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FRAUEN, DIE ES GESCHAFFT HABEN, IM LAUFE VON DREI TAGEN KWG-TAGUNG ZITIERT ZU WERDEN (UND DIE NICHT DA WAREN) #1

Anne Küper // Wiese vor der Universitätsbibliothek  // SA 16:23

Marina Abramović, Mieke Bal, Karen Barad, Charlotte Beradt, Gabriele Brandtstetter, Andrea D. Bührmann, Judith Butler, Bojana Cvejić, Anna Teresa De Keersmaeker, Ulrike Grossarth, Melanie Hinz, Stefanie Husel, Frida Kahlo, Käthe Kollwitz, Beatriz Sarlo, Gertrude Stein, Hito Steyerl

ZU SPÄT #1

Anne Küper // Universitätsbibliothek  // SA 14:56

INHALTE #13

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 14:11

Immer häufiger bedienen sich Rechte subversiver Strategien und Werkzeuge, die bisher in linker Tradition standen. Wie damit umgehen? Markus Schäfer regt an, Kunst als Waffe zu begreifen, mit der man sich gegenseitig schlägt: „Auf ins Gefecht! Lieber im Theater als anderswo.“

GUTE FRAGEN #31

Anne Küper // Studiobühne 1 // SA 14:06

Warum reicht eigentlich die Zeit immer nicht?

GUTE FRAGEN #30.1

Fenja Englhart // TfN, Foyer 1 // SA 14:06

Läuft jede (erfolgreiche) (politische) Kunst am Ende Gefahr, von einem kapitalistischen System (beispielsweise durch die Abhängigkeit von den Medien) geschluckt, verdaut, und als etwas Gemäßigteres/etwas vom System Händelbares wieder ausgeschieden zu werden?

GUTE FRAGEN #30

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 14:05

Wenn Künstler*innen politische Themen verarbeiten, inwiefern wird Kunst oder Politik verdichtet oder verkürzt?

Wie viel Kraft braucht man, um heute noch gehört zu werden?

Können Künstler*innen in einer Diktatur besser arbeiten?

KLARE ANSAGEN #16

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 13:54 Uhr

„Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen im schönen Niedersachsen.“ (Markus Schäfer)

„Wie Sie sehen, bin ich ein Stück Geschichte.“ (Stimme aus dem Plenum)

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #6

Anne Küper // Forum außen // SA 13:26

SCHNELLE POST #12

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 13:21

Die Stimmung knistert, als würden alle gleichzeitig mit Bonbonpapier in den Taschen rascheln. Die Spannung auf die Diskussion steigt exponentiell zur Dauer der Vorstellung der Diskutierenden.

SCHNELLE POST #11

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 13:10

Während der Podiumsdiskussion über die Ästhetik politischen Widerstandes deaktivieren Zwänge des Raumes die Geschlechtertrennung, die die Toiletten vorgeben: Das Herrenklo liegt auf der einen, das Damenklo auf der anderen Seite. Um nicht zu stören, steuern die Zuhörer*innen einfach die nahegelegene Pinkelgelegenheit an.

AKUSTISCHE PRAXIS #6

Anne Küper // Universitätsbibliothek // SA 12:35

 

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #5

Anne Küper // Universitätsbibliothek // SA 12:13

KLARE ANSAGEN #15

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // 11:57 Uhr

„Jede These ist immer mit einem Aber versehen.“

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #4

Anne Küper // Universitätsbibliothek // SA 11:52

Ordentlich abgeliefert. Jetzt ein bisschen scannen.

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #3

Anne Küper // Universitätsbibliothek // SA 11:52

Kompetent habe ich gerade die Funktionsweise der Universitätsbibliothek beschrieben. Fast fühle ich mich wie eine Mitarbeiterin, als ich um Ruhe bitte und sage, dass Taschen leider nicht mit hinein genommen werden können.

PERSPEKTIVWECHSEL #1

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 11:51 Uhr

„…aus meiner subjektiven dm-Budni-Rossmann-Sicht heraus…“ (Stimme aus dem Publikum)

GUTE FRAGEN #29

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 11:45 Uhr

Habe ich das richtig verstanden?

NATURLYRIK #3

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 11:37 Uhr

Im Cafétisch /

spiegelt sich /

herbstlich umwehtes /

Laub und natürlich /

auch Himmel.

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #2

Anne Küper // Universitätsbibliothek // SA 11:31

Die Erstsemester sollen gleich in zwei Gruppenarbeitsräumen in der Bibliothek arbeiten. Die gilt es nun online zu reservieren. Ich stelle jedoch fest, dass sich pro Person nur ein Gruppenarbeitsraum pro Tag reservieren lässt. Ich kann also über meinen Namen nicht zwei Gruppenarbeitsräume buchen – die Leitung der Universitätsbibliothek glaubt scheinbar noch an meine Leiblichkeit und daran, dass ich ja eben gar nicht zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten (zwei Arbeitsräumen) sein kann. Man merkt: sie kennt die Arbeit von studentischen Hilfskräften nicht, die überall und nirgendwo sind, taumelnd zwischen den Nicht-Orten, wie rasende Reporter*innen eilen sie von Fleck zu Fleck und ziehen schemenhaft vorbei, teilen und vereinigen sich wieder. Wenn Hermine keinen Zeitumkehrer gehabt hätte, hätte das Konzept dazu von studentischen Hilfskräften kommen können. Professionell wie ich bin, habe ich den zweiten Arbeitsraum über den Namen meiner Mitbewohnerin gebucht. Check.

