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Harmonielehre: Das Seminar des Grauens?

  • 25. Dezember 2020
  • Kulturpraxis

Harmonielehre: Das Seminar, um das Musik-Studierende an der Domäne nicht herumkommen. Doch wie schlimm ist diese gefürchtete Wissensdisziplin wirklich? Ist es das Seminar des Grauens oder ist es doch nicht so schlimm, wie es immer behauptet wird?
In einem Interview mit dem Harmonielehre-Tutor Andre Zahn und drei Kommilitoninnen gehen wir dem Ganzen auf die Spur. Wie schlimm ist die Harmonielehre wirklich?

Wie gehst du mit verschieden Wissensständen bei Teilnehmer*innen deines Tutoriums um?

Das kommt häufig vor. Es gibt viele Möglichkeiten, damit umzugehen. Gerne lasse ich einzelne Themen von Studierenden mit mehr Vorwissen im Plenum erklären und ergänze gegebenenfalls. Manchmal ist es aber auch gut, wenn ich Ratschläge und Erklärungen wiederhole. Diejenigen, die es dann erneut hören mussten, waren immer solidarisch.

Was würdest du Studierenden raten, die sich bezüglich der Klausur sorgen machen?

Das kommt ganz auf den Zeitpunkt im Semester an. Ich kann verstehen, dass dieses Klausurformat etwas beängstigend sein kann, wenn die Sicherheit noch nicht so ganz da ist. Lernt den Quintenzirkel auswendig, trefft euch in Gruppen, um Gehörbildung zu trainieren, und seht die Klausur als nicht so gefährlich an, wie sie vielleicht wirken mag. Wenn ihr dran bleibt, schafft ihr das auf jeden Fall. Vielleicht leckt ihr mit der regelmäßigen Praxis Blut und komponiert bald den ganzen Tag. Wenn nicht, ist das aber auch nicht schlimm. Ich bringe euch auf jeden Fal sicher durch die Klausur, wenn ihr regelmäßig ins Tutorium kommt.

Was sind Strategien, um Harmonielehre besser zu verstehen und das gehör zu trainieren?

In der Regel lieben alle Musik. Die beste Methode ist es also zu versuchen, Musik, die man liebt, zu analysieren oder auch nur bewusst zu beobachten. Die Dinge, die beispielsweise im Seminar Harmonielehre vermittelt werden, sind eher als Tools zu verstehen, welche ihr an eurem ganz eigenen Musikgeschmack erproben könnt. Mit dieser Motivation kann das Thema ein Kinderspiel werden.

Interview mit Ilaria Heindrich

Interview mit einer anonymen Person

Interview mit Amber Duty

Ich fand es im Allgemeinen ganz gut. Prinzipiell wurde alles ganz gut erklärt, aber vieles war auch zu schnell. Es war schwierig, da wir ja so durchmischt waren: Manche konnten wenig, andere hatten ein bisschen Ahnung. So war es dann oft schwierig, das Tempo richtig anzupassen.

Für mich war das Melodie-Diktat anfangs ziemlich schwierig, da ich so etwas nie in der Schule geübt hatte. Intervalle hören und Gehörbildung waren für mich in Ordnung, weil ich schon länger nach Gehör gespielt habe (Klavier) und dadurch vielelleicht ein bisschen darauf vorbereitet war.

Als Kulturwissenschaftlerin nicht direkt. Sie hat mir aber im Studium insofern geholfen, dass ich meine Klavierbegleitungen für Gesangsprüfungen verbessern konnte, da ich nun weiß, welche Akkorde benutzt werden können und welche Akkorde welchen „Zweck“ erfüllen.

Ich kann es schon verstehen, da es im Allgemeinen hilft, das, was man da spielt, besser zu verstehen. Klar ließe sich jetzt darüber streiten, ob das fürs musikalische Schaffen wirklich nötig ist (Michael Jackson konnte nicht mal Noten lesen).

Ich habe viel in Gruppen gelernt. Außerdem habe ich mir Apps heruntergeladen (für Gehörbildung). Alleine konnte ich eher nicht so viel lernen, da es auch im Internet nicht wirklich viele Beispielanalysen für klassische Stücke gibt.

Ich würde empfehlen, dass man nicht mit 0% Kenntnissen anfangen sollte. Ich bin der Meinung, dass das Ganze sonst ziemlich viel wird. Man sollte wenigstens Grundkenntnisse besitzen (zum Beispiel Noten lesen).

