft
Projektleiter/in: Torsten Scheid

Projektvorstellung am 17.12.; 15:00-16:00
Raum: Haus 1.1.12 (Roter Salon)

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Viele Landwirt*innen hadern mit ihrem Beruf, sagt Jo Langenhoff über ihr fotografisches Projekt „Bauer oder bäuerlich“, sie vermissen Wertschätzung. In einer neueren Arbeit „ich oder so“ erzählt Langenhoff vom eigenen Gefühl des „Nicht-Dazugehörens“, des „Navigierens zwischen binären Geschlechterrollen“ auf dem Land. Macht und Marginalisierung können unterschiedliche Formen annehmen.

Ausgehend von der Ausstellung „Landleben“ des Kunstvereins Hildesheim nimmt das Projekt die Sphären Kunst und Landwirtschaft in den Blick. Wer hier arbeitet, kann Beruf und Privatleben nur schwer voneinander trennen. In beiden Berufsfeldern geht es ums Kümmern – bei den Landwirt*innen um Land und Tier, bei Kurator*innen, schon der Wortherkunft nach, um die Sorge für Kunst und Künstler*innen.

Die geplante Ausstellung umfasst Künstler*innen wie Jo Langenhoff, Lotte Reimann, Heinrich Riebesehl, Sandra Schäfer, Antje Schiffers, Eva Seiler u.a. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Kunstverein finden Kooperationen mit dem Atelier Wilderers und dem Biohof Sorsum (beide Diakonie Himmelsthür), mit Schulen und Kindergärten statt. Außerdem sind Exkursionen bzw. die Entwicklung und Umsetzung weiterer Veranstaltungsformate (Gespräche, Lesungen, Kino, Kochaktionen etc.) geplant, die auch künstlerisch-praktische Projekte einschließen können.

Gemeinsame Kernarbeitszeiten:
Donnerstag (ganztägig), Mittwochnachmittag und Freitagvormittag (nach Bedarf/Absprache ggf. in Gruppen). Wochenendtermine möglich.

Inhalte:
Ausstellung/Vermittlung (Schwerpunkt) / Theorie und künstlerische Praxis

Studienleistung:
Engagierte Mitarbeit, Entwicklung und/oder Durchführung von Vermittlungsangeboten, Projekttagebuch

Voraussetzungen:
Zugang zum Thema Landwirtschaft, Erfahrung mit bzw. Interesse an Ausstellung/Vermittlung an Kunstvereinen.

Teilnehmer*innenbegrenzung: 12
Die Projektpräsentation wird von den Teilnehmenden gestaltet und findet vorzugsweise extern statt

Literatur
– Fiedler, Elisabeth; Schlag, Christine; Kazic, Mario; Wittenbrink, Sebastian; Karner, Tanja u. a. (Hrsg.) Offene Felder: Kunst und Landwirtschaft Weitra: Bibliothek der Provinz, 2024
– Kersten, Anne: Kunst und Landwirtschaft: Realitätsbezüge in der Gegenwartskunst. Bielefeld: Transcript (Image, Bd. 196) 2021
– Heinrich Riebesehl: Agrarlandschaften, Hrsg. Sprengel Museum Hannover, Texte Peter Sager, Ulrike Schneider. Köln: Schaden  2002
– Schäfer, Sandra (o. J.) Contested Landscapes. Übersetzt von Katharina Hoffmann und Elisa Maltese. Graz: Camera Austria.
– Schiffers, Antje: Ich bin gerne Bauer und möchte es auch gerne bleiben Band 2, 272 Seiten, dt/en/hu/es, Berlin: Argobooks 2025

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Taking Care of My Family – Formen der filmischen Annäherung

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in:
Orwa Eyade & Jelena Jeremejewa

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 2A/0.04 (Altes Pächterhaus)

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„Familie”, so wird es im entsprechenden Kodex der Universität Hildesheim formuliert, ist überall dort, „wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken“. Diesem erweiterten Familienbegriff entsprechend geht es in dem Projektseminar darum, Formen der filmischen Annäherung und Auseinander-setzung zu entwickeln, in deren Fokus nicht allein die klassische Kernfamilie steht, sondern auch Patchwork-, Wahl- und Ersatzfamilien, ebenso wie Konstellationen der Fürsorge und Solidarität, deren Beziehung zum Konzept der „Familie“ erst noch zu untersuchen ist.