Aus dem Leben einer studentischen Hilfskraft oder: Was Katja Trachsel gerade machen würde, wenn sie nicht zusammen mit Sarah Schmidt die Podiumsdiskussion moderieren würde #1

Anne Küper // Hauptcampus // SA 11:13

Da Katja Trachsel die Podiumsdiskussion im Theater für Niedersachsen moderieren wird, kann sie für zwei, drei Stunden nicht gemeinsam mit Julia Kerk den Starting Point leiten. Der Starting Point ist eine Lehrveranstaltung, bei der sich Erstsemester mit dem Hauptfach Theater treffen, sich kennenlernen und gemeinsam eine kurze Präsentation erarbeiten, die am Montag bei der offiziellen Erstsemesterbegrüßung aufgeführt wird. Nun unterstütze ich also Jule Kerk und ersetze Katja Trachsel vor Ort. Wie würden jene zwei, drei Stunden aussehen, wenn Katja hier wäre? Ein Gedankenspiel.

GUTE FRAGEN #28

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 11:04 Uhr

Wie lässt sich die Folter wissenschaftlich und künstlerisch untersuchen, ohne sie zu normalisieren?

FUSSNOTEN #5

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 11:00 Uhr

„[Jack] Bauer had many friends at Guantanamo.“ (Juristin Diane Beaver über die Fernsehserie „24“)

INHALTE #12

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:51 Uhr

Wer foltert, besitzt ein sehr spezifisches Wissen um die Sensibilität des Menschen. Doch während die Folternden ihr Tun in Gedanken zu einzelnen Aktionen zerlegen können, verschränkt sich die Folter in den Leibern der Gefolterten zu einem eskalierenden Gesamtkomplex. (Vortrag von Sebastian Köthe)

KLARE ANSAGEN #14

Anne Küper // WG-Küche // SA 10:43 Uhr

GUTE FRAGEN #27

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:39

Wie verändert sich Sex und das Sprechen über Sex, wenn er nicht länger als souverän beherrschbare Technik betrachtet wird?

Schnelle Post#10.1

Fenja Englhart // TfN, Probebühne 3 // SA 10:38 Uhr

Das Labyrinth

Man tuschelt über die schiere Existenz eines hilfreichen, gar notwendigen Wortes. Diese vergebliche Suche nach dem WLAN-Passwort wird garniert durch eine nie enden wollende Reise (unser Ziel: Probebühne 3) durch die Katakomben des altehrwürdigen Stadttheaters. Mitten hinein geht es in die Innereien eines Apparates in dem noch Wert gelegt wird auf diejenigen geheimen Welten, die sich nur analog erschließen lassen. Treppauf, Treppab, durch kafkaeske Minitüren und Gangwindungen. Fast schon warte ich auf eine Falltür. „Hier hört uns niemand schreien.“ Dann, endlich angekommen, finden wir Platz zwischen eingestaubten Kulissen und atmen den Duft von alterndem Holz, (und haftendem Restschweiß der Audition für Musicaltänzer*innen) ein. (Probe-)Bühne frei für den ersten Vortrag.

INHALTE #11

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:31

Die Aktivitätsphantsamen unserer Zeit zwingen das Passive in eine Minimalexistenz; marginalisiert muss es zusehen, wie vor allem die schöpferische Aktivität von Künstler*innen hervorgehoben wird, nicht die dafür nötige, zuvor empfangene Inspiration. (Vortrag von Beate Absalon)

INHALTE #10

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:18 Uhr

– so viele scheinbare Aktivitäten, denen eine passive Dimension innewohnt, im Alltag wie in Trance ausgeführt mithilfe eines Wissens, das im Leib steckt: die eigene Gestik und Mimik, das Betätigen des Lichtschalters, das Tippen auf der Tastatur,…. (Vortrag von Selin Ida Gerlek)

INHALTE #9

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:08 Uhr

„Wir haben unseren Körper, aber wir sind unser Leib.“ (Selin Ida Gerlek)

SCHNELLE POST #10

Lisa Paetow // TfN, Foyer 1 // SA 10:00

Unter Regenschirmen und Scheinwerfern sitzen wir auf pinken und lila Stühlen drapiert um Cafétische. Gemeinschaftlich widmen wir uns einer ästhetischen Praktik, die überall zwischen Aktivität und Passivität angesiedelt sein könnte: dem Zuhören.

POLITISCHE PRAXIS: BERICHT AUS BERLIN #1

Tobias Gralke // ICE 876 // SA 07:46

Während heute im TfN das alte Verhältnis von Ästhetik und Politik endlich und abschließend diskutiert wird, werde ich als Korrespondent für politisch-ästhetische Praxis aus Berlin berichten: Denn dort steigt ab 12 Uhr „#unteilbar“, die wichtigste Demo des Jahres. 100 000 werden erwartet, um gegen die von rechts betriebene Spaltung der Gesellschaft aufzutreten. Sogar Konstantin Wecker wird die Gitarre auspacken, und auch jetzt schon herrscht super Stimmung im Großraumabteil: Der Tanzkreis TSV Dungelbeck ist genauso unterwegs wie ein Polizist, der beim Bahnhofbäcker erstmal 30 Brötchen für „seine Jungs“ gekauft hat. Dazwischen Anzugsträger*innen, Rucksacktourist*innen und Pendler*innen, die vergessen haben, dass Wochenende ist. Schwer zu sagen, wer hier welchem Lager zuzuordnen ist. Die Kategorien sind unübersichtlich geworden, das Spektrum ist in Bewegung. Ich werde mich bemühen, die Diskussion durch Feldforschung voranzubringen und Wortspiele mit Blog/Block zu vermeiden. Auf in den Massenkörper also. “Holger hat geschrieben, es wird 27 Grad.“

 

PIC OF THE DAY #2

Anne Küper // Gewölbekeller // FR 21:43

WEIS(S)E MÄNNER, DIE DU KENNEN SOLLTEST, WENN DU AUF DER KWG-TAGUNG EINEN VORTRAG HÄLTST, UND DIE AUF JEDEN FALL IMMER SUPERGUT ANKOMMEN (ZWEITER TAGUNGSTAG) #2