Als ein Seminar, das mit meinen eher geringen Vorkenntnissen in Musiktheorie sehr arbeitsintensiv war und viel Eigeninitiative forderte, aber letztendlich dann auch die notwendigen Grundlagen für das weitere Studium geschaffen hat.

Gehörbildung war für mich der deutlich aufwendigere und nervenaufreibendere Teil, da ich das Gefühl hatte, trotz Übens nur bedingt Kontrolle über meinen Lernfortschritt zu haben. Der rein theoretische Teil war dann ja im Prinzip „nur“ verstehen, lernen und die Anwendung üben.

Da ist vielleicht eher die Frage, wie wichtig das Nebenfach Musik für mich persönlich in der Zukunft sein wird. Für den Studienbereich Musik an sich habe ich es aber als wichtig empfunden, die theoretischen Grundlagen vermittelt zu bekommen. Inwiefern ich das Gelernte beispielsweise für meinen Beruf später benötige, hängt dann doch sehr von der beruflichen Ausrichtung ab.

Ich halte es in Hinblick auf die übrigen Musikseminare für sinnvoll, erst einmal alle Studierenden auf den gleichen Stand zu bringen, was die theoretischen Grundlagen angeht.

Durch die regelmäßige Teilnahme am Tutorium, das Erledigen der Übungsaufgaben und sehr viel Gehörbildung, sowohl alleine als auch in Kleingruppen.

Im Nachhinein würde ich sagen, dass wenn man die Übungen kontinuierlich erledigt und selbstständig lernt, es eigentlich nicht nötig ist, sich allzu viel um das Bestehen des Seminars zu sorgen.

Also allgemein fand ich Harmonielehre immer sehr interessant. Vom Gesamterlebnis würde ich sagen, dass es auf jeden Fall ganz schön anspruchsvoll und schwer war am Anfang. Mit der Zeit wurde es aber immer besser. Für mich war es eine Herausforderung, die ich gerne meistern wollte und die mich im positiven Sinne gefordert hat. Insgesamt hat es mir auf jeden Fall geholfen, es hat mich weitergebracht und ich bin sehr froh darüber, was ich alles gelernt habe. Auch gut fand ich das Tutorium, das alles gut ergänzt hat und den Charakter von gemeinsamem Lernen hatte. Obwohl es viele Studierende gab, die schon Vorkenntnisse hatten, und ich da frisch rein kam, ohne Grundlagenkentnisse, hat man sich gegenseitig unterstützt. Dadurch ist eine gute Gemeinschaft entstanden.

Für mich war die Gehörbildung extrem schwierig, nicht nur weil ich kein Klavier da hatte (ich hab mir dann einfach eine App runtergeladen), sondern auch weil es schwierig war, Liedanfänge für die Intervalle zu finden, die man dann einfach immer direkt im Kopf hatte. Ich fand auch allein schon schwierig, eine Note zu hören und dann wissen zu müssen, welche Note das dann ist. Im zweiten Semester wurde es noch komplizierter mit den Jazzakkorden und Skalen.

Ich merke aber auch, dass es mir im Nachhinein sehr viel gebracht hat und sich meine Hörfähigkeit sehr verbessert hat. Am schwersten fiel mir jedoch das Rhythmusdiktat, da ich damit vorher keine Berührungspunkte hatte. Das kam mir dann einfach zu kurz. Vielleicht hatte ich aber auch zu wenig Vorwissen. Für mich war dafür die Theorie leicht. Besonders leicht fiel es mir, den Quintenzirkel mit all seinen Vorzeichen auswendig zu lernen sowie das Erkennen der Nebennoten in der Analyse von klassischen Stücken. Später konnte ich Noten schnell lesen. Am schwierigsten war dann im Endeffekt jedoch Gehör, Rhythmus und Theorie kombiniert auf Zeitdruck in der Klausur. Das hat für mich dann überhaupt nicht mehr funktioniert.

Für die Kulturwissenschaft bin ich mir nicht sicher, ob es notwendig wäre, da die meisten, die später beruflich in diese Richtung gehen wollen, schon das Vorwissen mit sich bringen und es nicht noch mal im Seminar lernen müssten. Gleichzeitig glaube ich jedoch, dass es von Vorteil ist, alles zu wiederholen und aufzufrischen. Ein freiwilliger Charakter würde dem Seminar aber nicht schlecht tun, damit die Teilnehmer*innen einfach selbst entscheiden können, ob sie es brauchen. Andererseits, wenn man es schon kann, ist es eine Möglichkeit, gute Punkte abzuräumen. Mich hat es auf jeden Fall weitergebracht. Ohne Harmonielehre wäre ich wahrscheinlich komplett aufgeschmissen gewesen in meinen restlichen Musikseminaren. Für mich war es eine Grundbasis, die man eigentlich schon in der Schule hätte erhalten können.

