Neu am Kulturcampus? 

So überstehst du als Erstsemester dein Semester

Es ist September und immatrikuliert bist du nun, die Erstsemesterwoche liegt vor dir und du möchtest nicht, wie der/die letzte „Depp*in“ aussehen, der/die ständig irgendwelche Fragen hat? Erst mal lass dir gesagt sein: Viele Fragen zu haben ist voll normal und deine Erstsemestertutor*innen freuen sich über Fragen. Damit dein erstes Semester etwas entspannter ablaufen kann, habe ich dir mal einen möglichen Ablauf deines Semesters zusammengeschrieben. So verpasst du keinen Termin und weißt, was auf dich zu kommt. 

Allgemeines zum Studium am Kulturcampus

 

Ähnlich wie in der Schule ist auch ein Studienjahr in zwei Halbjahre aufgeteilt. Am Kulturcampus beginnen alle Studiengänge zum Wintersemester, also im Oktober. Dein erstes Semester geht dann bis Ende März. Davon hast du allerdings normalerweise „nur“ von Mitte Oktober bis Mitte Februar Veranstaltungen und die andere Zeit bis April vorlesungsfreie Zeit.

Im April beginnt das Sommersemester, welches ein wenig kürzer ist und bis Mitte Juli geht. Ab dann hast du wieder vorlesungsfreie Zeit. Diese Zeit wird übrigens offiziell nicht Ferien genannt, da du in dieser Zeit an deinen Modulabschlüssen arbeitest.  Das können beispielsweise Hausarbeiten, Essays, mündliche Prüfungen, Klausuren und  Reflektionen über künstlerische Praktiken sein.

OKTOBER

Semesterbeginn: 01.10.2021

Ab heute darfst du dich offiziell richtige*r Studierende*r nennen 😀

Zeit, dein Fahrrad raus zu holen und zum ersten Mal an den Hauptcampus zu fahren und dein Semesterticket abzuholen und zu validieren. Oder ihr geht zu Fuß, zurück dürftet ihr dann sogar den Bus und die Bahn nehmen, denn sobald du dein Studierendenticket validiert hast, gilt es als Fahrkarte in Hildesheimer Bussen und in Regionalbahnen in Niedersachsen. Den genauen Streckenplan findest du beim Asta, dem Allgemeinem Studierendenausschuss der Stiftung Universität Hildesheim.

25.-29. Oktober 2021 – Erstiwoche

Schau am besten schon mal vorher in den Plan für die Woche auf der Seite der Studierendenberatung und speicher dir gegebenenfalls schon mal die Handynummern oder Email-Adressen deiner*s Tutor*in ab, damit du diese im Fall der Fälle erreichst.

Die erste Deadline im Studium erfolgt tatsächlich schon in der Erstiwoche. Am Donnerstag, den 28.10 endet die offizielle Anmeldephase für deine Kurse. Aber unter uns: Bei manchen Kursen kannst du auch danach noch reinkommen. Geh dafür am besten in die erste Sitzung des Kurses und frage nach. Wie du die Kurse wählst, dabei helfen dir die Erstsemestertutor*innen bestimmt.

Kurswahl

An der Domäne kannst du deinen Stundenplan recht frei gestalten, aber es gibt ein paar Kurse, die jede*r belegt haben sollte und dabei kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass es hilft, diese auch im ersten Semester zu belegen.

Dazu gehören zum Beispiel

  • Einführung in die Kulturpolitik (für alle Kulturwissenschaftler*innen)
  • im Bereich Theater: Einführung in die Aufführungsanalyse
  • im Fach Musik: Harmonielehre 1

Generell kann das Wort „Einführung“ dir einen Hinweis darauf geben, dass du in diesem Kurs viele Erstsemesterstudierende treffen wirst, aber nicht nur. In den meisten Kursen sind Studierende aller Studiengänge des Fachbereichs 2 und aus allen Semestern vertreten.

Das ästhetischste Stück auf dem Kulturcampus...

ist dieser Validierautomat. Bewundern und benutzen kannst du dieses Prachtstück im Haus 2a.