Anne Küper // Innenhof // FR 21:29

Theodor W. Adorno, Christopher Balme, Frank J. Barrett, Roland Barthes, Georges Bataille, Gregory Bateson, Alexander Gottlieb Baumgarten, Jérôme Bel, Walter Benjamin, Henri Bergson, Joseph Beuys, Otto Friedrich Bollnow, Pierre Boulez, Pierre Bourdieu, Nicolas Bourriaud, Bertolt Brecht, Philipp Büschner, John Cage, Rüdiger Campe, Cicero, Jacques Derrida, Rolf Elberfeld, Rainer Werner Fassbinder, William Forsythe, Michel Foucault , Sigmund Freud, Clifford Geertz, Claas Friedrich Germelmann,Nelson Goodman, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Martin Heidegger, Johann Gottfried Herder, Max Herrmann, Stefan Hirschauer, Johan Huizinga, Keith Johnstone, Immanuel Kant, Kantorowicz (Alfred oder Ernst; könnten in dem Moment, als der Name genannt wurde, beide forschungsmäßig passen), Helmut Kohl, Krabbe (ohne Vorname genannt; es könnten Kaspar Franz Krabbe, Otto Carsten Krabbe, Wolfgang R. Krabbe oder auch Hugo Krabbe gemeint sein – vierfacher Wortwert also), Stefan Krankenhagen, Karl Kraus, Bruno Latour, John Law, Gottfried Wilhelm Leibniz, Niccolò Machiavelli, Christoph Menke, Jacob Levy Moreno, Heiner Müller, Rudolf Münz, Robert Musil, Pjotr Pawlenski, Platon, Quintilian, Rainer Maria Rilke, Martin Roth, Friedrich Schiller, Emanuel Schegloff, Werner Schneider, Arthur Schopenhauer, Seneca, Peter Sloterdijk, Robert Walser, Matthias Warstat, Ludwig Wittgenstein, Gerhard Zwerenz

ÄSTHETISCHE METHODEN #11

Anne Küper // Foyer des Theatergebäudes // FR 20:03

Fußrauschen#1

Fenja Englhart// Haus 50, 4. OG// Fr. 18:40 Uhr

Raus aus dem Kopf und rauf auf die Tanzfläche! Wo einem am Tag zuvor vom permanenten Sitzen die Beine schon schwer wurden, findet sich jetzt ein Haufen Konfetti im leeren Saal. Hier rauchen nicht nur Köpfe, sondern auch Füße.Spuren führen bunt verstreut, wie die Brotkrumen bei Hänsel und Gretel, durch den ganzen Raum. Beweisstücke feuchtfröhlicher, körperlicher Betätigung. Wer schnell ist, detektivisches Potential besitzt, und dem Staubsauger des Teams zuvor kommt, kann unseren Einschreibungen in den Raum folgen, und uns nachtanzen…

Fragen dazu:

Wie kann man Tanz/Choreographie aufschreiben/festschreiben/notieren?

Gibt es eine Art choreographisches ABC?

KLARE ANSAGEN #13

Lisa Paetow // Pferdestall // FR 18:28

„Musik ist keine Sprache. Brahms lässt sich nicht ins Schwedische übersetzen.“ (Lorenz Heimbrecht)

ÄSTHETISCHE METHODEN #10

Lisa Paetow // Pferdestall // FR 18:26

…frei nach John Cage: 1. schnalzen. 2. tippen. 3. Stühle rücken.

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #8

Lisa Paetow // Pferdestall // FR 18:21

1nige Musikstücke, so glauben Expert*innen, bewegen sich im 3dimensionalen 12tonraum.

NATURLYRIK #2

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 18:19

Der Baum rauscht rotgrüngelb /

Ich träume aus dem Fenster /

Dahinter blau /

Und Wolken!

(Moderne Naturlyrik, deswegen kein Reim)

GUTE FRAGEN #26

Lisa Paetow // Pferdestall // FR 18:18

Ist Musik im Grunde genommen nur für das einmalige Hören konzipiert?

Hat Ihnen das etwas gebracht?

Was kommt dabei raus, wenn ihr es machen wollt?

NATURLYRIK #1

Tobias Gralke // Hs 27/103 // FR 18:13

so senkt sich denn zur Abendzeit / die Sonne hinter Itzum / Natur macht sich zum Schlaf bereit / im Body-Panel: Dichtung

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #7

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 18:09

99% aller Ton- und Videoeinbettungen bei PowerPoint funktionieren nicht.

STEGREIF-DIAGNOSEN #1

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 17:50

„So ’n bisschen irre ist das schon“ (Lars Koch über die Aktionskunst von Pjotr Pawlenski)

ÄSTHETISCHE METHODEN #9

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 17:17

BERÜHRENDES UND VERSTÖRENDES VON HELMUT KOHL #1

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 17:13

(aus dem Vortrag von Tanja Prokić im Panel „Put your body on the line! – Ästhetische Praxis zwischen Aktionskunst und politischem Protest“) „Am Tag der gewaltigen Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten bin ich drüben auf dem Startplatz am Bungalow in den Hubschrauber gestiegen, ganz allein. Ich habe zu dem Piloten gesagt: „Fliegen Sie mal eine Schleife.“ Da waren im Hofgarten auf der anderen Seite des Rheins zwischen 300 000 und 400 000 Demonstranten. Wenn Sie dann so allein in der Maschine sitzen und das sehen, stellen Sie sich schon die Frage: Haben die alle Unrecht? Oder hast du Unrecht? Ich war zwar von meiner Sache überzeugt. Aber der unterstützende Zuspruch, den ich fand, hielt sich doch sehr in Grenzen, und ich gebe zu: Ich habe mich damals oft sehr allein gefühlt.“ (Helmut Kohl im Interview mit Siegmar Schelling und Heinz Vielain, veröffentlicht in der „Welt am Sonntag“ vom 27. September 1992)

PROPOSITIONALES WISSEN #4

Anne Küper // Hs 27/103 // FR 16:28

Linie = Kette menschlicher Körper (mit einem Anspruch auf Sichtbarkeit)

AKUSTISCHE PRAXIS #5

Tobias Gralke // Innenhof // FR 16:05

GUTE FRAGEN #25

Anne Küper // Hs 50/302 // FR 16:01

„Ich hab mich gefragt, ob wir auf die Differenzierung zwischen ästhetischem und künstlerischem Denken angewiesen sind, oder wie man das differenziert.“

SCHNELLE POST #9

Tobias Gralke // Aula // FR 15:51

Stuhlbedarf und Kofferaufkommen verraten, dass der Peak Teilnahme erreicht ist. Angeregtes Kritzeln, lustvolles Kopfkratzen. „Denken als Ereignis“. Ein Grundlagenreferat, ach was, ein Manifest! Ein Zuhörer verschickt ein Messenger-Herz, wobei unklar bleibt, an wen.