Das Projekt Taking Care of My Family versteht die filmische Praxis als ein Mittel der Erkundung und Gestaltung von familialen Beziehungen. Untersucht werden können u.a. mediale Nachlässe und mediale Zeugnisse des Alltags wie Fotoalben, Super8-Filme oder Videos, Family-Chats und Sprachnachrichten sowie viele weitere Materialien. Bei den Erkundungen geht es sowohl um den skeptischen als auch um den zustimmenden Blick auf Familienbilder und Familienerzählungen, ebenso wie um die Auseinandersetzung mit Ereignissen, Umbrüchen, Rollen, Sprachen und Zuschreibungen, von denen das je spezifische familiale Miteinander bestimmt ist.

Die Teilnehmer:innen des Projektseminars arbeiten an Filmprojekten, die sie selbst entwickelt haben und am besten durchgehend als Team umsetzen. Wo einzelne Projekte geplant sind, wird erwartet, dass die Teilnehmer:innen sich gegenseitig bei der Realisierung unterstützen. Die Kurzfilme, die im Verlauf des Projektsemesters entstehen, sollen in der Präsentationswoche im Rahmen eines Screenings im Thega Filmpalast oder auf dem Kulturcampus vorgeführt werden.

Arbeitszeiten des Projektseminars: Mittwoch von 10 bis 14 Uhr sowie Donnerstag von 10 bis 16 Uhr; der Freitag ist für die freie, von Tutor:innen unterstützte Kamera- und Schnittarbeit vorgesehen.

Die Projektpräsentation mit genaueren Informationen findet am 17. Dezember im Raum 51/16 statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher:innen.

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#getreadywithme – Fotografische Projekte zu Selfcare

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in: Ph.D. Sarah Straßmann

Projektvorstellung am 17.12.; 14:30-16:00
Raum: Haus 51/02 (Kartoffelwaschhaus)

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Phänomene wie FOMO („Fear of missing out“) und Trends wie Digital Detox zeigen: Selfcare im digitalen Raum ist von Ambivalenz geprägt. Zwischen Überforderung und bewusster Abgrenzung entstehen ständig neue Praktiken der Selbstfürsorge. Auf Social-Media-Plattformen bewegt sich Selfcare dabei im Spannungsfeld zwischen Selbstoptimierung, Gemeinschaft, Entspannung und Produktwerbung. Öffentliche (Selbst-)Reflexion ist dabei ebenso zentral wie die Inszenierung des eigenen Alltags. Die Vielfalt an #selfcare-Posts zeigt, dass viele das Bedürfnis haben, online nicht nur sichtbar, sondern auch achtsam und widerstandsfähig zu sein. So geraten Fragen nach Authentizität, Routinen und gesellschaftlichen Erwartungen ins Zentrum – und Selfcare wird zur stetigen Aushandlung zwischen Optimierungsdruck, Gemeinschaftserleben und dem Wunsch nach echter Erholung.

Im Projektsemester steht die kontinuierliche Entwicklung eines eigenen fotografischen Projekts im Mittelpunkt – mit Fokus auf aktuelle Praktiken der Selbstfürsorge, wie sie auf Social Media präsentiert, performt und hinterfragt werden. Gemeinsam erforschen wir, wie Selfcare-Hashtags, Influencer:innen-Routinen, Selfie-Ästhetik oder Trends wie #morningroutine und #DigitalDetox zwischen Inszenierung und Alltagserfahrung changieren. Dabei werden ausdrücklich auch subversive, experimentelle und medienübergreifende Projekte angeregt, die bestehende Inszenierungen hinterfragen, gängige Bildsprachen unterwandern oder Selbstfürsorge aus ungewohnten Blickwinkeln beleuchten.
Mögliche künstlerische Ansätze reichen vom Gegenüberstellen von Instagram-Perfektion und realen Momenten, über humorvolle Visualisierungen von Selfcare-Fails, bis zu Dokumentationen privater Rückzugsorte, Inszenierungen von Selfie-Setups oder der kreativen Montage von Screenshots, Posts und Alltagsfotografie. Auch partizipative Fotoprojekte – etwa die Erstellung eines Instagram Accounts, Befragungen per Story zu Selfcare-Praktiken – sind denkbar. Theoretische Impulse stammen u.a. aus Fototheorie, Medienkulturwissenschaft und digitaler Alltagsforschung (Bezüge etwa zu Bildpraktiken, Influencer:innen-Kultur oder der Geschichte des Selfies).

Gearbeitet wird über das Semester in begleiteten Gruppenphasen mit Praxis- u. Theorie-Inputs, Bildbesprechungen, Methodenworkshops und regelmäßigem Gruppenfeedback sowie in Phasen eigenständiger Recherche und Umsetzung. Eine Exkursion zu einer Fotoausstellung bietet zusätzlichen Raum für Austausch und Inspiration. Für die Ausstellung am Semesterende werden die entwickelten Projekte gemeinsam kuratiert. Das Format ist offen für Fotografie, Video, Mixed Media oder installative Ansätze, so dass verschiedene Medien und künstlerische Zugänge sichtbar werden können.

