Pendeln Is a Dancer

Du fragst Dich, was Du in Deiner Freizeit machen kannst? Was es für ein Hobby geben könnte, das Du noch nicht entdeckt hast? Wir sagen „Pendeln 4 the win!“. Denn beim Pendeln hast Du auf jeden Fall eine gute Möglichkeit viel freie Zeit effektiv zu nutzen, zu genießen oder auch zu verschwenden, melodramatisch aus dem Zugfenster zu schauen und das schöne Pampaleben um Hildesheim herum jeden Tag aufs Neue an Dir vorbeiziehen zu lassen. Ob Winter oder Sommer, in diesem Beitrag findest Du zu jeder Stimmung die passenden Tipps, um Dir die Zeit im Zug zu versüßen!

Be like a train; go in the rain, go in the sun, go in the storm, go in the dark tunnels! Be like a train; concentrate on your road and go with no  hesitation!  – Mehmet Murat İldan

7 Dinge, die toll sind, wenn man pendelt

1. Man ist produktiv, während man sitzt! Man bewegt sich ja gerade schon von A nach B.

2. Wenn man dann noch am Laptop arbeitet, ist man quasi doppelt produktiv.

3. Eigentlich ist im Zug sitzen, wie in einem fahrenden Nichtraucher-Café unterwegs zu sein. Und man kann sich sein Essen und seine Getränke sogar selber mitbringen!

4. Der Zug ist ein „Nicht“-Ort. Das heißt, dass auf einmal Dinge erlaubt sind, die man sonst nie tun würde. Wie zum Beispiel Bifi-Roll essen. Oder tagsüber viel Alkohol trinken. Oder Serien schauen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

5. Es gibt 1000 Möglichkeiten, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen (siehe Flirttipps).

6. Es gibt aber auch 1000 Möglichkeiten, um nicht mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

7. Pendeln bedeutet ja, dass man regelmäßig an mindestens zwei Orten sein kann. Das heißt, es gibt viele Dinge, die die Menschen an dem jeweils anderen Ort nicht erfahren müssen. 

 

15 Dinge, die Scheisse sind, wenn man pendelt

1. Die Luft ist immer scheiße.

2. Alles ist unbequem. 

3. Es ist immer zu heiß oder zu kalt!

4. Alle Freunde finden, man ist zu selten in der richtigen Stadt. 

5. WO IST DIE ZEIT?

6. WLAN ist auch scheiße.

7. Telefonieren geht auch nicht.

8. Wieso gibt es denn keine Raucherabteile mehr? 

9. Wenn man im Zug sitzt und die Mail bekommt, dass dein Seminar leider ausfällt.

10. Sobald sich Menschen in den öffentlichen Nah- und Fernverkehr begeben, werden sie 30% dümmer.

11. Wenn man schläft, können alle Leute hören, dass man schnarchst und klauen den eigenen Proviant.

12. Beim Rossmann am Hildesheimer Bahnhof gibt es keine Payback-Punkte.

13. Hat man den Zug verpasst, hat man verkackt.

14. Ausschlafen ist ein Luxusgut, Seminare um acht oder zehn sind zu vermeiden.

15. Gleisbaustellen sind natürlich nie in den Semesterferien, sondern immer mitten in der Vorlesungszeit.

Hannover Linden bis Hildesheim Domäne

Von Tür zu Tür braucht Juliane ziemlich genau 90 min.
Welcher Pendler hat sich nicht schonmal gefragt, was man mit seiner wertvollen Zeit sonst anstellen könnte? Wir haben das mal ausgerechnet…

Laufen

bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 kmh : 15km laufen.
Bei einer Größe von 169cm und 55kg sind das 800kcal Verbrauch.
Das sind:
200g trockener Reis
800g Bananen
1 Original Wagner Steinofen Salami Pizza 233g Haribo Goldbeeren
Ca 2,3kg Brokkoli

Reisen

Von Hamburg nach Paris ( 1h 35min) ab 60Euro
Von Hamburg nach München (1h 25min) ab 35 Euro
Von Hannover nach Wien (1h 30min) ab 80 Euro
Von Hamburg nach Copenhagen (60min) ab 90 Euro
Von Hannover nach Amsterdam (1h 5min) ab 50Euro

Filme gucken

MO: Lola rennt – Tom Tykwer 81min
DI: Reservoir Dogs – Quentin Tarantino 94min
MI: Adams Äpfel- Anders Thomas Jensen 93min
DO: Shining – Stanley Kubrik 83min
FR: Die Monster AG – Pete Docter 93min