DER KRITISCHE PUNKT #1

Anne Küper // Hs 50/302 // FR 15.39

.

FUSSNOTEN #4

Anne Küper // Hs 50/302 // FR 15:29

„Denken ist also sprachabhängig“, formuliert Dieter Mersch eingangs. Vergleiche: “There ain’t nothing you could ask / I could answer you but I won’t (I won’t) / But I was gonna change, but I’m not / If you keep doing things I don’t / You better think (think) / Think about what you’re trying to do to me / Think (think) / Let your mind go, let yourself be free“ (Aretha Franklin)

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #6

Tobias Gralke // Aula // FR 15:21

Menschen drinnen: viele
Menschen draußen: weniger

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #5

Tobias Gralke // Aula // FR 15:20

Aufschreibemedien bei der Keynote Dieter Merschs:

Überwiegend Hefte
einige  Programmblöcke
1 Laptop
1 Tablet

SCHNELLE POST #8

Lisa Paetow // Innenhof // FR 15:15 Uhr

Wie schüchterne Kinder eroberten die Kulturwissenschaftler*innen den Spielplatz von Buffet und Installationen. Zur Therapie wurden ihnen Nebelscheinwerfer oder Spucktüten empfohlen; zur Verhütung Kondome. Zum Bagel gab es Gedichte; zum Kaffee Kekse und Gespräche künstlicher Intelligenzen.

AKUSTISCHE PRAXIS #4

Anne Küper // Hs48/006 // FR 15:00

ÄSTHETISCHE METHODEN #8

Tobias Gralke // Innenhof // FR 14:45

(INFRA-)STRUKTURKRITIK #1

Anne Küper // Innenhof // FR 14:29

„Ich kam am Bahnhof an und wollte dann den Bus nehmen – aber da gab es keinen. Es gab keinen Bus, es gab keinen. Der Einser fährt nicht, der Vierer fährt nicht. Dann hab ich mir irgendwann einfach ein Taxi genommen, ja, da brauchen wir so 15 Minuten mit. Nur dass wir das schon für heute Abend wissen. Ich hab mir auch ein Kärtchen geben lassen, genau. Aber kein Bus.“

KLARE ANSAGEN #12

Anne Küper // Hs 27/001 // FR 14:00

„Ich würde jetzt mal aus dem Bauch heraus entschieden sagen: jein.“ (Anna Wessel)

MEDITATION #2

Anne Küper // Hs 27/001 // FR 13:34

Der Beamer wird während Anna Wessels Vortrag über „Probenkommunikation als Form ästhetischer Praxis“ zum Akteur. Er verwandelt die Bilder, die er doch eigentlich nur projizieren soll. Sie wabern, zittern. Der Beamer scheint wesentlich aufgeregter zu sein als die Sprecherin, die jenen über den Laptop zu steuern versucht. Oben an der Decke will er sich vor den kulturwissenschaftlichen Blicken verstecken. Doch seine Versuche des Entzugs und der Verweigerung hinterlassen Spuren. PowerPoint-Folien werden so zu tanzenden Lichtstrichen, die auf die gegenüberliegende Leinwand fallen. Texte und Videos sind zur Unkenntlichkeit verzogen. Nur noch schemenhaft sind sie zu erkennen, doch in dem kollektiven Wissen um sie erkennen wir sie. Genervte Augenpaare wandern zum Beamer. Er aber entzieht sich seiner Funktionalität bzw. definiert sie über bewusste Momente der Störung aktiv um. Er überschreibt die gesellschaftlichen Vorstellungen an ihn und verweist uns nicht zuletzt auf unsere eigene Erwartungs- und Erfahrungswelt zurück. Bilder werden als Bilder kenntlich, die weiße Leinwand tritt als Medium und Oberfläche in Erscheinung.

DER STYLE DER DINGE #2

Tobias Gralke // Hs52/123 // 13:14

„Philipp Ruch ist Jurist und will auch so gesehen werden. Darum trägt er so Sakkos, nicht wie manche Philosophen. Nietzscheaner zum Beispiel: die tragen Tattoos.“

HINTERGRÜNDE #1

Tobias Gralke // Hs52/123 // 13:11

„Mir kommt, weil ich ja auch aus der Romantik komme, immer wieder der Begriff der Ironie hoch.“

KLARE ANSAGEN #11

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 12:44 Uhr

“Literatur ist Vermenschlichung der Wahrnehmung.” (Stimme aus dem Publikum)

GUTE FRAGEN #24

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 12:36 Uhr

“Wo gibt es noch Wildnis?” “Wie entwickeln sich Gattungsbegriffe weiter?”

GUTE FRAGEN #23

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 12:07

Was ist menschlich? Was ist tierisch?