Ich würde es aber trotzdem eher zu einer freiwilligen Veranstaltung machen oder zu einem Tutorium. So etwas hätte ich mir persönlich auch vorstellen können. Im Bezug auf die Kulturwissenschaft sehe ich für mich persönlich jetzt nicht die Relevanz. Ich würde es vielleicht in einem anderen Format anbieten.

Das habe ich ja so ähnlich schon beantwortet. In meinen Augen muss es kein Pflichtfach sein. Die Studierenden können selbst einschätzen, inwieweit sie das brauchen und ob sie die Anforderungen für dieses Studium erfüllen. Ich hätte jetzt  gesagt, dass man auch erst mal Arbeitsblätter im Learnweb hochlädt, damit die Studierenden für sich selbst testen können, wie „fit“ sie in Harmonielehre sind, und damit einschätzen können, ob sie das Seminar besuchen sollten oder nicht. Ich glaube nicht, dass es als Pflichtseminar gemacht werden muss. Ich weiß halt auch, dass viele Teilnehmer*innen in meinem Seminar bereits schon so gut darin waren, in dem was gefordert war, dass die jenigen sich dann doch eher gelangweilt haben. Was ich auch noch mal erwähnen möchte, ist, dass ich am Anfang gar nicht wusste, dass es eine Pflichtveranstaltung ist. Vielleicht könnte man das also noch mal irgendwie deutlicher machen.

Im ersten Semester habe ich viel auswendig gelernt und mir viele Skizzen mit bunten Farben gemacht. Die hab ich mir dann direkt vor meinem Schreibtisch an die Wand geklebt, sodass ich immer diese Skizzen vom Quintenzirkel, Intervallen und den Dreiklängen vor mir hatte. Das war meine Strategie für das erste Semester. Ich bin dann auch immer ins Tutorium gegangen und hab mich mit anderen in den Übezellen an der Domäne getroffen, um Gehörbildung zu üben. Ich hatte dafür auch eine App, mit der es jedoch schwieriger war und nicht so viel Spaß gemacht hat, wie wenn man zusammen geübt hat. Es war auch schön zu sehen, wie sich die anderen damit geschlagen haben, und dass man sich gegenseitig helfen konnte. Das zweite Semester war schwieriger aufgrund der Corona-Situation. Da habe ich mir auch wieder viele Skizzen und Tabellen gemacht und mir Lernzettel angefertigt. Und ich habe meine Schwester gebeten, mir Intervalle vorzuspielen. Aber es war auch ganz schön schwer, weil sie auch nicht direkt Jazzskalen spielen konnte. Dann habe ich die Powerpoints, die wir zur Verfügung gehabt hatten, ausgedruckt und mir dazu Sachen notiert. Was ich richtig gut fand, war die Übeklausur und die kleinen Aufgaben bezüglich Gehörbildung, die aufgenommen wurden. Manche aus dem Kurs haben etwas aufgenommen und an alle anderen verschickt, sodass man dann für sich testen konnten, ob man alles raushören kann.

Alle, die sich sicher fühlen, können sich relativ entspannt zurücklehnen, gucken, was auf sie zukommt, und die Leute unterstützen, die neu in die Thematik einsteigen. Allen, für die Harmonielehre Neuland ist, würde ich raten, sich darauf einzulassen und alles aufzusaugen, was erwähnt wird. Aber auch einfach Spaß bei der Sache zu haben. Also ich hatte viel Spaß daran, Neues zu lernen und zu sehen, wie es mich weiterbringt. Basiswissen zu haben und darauf aufzubauen. Vor allem auch weil es eines der wenigen Seminare ist, in denen es nicht darum geht, Texte zu lesen, zu verstehen und zu schreiben. Es hatte mehr den Charakter von Mathematik. Es spricht das Gehirn noch einmal ganz anders an als die restlichen Seminare. Das fand ich wirklich schön.

Ich würde sagen, sucht euch Leute, mit denen ihr euch zusammen an Gehörbildung setzen könnt. Bildet eine Gruppe, besucht das Tutorium und habt Spaß bei der Sache. Geht offen darauf zu, nicht jedem liegt es und nicht jede versteht es sofort. Nehmt die Klausur nicht zu ernst. Ich hab auch gemerkt, dass ich vieles erst nach der Klausur verstanden habe und es erst mal sacken musste.

Ein Beitrag von Elsa Vogels

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