Mind The Gap

Das Projekt­se­mester 2022 – Studieren mit Spielraum

 

Der Kultur­campus Domäne Mari­en­burg bietet Heimat für die Insti­tute des Fach­be­rei­ches Kultur­wis­sen­schaften und ästhe­ti­sche Kommu­ni­ka­tion der Univer­sität Hildes­heim. Im Zentrum aller Studi­en­gänge am Kultur­campus steht die Wech­sel­be­zie­hung eines theo­re­tisch-wissen­schaft­li­chen Studiums und der eigenen künst­le­ri­schen Praxis.
Alle zwei Jahre wird dabei ein beson­derer Fokus auf die künst­le­risch-prak­ti­sche Arbeit gelegt. Im soge­nannten Projekt­se­mester haben die Studie­renden die Möglich­keit, eigene Projekte auf viel­fäl­tige Art und Weise künst­le­risch zu verwirk­li­chen. Dafür wird jeden Mitt­woch, Donnerstag und Freitag in unter­schied­li­chen Projekt­gruppen zusam­men­ge­ar­beitet. Hier steht der krea­tive Prozess im Vorder­grund, mit Raum für expe­ri­men­telle und inno­va­tive künst­le­ri­sche Praxis.

 

Mind the Gap

Jedes Projekt­se­mester steht unter einem über­grei­fenden Thema. So können Projekte unter­schied­li­cher künst­le­ri­scher und kultu­reller Prak­tiken auf verschie­denste Weise bear­beitet und dennoch für sich und eine brei­tere Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht werden.
Das über­grei­fende Thema für das Projekt­se­mester 2022 lautet: Mind The Gap
Ein Titel, der zur Gegen­wart passt. Ein Titel, der eine Warnung ausspricht. Ein Titel, der verdeut­licht, wie nahe sich Bedeu­tungen, Ideen, Zuschrei­bungen und Gewiss­heiten sein und wie plötz­lich Ände­rungen, Austausch und Umkeh­rungen auftreten können.
Gap kann dabei alles Mögliche bedeuten: Der Spalt zwischen Zug und Bahn­stein­kante, die Kluft zwischen Arm und Reich, die Lücke im Lebens­lauf und noch so viel mehr.
Die Studie­renden des Projekt­se­mes­ters 2022 werden forschen, werkeln, erschaffen, zerstören, lesen, schreiben und so weiter, all das, um Leer­stellen zu füllen.
Denn es gilt: Mind the Gap!

Blog-Beiträge

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Alle Projekte

„Freitag/Robinson“

Thea­ter­pro­jekt von Dr. Martina Groß und Prof. Dr. Jens Roselt.
Im Mittel­punkt steht der Roman Robinson Crusoe von 1719. Dort krönt sich Crusoe direkt zum Herrn der Insel und nennt die erste Person einfach „Freitag“. Laut der Kurs­be­schrei­bung soll im Werk alles hinter­fragt werden: Was versucht der Autor zu sagen? Inwie­fern ist es für die Zuschauer*innen heut­zu­tage noch inter­es­sant? Was genau daraus entstehen wird, ist der Beschrei­bung nicht zu entnehmen.

„THE GAP IS OUR STAGE“

Doppel­pro­jekt von Dr. Ekate­rina Sophia Trachsel, Dr. Anna Wieczorek und Jule Kerk.
Aufge­teilt in „Szen­o­grafie der Lücke“ und „Figuren des Zwischen“. Dabei geht es um alle Acts, die im Dazwi­schen sind: Halb­zeit­auf­tritte oder Perfor­mances. Gäste werden einge­laden und Themen wie Revue, Side­show, Zirkus und Varieté werden betrachtet. Der „Szen­o­grafie der Lücke“-Teil macht selbst­er­klä­rend die Szen­o­grafie und der „Figuren des Zwischen“-Teil erar­beitet die Figuren.