Der Pendel – Kuchen
Dein perfektes Frühstück zum Meal-Prepen und mitnehmen

DU BRAUCHST

30g Kokosöl

1El Chiasamen+3EL Wasser

3 reife Bananen

125ml Pflanzenmilch

2 EL Ahornsirup

140g Mehl

50g gemahlene Mandeln

40g brauner Zucker

1TL Backpulver

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz

 

Außerdem, für den dunklen Teig:

40g dunkle Schokolade

20g Kakaopulver

2 EL Pflanzendrink

So gehts 

Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auskleiden. Backofen auf 18°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kokosöl zerlassen und leicht abkühlen lassen. Chiasamen mit dem Wasser vermischen und quellen lassen.
3 Bananen schälen und in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Zerlassenes Kokosöl, Pflanzenmilch und Ahornsirup hinzufügen und miteinander verrühren. In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten miteinander mischen. Anschließend die flüssigen Zutaten zusammen mit den geqollenen Chiasamen zu den trockenen Zutaten hinzufügen und kurz miteinander zu einem Teig verrühren.

Die Hälfte des Teigs in die erste Schüssel zurückgeben und für den dunklen Teig die gehackte Schokoladen, das Kakaopulver und 2 EL Pflanzendrink unterrühren. Für den Mamor-Effekt nun abwechselnd einen EL hellen und dunklen Teig übereinander in die vorbereitete Form geben. Eine Banane schälen, längs halbieren und auf die Teigoberfläche legen.

Das Bananenbrot im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene für ca. 50-60 Minuten backen.

Nicht den Stäbchentest vergessen!

Herausnehmen, abkühlen und ab in die Tupperdose.

“I like trains. I like their rhythm, and I like the freedom of being suspended between two places, all anxieties of purpose taken care of: for this moment I know where I am going.”

― Anna Funder

Erste Sätze für 1A Flirts im Zug

 

  1. Ist hier vielleicht noch frei? Alle anderen Plätze sind leider reserviert.
  2. Soll ich dir auch etwas aus dem Bordbistro mitbringen?/ Irgendwie ist es hier unbequem, möchtest du auch mit ins Bordbistro?
  3. Ist es okay für dich, wenn ich mich ein bisschen anlehne?
  4. Wollen wir auf Klo eine rauchen gehen?
  5. Hui, das ist aber ein Zufall! Ich habe ja einen gekühlten Sekt in meiner Tasche!
  6. Hallo, ich finde dich sehr attraktiv!

 

Lieber HasiEins,
du sagst die Bahn ist ein Nichtort. Irgendwie surreal, bisschen illusorisch und vor allem: ein Ort, in dem alles erlaubt ist. Wenn dem so ist, dann erlaube ich mir mal ehrliche Gefühle.
Ich fahre gerade in so einem stickig warmen RE und teile mir einen Vierersitz mit zwei Personen. Das ist irgendwie symbolisch: ein freier Platz. Darf ich kitschig werden? Leere Plätze sind mir vertraut. Ich lebe mit leeren Plätzen in einer Wohnung. Keine Sorge, es kommt noch mehr Kitsch.
Wir wohnen jetzt seit zweieinhalb Jahren zusammen. Theoretisch. Aktiv wohnen wir alle drei Monate für drei Monate etwa drei bis vier Tage in der Woche zusammen. So werden aus zweieinhalb Jahren schnell nicht mehr als 180 Tage, wenn ich großzügig rechne. Hundertachtzig Tage, lieber HasiEins, das sind Tage, die ein halbes Jahr füllen, keine zweieinhalb. Das sind zwei Jahre, die ich die Wohnungstür anstarre, und mir dein Gesicht in die Raufasertapete träume, an deinem Bettzeug rieche und dir deine Klamotten klaue, dein Essen verschimmeln lasse und dein Shampoo leere, deine Briefe öffne und dich an Rechnungen erinnere, dich vermisse und dir angepisste Nachrichten schreibe, deine Musik anmache und dein Zimmer als Wäscheraum nutze. Und wenn jemand fragt, mit wem ich denn eigentlich zusammen wohne, dann sage ich mit HasiEins, aber die ist nie da. Wenn jemand uns besuchen kommt, dann sagen sie trotzdem Sachen wie: „Wir sind heute bei HasiEins im Garten“. Nicht bei mir und HasiEins. Nein, bei HasiEins im Garten. Der Garten, in dem du fast nie bist. Du weißt ja nicht mal, wie man in unsere Waschküche kommt. Aber eigentlich ist das alles nicht schlimm. Ich weiß, dass du die bessere Gastgeberin bist. Und vor allem, dass du das gerne bist. Wenn du für mich kochst, dann sehen die Teller meistens schön aus. Dann stellst du manchmal Kerzen auf. Dann läuft leise Musik. Wenn ich für dich koche, wische ich nicht mal über den Tisch. Vielleicht liegt das daran, dass wir unterschiedliche Verständnisse von Gemütlichkeit haben. Vielleicht liegt es daran, dass du oft mehr zu Besuch bist. Nimm mir den Unterton ruhig ein bisschen übel. Ich hab dir das Pendeln auch immer ein bisschen übel genommen.
Manchmal hab ich überlegt, ob es nicht besser wäre – und wahrscheinlich wäre es das gewesen – auszuziehen. Sachen packen, dir deine Jacken nicht zurückgeben, deinen ekelhaft-schimmligen Rollmops in deinem Zimmer verstecken und raus aus HasiEins Wohnung. Das hätte weniger ängstliche Stunden allein in meinem Zimmer bedeutet. Weniger Einsamkeit und weniger komplizierte Nachrichten wegen zu teuren Stromrechnungen. Aber eben auch noch weniger Zeit mit dir, HasiEins. Siehst du mein commitment? Dafür bist du mir ewige Freundschaft und einen Platz auf deinem Sofa in der anderen Stadt schuldig.
Wir haben beide unter unserer Fernbeziehung gelitten. Dein Pendeln war und ist der Antagonist unserer Mitbewohnerinnen-Beziehung. Ich hab versprochen kitschig zu werden, oder? Ich würde niemandem empfehlen mit einem*einer Pendler*in zusammenzuziehen. Ich würde trotzdem wieder mit dir zusammenziehen. Und weil das so fürchterlich süß von mir ist, kann ich dir jetzt ja gestehen, dass ich damals deine Teekanne kaputt gemacht habe und hinterlistig der Spülmaschine die Schuld gegeben habe.
Liebst,
HasiZwei