KLARE ANSAGEN #10

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 11:58

Brehm ist der Wohlleben des 20. Jahrhunderts.“ (aus dem Publikum)

KLARE ANSAGEN #9

Anne Küper // Hs27/001 // FR 11:57

„Bergrettung kann man nicht üben“ (Ruben Pfitzenmaier)

GUTE FRAGEN #22

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 11:43 Uhr

„Warum will man Mensch sein/werden?“

GUTE FRAGEN #21

Fenja Englhart// Haus 52 Raum 101// 11:42 Uhr

„Wie wird man menschlich?“

KLARE ANSAGEN #8

Fenja Englhart // Haus 52 Raum 101 // 11:27 Uhr

„Letzten Endes ist alles subjektiv!“

KLARE ANSAGEN #7

Fenja Englhart // Haus 52 Raum 101 // 11:23 Uhr

„Das ist alles so sinnlos.“

INHALTE #8

Lisa Paetow // Theaterhhaus // FR 11:24 Uhr

Das Nature Writing, dessen angelsächsische Tradition mit Gilbert Whites „The Natural History of Selborne“ begann, während es im amerikanischen Kontinent mit Henry David Thoreaus „Walden“ feste Wurzeln schlug, arbeitet heute eher gegen das Idealisieren der Umwelt – hin zu einem kritischen, ökologisch bewussten, lokale Räume erforschendem Schreiben, das von einer untrennbaren Beziehung zwischen Mensch und Natur ausgeht.

DER STYLE DER DINGE #1

Lisa Paetow // Theaterkomplex // FR 11:19 Uhr

Als Rose trägt Christus ein Kostüm aus zweifarbigen Blütenblättern: das Weiß symbolisiert die Unschuld, das Rot sein vergossenes Blut.

GUTE FRAGEN #20

Lisa Paetow // Theatergebäude // FR 11:18 Uhr

Warum ist das so eng hier? Was machen die Schwalben im Winter? (Anmerkung: vor allem im 18. Jahrhundert kontrovers diskutiert) Wie dürfen wir über Natur schreiben? Wer darf bestimmen, wie mit Natur umgegangen wird? Was brummt hier so? Soll ich das Französische mal ad hoc ins Deutsche übersetzen? Wer hat das geschrieben, zu welcher Zeit, in welchem Kontext?

KLARE ANSAGEN #6

Lisa Paetow // Theatergebäude // FR 11:03 Uhr

„Kommen Sie doch noch ein bisschen weiter nach vorne!“ (überall & vielerorts) „Ich fand ‚kuscheln‘ noch nie ein schönes Wort.“ (Susanne Scharnowski) „Der Kosmos, das Große, das Ganze, das Gewaltige, das interessierte Alexander von Humboldt.“ (Susanne Scharnowski) „Ich habe mich ja lange im 18. Jahrhundert aufgehalten…“ (Stimme aus dem Plenum)

ÄSTHETISCHE METHODEN #7

Lisa Paetow // Theaterwürfel // FR 10:45 Uhr

das Ablesen – Kulturwissenschaftler*innen haben über die Jahrzehnte ein Präsentationsverfahren kultiviert, bei dem sie präzise und schriftlich Ausformuliertes auf Papier drucken, um dem gedruckten Wort anschließend mit dem Mund zu folgen, indem sie es laut nach- und somit aussprechen.

FUSSNOTEN #3

Lisa Paetow // Theatergebäude // FR 10:42

„Wissenschaft schafft im Idealfall eine größere Nähe zur Welt.“ (David G. Haskell: „Das verborgene Leben des Waldes“)

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #5

Anne Küper // Hs 27/003 // FR 10:39

GUTE FRAGEN #19

Anne Küper // Hs 27/003 // FR 10:21

„Können wir zu Baumgarten zurück oder müssen wir bei Hegel bleiben?“ (Heide Lazarus)

TOP 3 ARTIKEL DER WEIMARER REICHSVERFASSUNG #1

Anne Küper // Hs 27/003 // FR 10:11

(aus dem Vortrag von Heide Lazarus: Tänzerische Praxis als ästhetische Praxis?) Artikel 118 (1) Jeder Deutsche hat das Recht, innerhalb der Schranken der allgemeinen Gesetze seine Meinung durch Wort, Schrift, Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern. An diesem Rechte darf ihn kein Arbeits- oder Anstellungsverhältnis hindern, und niemand darf ihn benachteiligen, wenn er von diesem Rechte Gebrauch macht. Artikel 142 (1) Die Kunst, die Wissenschaft und ihre Lehre sind frei. Der Staat gewährt ihnen Schutz und nimmt an ihrer Pflege teil. Artikel 158 (1) Die geistige Arbeit, das Recht der Urheber, der Erfinder und der Künstler genießt den Schutz und die Fürsorge des Reichs. (2) Den Schöpfungen deutscher Wissenschaft, Kunst und Technik ist durch zwischenstaatliche Vereinbarung auch im Ausland Geltung und Schutz zu verschaffen.

ÄSTHETISCHE METHODEN #6

Tobias Gralke // Hs27/001 // FR 9:49

GUTE FRAGEN #18

Anne Küper // Hs27/003 // FR 9:44

Wie das Verhältnis zwischen den beiden Teilen zu bewerten ist oder ob nicht durch das Voranstellen eine Wertigkeit hervorgebracht wird oder ein Ungleichgewicht.

KLARE ANSAGEN #5

Tobias Gralke // Hs27/001 // FR 9:23

“Ich sprech jetzt irgendwie über Differenz.”

KLARE ANSAGEN #4

Anne Küper // Hs27/003 // FR 9:13

„Ich werde aufstehen“ (Rita Rieger)

MEDITATIONEN #1

Tobias Gralke // Silberfundstraße // FR 8:41

Das Haltestellenschild am Morgen: Ziffern und Wörter, die für Ortsfremde vermutlich auf nichts verweisen als sich selbst. Was soll das auch heißen: 42 Bockenem? 4-104 Itzum? Zahlen als höchstens ästhetische Größe, Orte im Nirgendwo. Gestern stellten wir uns angetrunken vor, wie es auf der Konferenz der Mathematischen Gesellschaft wohl zugehen müsse. Heute stehen wir wieder vor dem Bus und bitten um Einlass. Die Ordnung der Dinge.