 

„Brid­ging the Mind(z) – Theater, leichte Sprache und seine kriti­schen Freund*innen“

Projekt von Isabel Schwenk und Steven Solbrig in Koope­ra­tion mit dem „Theater in leichter Sprache“ vom Theater für Nieder­sachsen (tfn).
Dabei werden Posi­tionen zur leichten Sprache im szeni­schen Spiel erar­beitet. Es gibt zwei Gruppen. Eine, die auftritt und Szeni­sches erar­beitet, die zweite, die dies dokumentiert.

„Hildes­heim Calling (eine Webserie)“ 

Projekt von Philo­mena Petzen­hammer und Dr. Thomas Klupp.
Dabei soll eine drei bis sechs teilige Webserie zum studen­ti­schen Alltag entstehen. 

„Ich möchte einen Film über etwas machen, das nichts mit mir zu tun hat“ 

Projekt von Eva Könne­mann.
Grob geht es darum, ein Thema zu suchen, was möglichst weit entfernt von der eigenen Welt ist. Diesem soll sich dann thema­tisch ange­nä­hert werden und ein Film/Dokumentation darüber entstehen.

„Den Zeit­sprung filmen: Rückblicke“ 

Projekt von Anne Küper und Marci Friebe.
Es geht um das filmi­sche Zurück­bli­cken, wobei die Vergan­gen­heit nicht als stabiles Element wahr­ge­nommen werden soll. Dafür sollen Minia­turen erstellt werden. Einen theo­re­ti­schen Unterbau gibt es natür­lich auch.

„Blind Spots in der Nach­bar­schaft (Repor­tage als Prinzip)“

Film­pro­jekt von Ute Adamc­zewski.
Selbst im beschau­li­chen Hildes­heim gibt es manche Viertel, die wir einfach nicht kennen. Lösung: Eine Repor­tage darüber machen. Genau das ist das Ziel des Seminars.

„How to draw a horse?“ 

Projekt von Jan Schön­felder, Sara Stehr und Carlotta von Heabler.
Hier wird die bereits genannte Frage behan­delt: Wie malt man ein Pferd? Wie hat man Pferde gemalt, bevor es die Foto­gra­phie gab? Am Ende gibt es eine Ausstel­lung und die wird sicher­lich beant­worten: Wie malen die Studie­renden ein Pferd?

„The Photo­gra­phic Gap“ 

Projekt von Dr. Torsten Scheid, Christin Müller und Sophie Thun.
Das Projekt findet in Koope­ra­ti­onmit der und im Hinblick auf die Ausstel­lung „Sophie Thun – Selbst­aus­löser“ (AT) statt. „Eine markante Trenn­linie in der Foto­gra­phie­ge­schichte verläuft zwischen der (hege­mo­nialen) Kame­ra­fo­to­grafie und den (eher mari­gi­na­li­sierten) kame­ra­losen Tech­niken, zwischen produk­tiven und repro­duk­tiven Tradi­tionen.“, erklärt der Text im LSF. Daran soll auch weiter geforscht werden, eigene Fotos geschossen und am Ende ausge­stellt werden.

„Lücken hören: Ein kollek­tiver Audiowalk“

Projekt von Meret Buch­holz und Char­lotte Schön­nagel, ment­o­riert von Prof. Dr. Stefan Kran­ken­hagen.
Das Projekt bleibt dem Motto des Projekt­se­mes­ters treu und will sich mit „Lücken“ beschäf­tigen. Diese Lücken sollen hörbar gemacht werden und auf einem Audiowalk präsen­tiert werden.

„Forever Young – ein Requiem“ 

Projekt von Prof. Dr. Matthias Rebstock.
Im Projekt sollen das Leben und Sterben in der Musik­ge­schichte behan­delt werden und schluss­end­lich in einem „gig theater“ (ein szeni­scher Lieder­abend) mit Cover­songs, eigenen Songs und so weiter präsen­tiert werden.