Gemeinsame Kernarbeitszeiten: Donnerstag 12-15 Uhr + Freitag 10-13 Uhr; der Gruppenraum steht mittwochs 10-18 Uhr für freies Arbeiten zur Verfügung.

Mehr Infos während der Projektpräsentationen: 17.12.25/ 14.30-15.00 Uhr; 15.00-15.30 Uhr; 15.30-16.00 Uhr; 16.00-16.30 Uhr/ im Raum KC.2A.0.04

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Rede! Doing Things With Words

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in:
Bettina Grahs & Maike Gunsilius

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 52/113 (Herder-Kolleg-Raum)

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Es gilt das gesprochene Wort. Denn: Reden ist Handeln. John L. Austin hat mit seiner Sprechakttheorie unter dem Titel How to Do Things with Words (Austin 1962) begründet, wie wir mit Worten Wirklichkeit konstituieren. In diesem Projekt untersuchen wir, wie das geht: Mit Worten handeln im Kontext der „Sorge um die Welt“ (Arendt 1958), oder wie Patti Smith es ruft: „Use your voice!“. Wir untersuchen und performen dafür das Format der Rede. Wir hören uns historische Reden an, die genau das versucht haben. Wir lesen Reden, die nie gehalten wurden. Wir entwickeln und erproben Reden, die noch nicht geschrieben, die noch nicht gesprochen wurden. Aus der Position einer Generation, deren Sorgen um die Welt als real und herausfordernd anerkannt, aber dennoch kaum gehört werden, teilen wir diese öffentlich: Wir reden drauf los, sprechen am Gedanken entlang und erproben den performativen Zugriff auf Sprache. Wir sortieren, formulieren und üben. Wir halten festliche Reden, ermutigende Reden, unterhaltende Reden, Trauerreden, aufrüttelnde Reden und Dankesreden. Dazu holen wir Stimmen und Reden von Kindern als Expert*innen für die Lebenswelt einer noch jüngeren Generation, die einen gesellschaftlichen Anspruch auf Fürsorge hat, um hörbar zu machen, welche Form des Sorgetragens sie sich von Erwachsenen wünschen – für sich und für die Welt.

Wir arbeiten (kollektiv) in kleinen Gruppen – improvisierend, schreibend und probend – an eigenen Reden, einer Sprechhaltung und an ihrer Performance. Außerdem besuchen wir Kinder einer Grundschulklasse, um in einem zu entwickelnden Setting ihre Stimmen und Reden einzusammeln. Schließlich entwickeln wir als Projektgruppe eine Versammlung als experimentelles Präsentationsformat, um gemeinsam Dinge mit Worten zu tun.

Arbeitszeiten: Mittwochs bis freitags (später auch Wochenendproben) arbeiten wir kollektiv und in Präsenz auf der Domäne (und z.T. in Studiobühne 1). Feste wöchentliche Präsenztermine für alle: jeden Mittwoch (10.00 Uhr – 17.00 Uhr) und jeden Donnerstag (10.00 Uhr – 17.00 Uhr).

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Eco-Care: mehr-als-menschliche choreografische Ökologien

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in: Dominika Cohn

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 50/402 (Hohes Haus)

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Wir leben in Zeiten allgegegenwärtiger ökologischer Krisen. Das Anthropozän hat Ausbeutung, Zerstörung und Artensterben mit sich gebracht: Ökozide gigantischen Ausmaßes. Der fragile Zustand des Planeten macht die Notwendigkeit eines anderen Denkens, und damit verbunden, anderen Formen des Handelns überdeutlich. In diesem Zusammenhang erstarken derzeit posthumanistische und neomaterialistische Denkweisen, die Pflanzen, Tieren und Materialitäten ein eigenes Agens zusprechen. Wie lassen sich in Anbetracht der allgegenwärtigen Zerstörung Beziehungen zwischen Menschen und mehr-als-menschlichen Akteur*innen alternativ denken? Hier bietet der care-Begriff eine interessante Anknüpfungsstelle. In ihrer Monografie Matters of Care skizziert María Puig de la Bellacasa ein differenziertes Verständnis von care, welches sie als involvierte, affektive und konkrete Bezugnahme in mehr-als-menschlichen Ökologien stark macht (Puig de la Bellacasa 2017).