Hier triffst du deine Erstsemesterkommiliton*innen

Denn wahrscheinlich sind alle in den ersten Wochen verzweifelt am Suchen der richtigen Räume für die nächste Veranstaltung. Mein Tipp: Merke dir jemanden aus deinem Kurs und folge ihm/ihr unauffällig. Schwierig wird es nur, wenn die Person doch einen anderen Kurs besucht. Oder du plötzlich die Person bist, der alle folgen und eigentlich keinen Plan hast. 😀

So könnte dein Stundenplan aussehen...

Aber muss auch nicht. Eigentlich sieht der Stundenplan an der Domäne bei jedem anders aus, aber dass man mal einen Tag frei hat, kommt häfiger vor 😉

Praktikum gesucht?

Diese Pinnwand wird regelmäßig mit den neusten Praktikumsausschreibungen bestückt. Nachschauen lohnt sich. 

November

Erste Vorlesungswoche mit Veranstaltungen

Am Montag, 1. November beginnt  für dich die erste richtige Uniwoche mit Vorlesungen, Seminaren und eventuell Übungen. Das ist aufregend, aber keine Panik, wenn dir die Kurse erstmal sehr voll erscheinen. Das legt sich wieder. Viele Studierende schauen sich die Kurse erst mal an und überlegen dann zur 2. Woche, wo sie final hingehen. Wenn du dich entschieden hast, einen Kurs nicht zu belegen, melde dich unbedingt ab.

Um in der Regelstudienzeit zu studieren, wird empfohlen 30 Credit Points pro Semester zu sammeln. Das wären ca. 10 Kurse. Aber mach dir nicht zu viel Stress, falls du nicht genau auf zehn kommst. An der Domäne wird auch gern mal ein oder zwei Semester länger studiert.

Praktikumseinführung

Im Rahmen des Studiums sind 12 Wochen Praktika vorgesehen.  Hierfür gibt es eine einmalige Einführungsveranstaltung, die verpflichtend ist. Wann diese ist, wird dir per Mail mitgeteilt. Wenn du an dem Termin keine Zeit hast, kannst du auch im nächsten Jahr daran teilnehmen. Aber was man hat, das hat man, oder?

POS-Anmeldung

Eine weitere Email bekommst du bezüglich der Möglichkeit deine Veranstaltungen im POS anzumelden. Die Anmeldung im POS wird meist 6-8 Wochen nach Semesterbeginn freigeschaltet. Deine Veranstaltungen solltest du unbedingt im Laufe der Vorlesungszeit anmelden, da viele Dozierende in den Semesterferien die Credits eintragen und dies nur geht, wenn du dich angemeldet hast. Kurse aus dem Profil-und Spezialisierungsmodul kannst du auch über einen Schein beim Prüfungsamt am Hauptcampus einreichen.

Dezember

Auf einmal ist Dezember und du stellst fest, dass das Semester schon halb rum ist. Also fast. Erst stehen noch ein paar Weihnachtspartys an bis in diesem Jahr am 23. Dezember die Weihnachtsferien beginnen. Aber falls du jetzt denkst, dass das relativ spät ist, ja das ist es, aber manche Veranstaltungen finden in der Woche vor Weihnachten nicht statt. Guck dies am besten nach, bevor du deine Heimreise planst.

Und falls dir diese Reise nicht gereicht hat, kannst du die Ferien nutzen, um über ein Auslandssemester im kommenden Wintersemester nachzudenken. Dafür ist am 15. Januar die Bewerbungsfrist. Da im Januar immer viel zu tun ist und das Semester schon am 03.01. 2022 weiter geht, bieten sich die Ferien dazu an. Sofern du ein Auslandssemester machen möchtest, kannst das natürlich auch noch zu einem späteren Zeitpunkt tun.

International Office

Auf der Seite des International Office kannst du dich bezüglich des Auslandssemesters informieren und nach Partneruniversitäten schauen.