PIC OF THE DAY #1

Anne Küper // Innenhof // DO 21:43

AKUSTISCHE PRAXIS #3

Tobias Gralke // Innenhof // DO 21:32

LESER*INNENFEEDBACK #2

Anne Küper // Innenhof // DO 20:53

LESER*INNENFEEDBACK #1

Tobias Gralke // Innenhof // DO 20:48

WEIS(S)E MÄNNER, DIE DU KENNEN SOLLTEST, WENN DU AUF DER KWG-TAGUNG EINEN VORTRAG HÄLST, UND DIE AUF JEDEN FALL IMMER SUPERGUT ANKOMMEN (ERSTER TAGUNGSTAG) #1

Anne Küper // Innenhof // DO 20:45

Theodor W. Adorno (+ seine Friends von der Frankfurter Schule), Giorgio Agamben, Josef Albers, Aristoteles, Francis Bacon, Alexander Gottlieb Baumgarten, Walter Benjamin, Pierre Bordieu, Paul Cézanne, Michel de Certeau, Baruch de Spinoza, Guy Debord, Gilles Deleuze, Marcel Duchamp, Norbert Elias, Michel Foucault, Sigmund Freud, Erich Fromm, Clifford Geertz, Hans Haacke, François Jullien, Franz Kafka, Immanuel Kant, Siegfried Kracauer, Bruno Latour, Harald Lemke, Niklas Luhmann, Fritz Rahmann, Hans-Jörg Rheinberger, Heinrich Rickert, Georg Simmel, Wolfgang Welsch, Wilhelm Windelband

PROPOSITIONALES WISSEN #2

Tobias Gralke // Hs50/202 // DO 19:20

„Feuer, Wasser, Sturm = Land haftet“ (Wolfgang-Uwe Friedrich)

AKUSTISCHE PRAXIS #2

Tobias Gralke // Hs50/202 // DO 19:13

GUTE FRAGEN #17

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 18:32

“Ist der Kurator mittlerweile anerkannt als Künstler? … Also von der Künstlersozialkasse?”

ÄSTHETISCHE METHODEN #5

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 18:24

„Den USB-Stick raus und dann wieder rein.“

KLARE ANSAGEN #3

Fenja Englhart // Hs27/103 // DO 18:12

„Wenn ich völlig identisch bin hab ich einen epileptischen Anfall.“ (Kommentar aus dem Publikum)

GUTE FRAGEN #16

Lisa Paetow // Ackerpferdestall // DO 18:11

„Wie bringen wir Pegida-Anhänger dazu, solche Übungen zu machen?“ (Amalia Barboza)

GUTE FRAGEN #14

Fenja Englhart // Hs27/103 // DO 18:00

Kann Kulturwissenschaft noch softer wirken? (Frage aus dem Publikum)

GUTE FRAGEN #14

Fenja Englhart // Hs27/103 // DO 17:59

„Wer ist der Feind?“ (Frage aus dem Publikum)

PROPOSITIONALES WISSEN #1

Anne Küper // Hs27/103 // DO 17:46

flanieren = sinnloses spazieren

ÄSTHETISCHE METHODEN #4

Lisa Paetow // Ackerpferdestall // DO 17:42

Die Praxis des Flanierens: sich in einen Rauschzustand zu spazieren; das Ziel bis zur Selbstauflösung aus den Augen zu verlieren

ÄSTHETISCHE METHODEN #3

Anne Küper // Hs27/103 // DO 17:41

KLARE ANSAGEN #2

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 17:40

“Danke für Ihren schönen Beitrag, der mich wieder wach gemacht hat, sag ich mal, nach meinem kleinen Mittags-Blues.”

INHALTE #7

Fenja Englhart // Hs27/103 // DO 17:36

„Der Flaneur will nie etwas kaufen.“ (Dr. Amalia Barboza)

KLARE ANSAGEN #1

Anne Küper // Hs27/103 // DO 17:35

„Ich möchte auf eine roughe Weise, sag ich jetzt mal, ästhetische und künstlerische Methoden unterscheiden“ (Karen van den Berg) „Man sollte schon unterscheiden“ (Beitrag aus dem Auditorium) „Ich komme hier wieder zu meiner Leidenschaft für unmittelbare Erfahrung“ (Stephan Schmidt-Wulffen) „Wir haben auch andere Organe. Die Ohren, die Nase, die Zunge.“ (Amalia Barboza) „Wenn über ein Bild gesprochen werden muss, ist es irgendwie kaputt“ (Beitrag aus dem Auditorium) „Man muss die Fluchtlinien des Anderen aufnehmen“ (Stephan Schmidt-Wulffen) „Man muss deswegen als Flaneur bereit sein, das Fahren in einem Wagen und das Essen einer Banane in gleicher Weise zu erleben“ (Amalia Barboza) „Natürlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Künstler auch denken“ (Stephan Schmidt-Wulffen) „Da ist auch wieder das Problem, dass das nur die Kulturwissenschaftler*innen interessiert“ (Karen van den Berg)

GUTE FRAGEN #13

Anne Küper // Hs27/103 // DO 17:15

Kann ich dir eben behilflich sein? Welche ist das? Kannst du vielleicht einfach deinen eigenen Rechner nehmen? Geht das? Hasses jetzt? Hat jemand einen USB-Stick? Überhaupt einen? Hat jemand sonst vielleicht für einen älteren Mac einen Adapter dabei? So ein normales weißes? Ist das ein VGA? Was ist denn das? Das ist von dir, oder? Was? Und jetzt hier, oder? Jetzt muss das doch da oben, oder?