In unserem choreografischen Projekt „Eco-Care“ befassen wir uns mit der Bedeutung von care in ökologischen Zusammenhängen. Den konkreten Zugang dazu soll dabei der eigene Körper bilden: wie können wir nicht-hierarchisch in Kontakt mit Pflanzen, Tieren und organischer Materie treten? Was würde das Konzept „Becoming Earth“ (Braidotti) in einer konkreten körperlichen Umsetzung bedeuten?

Das Vorgehen im Projekt „Eco-Care“ wird eine enge Verschränkung von Theorie und Praxis mit sich bringen. Wir werden theoretische Texte aus Posthumanismus, Object Oriented Onthology, Ecosophical Activism u.a. diskutieren, wobei eine Bereitschaft zu eigener Recherche vorausgesetzt wird. Als regelmäßiges Körpertraining in der Gruppe praktizieren wir somatische Körpertechniken, die auf die Wahrnehmung der Umgebung ausgerichtet sind (z.B. angelehnt an „Body Weather“), sowie Körperpraktiken des Verschwindens und der taktilen Annäherung. Darüber hinaus werden performative Szenen in Kleingruppen entwickelt.

Für eine Teilnahme an Eco-Care solltet ihr ein großes Interesse an ökologischen Fragestellungen haben sowie eine Bereitschaft zum Experimentieren mit dem Körper  – auch in Berührung mit Erde, Pflanzen, möglicherweise Tieren. Vielleicht werden wir gemeinsam sähen, pflanzen oder uns in Erde eingraben? Zusätzliche Skills  – v.a. im Bereich Video oder Sound  – sind ebenfalls sehr willkommen. Am Ende präsentieren wir ein interdisziplinäres choreografisches Projekt: ob auf der großen Bühne oder als ortspezifischer Parcours, werden wir im Laufe unseres künstlerischen Forschungsprozesses herausfinden.

Teilnehmendenzahl: 20

Feste Arbeitszeiten: Mi, Do, Fr, jeweils 10-18 Uhr, teilweise gemeinsam in der Gruppe angeleitet, teilweise in Arbeitsgruppen, teilweise in Einzelrecherche

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PROSANOVA produzieren

Literaturinstitut
Projektleiter/in: Tilman Busch, Guido Graf (verantw.), Fia Junge, Felix Krage, Emilia Jewgenija Klein

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 1/Blauer Salon (Neues Pächterhaus)

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PROSANOVA 2026 ist das Festival für junge Gegenwartsliteratur, das im Sommer 2026 in Hildesheim stattfindet und etablierte Autor*innen mit bisher unveröffentlichten Schreibenden, Übersetzer*innen sowie Künstler*innen aus Film, Tanz und Musik präsentiert. Ein Leitungsteam plant, lädt Autor:innen ein, denkt sich Veranstaltungsformate aus und kümmert sich um die Finanzierung. Aber das reicht bei weitem nicht aus. Denn PROSANOVA ist nicht irgendein Festival, sondern lebt von den Ideen vieler Studierender zur Inszenierung, zur Raumgestaltung, zur Vermittlung; von den vielen helfenden Händen, die bauen, malen und verkabeln; von ihren zahlreichen kleinen künstlerischen Projekten, die zusammenfügen, was sonst bloße Abfolge wäre. Nur mit Euch wird PROSANOVA zu der einzigartigen Erfahrung, die dieses Festival so besonders macht.

Wir arbeiten in mehreren, unterschiedlich großen Teams, in denen alle Möglichkeiten haben, sich auch ganz individuell auszutoben. Die Projekttage von Mittwoch bis Freitag werden mit verschiedenen Meetings ausgefüllt sein, mit Tutorials, Lektüren, Recherchen, praktischen Entwicklungen und großen Freiräumen.

Live, unfertig, widerspenstig, vielstimmig.  Gemeinsam lassen wir den Drucker heiß laufen und falten Zines, schreiben eine Festivalzeitung, verlegen Kabel, bauen Scheinwerfer und Mikrofone auf und dann: Festival! In experimentellen Zwischenräumen werden Bühnen, Korridore und Garderoben mit Podcasts und Interviews bespielt. Dazwischen experimentieren wir mit Formaten, mischen uns unter die Leute, schreiben und sprechen mit. Es geht um Produktion und Care, um Chaos und Haltung.

Zusammen dazwischen. PROSANOVA. litradio.

