Kultur­campus Hildes­heim: Mehr als nur ein Studienort?

Bilder und Beitrag von Anna Christiansen

Während der Online­se­mester war der Kultur­campus so gut wie ausge­storben, doch nun kehren die Studie­renden an den Campus zurück. Aber was verbinden Sie mit diesem Ort? Was ist der Reiz? Was scheint auch gehörig schief zu laufen? Hat der Ort eine Bedeu­tung oder ist es einfach nur ein Ort?

Diese Fragen habe ich den Studie­renden des Kultur­campus Domäne Mari­en­burg gestellt.

In Form einer Online-Umfrage wurden 28 Studie­rende, aller Studi­en­gänge außer den Master-Fächern der Philo­so­phie und Lite­ratur befragt.  Auch wurde abge­fragt, ob diese zur Domäne von außer­halb von Hildes­heim pendeln und in welchem Semester die Studie­renden sind.  Dabei war der Groß­teil der Studie­renden im 3. Oder 5. Semester (55,2%). Zur Domäne pendelten 27,6 %. Somit wurde eine breite Studie­ren­den­schaft in den Antworten dargestellt.

Pferdestall mit Musikräumen

Die Beiträge zu der Frage „Was bedeutet Ihnen der Kultur­campus Domäne Mari­en­burg?“ waren meist positiv konno­tiert und mit mehr als einem „nichts“ beant­wortet. Für viele ist der Kultur­campus ein Krea­tiver Raum, in dem die Studie­renden viel Auspro­bieren können. Dabei wurden beson­ders die Musik­räume und das Theater mehr­fach erwähnt hervor­ge­hoben.  Als Ort des Austau­sches mit Freunden, Kommiliton*innen und Dozie­renden wir der Campus von vielen gesehen. Jedoch wird der Kultur­campus auch mit Bedeu­tungen, wie Abge­schie­den­heit und Einsam­keit verknüpft. Es wird vermehrt die schlechte Anbin­dung an den Nahver­kehr erwähnt und die schlechten Sani­tär­an­lagen.  Auch wird die Verpfle­gung bemän­gelt, ich möchte ich einmal aus meiner Umfrage zitieren „CARfe­teria UNZUMUTBAR!!!!!“.
Auf die „Bubble“ der Domäne wurde während der Umfrage gemischt einge­gangen. Teil­weise sehr positiv, z.B. „Melting pot“, „span­nend“, „Gemein­schaft“ aber auch als into­le­rant, „arro­gant“ und privilegiert.

"Außer der schönen umge­bung und den ansich schönen Räum­lich­keiten habe ich keinerlei posi­tibe Verbin­dungen mit dem Kultur­campus Domäne Marienburg"

Anonymus

"Melting pot, span­nende Leute und ihre Projekte, unkom­pli­ziert inter­dis­zi­pli­näres Arbeiten"

Anonymus

Bei der zweiten Frage habe ich nach bedeu­tungs­vollen Orten auf dem Kultur­campus Domäne Mari­en­burg gefragt, d.h. nicht explizit nach Lieb­lings­orten, sondern Orte wo sich etwas bedeu­tungs­volles ereignet hat.
Hier  wurden neben dem Theater und dem Musik­räumen, viel die altehr­wür­dige Kulisse und die Gärten rund um die Domäne genannt, wo sich studie­rende gerne an anstren­genden Tagen  entspannen oder neue Pläne schmieden.  Auch wurde der Blaue Salon und der Dach­boden des LitRa­dios genannt. Für die beiden Orte musste ich mich regel­recht auf die Suche begeben, da ich in beiden noch nie gewesen bin. Leider konnte aufgrund von Bauar­beiten auch nur der Dach­boden des LitRa­dios gefunden und foto­gra­fiert werden.

Schaukel im Philosophiegarten
Schaukel im Philosophiegarten

Somit birgt der Kultur­campus Domäne Mari­en­burg viele Bedeu­tungen für die Studie­renden, ob nun als reiner Lehr- und Lernort oder doch als kleines „Hogwarts“ in dem man sich mit Freunden trifft und die alten Gebäude wert­schätzt. Auch wenn nicht alles positiv wahr­ge­nommen wird, schätzen die meisten Studie­renden, die an meiner Umfrage teil­ge­nommen haben, den Kultur­campus Domäne Marienburg.

Haupt­grund, warum ich in Hildes­heis­heim studiere — dass uns unser "Hogwarts" in Corona-zeiten fehlt, ist eine große Belastung!

Anonymus

Was sind Orte, die für euch eine Bedeu­tung haben? 

Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Ein Beitrag von Anna Chris­ti­ansen, veröf­fent­licht am 3. Mai 2022