Deine Zeitaufteilung im Januar:

  • Uni 80% 80%
  • Freizeit 10% 10%
  • Prokrastinieren 70% 70%
  • Putzen 50% 50%
  • Schokoladenkonsum 120% 120%
  • Stressfaktor 75% 75%

Januar

Der Januar ist meiner Erfahrung nach immer der vollste Monat, da dort sämtliche Referate gehalten werden müssen und erste Abgaben sind. Auch ist es gut, sich hier zu überlegen, in welchen Veranstaltungen man einen Modulabschluss machen möchte, damit man es zur Absprache der Themen mit den Dozierenden noch rechtzeitig in die Sprechstunde schafft. Dies ist häufig Voraussetzung, damit man diese Modulabschlüsse absolvieren darf.

Sofern du diese ein zwei Veranstaltungen erwischt hast, in denen man als Modulabschluss Klausuren schreiben muss, ist es auch hier höchste Eisenbahn, sich dafür anzumelden. Und anzufangen zu lernen eigentlich auch. Eigentlich. Naja also – nein, da ich dir ja Tipps geben möchte: Fang rechtzeitig an, aber lasst dich auch nicht zu viel stressen. Die Klausuren sind machbar. Und falls du doch zu spät angefangen hast, kannst du dich bis zu einer bestimmten Frist wieder im POS abmelden. Hierbei ist aber zu beachten, dass du dann im nächsten Semester wahrscheinlich noch mal eine andere Veranstaltung belegen müsst oder in einer anderen Veranstaltung des Moduls einen Abschluss machst.

Außerdem erreicht dich um die Zeit eine Email, die dich auffordert deinen Semesterbeitrags zu zahlen, damit du im nächsten Semester eingeschrieben bleibst. Also immer schön in das Email-Postfach schauen.

Februar

Eines meiner Highlights des Semesters ist tatsächlich das Ende des Semesters, nicht weil es da zu Ende ist, sondern weil in der letzten Woche des Semesters das neue Vorlesungsverzeichnis für das nächste Semester im LSF (steht by the way für Lehre – Studium – Forschung) online gestellt wird und man direkt schauen kann, welche tollen Veranstaltungen man im nächsten Semester belegen möchte. Wählen kannst du diese erst im März, aber du hast die Möglichkeit, dir interessante Kurse in deinem Stundenplan im LSF abzuspeichern. Bei Kursen, die sich überscheiden, kann es helfen, in die Modulordnung zu schauen, welche du dir wo anrechnen lassen kannst.

Ab dem 11. Februar 2022 heißt es für manche schon mal Füße hochlegen und verschnaufen bis man sich an seine ersten Modulabschlüsse wagt, andere müssen direkt Klausuren schreiben, Diese sind meist in der letzten Vorlesungswoche oder in der Woche danach.

Emails? Was ist das denn?

Auch im Zeitalter der Digitalisierung müssen manche Dokumente noch ausgedruckt abgegeben werden. Dafür hat jede*r Dozierende*r ein Fach im Haus 2a.

März

Offiziell endet dein erstes Semester am 31. März 2021. Dies ist übrigens auch die Deadline für die meisten Abgaben. Wenn du Modulabschlüsse machst, scheu dich nicht, anderen Studierenden deine Arbeiten zum Lesen zu geben. Ich habe bisher noch niemanden erlebt, der mich für meine Arbeiten verurteilt hat, sondern war dankbar für die Kritik und habe viel da draus gelernt. Also nehm das auch ruhig an und mach dir nicht zu viel Druck. Plane am besten eine vorläufige Deadline und Puffertage ein. Man weiß nie, ob gerade der PC gerade am 31. März keine Lust hat, zu arbeiten.

Das Sommersemester beginnt Mitte April. Um optimal vorbereitet in’s nächste Semester zu starten, wähle deine Kurse schon jetzt und schaue, ob für die Zulassung zum Kurs eine gesonderte Auswahl erfolgt, wie zum Beispiel durch ein Motivationsschreiben. Dann hast du im Zweifelsfall noch genügend Zeit, dies zu schreiben.

Ein Beitrag von Meret Buchholz