Dozierende: Tilman Busch, Guido Graf (verantw.), Fia Junge, Felix Krage, Emilia Klein

Teilnehmer:innenzahl: 30

Video der Projektvorstellung

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Taking Care of Projektsemester

Institut für Kulturpolitik
Projektleiter/in: Ruth Emanuel

Projektvorstellung am 17.12.; 14:30-16:30
Raum: Haus 46/006 (Weißes Haus)

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Das Projektsemester steht unter dem Motto „Taking Care“ – „Sich kümmern“, „Achtsam sein“, „für Wohlbefinden sorgen“ aber auch „sorgfältig sein“ – Dinge „in die Hand nehmen“, vielleicht sogar „Probleme lösen“?

Aber wer kümmert sich eigentlich um den Rahmen des Projektsemesters? Wer nimmt es in die Hand, die Öffentlichkeit und verschiedene Zielgruppen zur Präsentation am Ende des Semesters einzuladen? Wer ist achtsam, dass die Eingeladenen sich gemeint fühlen, das Publikum sich wohlfühlt? Wer sorgt für eine vibrierende Festival-Stimmung und das gemeinsame Feiern? Wer löst dabei vielleicht nicht die größeren Probleme der Menschheit, kümmert sich aber eben doch um kleinere und größere Befindlichkeiten aller Teilnehmenden? Wir machen das!

Wir werden als eigenes Projekt die Rahmengestaltung des Projektsemesters übernehmen und zeigen, dass auch Kulturmanagement eine eigene ästhetische Praxis ist.  Dazu lesen wir unter anderem inspirierende theoretische Texte. Je nach Neigung und Vorkenntnissen werden wir kleinere Arbeitsgruppen bilden und neben wöchentlichen Inputs zu Grundlagen des Kultur-Projektmanagements und Teambesprechungen wird in diesen Gruppen immer auch eigenständig gearbeitet. In einem gemeinsamen Tool werden wir unsere Planung zusammenführen, Deadlines festlegen, Arbeitsschritte verabreden – und viel Platz für Kreativität und Eure Ideen lassen.

So werdet Ihr den realistischen Prozess des Projektmanagements für ein Event durchlaufen und eben essentiellem Wissen auch noch praktische Erfahrung erwerben, die euch in eurem weiteren Berufsleben zugute kommen wird.

Wir arbeiten dabei verbindlich aber fehlerfreundlich, engagiert und pragmatisch. Zu rechnen ist mit Zeit- und Budgetplänen, festen Deadlines und modernen Teamworking-Tools – aber auch mit Reflexionen über kulturmanageriale Gestaltungsarbeit, mit analogen Kreativitäts- und Kommunikationstechniken und Freiraum für Abwegiges, Unsiniges, Irrwitz und Schabernack.

Teilnehmer*innen: bis 26

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Soothing sounds for human* beings

Institut für Musik und Musikwissenschaft
Projektleiter/in:
Sebastian Kunas & Malte Pelleter

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 27/001 (Pferdestall)

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Soothing sounds – Klänge, die beruhigen, besänftigen, wohltun und trösten? Klang und Musik als „Medien der Sorge“ begegnen uns in verschiedensten Kontexten: Als kurioses elektronisches Konzeptalbum aus den 1960er Jahren mit dem Titel „Soothing Sounds for Baby“, das eben jenes in den Schlaf wiegen soll. Als Grundgedanke von Ambient-Musik. Als Playlist, die gemütliche Produktivität verspricht. Als App, die Soundscapes zum Regulieren von Emotionen generiert. Als abgespieltes Rauschen, dass Stille verdrängt oder störende Geräusche maskiert. Als Noise, der gecancelt wird. Als Hörgewohnheiten in unserem Alltag. In unseren intensiven Beziehungen zu bestimmten Musiken in bestimmten Momenten.

Können Klänge Sorge leisten? Dieser Frage möchten wir gemeinsam mit Euch nachgehen und -hören. Was sind musikalische Ästhetiken der Sorge? Was für ein Licht werfen kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Verhältnis von Klang, Musik und Sorge? Was für individuelle Versprechungen und systematische Verstrickungen gehen mit den verschiedenen soothing sounds einher? Auf was für Probleme und Krisen suchen sie zu reagieren? Wessen Sorgen werden über- und ernst genommen? Was wird hier am Laufen gehalten? Um wen sorgen wir uns, wen umsorgen diese Sounds?

Ziel des Projektes ist es, einen Raum für un-/soothing sounds an der Domäne zu kuratieren (im Sinne von curare – sorgen für, sich kümmern um) und ihn mit wechselnden installativen und performativen Arbeiten zu bespielen, die wir auf der Grundlage unserer kritisch-theoretischen, aber auch persönlichen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Klang, Musik und Sorge im Laufe des Semesters entwickeln. Die Formen der Arbeiten können dabei ganz verschieden sein – immersive Klanginstallationen, sonische Schlaflabore, Listening Sessions, DJ-Sets, musikalische Performances.