POSTMODERN TALKING: RHETORISCHE STRATEGIEN UND STRUKTUREN #1

Anne Küper // Hs27/103 // DO 17:14

Reime bei Stephan Schmidt-Wulffen: „Reflection in action“ „Lebensphasen haben“ „flanieren und archivieren“ „Informationen, Artikulationen“

TERMINTIPPS #1

Lisa Paetow // Altes Pächterhaus // DO 17:14

Studentisch organisiertes Symposium: „Bewegung der ‚Naturdinge‘ – Prozesse der Wissensproduktion zwischen Kunst und Naturwissenschaften“, 2. bis 4. November 2018, Lüneburg

GUTE FRAGEN #12

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 17:13

“Wie gehen Sie damit um, dass Sie dort [Uganda, Anm. d. Verf.] in der Feldforschung etwas wiederfinden, zu dem man hier “Kunst” sagt, dort aber nicht?” (Jochen Bonz)

GUTE FRAGEN #11

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 17:09

„Welchen Vorteil hat es eigentlich, soziales Engagement als Kunst zu deklarieren?“ (Birgit Mandel)

GUTE FRAGEN #10

Lisa Paetow // Altes Pächterhaus // DO 17:03

Wie geht es mit dem kulturwissenschaftlichen Nachwuchs weiter?

INHALTE #6

Lisa Paetow // Altes Pächterhaus // DO 17:00

Metaphern besitzen enorme Auswirkungen auf naturwissenschaftliche Theorien: Darwin schwankte für sein Evolutionsdiagramm zwischen dem Sinnbild des Baumes und dem der Koralle. Auch aus Zeitdruck entschied er sich für den Baum. Mehr dazu u.a. in: Horst Bredekamp – „Darwins Korallen“; Julia Voss – „Darwins Bilder“

ÄSTHETISCHE METHODEN #2

Anne Küper // Hs27/103 // DO 16:59

ÄSTHETISCHE METHODEN #1

Anne Küper // Hs27/103 // DO 16:57

GUTE FRAGEN #9

Fenja Englhart // Hs52 // DO 16:45

Kann/will man sich Weltkulturerbe durch den Konsum von traditionellen/regionalen Lebensmitteln einverleiben?

GUTE FRAGEN #8

Lisa Paetow // Altes Paechterhaus // DO 16:42

Kommt da noch was mit Zahlen?

INHALTE #6

Tobias Gralke // Hs27/101 // DO 16:35

Jin-Ah Kim – Ästhetische Praxis als soziale Praxis Als Kriterien, die eine soziale Praxis als ästhetische markieren werden genannt: Distanziertheit des Gewohnten, Gerichtetheit und Partizipativität. Das Ästhetische werde sichtbar als „Geltungsanspruch des Ästhetischen als Ästhetisches“, der je nach Referenzrahmen, Kontext und Situation variiere. Rückfragen, die zu Leitfragen taugen: Warum der Dualismus von Ästhetischer und Sozialer Praxis?  Woher der normative Begriff des Ästhetischen? Und wie verhält sich der Determinismus des „Geltungsanspruchs“ zum grenzüberschreitenden Potential des Ästhetischen?

FUSSNOTEN #2

Anne Küper // Hs27/103 // DO 16:34

Karen van den Berg spricht über das menschliche Verstricktsein in Feldern. „Nein, gewiss nicht; jedenfalls wollen wir darüber nicht streiten; es ist ein weites Feld. Und dann sind auch die Menschen so verschieden.“ (Theodor Fontane)

GUTE FRAGEN #7

Fenja Englhart // Hs52 // DO 16:33

Wieso ist kulinarischer Tourismus so beliebt?

INHALTE #4

Lisa Paetow // Altes Pächterhaus // DO 16:32

Kunst und Naturwissenschaften eint das Streben nach Wissen, das sich stets im Prozess befindet.

SCHNELLE POST #7

Lisa Paetow // Altes Pächterhaus // DO 16:30

Der Feind aller Tagungen sind Phänomene der Reiseverzögerungen. Züge fallen aus, Autos stauen sich hintereinander. Aber sie können ihre Bewegungslosigkeit nicht weitergeben – alle sind show-must-go-on-souverän.

SCHNELLE POST #6

Fenja Englhart // Hs52 // DO 16:15

Ein Saal. 9 Menschen. „Bitte kommen Sie doch ein Stückchen weiter nach vorne.“ 🙂

SCHNELLE POST #5

Anne Küper // Hs27/103 // DO 16:13

Kai van Eikels ist nicht hier. Schade. Ich fand, „Die Tiefseetaucher“ war sein bester Film.

GUTE FRAGEN #6

Anne Küper // Aula // DO 15:30

„Es fiel ja auch der Begriff der Normativität (…) Und da habe ich mich die ganze Zeit gefragt: was beschreiben Sie da eigentlich?“ (Frage aus dem Auditorium nach der Keynote von Beatrice von Bismarck)

INHALTE #3

Tobias Gralke // Aula // DO 15:24

Beatrice von Bismarck – Das Kuratorische: Konstellation, Forschung und ästhetische Praxis. Bourdieu und Latour werden als zwei Philosophen beschreiben, die in der Übertragung ihrer Ideen auf ihre kuratorische Praxis an Grenzen stoßen: „Latour, weil er sich selbst nicht mitdenkt. Bourdieu, weil er die Dinge vergisst.“ Beatrice von Bismarck schlägt vor, zu betrachten, „was eigentlich getan wird“. Also: Welche Handlungen und Machtverhältnisse bedingen das konstellative „Gewebe“ der Ausstellung? Das Kuratorische könnte eine Sprache sein, “die zwischen Mensch und Ding vermittelt.”

KRITIK DER SELBSTKRITIK #1

Anne Küper // Aula // DO 14:42

In seiner Eröffnungsrede verweist Stefan Krankenhagen auf zwei Fehler, die seitens des Organisationsteams im Vorfeld der Tagung gemacht worden seien. Erstens: im Programmheft sei die Adresse des Theaters für Niedersachsen, in dem am Samstag verschiedene Veranstaltungen stattfinden werden, vergessen worden. Zweitens: der Begriff „ästhetisch“ sei innerhalb des Programmheftes großgeschrieben. Was zunächst wie ein orthographischer Fehler erscheint, sei jedoch nach Krankenhagen ein bewusst gesetzter Betonungsmoment des Ästhetischen und der daran gekoppelten Fragestellungen, die es im Laufe der Tagung zu diskutieren gilt. Betrachten wir jedoch intensiver das Programmheft (siehe Foto) scheint hier ein doppelter Fehler, ein Fehler im Fehler, vorzuliegen. Darin zeigt sich die Widerständigkeit des Ästhetischen im Besonderen wie im Allgemeinen, denke ich.