Welcher Pendeltyp bist du?

Finde heraus, was Du für ein Pendeltyp bist!

Pendeln in/nach Zahlen von Haustür zu Haustür
Episode 1: Zigaretten

(1 – 2) Auf dem Weg zum Zug eine Kippe, wenn ich zu Hause schon vorgedreht habe auch zwei!

(3) Eine am Gleis!

(4) Wenn ich überambitioniert bin, ein bis drei Züge in Sarstedt mit ’nem Fuß in der Tür bis der erixx wieder losrollt!

(5) Eine bei der Ankunft!

(6 -7) Eine bei der Domäne, wenn ich im Bus schon vordrehe auch zwei!

SIEBEN KIPPEN, das ist stabil, damit kann ein*e Raucher*in arbeiten und leben!

Wichtige Info: Man darf nicht vergessen, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich Fertige oder Selbstgedrehte rauche! Die Anzahl der Kippen kann mindestens verdoppelt werden, wenn man mit Fertigen rechnet!

Zughierarchien
(von oben nach unten)

 

 

  1. Die Schaffner:innen. Was die sagen, ist Gesetz.
  2. Die Menschen in der 1. Klasse.
  3. Die Menschen in der 1. Klasse, die sogar bereit sind, im Bordrestaurant der 1. Klasse sehr viel Geld für schlechtes Essen und überteuerte Getränke auszugeben.
  4. Menschen, die sich in den Bahn-Comfort-Bereich setzen.
  5. Menschen, die keinen Bahn-Comfort-Status haben, sich aber trotzdem in den Bahn-Comfort-Bereich setzen.
  6. Die, die die auf der Zugtoilette rauchen.
  7. Die, genau wissen, wo die Steckdosen sind, wie man den Sitz optimal einstellt und wie man seine Sachen so drappiert, dass sich niemand auf den Platz neben sie setzt.
  8. Die, die bequem schlafen können und dabei schnarchen.
  9. Die, die ihre Schuhe im 6er-Abteil ausziehen.
  10. Die, die die ganze Fahrt über ihr Ticket in der Hand halten.
  11. Die, die 30 Minuten vor der Ankunft schon vor der Tür stehen und warten. LOSER haha

The right train of thought can take you to a better station in life.