Wir freuen uns über Teilnehmende mit verschiedensten Interessen und Erfahrungen im Bereich Sound und Musik, spezielle Voraussetzungen gibt es keine. Es wird ausdrücklich Raum dafür geben, sich gemeinsam musikalische und soundtechnische Verfahren anzueignen, auf die wir für die Gestaltung des Raums zurückgreifen möchten. Für Recherchen und künstlerisch-praktisches Arbeiten werden wir immer wieder auch in kleineren Konstellationen arbeiten, bleiben aber als Großgruppe intensiv im Austausch und kuratieren den Raum gemeinsam.

Ungefähre Kernarbeitszeiten sind Mi 13–18 Uhr, Do 10–15:30 Uhr, Fr 10–15 Uhr.

Max. Teilnehmer:innenzahl: 15

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Planetary Care. Perspektiven für ein mehr-als-menschliches Leben

Institut für Philosophie
Projektleiter/in:
Andreas Hetzel & Hannah Chodura

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Besprechungsraum GRK, Haus 3

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Planetary Care beschreibt eine die Welt umspannende Fürsorge, die das Netz und die Verflochtenheit menschlicher und mehr-als-menschlicher Lebewesen auf der Erde umfasst. Im Projekt verschränken wir philosophische Perspektiven auf Care und Planetary Care mit künstlerischen Interventionen, die im Bereich Environmental Arts verortet sind. Diese künstlerischen Interventionen befassen sich mit ökologischen Lebensgemeinschaften und entwickeln schöpferische Kosmologien eines konvivialen Lebens.
Ein wichtiger Teil der Projektarbeit besteht in der ästhetisch-praktischen Suche nach Antworten auf folgende Fragen: In welchen Praktiken, Ästhetiken des Alltags und in welchen exemplarischen Ökosystemen erkennen wir sorgende Haltungen? Sind letztere auf eine Kultivierung ästhetischer Sensibilität angewiesen? Kann diese Sensibilität den unterschiedlichen Bedürfnissen einzelner Lebewesen und Lebensgemeinschaften gerecht werden? Können künstlerische Praktiken dabei eine sorgende Zuwendung anbahnen, durch die sich Lebens- und Beziehungsmöglichkeiten von Menschen, Tieren, Pflanzen, Ökosystemen, Böden und Landschaften steigern lassen?

In einer ersten Phase sichten wir Positionen an der Schnittstelle von Care-Ethik, kritischen Theorien gesellschaftlicher Naturverhältnisse und sozialen Ästhetiken. In einer zweiten Phase entwickeln wir, unterstützt durch Workshop-Beiträge u. a. von Künstler*innen, selbst künstlerische Strategien, die über das Potenzial verfügen, eine Planetary oder Environmental Care zu präfigurieren. Die Art der künstlerisch-praktischen Aufführung, die am Ende des Projektes stehen soll, legen wir bewusst nicht vorab fest, sondern orientieren uns an den Interessen und künstlerischen Vorerfahrungen der Teilnehmenden. Die Arbeitsform besteht zunächst in der Diskussion ausgewählter Textpassagen und in der Sichtung künstlerischer Beispiele für Planetary Care. Diese inhaltlichen Impulse werden in der zweiten Phase in eigene ästhetische Praktiken übersetzt. Teilnahmevoraussetzung wäre eine gewisse theoretische Neugierde und eine korrespondierende Bereitschaft, sich auch auf Texte einzulassen, also künstlerisch-praktische Interessen mit Reflexion zu verbinden. Eine ausführlichere inhaltliche Beschreibung des Projekts findet sich im LSF.

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Close listening. Explorations in sonic relationality

Institut für Musik und Musikwissenschaft
Projektleiter/in: Rosanna Lovell & Matthias Rebstock & Jan Hellwig

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 2/103 (Musikbibliothek)

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Was haben wir vor?