„La Paloma – Heimweh nach Amerika“ 

Projekt von Prof. Dr. Johannes Salim Ismaiel-Wendt und Matthias Müller.
Hier soll am Ende auch Musik gespielt werden, getrom­melt werden und Ähnli­ches. Alter­na­tiver Titel­vor­schlag der Dozenten: „Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an“, denn im Projekt dreht sich alles um die USA und die Trans­at­lan­tik­fan­ta­sien der Deutschen.

„…in between…“

Projekt von Jan Hellwig, sowie Anne Hagen­kötter, Zeynep Irmak, Frank Paul Schu­bert, Daniel Wolff.
Das Projekt möchte im Spek­trum des …in between… statt­finden. Inspi­riert durch die unter­schied­li­chen Charak­tere und Leiden­schaften des Projekt­kol­lek­tivs sollen eigene Musik‑, Wort‑, und Video-Sessions entstehen. Diese sollen dazu auch noch gesell­schaft­liche und philo­so­phi­sche Span­nungs­felder erkunden. Schluss­end­lich sollen deren Botschaften in einer inter­me­dialen Perfor­mance mit dem Publikum münden.

„Clow­nerie der Lücke“ 

Projekt von Prof. Dr. Katrin Wille.
Es behan­delt ziem­lich genau das Motto: „Mind the Gap“. Doch was ist das eigent­lich für eine Tätig­keit? Wie achtet man auf die Lücke? Eine Tätig­keit soll das insbe­son­dere machen: die Clow­nerie, welcher das Projekt gewidmet wird.

„Heimat/-los“

Projekt von Natalie Digel und Sophie Randow.
Hier wird sich mit der eigenen Heimat der Teil­neh­menden beschäf­tigt. Die Heimat als sicherer Ort oder eben als Problem­zone. Dazu werden lite­ra­ri­sche Werke und Ähnli­ches ange­schaut und verarbeitet.

„Origi­nal­ko­pien oder: die Lücke in der Popkultur“

Projekt von Prof. Dr. Stefan Kran­ken­hagen und Sophie Blomen.
Das Projekt beschäf­tigt sich mit dem Verhältnis von Original, Kopie, Origi­nal­kopie, oder was ist es denn jetzt wirk­lich? Memes und insge­samt die Sozialen Medien haben diese Fragen aufge­weicht und genau da setzt das Projekt an und erschafft eigene Kopien oder Origi­nale. Origi­nal­ko­pien, eben.

„surplus oder 2+2=7“

Projekt von Martin Dege.
Die Frage des Projekts lautet: Wie kann man gemeinsam bildende Kunst erstellen? Um diese schwere Frage zu beant­worten reisen die Teil­neh­menden unter anderem für fünf Tage zur Docu­menta nach Kassel.

„Hohle Grund 2 – ein Dorf schreiben“

Projekt von Dr. Guido Graf und Prof. Dr. Anette Pehnt.
Das Dorf Wallen­s­tedt (grob 20 km entfernt, bei Gronau) braucht zum 1000-jährigen Bestehen Stadt- genau genommen Dorfschreiber*innen. Dabei treffen Studie­rende auf Einhei­mi­sche und schreiben hinterher natür­lich alles auf.

„Schreiben auf KI“ 

Projekt von Prof. Dr. Dagmara Kraus und Jenifer Becker.
»Jarvis«, »Word­tune« oder »Ai Writer« sind Programme, die auto­ma­ti­siert Texte gene­rieren und dabei das lästige Schreiben abnehmen. „Wir möchten Lücken schließen, einholen, nach­holen, aufholen, kitten, fertig­te­chen und flicken.“, wird im Beschrei­bungs­text ange­kün­digt. Am Ende soll dazu ein Work­shop entstehen, wozu Autor*innen, Künstler*innen einge­laden werden, die dann von den Studie­renden lernen können.