– unknown

Das große Zugquartett zum Sammeln
u
nd Ausschneiden! (Pdf-Download)

         ↓

 

10 Dinge die eine Pendler*in nicht sagt

 

  1. „Weihnachten ist für mich die besinnlichste Zeit des Jahres. Wenn ich morgens durch den Hbf in Hannover gehe, mit der fröhlichen und entspannten Stimmung, finde ich nochmal die Zeit mich zu erden und runter zu kommen.“
  2. „Ich bevorzuge die S-Bahn vor dem Erixx. Die vielen Haltestellen ermöglichen mir einen interessanten Überblick von der Vielfalt Niedersachsens.“
  3. „Du pendelst auch? Dich hab ich in der Bahn noch nie gesehen!“
  4. „Seitdem ich Pendel spare ich total viel Geld und hab dazu noch zwei Kilogramm abgenommen. Die Auswahl an Snacks am Bahnhof sind für mich wirklich keine Verlockung.“
  5. „Manchmal nehme ich nach der Uni extra eine Bahn später, damit ich noch in Ruhe im Rossmann schmöckern kann.
  6. „Ein Supermarkt am Hbf Hildesheim wäre echt total überflüssig! Ich gehe lieber in Hannover in den Lidl.“
  7. „In der Schlange im Lidl beim Hbf Hannover habe ich schon viele nette Leute kennengelernt. Erst letztens wurde ich vorgelassen, weil ich nur ein Teil hatte.“
  8. „Messe in Hannover? Ne krieg ich nie was mit.“
  9. „Die S3? Ich sag nur eins: Komfortgenuss pur!“
  10. „Du pendelst auch? Dich hab ich doch schonmal gesehen!“
WAS TUN IM WORST CASE?
Keine Kopfhörer, Akku leer, kein Buch? Was tun?

 

  1. Schlafen.
  2.  Einmal durch den kompletten Zug laufen.
  3. Einmal in Tip-Top-Schritten durch den kompletten Zug laufen.
  4. Origami aus Zug-Informations-Flyern basteln und heimlich den Zug dekorieren.
  5. Die Flirt-Tipps anwenden.
  6. Weiter am Action-Musical „Wifi On Ice“ schreiben.

DIE PENDEL CREW STELLT SICH VOR!

Carlotta.

Studiert im 6. Semester Kulturwissenschaften.

Nachdem sie viele Erfahrungsberichte, Pendelratgeber und Studien durchgelesen hatte stand für sie fest: Ich will wieder in die Großstadt!

Seit Oktober 2018 ist die Pendelcommunity um ein wertvolles Mitglied reicher geworden.

Lieblingsbeschäftigungen: Melodramatische Trashmusik hören. Vor dem Zug rauchen.

Juliane.

Seit Anbeginn des Studiums gehört Juliane zu den alt-eingesessenen Pendlerinnen. Nach einer Kleinstadt in der Schulzeit, durfte es nicht noch eine zur Studienzeit werden und so ist sie seit Oktober 2016 festes Mitglied der Erixx-Gesellschaft.

Lieblingsbeschäftigung: Alle vorbereiteten Snacks bereits in der Bahn essen.

Lena.

Lena pendelt. Lena pendelt weit. Sie wohnt in Berlin und ist deshalb sehr bewandert. Oder befahren.

Man munkelt sie habe sogar schon neben Nico Rosberg und Nazan Eckes gesessen.

Aber wer will nicht nach Berlin?

Lieblingsbeschäftigungen: DB-Magazin lesen. Wasser für 3€ kaufen.

Judith.

Ist zwar selbst keine Pendlerin, wohnte aber mit einer zusammen und interessiert sich deshalb schon lange für das Thema.

Kein Wunder, dass sie an einem Sonntag Nachmittag gerne mal Eisenbahnromantik schaut, oder von der Kufa-Brücke aus Güterzügen nachsieht.

Lieblingsbeschäftigung: WordPress-Beiträge gestalten.

“The only way of catching a train I have ever discovered is to miss the train before.”

― G.K. Chesterton

So viel also zum Thema Pendeln. Wer weiß, vielleicht bist Du ja nun drauf und dran in das Lieblingspampadorf Deiner Wahl, zu ziehen, nur um das Dorfleben noch mehr zu fühlen und die Kühe muhen zu hören. Oder Du weißt endlich, was genau Dich erwartet, wenn Du in die krasse Metropole Hannover ziehst und auf dem kleinen süßen Dorfcampus in Itzum studierst. Es gibt Potential die Liebe Deines Lebens zu treffen, die niceste Trashmusikparty zu schmeißen, ein bisschen zu weinen und Zeit für Dich zu haben oder mehr BiFi Rolls als jeder normale Mensch zu konsumieren und dabei nervige Schulkinder anzupöbeln. Es ist möglich, es ist anstrengend und wie so oft im Leben musst du Dich einfach nur fragen, was Du eigentlich willst. Einfache Nummer – nicht wahr?

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