Im Zentrum des Projekts steht das Hören als relationales, körperliches und affektives Weltverhältnis. Als solches steht es für einen sorgenden, „caring“ Umgang mit menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen und für ein aktives Aufmerksamkeit Schenken. Wir werden uns im Projekt mit diesem sorgenden Hören auf zwei Pfaden beschäftigen:

 -Donna Haraway hat den Begriff „natureculture“ geprägt, um sich von der polaren Gegenüberstellung von Natur und Kultur im traditionellen westlichen Denken zugunsten einer relationalen Sichtweise zu verabschieden, in der Natur und Kultur untrennbar zusammenhängen und Kultur nicht nur dem Menschen vorbehalten bleibt. Daran anschließend werden wir uns mit indigenen Wissensformen beschäftigen und der Rolle, die das Hören darin spielt. Zentrale Texte werden Hungry Listening. Resonant Theory for Indigenous Sound Studies von Dylan Robinson (2020) sein und Songlines. The Power and Promise von Margo Neale & Lynne Kelly (2023). Basierend auf einer Care-Beziehung MIT der Natur („Custodian of the Land“) unterbrechen solche Wissensformen ein westliches Verständnis von Natur und bringen Natur – Mensch – Zeit – Spiritualität – Kreativität – Community  in einen anderen Zusammenhang. Wir beschäftigen uns auch mit künstlerischen-wissenschaftlichen Projekten (Klanginstallationen, Soundscape Kompositionen, Klangaktivismus, akustische Ökologie, Z.B. von Tania Rubio, Marcus Maeder oder FrauVonDa.), die beispielsweise das Artensterben über ein allmähliches und hörbares Verstummen der „Natur“ erfahrbar machen.
 -Der zweite Pfad ist die musikalische (aber auch szenische) Improvisation als sozialer Raum und kollektive, verkörperte Praxis. Hier werden wir von dem Pianisten, Improvisator und Ensembleleiter Jan Hellwig unterstützt. Insbesondere in Formen der freien Improvisation wird sinnlich und praktisch erfahrbar, was Donna Haraway mit ihrem Konzept der „response-ability“ meint: eine Antwortfähigkeit und Verantwortung, die nicht aus dem Subjektiven hervorgeht, sondern aus einer kollektiven Praxis, in deren relationalem Vollzug sich Subjekte allererst herausbilden. Das gemeinsame Improvisieren soll – durchaus im Sinne eines Rituals oder von Exezitien – über die gesamte Dauer des Projektsemesters zu einer regelmäßigen Übung werden, in der wir den Momenten des Kollektiven und Subjektiven, des Flows und der Widerstände Raum geben. Dabei werden wir uns mit unterschiedlichen Formen von freier Improvisation, offenen oder halboffenen Formen (von Pauline Oliveros bis Frank Zappa), grafischen Partituren, patternbasierter Improvisation und Bewegungs-Scores beschäftigen; mit Instrumenten und Stimme, aber auch analogen und digitalen Synthesizern, loop stations, Rechnern etc. Es können aus den Improvisationen Kompositionen entstehen, und wir werden sowohl in der großen Gruppe als auch in kleineren Ensembles arbeiten. Zum Material können hier auch die eigenen Soundscapes und Field Recordings werden.

Wie wird gearbeitet?

Wir werden kontinuierlich hin- und herpendeln zwischen theoretisch-inhaltlicher Arbeit (Recherchieren, Lesen, Diskutieren; in Kleingruppe und/oder Plenum) und praktischer musikalisch-szenischer Arbeit und versuchen, beides eng aufeinander zu beziehen. Ausgehend von feministischen Ansätzen (wie z.B. denen von bell hooks, Audre Lourde oder Sara Ahmed) sollen Praktiken, die für ein care-sensibles Miteinander sorgen, zentral für Aufbau und praktische Umsetzung des Projekts und eine care-zentrierte Arbeitsatmosphäre geschaffen werden.
Wir werden dezidiert interdisziplinär arbeiten und versuchen, alle Kunstformen, die Sie bespielen wollen, mit einzubringen und in Beziehung zueinander zu setzen.

Wir arbeiten Mi und Fr 10-17 Uhr und Do 10-16 Uhr, aber nicht immer in Präsenz und in einem Wechsel von Gesamtgruppe und kleineren Teams.

Für wen ist das Projekt gedacht? Sind Vorkenntnisse erforderlich?

Das Projekt wird interdisziplinär arbeiten, hat aber schon einen Schwerpunkt im Bereich Musik und Szene/Performance. Musikalische Vorkenntnisse sind erwünscht aber nicht erforderlich. Bei der freien Improvisation kann es gerade auch interessant sein, nicht in bestimmten Formen und Ausdrucksweisen befangen zu sein. Ebenso bietet das Improvisieren mit Elektronik und Sounds gute Einstiegsmöglichkeiten. Voraussetzung ist in jedem Fall Interesse und Lust am Hören, am sich Einlassen auf experimentelle Klangarbeit, auf Performance sowie auf kollektive Prozesse.

Was für eine Abschlusspräsentation ist geplant?