FUßNOTEN #1

Tobias Gralke // Aula // DO 14:25

Zugbedingtes Warten auf Keynote-Speakerin Beatrice von Bismarck. „Die Macht der Zeit äußert sich im Entstehen und Vergehen, im jugendlichen Erstarken und im alternden Nachlassen der Kräfte, aber auch in einer stetigen Veränderung der Dinge, die sich erst hintendrein bemerkbar macht.“ (Bernhard Waldenfels)

STANDORTBESTIMMUNGEN #1

Anne Küper // Aula // DO 14:17

„Wir sind gerade beim Dank.“ „Wir sind an der Grenze.“ „Wir sind nur so schnell wie das eduroam.“ „Wir können mit dem Schiff zum deutschen Eck fahren.“

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #4

Anne Küper // Aula // DO 14:15

„Auf den letzten drei, vier Seiten des Programms finden sich Informationen zu den Shuttle-Bussen in die Stadt.“ (Stefan Krankenhagen)

GUTE FRAGEN #5

Lisa Paetow// Aula // DO 14:13

Wo ist eigentlich das Team?

FEINE DIFFERENZIERUNGEN #2

Anne Küper // Aula // DO 14:11

„Es ist eben so gedacht von uns, dass wir eine etwas längere Pause haben, ich hätte gerne zwei Stunden Pause gemacht, dann hätten wir aber keine Kaffeepause gehabt.“ (Stefan Krankenhagen)

GUTE FRAGEN #4

Lisa Paetow // Aula // DO 14:10

„Die gute alte, neue Frage, wie sich Kunst und Politik zusammendenken lassen.“ (Stefan Krankenhagen)

FEINE DIFFERENZIERUNGEN #1

Tobias Gralke // Aula // DO 14:09

“Am Samstag wechselt die Konferenz den Ort, nicht aber ihr Thema.” (Stefan Krankenhagen)

INHALTE #2

Tobias Gralke // Aula // DO 14:07

„Ästhetische Praxis tritt (1) als Entgrenzungsbegriff auf, der (2) zu seiner Befragung aufruft.“ (Stefan Krankenhagen)

SCHNELLE POST #4

Lisa Paetow // Aula // DO 14:02

Zwischen den alten Fenstern der Burg auf die Leinwand projiziert: das modernste aller Fenster – Windows.

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #3

Tobias Gralke // Aula // DO 13:52

“soundsoviele Studierende” (Gabriele Dürbeck)

INHALTE #1

Tobias Gralke // Aula // DO 13:48

“Die Domäne ist ein sehr guter Ort […].” (Jens Roselt) “Wie heißt das hier?” (Gabriele Dürbeck)

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #2

Fenja Englhart // Aula // DO 13:40

40 % Brillenträger 50 % hochgeknöpfte Hemden 0,1 % Windeln und Strampelsocken

SCHNELLE POST #3

Anne Küper / Aula // DO 13:37

Stimmung bei der Eröffnung kocht. Lauter Menschen kommen zusammen, die für eine ähnliche Sache brennen (Kulturwissenschaften). Habe den Eindruck, dass sich 68 so angefühlt haben muss. Wind of change.

AKUSTISCHE PRAXIS #1

Tobias Gralke // Treppenhaus Hohes Haus // DO 13:25

GUTE FRAGEN #3

Anne Küper // Innenhof // DO 13:05

GUTE FRAGEN #2

Fenja Englhart // Toiletten Mediengebäude // DO 12:59

Wieso weiß ich nicht, was „Genese“ ist?

SCHNELLE POST #2

Lisa Paetow // Gewölbe // DO 12:58

Das Namensschild auf die vor Spannung bebende Brust geklebt: check! Die grüne Getränkemarke in der Geldbörse verloren: yes! Nach einem Kugelschreiber gesucht, um sich an die coolsten Programmpunkte ein X zu schreiben: erledigt!

SCHNELLE POST #1

Fenja Englhart // Gewölbe // DO 12:49

Die ersten Kulturwissenschaftler*innen streifen, gewandet in (vermeintlich) feinem Zwirn, bereits hungrig auf Input über den Innenhof der Domäne. Kuwi-Safari. Wissen will erbeutet und verinnerlicht werden. Man will sich intellektuell verausgaben.

GUTE FRAGEN #1

Anne Küper // Gewölbe // DO 12:46

Könntest du die Palette da oben noch ein bisschen weiter nach links schieben? Könnt ihr die? Geht das? Könnten wir noch eine Mehrfachsteckdose haben? Bist du schon versorgt mit Strom? Hast du das jetzt geschafft mit dem Internet? Dein Kabel ist glaub ich länger, oder? Sind das Greifvögel, oder sind das Tauben? Wo drüben?

SUBJEKTIVE STATISTIKEN #1

Tobias Gralke // Innenhof // DO 12:13

Gefühlte 40 % der Domäne liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Schatten. Die Luftfeuchtigkeit dürfte unter dem niedersächsischen Durchschnitt liegen. Schätzungsweise 1/12 der Teilnehmenden ist bereits anwesend.

KWG-Konferenz 2018

Tobias Gralke // Domäne // MI 20:56

Ab Donnerstag, 11. Oktober 2018 berichten hier Anne Küper, Lisa Paetow, Fenja Englhart und Tobias Gralke in kleinen, schnellen Formaten über die Konferenz der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft. Sie studieren, reflektieren, performieren und praktizieren ästhetisch. Wie schon der WordPress-Editor verspricht:

UNIVERSITÄT HILDESHEIM

KULTURPRAXIS REDAKTION

 

Kulturcampus Domäne Marienburg
Haus 52, Domänenstraße 52
31141 Hildesheim

dekanat2@uni-hildesheim.de

Telefon  (während der Tagung): 05121-883-21122

 

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