Die konkrete Form unserer Präsentation muss natürlich im Prozess erst noch gefunden werden. Aber zunächst ist der Plan, dass es auf eine musikalisch-szenische live Performance hinauslaufen soll. Als Teil davon oder als alternative oder ergänzende Formate wären aber auch installative Formen oder etwas Hörspielartiges gut denkbar.

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“The Comfort Zone – Your Wellness GmbH”

Institut für Musik und Musikwissenschaft
Projektleiter/in:
Rasika Ajotikar & Matthias Müller

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 27/003 (Pferdestall)

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The student project you’ve always needed – without ever wanting it.

Welcome to The Comfort Zone, the only wellness studio that cares for your emotions and wellbeing so thoroughly you’ll wonder how you ever survived on your own all these years.

Have you been drowning in info overload or sucked into brainrot content? Notifications, obligations, and that perpetual hum of existential dread? Fear not.

Attune yourself to the universal vibration and experience a cosmic re-alignment! Step into our warmly, globally inspired sanctuary—the many healing traditions on our planet remind us that care is a universal language. We fully embrace the belief that shared knowledge can connect and uplift you – all at a special price!

Whether you’re preparing for exams, high-stakes meetings, low-stakes lounging, pondering the moral bankruptcy of late capitalism, or simply trying to remember where you left your keys—there is an atmosphere crafted just for you. And yes, each one is scientifically tested, ethically perfected, and lovingly exaggerated.

Meet our team of highly motivated practitioners—graduates of advanced seminars in multisensory soundscapes and the fine art of applied coziness. They stand ready to orchestrate your personal universe of music, sound, colour, and scent, all meticulously designed to realign your body with its highest wellness potential. Re-emerge as the version of yourself the universe has been gently caring for all along. Sit back, take a deep breath of our premium comfort scent “Eau de l’Eurocentrisme”, and let yourself be gently lulled – sorry, emotionally accompanied – into a state so blissfully curated you may never wish to leave The Comfort Zone again.

Because you are safe here. Too safe. Ultimately safe.

The Comfort Zone – we make sure that you never even get the idea of feeling uncomfortable.

For further information read the GTCs, i.e. the comment section, the participants section and of course the horoscope section.

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Making Love at the Discounter: Shopping, Krise, Fürsorge

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Projektleiter/in: Vera Klocke

Projektvorstellung am 17.12.
Raum: Haus 52/Bibliothek (1. OG)

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In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit “Shopping” und richten den Blick auf Konsum, der unter prekären Bedingungen stattfindet. Im Zentrum stehen alternative Formen des Konsumierens – Praktiken des Teilens, Tauschens und Schenkens –, die in persönlichen und gesellschaftlichen Notlagen entstehen und spezifische Bedeutungen annehmen. Wir fragen: Wie findet Konsum mit eingeschränkten finanziellen Ressourcen statt? Welche Beziehungsdynamiken und Machtasymmetrien werden durch Geben und Nehmen konstituiert? Und wie manifestiert sich prekärer Konsum in digitalen Räumen, wo Content wie „What I eat in a day on 5€“ oder „Thrift Hauls“ zwischen Bewältigungsstrategie, Wissensaustausch und performativer Inszenierung von Mangel oszilliert?

Unser theoretischer Ausgangspunkt ist Daniel Millers anthropologische Studie „A Theory of Shopping“ (1998), in der er Konsum als fundamentale soziale Praxis der Fürsorge beschreibt. Seine ethnographischen Beobachtungen in einem Londoner Stadtteil, die er unter der Kapitelüberschrift „Making Love at the Supermarket“ subsummiert, zeigen, wie der Lebensmitteleinkauf zur rituellen Handlung wird, durch die soziale Beziehungen – insbesondere innerhalb von Familien – konstituiert und gepflegt werden. Einkaufen erweist sich demnach als weit mehr als bloße Warenakquise: Es ist eine Praxis des Sich-Kümmerns, durch die Menschen Liebe und Sorge ausdrücken. Von dieser Perspektive ausgehend erforschen wir die identitätsstiftenden, krisenhaften und mitunter therapeutischen Dimensionen von Konsumpraktiken und -orten aus multimedialer Perspektive. Wir kombinieren die Analyse von Einkaufsszenen aus fiktionalen Produkten der Populärkultur mit (digitalen) ethnographischen Feldforschungen an Orten des Konsums und einer Kartographie der Hildesheimer Einkaufslandschaft, um die emotionale Ebene von Konsum sichtbar zu machen. Das Projekt mündet in eine multimediale Installation, die Videoarbeiten, Audiowalks, performative Elemente und ethnographische Notizen zu einer erfahrbaren Forschungsumgebung verdichtet.

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